Pflanzzeit – Allergiker aufgepasst

Die Pflanzzeit hat begonnen. Hobbygärtner mit „Pflanzenallergien“ oder haut- bzw. duftstoffempfindliche Menschen sollten den Spaß am Garten nicht verlieren und sich gezielt über geeignete Pflanzen informieren: z.B. Löwenmaul, Petunie, Fleißiges Lieschen, Begonie, Vergissmeinnicht, Phlox, Stiefmütterchen, Schneeflöckchen, Buntnessel, Bechermalve, Tränendes Herz, Stockrose, Fackellilie, Funkie, Ehrenpreis, Hortensie.

Weitere Infos: info@daab.de

Jazzmusiker Kim Barth ist neuer DAAB-Botschafter

Als Botschafter engagiert sich der Jazzmusiker Kim Barth für den Deutschen Allergie- und Asthmabund. Kim Barth ist Musiker, Komponist, Musiklehrer und selbst betroffener Asthmatiker. Als Produzent von Jazz-Projekten arbeitete er zusammen mit Grammy-prämierten Künstlern aus den USA und Brasilien. Kim Barth ist auch Lehrer für Jazzquerflöte, Saxophon und Theorie an der Hochschule für Musik Nürnberg sowie an der Musikschule Fürth. www.kimbarth.com

Heuschnupfenmelder !

Heute starke Beschwerden auf Pollenflug im Süden Deutschlands sowie im Südwesten. Dort auch erste Rückmeldungen auf Birkenpollenflug. Im Hamburger Raum sowie im Großraum Berlin noch stärkere Beschwerden auf Erlenpollenflug. Laut DWD fliegen zur Zeit Erlenpollen, Esche- und Birkenpollen. Bitte weiterhin Beschwerden (+PLZ) melden an info@daab.de

Sensitive Taschentücher – ein Werbegag?!

Produkte, die mit dem Zusatz „sensitiv“ werben, haben Konjunktur. Selbst Papiertaschentücher. Ein minimaler Zusatz von Wirkstoffen wie Kamille- oder Aloe Vera-Lotion macht jedoch aus einem Papiertaschentuch noch kein Produkt für Allergiker –so die Meinung des DAAB e.V.. Wenn die Region um die Nase vom häufigen Gebrauch der Papiertaschentücher gerötet oder irritiert ist, benötigt sie vielmehr einer sanften aber effektiven Pflege. Empfehlenswert sind hier etwa Wundsalben mit hautberuhigenden Wirkstoffen wie z.B. Panthenol in wirksamen Konzentrationen. Ein kurzfristiger Kontakt mit Aloe Vera oder Kamille reicht nicht aus, um die Haut zu beruhigen.

Den Zusatz von Duftstoffen in Papiertaschentüchern sieht der DAAB vielmehr kritisch, da Duftstoffe zu den häufigen Auslösern einer Kontaktallergie gehören. Aber auch Personen mit hyperreagiblen Atemwegen und MCS-Betroffene sollten auf Duftstoff-haltige Papiertaschentücher verzichten.

Wer unter Heuschnupfen leidet, sollte daher Papiertaschentücher ohne jegliche Zusätze benutzen.

 

Sicheres Essen für Allergiker?

In der Presse konnte man kürzlich von den neuen „Allergie-Profi“ Hotels in Österreich lesen, die zertifiziert als „allergikerfreundlich“ Sicherheit und Erholung im „reizarmen Ambiente für Allergiker“ anbieten. Doch schon der erste Blick auf die Internetseiten erstaunt. In der Rubrik „Kulinarik“ listet man stolz Rezepte für Allergiker auf, damit diese sich jetzt schon informieren können, wie kompetent man vor Ort mit Nahrungsmittelallergien umgehen kann.
Unter den Rezepten steht deutlich und anspruchsvoll:
„Alle Rezepte sind komplett ohne Ei, Milch, Hefe, Essig, Sellerie, Pilze, Haselnuss, Erdnuss und Gluten!“
Und dann geht es nach einer Tomatensuppe zu den Spaghetti nach Art des Hauses (übrigens mit Pilzen) schon zum laktose- und glutenfreien Bio-Mohn-Nusskuchen mit … (hier schauen wir nochmal kurz auf den Hinweis: alle Rezepte sind komplett ohne…), also mit Bio-Butter, 16 Bio-Eidottern, 450 g gemahlenen Bio-Nüssen und so weiter….
Unser Tipp: Egal ob Hotels mit oder ohne Zertifikat von sich behaupten sie seien „allergikerfreundlich“, „-geeignet“ oder gar „Profis“, rufen Sie vorher an und verschaffen Sie sich durch gezielte Fragen einen Überblick, damit vor Ort keine unangenehmen Überraschungen warten.

Sicheres Fliegen für Nuss-Allergiker

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) stellt die Ergebnisse einer internationalen Studie zur Risikominimierung tödlich verlaufender allergischer Reaktionen auf Flugreisen vor.

Die Vorstellung, eine allergische Reaktion während eines Fluges in tausenden Meter Höhe zu erleben und keine Chance auf medizinische Hilfe zu haben, ruft bei Personen mit Erdnuss- und Nussallergien große Ängste hervor.

Für die aktuelle Studie trug der DAAB gemeinsam mit internationalen Partnern Daten zusammen. Mehr als 3200 Personen aus 11 Ländern nahmen an der Studie teil.  349 berichteten, bereits eine allergische Reaktion während eines Fluges erlebt zu haben.

Die Studienergebnisse zeigen, dass Passagiere mit Erdnuss- und Nussallergie, die 8 Faktoren zur Risikominimierung berücksichtigten, deutlich seltener eine allergische Reaktion während eines Fluges erlebten.

  •  Vorab das Entgegenkommen der Fluggesellschaft abfragen, welche Schritte sie für eine Nuss- / Erdnussfreiheit anbieten können.
  • Die Fluggesellschaft um eine Nuss- / Erdnussfreie Mahlzeit während des Fluges bitten.
  • Säubern/ Abwischen des Klapptisches mit einem feuchten Tuch.
  • Keine Kopfkissen nutzen, die während des Fluges von der Fluggesellschaft zur Verfügung gestellt werden.
  • Keine Decken nutzen, die während des Fluges von der Fluggesellschaft zur Verfügung gestellt werden.
  • Nach einer Erdnuss-/ Nussfreien Pufferzone (z.B. einige Sitzreihen) im Flugzeug fragen.
  • Über die Bordcrew die anderen Passagiere bitten lassen, dass keine Nuss- / Erndusshaltigen Produkte (z.B. Erdnüsse, Flips) während des Flugs verzehrt werden.
  • Vermeiden von Mahlzeiten/ Snacks, die durch die Fluggesellschaft zur Verfügung gestellt werden.

Die meisten Fluggesellschaften servieren Erdnuss- oder Nusshaltige Snacks und Mahlzeiten während der Flüge. Canada ist das einzige Land in dem eine offizielle Police existiert, in der eine 3reihige Pufferzone gefordert ist, wenn auf Air Canada Flügen eine Vorabinformation des Passagiers vorliegt.

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) weist darauf hin, dass bei einem allergischen Schock das Risiko eines tödlichen Verlaufs nicht auszuschließen ist. Daher fordert der DAAB Fluggesellschaften auf, die Ergebnisse der Studie als Handlungsansatz zu sehen, um Allergikern eine sichere, angstfreie Urlaubsreise zu bieten.

Pollenflug – Checkliste für Ihre Heuschnupfen-Saison

Zurzeit ist vielerorts nur abklingender, leichter Haselpollenflug, leichter bis mittlerer Erlenpollenflug und im Rheinland erster leichter Eschenpollenflug zu vermelden. Also kein Grund zur Panik.

Da jedoch in einigen Wochen der Pollenflug der Birke einsetzen wird, vorab die richtigen Tipps.

-Lassen Sie sich über  neue (nicht mehr müde machende) antiallergische Wirkstoffe beraten.

- Prüfen Sie bei älteren Medikamente die Haltbarkeit.

- Bei Atembeschwerden: Achten Sie darauf, dass Medikamente für die Bronchien verschreibungspflichtig sind und daher einen Arztbesuch erfordern.

- Bringen Sie Pollenschutzgitter an den Fenstern (speziell im Schlafzimmer) an.

- Wechseln Sie den Pollenfilter im Auto, wenn Sie das im Herbst nicht schon getan haben.

- Wenden Sie jetzt schon die Nasendusche an. Sie pflegen so die Schleimhäute und in der Pollenzeit kann dadurch der Pollenkontakt vermindert und die Symptome gelindert werden.

- Verzichten Sie aufs Rauchen, da die Allergieauslöser durch die ständige Reizung der Atemwege noch viel besser an den Schleimhäuten angreifen können.

- Waschen Sie – wenn Pollenflug vorherrscht – die Haare vor dem Zubettgehen,

-  Ziehen Sie auch die Kleidung außerhalb des Schlafzimmers aus.

-  Sonnenbrillen können sehr empfindliche Bindehäute vor übermäßigem Lichteinfall schützen, gut geeignet sind Modelle, die um die Augen herum dicht abschließen