Aktion “mir stinkt´s” gestartet

Duftstoffe in Bodenbelägen, Staubsauger-Deo, Kinderspielzeug mit Himbeergeruch. Eine Entwicklung, die für viele Allergiker bedrohlich wirkt. Aber auch immer mehr Verbraucher ohne Reaktionen auf Duftstoffe fühlen sich belästigt von der Geruchsflut in immer mehr Produkten sowie öffentlichen Räumen. Nach einer Untersuchung des DAAB geht das undeklarierte Beduften von Apotheken über Kinos, Autohäuser, Supermärkte, Kaufhäuser, Gaststätten, Hotels bis hin zu Arztpraxen, Schulen und Kindergärten. Der Duft soll eine angenehmere Atmosphäre oder eine verkaufsfördernde Stimmung bringen, Ängste abbauen und sogar Aggressionen senken. Risiken und Nebenwirkungen sind den meisten Anwendern völlig unbekannt. Die Faszination umzusetzen, was technisch möglich ist, scheint vor der Frage der Risikoabschätzung zu stehen. Hier ist der einzelne Verbraucher gefragt. Wir starten die Aktion „mir stinkt`s“. Schreiben Sie uns, wo es riecht, wo beduftet wird, wo Sie sich geärgert haben, wir sammeln Ihre Rückmeldungen und werden aktiv. Senden Sie Ihre Erfahrung an info@daab.de

Mehr zum Thema Duftstoffe finden Sie auf unseren Themeneseiten hier.

DEO-Schock!

Auf das AXE-Deo eines Klassenkameraden reagierte ein Schüler einer High School in Pennsylvania mit einer schweren Anaphylaxie. Wie abc news berichtete, wurde der Jugendliche aufgrund der lebensbedrohlichen allergischen Reaktion notfallmäßig in eine Klinik gebracht. Diese diagnostizierte das AXE Deo als Auslöser der Anaphylaxie. Die Schule hat als Konsequenz ihre Schüler gebeten auf die Nutzung von AXE-Deos zu verzichten. Das Unternehmen AXE will der Sache auf den Grund gehen.

Pollenallergie – Augen im Blick

Tränende, juckende, gerötete Augen sind typische Symptome einer Pollenallergie. Nach einer französischen Studie mit 4.000 Teilnehmern hat jeder zweite Patient mit allergischen Beschwerden an der Nase (Rhinitis) auch Augenbeschwerden. Aber nur bei einem von drei Patienten werden diese Augenbeschwerden auch behandelt. Juckende Augen sind dabei das größte Problem. 51,1 Prozent der Studienteilnehmer fühlten sich davon stark beeinträchtigt, gefolgt vom Tränen der Augen (38,6 Prozent). Über die Hälfte der Patienten beurteilten ihre Augenprobleme störender als Symptome an der Nase. Dabei fühlten sich 38,8 Prozent der Patienten nachhaltig in ihren täglichen Aktivitäten eingeschränkt, 47,8 Prozent klagten über ein verzerrtes Sehen und 16,3 Prozent über Schlafstörungen. Die Augenbeschwerden wurden bei den Teilnehmern durch Pollen (51,3 Prozent), Hausstaubmilben (34,8 Prozent) sowie durch Haustiere (12,2 Prozent) ausgelöst. Bei der Behandlung mit Augentropfen (v.a. Antihistaminika, seltener Cromoglycinsäure) waren 20 Prozent der Patienten nur mäßig bis gar nicht zufrieden. Durch die Anwendung cortisonhaltige Nasensprays sollen auch die Beschwerden am Auge gelindert werden, was aber noch in weiteren Studien überprüft werden muss.

Haben auch Sie Beschwerden am Auge? Lassen Sie sich beraten unter 02161-10207

Das Kreuz mit den Kreuzallergien

Der herzhafte Biss in den Apfel bleibt gerade jetzt zur Pollensaison für so manchen Pollenallergiker nicht ohne Folge.

Tipps:

  • Apfelsorten wie Granny Smith oder Golden Delicious werden weniger gut vertragen als Goldparmäne oder Berlepsch.
  • Geschält, zerkleinert oder gekocht wird so mancher Apfel wieder zum Genuss.
  • bei 400 Watt 2 Minuten in die Mikrowelle, schmeckt der Apfel noch recht kanackig und wird verträglicher.
  • Apfelkompott, Apfelkuchen oder Apfelgelee – darauf muss kein Apfelallergiker verzichten.

Allergie auf Schweinefleisch – nur sehr selten bei Katzenallergikern!

Aufgrund der Focus Berichterstattung zum Thema Allergien Heft 11/13 erreichen den DAAB viele Anfragen verunsicherter Katzenallergiker.

Der Hinweis, dass Katzenallergiker auch auf Fleisch allergisch reagieren, muss etwas ins rechte Licht gerückt werden. Schätzungsweise können 1 – 4% aller Katzenallergiker von einer manifesten Schweinefleischallergie betroffen sein. Hintergrund ist das „Cat-Pork-Syndrom“. 1994 wurde erstmals das Phänomen beschrieben. Die primäre Sensibilisierung erfolgt auf das Katzenallergen (Fel d 2). Dies kann mit dem Serumalbumin im Schweinefleisch kreuzreagieren. Es wurde sogar ein Fall einer fatalen Anaphylaxie nach Konsum von Wildschweinfleisch bekannt.

Betroffen sind fast ausschließlich Erwachsene.

Obwohl grundsätzlich auch andere felltragende Tiere als primäre Sensibilisierungsquelle infrage kommen, und Kreuzreaktionen auch zu anderen Fleischarten auftreten können, scheint die Assoziation zwischen den Serumalbuminen von Katze und Schwein besonders eng zu sein.  Das Allergen ist hitzelabil und nur bei wenig durchgegartem Schweinefleisch relevant.

Haben Sie Erfahrung mit dieser Allergieform. Berichten Sie uns.

Heuschnupfen-Meldesystem

Pünktlich zum Beginn des Pollenfluges präsentiert der Deutsche Allergie- und Asthmabund sein neues kostenfreies Infopaket „Pollenallergie“. Gleichzeitig startet der DAAB die Initiative “Heuschnupfen-Meldesystem”.

Pollenflugvorhersagen sind gefragt, verschaffen Aufmerksamkeit und damit Quote. Daher sind diese Informationen fast überall zu finden. Ob im TV, im Radio oder in der Lokalzeitung, die Pollenflugvorhersage ist ein fester Bestandteil des sommerlichen Wetterberichtes. Doch während die Wettervorhersage auf vielfältige Daten zurückgreifen kann, hinkt die Pollenflugvorhersage dem ein wenig hinterher, wie ein Check des Deutschen Allergie- und Asthmabundes feststellte. Es gibt zurzeit keine flächendeckenden Messungen und die Pollenkonzentration kann regional starken Schwankungen unterliegen.

Um die Vorhersage der Pollenbelastung weiter zu verbessern, ist es daher sinnvoll, die aktuellen Beschwerden der Patienten mit einzubeziehen. Gleich eines Staumelders senden Heuschnupfengeplagte ihre Beobachtungen an den DAAB, um die Hinweise zur Pollenbelastung zu verbessern. Damit soll ein Orientierungssystem für Pollenallergiker entstehen, dass durch sie selbst aktiv mitgestaltet wird. Meldungen über die individuellen Heuschnupfen-Beschwerden vor Ort sammelt der DAAB bereits jetzt unter info@daab.de

Neuer Ansatz bei Nesselsucht-Behandlung

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung der Berliner Charité wies in der Studie mit rund 500 Patienten nach, dass Omalizumab, ein Antikörper gegen Immunoglobin E (Anti-IgE), bei Urtikaria-Patienten wirksam war, denen die bislang übliche Therapie mit Antihistaminika nicht half. Omalizumab wird zurzeit vor allem bei schwerem allergischem Asthma eingesetzt. Sein Einsatz bei Urtikaria führte zu einer Verminderung der Krankheitssymptome, vor allem der allergen-vermittelten Hautreaktionen wie starkem Juckreiz.