Welt-Kindertag 20.9.2017

Allergien im Kindesalter steigen stetig an – DAAB hilft mit Allergie-Lern-Welt

Zunehmend mehr Kinder im Kindergarten- und Schulalter leiden unter Lebensmittelallergien. Vor allem schwere allergische Reaktionen (Anaphylaxien) auf Lebensmittel haben sich in den letzten Jahren versiebenfacht.

Dieses lebensbedrohliche Risiko stellt Eltern sowie deren soziales Umfeld aber auch das Personal in Kita und Schule vor große Probleme. Hier setzt die neue Allergie-Lern-Welt „Alleleland“ direkt an. Deutschlands erste Internetseite für Kinder, die das Thema Lebensmittelallergien kindgerecht und spielerisch erklärt und deren Risiken erläutert. Mino, der Professor und Glucks sein „kleiner Helfer“ sind zwei Forscher, die die Kinder mit in ihre Welt, das Alleleland nehmen und viele Abenteuer bestehen. Es gibt Milchfälle, Hühnerbäume und Nussberge. Die Kinder lernen in diesen Welten etwas über ihren Allergieauslöser. Ein Steckbrief, Rezepte und ein spezielles Spiel, wie zum Beispiel der Eierlauf, helfen geeignete Lebensmittel zu erkennen und Unverträgliche auszusortieren. In Minos Haus finden die Kinder viele Informationen rund um das Thema Lebensmittelallergie, eine Lexikon und ein Wissens-Quiz testet wieviel die Kinder schon über ihre Allergie wissen.

Gleichermaßen bietet der Internetauftritt durch seine vielfältige Anlage aber auch für Eltern und Kita- sowie Schulpersonal die Möglichkeit, dieses Thema einerseits selbst zu vertiefen und andererseits in Unterrichtseinheiten beziehungsweise Aktivitäten der Kita-Betreuung zu integrieren.

Unter dem Motto: Lerne Deine Allergene kennen! dient der mehrschichtige Aufbau der Allergie-Lern-Welt „Alleleland“ allen Beteiligten, Sicherheit im Umgang mit Lebensmittelallergien und Anaphylaxie-gefährdeten Kindern zu erlangen und deren Alltag sorgloser zu gestalten.

Das Alleleland wird stetig um Allergieauslöser und Krankheitsbilder ergänzt.

www.alleleland.de

Götterbaum invasiv und möglicher Allergieauslöser

Der nicht heimische Götterbaum (Ailanthus altissima) breitet sich inzwischen in wärmeren Regionen wie dem Ruhrgebiet oder dem Rheinland vermehrt aus, kann heimische Pflanzen verdrängen und ist auch als möglicher Allergieauslöser im Gespräch. Besonders in Städten oder an Autobahnen sind seine Ableger vermehrt zu finden. Er kann sich durch Wurzelausläufer aber auch durch Samen stark verbreiten. Um sein Wachstum zu verhindern, muss das komplette Wurzelwerk entfernt und die Samenausbreitung verhindert werden. Dies ist meist nicht möglich. Durch vermehrte Herbststürme und starke Winde können ganze Samenstände und auch einzelne „Flugfrüchte“ mit den Samen vermehrt abgerissen und großflächiger verbreitet werden. Der Götterbaum steht auf der „Schwarzen Liste“ invasiver Pflanzenarten. Vom Bundesamt für Naturschutz wird ein Handelsverzicht empfohlen. Aktuell darf der Götterbaum in Deutschland aber immer noch weiter verkauft und angepflanzt werden und ist scheinbar in manchen Projekten zur Stadtbegrünung der Zukunft für die Verantwortlichen als wärmeresistenter Laubbaum interessant.

Allergenkennzeichnung nun offiziell

Lang ersehnt und nun endlich da. Die Durchführungsverordnung zur Allergenkennzeichnung für Deutschland ist nun abgesegnet.

Die 14 Hauptauslöser von Nahrungsmittelunverträglichkeiten müssen schon seit Ende 2014, auch bei der losen Ware, gekennzeichnet werden. Nur haben wir für Deutschland immer noch auf die Durchführungsverordnung gewartet, wie das Ganze denn nun aussehen soll. In der Übergangszeit hat es jeder gemacht wie er möchte. Zahlen, Abkürzungen, Buchstaben oder, oder, oder. Sehr zum Leidwesen der Allergiker. Nun ist sie zwar da, die Durchführungsverordnung, aber es wird sich nichts ändern, außer dass es nun unter Strafe steht, wenn keine Kennzeichnung vorhanden ist. Es gibt leider keine einheitliche Aussage darüber wie die Kennzeichnung aussehen soll. Folgende Informationsmöglichkeiten sind für die lose Ware im Restaurant, Bäckerei, Eisdiele, Mensa etc. verpflichtend:

Die Kennzeichnung kann erfolgen:

  • schriftlich auf einem Schild an der Ware
  • durch einen Aushang in der Verkaufsstätte
  • auf Speisen- und Getränkekarten (dort auch als Fußnoten)
  • durch schriftliche oder elektronische Informationsangebote, die unmittelbar zugänglich sind (Kladde auf der Theke, Computer-Terminal)
  • mündlich durch unterrichtetes Verkaufspersonal, Voraussetzung hierfür
    • Die Info muss unverzüglich vor Kaufabschluss und Übergabe des Lebensmittels mitgeteilt werden.
    • Eine schriftliche Aufzeichnung über verwendete Allergieauslöser muss vorliegen.
    • Die schriftliche Aufzeichnung ist auf Nachfrage für Verbraucher leicht zugänglich.

Die Information muss immer vor Kaufabschluss und Ausgabe erfolgen. Ist die Information für Verbraucher nicht direkt zugänglich muss ein Hinweis erfolgen, wo die Allergeninformation erhältlich ist.

Der DAAB empfiehlt betroffenen Verbrauchern immer nach der schriftlichen Aufzeichnung zu fragen und diese einzusehen.

Schicken Sie uns Ihre Erfahrungen mit der Kennzeichnung der losen Ware. Haben Sie Beispiele wo es gut läuft oder auch Beispiele wo Sie als Allergiker keine Auskünfte erhalten. Wir sammeln und machen uns für Sie stark. Email an info@daab.de

Schilf auch ein Auslöser für Allergien auf Gräser

Schilf (Phragmites australis) ist weltweit in Uferzonen und feuchten Böden verbreitet. Inzwischen gibt es immer mehr Schilf-Röhrichte, die sich z.B. an den Ufern von Seen immer weiter ausbreiten und die ursprüngliche Vegetation verdrängen. Auch an der Küste besteht die Gefahr, dass Salzwiesen und feuchtes Grünland durch Schilf immer mehr verdrängt werden. An der gesamten Ostseeküste und bisher seltener auch an der Nordseeküste ist das ein Problem. In einigen Gebieten versucht man, die Schilfgebiete regelmäßig zu mähen, um das Schilf zurückzudrängen. In den USA hat sich Schilf in vielen Feuchtgebieten an der Ostküste ausgebreitet. Forscher haben dort Versuche mit Ziegen gemacht, die den Bewuchs auf ein Fünftel reduzieren konnten. Bisher wird Schilf bei uns als Auslöser von Gräserpollenallergien nicht besonders thematisiert. Es gehört aber zu den Süßgräsern und kann Gräserallergien auslösen oder bei einer Gräserallergie zu Kreuzreaktionen führen. Bislang wurden das Hauptallergen und fünf weitere Allergenkomponenten entdeckt.

In schilfreichen Gebieten kann das Gras für allergische Beschwerden im Spätsommer sorgen, denn es blüht von Juli bis September.

DAAB Warnhinweis: RÜCKRUF für „Rosengarten Bio Beeren Müsli“- Fehlende Allergenkennzeichnung von Milch und Soja

Die Firma Minderleinsmühle GmbH & Co. KG informiert, dass im Produkt Rosengarten Bio Beeren Müsli 750 g
mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 28.05.18
vereinzelt ein Schoko-Knusper-Müsli enthalten sein kann. Dieses enthält Vollmilchschokolade mit Vollmilchpulver und Sojalecithin als Zutat.
Das Produkt ist daher für Menschen mit einer Allergie auf Milch und Soja nicht zum Verzehr geeignet.
Menschen mit einer Allergie auf Milch und Soja sollten das Produkt nicht verzehren.

Für Menschen ohne Allergie auf Milch und Soja ist das Produkt uneingeschränkt zum Verzehr geeignet.
Andere Mindesthaltbarkeitsdaten sind nach Unternehmensangaben nicht betroffen.
Das betroffene Produkt wird aus Gründen des vorsorglichen Verbraucherschutzes in allen Verkaufsstellen gesperrt und aus dem Verkauf genommen. So können fehlerhafte Packungen nicht mehr in Umlauf gelangen.
Verbraucher können das Produkt mit dem oben angeführten MHD zurückzubringen.
Der Kaufpreis wird selbstverständlich auch ohne Beleg zurückerstattet.

 

Kinostart: AMELIE RENNT – Ein Kinofilm über ein Mädchen mit Asthma

Ab dem 21. September läuft der Film AMELIE RENNT in deutschen Kinos. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB)  unterstützt diesen Film, da er das Thema Asthma und die entstehenden Probleme in der Akzeptanz sowie im familiären, schulischen Umfeld punktgenau darstellt. So wie AMELIE fühlen sich in Deutschland 10 Prozent der Kinder. Amelie, die 13jährige Großstadtgöre, versteht es wunderbar, mit ihrer charmanten Sturheit die Zuschauer in ihren Bann zu ziehen und den Auswirkungen von Asthma ein Gesicht zu geben. Amelie lässt sich von niemanden etwas sagen, schon gar nicht von ihren Eltern oder Ärzten. Welche Familie kennt das nicht? Der Film ist authentisch, amüsant, kurzweilig und nicht nur für Asthmatiker ein Kinoerlebnis.

http://www.amelierennt-derfilm.de/

 

Kostenfreies Webinar: Diagnostik und Therapie der Insektengiftallergie

Insektengiftallergien sind bei Kindern die zweithäufigste und bei Erwachsenen die häufigste Ursache für sogenannte Anaphylaxien (allergischer Notfall). In Deutschland werden sie bisher vor allem durch Bienen- und Wespenstiche ausgelöst. Wie soll man bei einer allergischen Reaktion auf Insektenstiche vorgehen? Was gilt es im Notfall zu beachten?

Das kostenfreie DAAB-Webinar mit Herrn Professor Harald Löffler, Direktor der Hautklinik der SLK-Kliniken in Heilbronn,  vermittelt einen Überblick zu Diagnostik und Therapie von Insektengiftallergien und geht in diesem Zusammenhang besonders auf das Thema Anaphylaxie und Hyposensibilisierung (Allergenspezifische Immuntherapie) ein. Die  Hyposensibilisierung ist eine sehr effektive Therapiemaßnahme, mit der die Insektengiftallergie wirksam behandelt und die Lebensqualität der Patienten verbessert werden kann.

Diagnostik und Therapie der Insektengiftallergie

Wann:             Mittwoch, 27. September 2017, 17 – 18 Uhr

Referent:        Professor Harald Löffler, Direktor der Hautklinik der SLK-Kliniken in Heilbronn

Hier geht es zur Anmeldung:

Anmelde-URL: https://attendee.gotowebinar.com/register/648921152643101953

Webinar-ID: 464-934-371

 

Schulbeginn Allergie konkret ELTERN

Passend zum Schulbeginn greifen wir nochmal das Thema Kinder mit Allergien, Asthma und Neurodermitis auf.

Beim Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB) kann noch kostenlos die Sonderausgabe der Zeitschrift “Allergie konkret ELTERN” bestellt werden.

Sie enthält Artikel zu unterschiedlichen Allergie-Themen sowie zu Asthma und Neurodermitis sowie zur Anaphylaxie und zur Vorbeugung von Allergien beim Baby.

Bestellen unter: info@daab.de oder 0 21 66 – 64 788 20.

Kostenfreies Webinar Urtikaria- Nesselsucht

lich des Welt-Urtikaria-Tages veranstaltet der DAAB ein kostenfreies webinar für Interessierte mit Prof. Marcus Maurer aus der Charité Berlin am 26.9.2017.

Die Urtikaria, auch Nesselsucht genannt, ist die häufigste Erkrankung der Haut. Etwa 25% der Bevölkerung hat schon einmal eine Urtikaria durchlebt. Bei einer Urtikaria kommt es zu plötzlich juckenden Quaddeln an der Haut oder an einzelnen Hautpartien. Häufig treten gleichzeitig -aber auch allein – tiefe Schwellungen der Haut, so genannte Angioödeme, auf. Begleitet werden die Symptome durch starken andauernden Juckreiz.  Ungefähr ein Drittel der Urtikaria-Patienten leidet unter einer akuten Form der Nesselsucht. Diese verläuft unproblematisch, tritt plötzlich wie aus heiterem Himmel auf und klingt nach wenigen Tagen oder Wochen ab. Auslöser hierfür können zum Beispiel Infekte, Schmerzmittel oder andere Medikamente sein. Die akute Form ist in der Regel ein einmaliges, selbst limitiertes Ereignis.  Weitaus schwieriger für den Arzt und den Patienten sind Urtikaria-Formen, die länger als sechs Wochen andauern und täglich (kontinuierlich) oder in Abständen von mehreren Tagen (rezidivierend) auftreten. Der Fachmann spricht in solchen Fällen von einer chronischen Urtikaria. Einer solchen Nesselsucht kann eine Vielzahl von Ursachen zugrunde liegen. Während bei der akuten Urtikaria selten nach den genauen Ursachen geforscht wird, sollte bei einem chronischen Verlauf neben der Behandlung der Symptome, eine gründliche Suche nach Auslösern und Ursachen Bestandteil der Therapie sein. Gerne möchten wir Ihnen die unterschiedlichen Formen und Auslöser, sowie aktuelle Therapieoptionen näherbringen. Hierzu konnten wir Prof. Maurer, einen führenden Experten auf dem Gebiet aus der Charité – Universitätsmedizin – in Berlin gewinnen.

Aktuelle Diagnose und Therapieoptionen der Urtikaria – Informationen für Patienten

Wann:             Dienstag, 26. September 2017, 16.30 – 17.30 Uhr

Referent:        Prof. Dr. Marcus Maurer, Charité Berlin

  •  Nesselsucht und ihre Formen
  • Auslöser – Was bringt die Haut zum Jucken?
  • Diagnose – Welche Untersuchungen sind sinnvoll?
  • Mögliche Therapieoptionen – Was gibt es Neues – was ist alt bewährt?

Anmeldung unter: https://attendee.gotowebinar.com/register/7481210541208293891

Die Teilnahme am Webinar ist kostenfrei.

Voraussetzung zur Teilnahme: Computer oder Laptop mit Internetzugang zur Bildübertragung (Vortragsfolien), Tonübertragung des Vortrags über

a)      im Computer/ Laptop integriertes Mikrofon + Lautsprecher - oder

b)       externe, an den Computer anschlussfähige Kopfhörer (Headset) -oder

c)       Telefon.

Die Anmeldungen werden entsprechend ihrem Eingang berücksichtigt.

Die Teilnahme am Webinar ersetzt nicht die ärztliche Betreuung.