Allergie durch Kuscheltiere?

Manche Puppen, Plüschtiere, Puzzles oder Spielwaren sind beduftet und damit kein harmloses Freizeitangebot für Kinder. Die völlig unnötig zugesetzten Duftstoffe können laut einer aktuellen Meldung des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) bei einigen Kindern Kontaktallergien auslösen, die sie ihr Leben lang nicht mehr loswürden. Spielzeug für Kinder unter drei Jahren sollte laut BfR generell keine Duftstoffe enthalten, nicht zuletzt da sie oftmals intensiven Körperkontakt mit dem Spielzeug haben oder es in den Mund stecken.

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund fordert ein Verbot unnötiger Allergene und Schadstoffe in Kinderspielzeug.

Aromastoffe unter Kontrolle?

Ab April 2013 wird es eine Positivliste für Aromastoffe in Europa geben. Aromastoffe, die auf dieser Liste stehen sind, laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), gesundheitlich unbedenklich und dürfen in Lebensmitteln eingesetzt werden. Seit 2003 wurde eine Sicherheitsbewertung von Tausenden von Aromastoffen vorgenommen, was bisher zu 170 veröffentlichten wissenschaftlichen Gutachten geführt hat. Bislang wurden mehr als 2.500 Aromastoffe in die Positivliste der EU aufgenommen. Von den rund 2.500 Stoffen sind allerdings 400 erst vorläufig zugelassen und müssen durch die Behörde noch abschließend bewertet werden. Die neue EU-Positivliste findet ab dem 22. April 2013 Anwendung  und wird jährlich aktualisiert.

Wer braucht all diese Stoffe? Wissen wir denn überhaupt noch wie ein Erdbeerjoghurt mit frischen Erdbeeren schmeckt?

Vorsicht bei Salami und Schinken

Gepökelte und geräucherte Lebensmittel sollten von COPD-Patienten nur zurückhaltend verzehrt werden.

Spanische Forscher fanden nun heraus, dass Patienten mit der Lungenerkrankung COPD nach dem Verzehr von Chorizo und Serranoschinken häufiger im Krankenhaus landen als COPD-OPatienten, die diese Wurstwaren nicht verzehren. In der Studie wurden 274 Patienten über 2,5 Jahre begleitet. 35% der Patienten wurden mindestens einmal erneut im Krankenhaus vorstellig, 5% starben. Die Patienten, deren Konsum an geräucherten Fleischwaren über dem mittleren Verbrauch von knapp 23 Gramm pro Tag lag, wurden doppelt so häufig eingewiesen wie die Patienten mit einem geringeren Konsum. Die Rückkehr ins Krankenhaus war umso wahrscheinlicher, je mehr Wurst und Schinken der Speiseplan enthielt.

Hintergrund: Der Zusammenhang zwischen geräuchertem/gepökeltem Fleisch und COPD ist nicht neu: In früheren Studien wurde bereits gezeigt werden, dass diese Wurstwaren das Risiko für die Entwicklung einer COPD erhöhen. Dies liegt an dem Nitritpökelsalz, dass indirekt das Lungenparenchym angreift. Eine weitere Theorie beruht darauf, dass der hohe Salzgehalt in Wurstwaren die Verschlechterung der Erkrankung begünstigt.

Apfel-Allergie Heilung mit Hypnose ?

Sie leiden unter Schlafstörungen oder einer Apfel-Allergie? Hypnose kann helfen, versprechen Hypnotherapeuten auf dem Internationalen Hypnose Kongress in Bremen.

Hypnose kann nicht nur Ängste lindern oder die Betäubungsspritze beim Zahnarzt ersetzen, sondern angeblich auch Allergien bis hin zu Neurodermitis heilen. Das behaupten Hypnotherapeuten und Zahnmediziner auf dem Kongress und stellten verschiedene Fallbeispiele vor.

Schon nach zwei (selbst zu bezahlenden) Therapiestunden treten bei 70 bis 80 Prozent der Patienten Erfolge ein. Verschriebene Medikamente sollten allerdings nach Ansicht der Therapeuten nicht abgesetzt werden. Die Hypnose wirkt, indem “ich mein Unbewusstes bitte, mir zu helfen”. Für eine Heilung sei ein zentrales Ziel nötig. Gesund werden zu wollen, reiche nicht, so die Experten.

An einem sehr beeindruckenden Beispiel zeigte der Hypnotherapeut und Zahnarzt, Dr. Brunier seine Methode. Eine Zuhörerin mit geschwollenen Augen aufgrund einer Allergie stellte sich zur Verfügung. Durch Worte versetzte er sie in Trance: Sie solle sich eine Wiese oder einen “angenehmen Zustand” wie in einem Whirlpool vorstellen. Als Symbol für die eigene Freiheit sollte sie eine Farbe benennen und als Helfer ein kraftvolles Tier. Die Farbe sei im Laufe des Lebens schmutzig geworden und werde nun gereinigt.

Dann sollte die Dame ihr Unbewusstes nach der Ursache der bisherigen Unfreiheit befragen, etwa Schuld oder Wut. Als sie angeblich die Antwort spürte, führte sie auf Bruniers Anregung eine Hand an die Schläfe: Damit sei sie “von einer Lösung berührt”. Nach der Hypnose soll die Patientin täglich zu einer bestimmten Zeit an die symbolische Farbe denken……

Humbug oder Heilung?

Allergischer Notfall durch Alkohol-Mixgetränke

Der Verursacher allergischer oder Allergie ähnlicher  Reaktionen nach Alkoholgenuss muss nicht wie oft vermutet das Histamin, Farbstoffe oder der Alkohol selbst sein. Vereinzelte Fallberichte deuten darauf hin, dass Chinin in Mixgetränken wie  Tonic Water, Bitter Lemon oder Aperol® als Verursacher in Frage kommt. Chinin ist ein bitter schmeckendes kristallines Pulver, welches aus der Rinde des Chinarindenbaumes gewonnen wird. Als Aromastoff wird es diversen Getränken zugesetzt. Aktuell reagiert eine 19-jährige Patientin innerhalb eines Jahres nach Genuss diverser alkoholhaltiger Mixgetränke sechs Mal mit anaphylaktischen Reaktionen. Nach eingehenden Untersuchungen, konnte Chinin als IgE-vermittelter Auslöser diagnostiziert werden.
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Kaffeetrinken hilft bei Asthma

Die positive Wirkung von Kaffee besser gesagt Koffein auf Asthma ist schon seit weit über hundert Jahren bekannt. Doch nun wurde dies in großangelegten Studien hoch wissenschaftlich auch belegt: Bei einem täglichen Kaffeekonsum von mehr als drei Tassen sinkt laut Forschungsergebnissen das Asthma-Risiko um bis zu 30 Prozent.

Na dann…Kaffeepause!

Irrtum Ziegenmilch nicht besser verträglich als Kuhmilch!

Für Menschen mit einer Laktose-Unverträglichkeit sind Ziegen- und Schafsmilch nicht besser verträglich als Kuhmilch.

Laktose kommt natürlicherweise in Milch und Milcherzeugnissen vor. Am meisten Laktose enthält Muttermilch mit 7 Gramm pro 100 Milliliter. In Milch von Kühen, Ziegen oder Schafen befinden sich ca. 4 bis 5 Gramm pro 100 Milliliter. Es gibt keine Unterschiede zwischen den einzelnen Tiermilchen in Bezug auf den Laktosegehlat. Je nachdem, wie die Milch dann weiter­verarbeitet wird, variiert der Laktosegehalt. Durch Eindampfen und Trocknen erhöht er sich. So stecken in Milchpulver und Kondensmilch deutlich mehr Laktose als in der gleichen Menge Trinkmilch. Milch­pulver findet zum Beispiel Verwendung in Gebäck, Kuchen und in manchen Wurstwaren.

Buttermilch, Molke, Joghurt, Kefir, Sahne, Creme fraîche, Hüttenkäse, Quark, Frischkäse, Kochkäse und Schmelzkäse enthalten je nach Sorte und Herstellungsverfahren ungefähr so viel Laktose wie Trinkmilch.

In Weichkäse wie Camembert oder Brie befindet sich je nach Sorte zwischen 1-2 Gramm Laktose pro 100 Gramm. Butter und Schnittkäse sind mit weniger als 0,1g/mm100g laktosefrei. Lassen Sie sich bei der Kennzeichnung nicht verwirren. Auch normale Butter und Schnittkäse, die nicht die Bezeichnung „laktosefrei“ tragen sind gut verträglich.  Der Begriff dient bei diesen Produkten als Werbeslogen und müsste verboten werden, zumal die Produkte meist teurer sind.

Antibiotikatherapie – Darmschutz durch Probiotika?

Durch die zusätzliche Einnahme von Probiotika während oder kurz nach Beginn einer Antibiotikatherapie kann das Risiko für  unerwünschte Durchfäll bei Kindern und Erwachsenen signifikant gesenkt werden. Zu diesem Ergebnis kamen kanadische Forscher, die sich einen Überblick über die aktuelle Studienlage verschafft haben.

Durchfälle unter Gabe von Antibiotika sind sehr häufig. Etwas ein Drittek dieser Durchfälle werden durch einen bestimmten Keim ausgelöst (Clostridium (C.) difficile) ausgelöst. Meist sind ältere stationäre Patienten betroffen, die Breitbandantibiotika erhalten. Kanadische Forcher untersuchten, wie effektiv bei Kindern und Erwachsenen unter Antibiotikatherapie eine Fehlbesiedelung des Darms durch eine Probiotikaprophylaxe zu verhindern war. In den insgesamt 20 Studien hatten 3818 Patienten ab einem Alter von zwei Wochen zum Antibiotikum entweder Probiotika oder ein Placebo bzw. nichts eingenommen. Bei zwei Drittel der Patienten konnte die Ausbreitung des Keims durch die Probiotikagabe unterschiedlichster Stämme verhindert werden.

Schimmelpilze und fristlose Kündigungen

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 11.7.2012 (Aktenzeichen VIII ZR 138/11) entschieden, dass eine Mietminderung unter Umständen zu einer rechtmäßigen fristlosen Kündigung der Wohnung und späteren Räumung durch den Vermieter führen kann.In dem Urteil des BGH ging es darum, dass ein Mieter sich bei seinem Vermieter über Schimmel- und Kondenswasserbildung in seiner Wohnung beschwerte. Er führte dies auf bauliche Mängel am Haus zurück und forderte von seinem Vermieter die Beseitigung. Es fand eine Ortsbesichtigung statt, bei deren Gelegenheit der Vermieter erklärte, nach seiner Ansicht beruhen der Schimmel und die Kondenswasserentstehung auf dem falschen Heiz- und Lüftungsverhalten des Mieters. Deshalb könne er keine Maßnahmen ergreifen, den Schimmel und die Kondenswasserbildung abzustellen.

Später stellte sich heraus, dass der Vermieter die Ursache der Schimmel- und Kondenswasserbildung richtig beurteilt hatte.

Es kam, wie es kommen musste:

Der Mieter minderte die Miete monatlich um 20%, woraufhin der Vermieter den Mietvertrag fristlos kündigte als die Mietminderung aller Monate zusammengenommen den Betrag von 2 Monatsmieten überstieg. Im folgenden Gerichtsverfahren entschied der BGH, dass die fristlose Kündigung des Vermieters wirksam sei und der Mieter die Wohnung räumen müsse. Der Mieter hatte sich über die Ursache des Schimmels und des Kondenswassers geirrt. Das half ihm jedoch nicht. Denn nach der aktuellen Gesetzeslage kann ein Vermieter kündigen, wenn der Mieter mit mehr als 2 Monatsmieten im Rückstand (Verzug) ist. Wie es dabei zu dem Rückstand kam, ist dabei unerheblich.

Hinweis:

Der Mieter sollte, wenn er der Ansicht ist, seine Wohnung leide an einem Mangel, nicht die Miete einfach um einen Prozentsatz kürzen, sondern sie “unter Vorbehalt” zahlen und dem Vermieter schriftlich seine Gründe für die prozentuale Kürzung mitteilen.

Darüber hinaus sollte der Mieter bei Fällen von Schimmel- und Kondenswasserbildung einen Rechtsanwalt beauftragen, ein Selbständiges Beweisverfahren beim zuständigen Gericht einzuleiten. In einem solchen Verfahren können kurzfristig die für ein späteres Gerichtsverfahren notwendigen Beweise wie etwa ein gerichtlich beauftragtes Sachverständigengutachten erstellt werden.

Wenn ein Mieter die Miete tatsächlich kürzt, muss er stets darauf achten, dass der Gesamtbetrag der Kürzungen nicht den Betrag von 2 Monatsmieten übersteigt, weil ansonsten eine fristlose Kündigung droht.

Nahrungsergänzungsmittel bei Fruchtzucker-Unverträglichkeit

Unwirksam und teuer – Nahrungsergänzungsmittel bei Fruchtzucker-Unverträglichkeit

Seit kurzem ist das Nahrungsergänzungsmittel FRUCTOSIN®  erneut in Apotheken erhältlich. FRUCTOSIN®   enthält das Enzym Xylose Isomerase, welches das mit der Nahrung aufgenommene Monosaccharid Fruktose in Glucose umwandeln kann. Wird das Enzym vor einer Fruktose reichen Kost eingenommen, soll es die Verträglichkeit dieses Kohlenhydrats bei bekannter eingeschränkter Fruktoseresorption (Fruktosemalabsorption) verbessern. Hierdurch würde es möglich, dass Fruktosemalabsorber eine größere Fruktosemeng problemlos vertragen.

Komericki et.al. führten 2012 eine Studie durch, die die Wirksamkeit des Produktes überprüften. Es konnte eine signifikante Wirkung bezüglich Übelkeit und Bauchschmerz, nicht jedoch in Bezug auf Blähungen nachgewiesen werden. Bei der Durchführung der Studie kam es jedoch zu erhebliche Mängel. Überprüft wurde, inwieweit die Gabe von drei Kapseln FRUCTOSIN®    eine Wirkung hat. Da der Preis einer Kapsel je nach Packungsgröße bei 0,70 bis 0,99€  liegt, ist die Aufnahme von drei Kapseln eher unrealistisch. Interessant wäre hier gewesen, inwieweit  Xylose Isomerase eine bessere Wirkung zeigt, als eine gleichzeitige Glukosegabe, die bekanntermaßen die Fruktoseresorption steigert.  Weitere Kritikpunkte an der Studie:  1. Die Wasserstoff Messungen fanden im Abstand von 30 Minuten statt. Zur Diagnostik einer FM eigentlich schon zu lang – für eine wissenschaftliche Studie definitiv zu ungenau.  2. 29 % der in der Studie als Fruktosemalabsorber definierten Probanden waren zum Zeitpunkt der Studie gar keine Fruktosemalabsorber mehr, da sich – wie in der Praxis häufig zu finden- ihre Resorptionskapazität mittlerweile wieder verbesserte. 3. Die Studie wurde vom Hersteller des Produktes finanziert.