Die Pollen fliegen wieder

Kaum ist die Kälteperiode vorbei, fliegen auch schon wieder die Pollen. In vielen Regionen fliegen Hasel- und Erlenpollen mit einer leichten bis mäßigen Belastung.

Haben Sie das schon gewusst?

  • Aus jedem dritten Heuschnupfen kann sich ein ganzjähriges, allergisches Asthma entwickeln.
  • Circa 60% der Betroffenen haben eine Kreuzallergie und vertragen kein frisches Kern- und Steinobst.
  • Durch die Klimaerwärmung kommt es zu längeren Pollenflugzeiten.
  • Die Allergenbelastung kann nach einem starken Gewitter besonders hoch sein. Die Pollen werden zu Boden gedrückt und die Allergieauslöser regelrecht herausgeschlagen.
  • Hohe Ozonwerte können den Allergengehalt und auch die Allergenität von Pflanzen erhöhen.
  • Pollen können bis zu fünf Stunden an der Augenoberfläche haften bleiben und so zu massiven Beschwerden am Auge führen. Eine Augenspülung kann Abhilfe schaffen.
  • Kontaktlinsenträger können unter verstärkten allergischen Beschwerden am Auge leiden, wenn die Pollen sich unter die Linsen setzen und so länger im Auge bleiben. Hier hilft nur der Umstieg auf die Brille.

Teilen Sie uns Ihre Beobachtungen mit. In welcher Region leben Sie und welche Pollen merken Sie? Rückmeldungen gerne unter info@daab.de

 

Trotz Asthma gesund durch den Winter

Der kalte Winter stellt für Asthmatiker eine besondere Herausforderung dar. Die kalte Luft kann die ohnehin schon verengten und überempfindlich reagierenden Bronchien der Betroffenen reizen. Außerdem können bestimmte Wetter- und Temperaturverhältnisse als Auslöser (Trigger) für einen Asthma-Anfall dienen. Auch starke Winde, Nebel oder schnelle, starke Temperaturänderungen können problematisch sein. Wenn man beispielsweise von beheizten Räumen in die kalte Winterluft wechselt, kann eine Zwischenstation in einem kühleren Raum hilfreich sein. Ist die Raumluft zu trocken und die Luftfeuchtigkeit zu gering, kann dies ebenfalls die Atemwege reizen. Smog-Wetterlagen sorgen dafür das bodennahe Kaltluftschichten von darüber liegenden warmen Schichten festgehalten (Inversionswetterlage). Schadstoffe können daher in Ballungsräumen schlecht abtransportiert werden und ebenfalls zu Reizungen der Atemwege führen. In der kalten Jahreszeit sind auch Erkältungs- und  Grippeviren unterwegs. Sie können Bronchitiserkrankungen oder Lungenentzündungen auslösen.

Für Asthmatiker empfehlen wir daher die regelmäßige Grippeschutzimpfung.

Haben Sie fragen zum Thema Asthma und Kälte melden Sie sich auf unserer Beratungs-Hotline:  Fon 02161 / 10 20 7 oder 01805- 05 21 21 (0,14 €/ Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk kann abweichen)

Vorsicht bei Erkältungsbädern

Gerade in der kalten Jahreszeit greift man gerne auf duftende Erkältungsbäder zurück. Aber Vorsicht: Viele Erkältungsbäder enthalten starke Allergieauslöser. In einem Test der Zeitschrift Öko-Test (1-2013) wurden 18 Erkältungsbäder unter die Lupe genommen. Hier die Zusammenfassung.

Erkältungsbäder werden als Arzneimittel oder kosmetische Produkte angeboten. Bei den Arzneimitteln müssen problematische Duftstoffe nicht gekennzeichnet werden. Bei den kosmetischen Badezusätzen findet der Allergiker kennzeichnungspflichtige Duftstoffe auf der Verpackung.

Erkältungsbäder enthalten Zusätze wie Fichten- oder Kiefernadelöl, Rosmarin- oder Eukalyptusöl, Menthol oder Kampfer. Speziell der natürliche Bestandteil der Nadelholzöle (Kiefer, Fichte,) das Delta-3-Caren, gilt als starker Allergieauslöser. Kampfer ist für seine starke irritative und allergenisierende Wirkung an der Haut  bekannt. Zudem besteht speziell bei Kindern und Säuglingen Vergiftungsgefahr.

Erkältungsbäder entspannen den Körper und die Seele und sind gerade in der kalten Jahreszeit eine Wohltat. Wählen Sie das Badeöl allerdings sorgsam aus und verzichten auf Duftstoffe, Kampfer, Menthol und Nadelholzöle.

Oftmals reicht ein hochwertiges Pflanzenöl mit ein paar wenigen Tropfen eines verträglichen ätherischen Öl, wie Eukalyptus-, Thymian- oder Rosmarinöl.  Für Kinder und Säuglinge sollte ein Schuss Pflanzenöl im warmen Wasser ausreichen.

Warnhinweise – Allergy Alerts

Eigentlich weiß man als Lebensmittelallergiker, dass der Blick aufs Zutatenverzeichnis bei jedem Einkauf dazu gehört. Doch Hand aufs Herz – schauen Sie wirklich bei JEDEM Produkt und bei JEDEM Einkauf von neuem auf das „Kleingedruckte“? Sinnvoll wäre es, denn Rezepturänderungen oder Änderungen bei der Spurenkennzeichnung  passieren und sie können ein verträgliches Produkt in ein unverträgliches verwandeln und umgekehrt.

Und auch in der Lebensmittelindustrie arbeiten „nur“ Menschen, so dass es hin und wieder vorkommen kann, dass ein allergen wirkendes Lebensmittel versehentlich in ein Produkt gelangt, ohne dass darauf hingewiesen wird oder ein verpacktes Lebensmittel ein falsches Etikett erhält, dass die Zutaten nicht alle angibt.

Der DAAB informiert Sie direkt per Email über allergenrelevante Rückrufe. Senden Sie uns dazu eine Email an warnhinweis@daab.de oder melden sich im Internet über die www.daab.de direkt für unser Warnsystem an.

Diät zu Jahresanfang: Vorsicht bei Trendbroten

Low Carb-Brot“, „Eiweißabendbrot“, „Abendbrot“. So oder ähnlich lauten die Wortkreationen für neue Brotsorten, die zurzeit in den Bäckerei-Theken zu finden sind. Was alle diese Brote auszeichnet, ist ein sehr geringer Kohlenhydrat- und ein hoher Eiweißanteil. Diese Zusammensetzung soll beim Abnehmen helfen.  Ob solche Brote notwendig sind und beim Abnehmen helfen, sei dahin gestellt – aber Allergiker sollten Vorsicht walten lassen. Je nach Rezeptur enthalten die Brote neben Obstfasern und Gluten auch Soja, Lupine, Mandeln und andere Zutaten, die man in Brot nicht vermuten würde. Daher ist es für Allergiker ratsam, einen Blick in die meist ausliegenden Handzettel zu werfen bzw. das Personal nach den Inhaltsstoffen zu fragen.