Allergieprävention mal anders

Schnuller ablecken verringert Allergierisiko

Der Schnuller fällt auf die Straße, das Kind weint. Schnell heben Mama oder Papa den Schnuller auf, lecken ihn kurz ab und stecken ihn dem Kind wieder in den Mund. Dieses gängige Szenario haben schwedische Forscher genauer unter die Lupe genommen und Erstaunliches festgestellt: Kinder, deren Eltern diese Form der „Schnullerreinigung“ praktizieren, haben weniger allergische Erkrankungen.

Das bringt eine ganz neue Sicht auf die Präventionsempfehlungen. Wer mehr zu der Studie lesen möchte, findet eine ausführliche Zusammenfassung in der nächsten Ausgabe Allergie konkret.

Rezept der Woche

Lachs auf Fenchel-/Orangenbett

Zutaten für 4 Personen:

  • 1 kg Fenchelknollen mit Grün
  • 2 Orangen (ca. 150 g Fruchtfleisch)
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 2-3 Schalotten
  • 5 Lachssteaks à 150 g
  • 2-3 EL Zitronensaft
  • weißer Pfeffer aus der Mühle, Salz
  • 2-3 EL Olivenöl

Zubereitung:

Den Fenchel putzen, den Strunk entfernen, waschen und quer in Scheiben schneiden. Die Stiele und das Grün klein schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse andünsten und Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Orangen filetieren und zur Seite stellen. Den Saft auffangen und mit etwas Brühe zu Gemüse geben und warm stellen.

Den Fisch kalt abspülen, trocknen und mit Zitronensaft beträufeln. Einige Minuten ziehen lassen. Den Zitronensaft leicht mit einem Küchenkrepp abtupfen und mit Salz und Pfeffer würzen. Den Lachs im heißen Öl bei mittlerer Hitze 10-15 Minuten braten.

Orangenfilets zum Gemüse geben und den gebratenen Lachs auf dem Gemüse anrichten.  Als Beilage bieten sich Reis an.

Varianten:

Wer eine Soße möchte, kann den Fenchel mit etwas Weißwein ablöschen und mit Stärke abbinden. Mit Sahne, Reis- oder Hafercreme kann das Gemüse zusätzlich abgebunden bzw. ergänzt werden.

Bei einer Unverträglichkeit gegenüber der Orangen können diese weggelassen werden und durch Äpfel (Apfelsaft) oder Pfirsiche (Pfirsichnektar) ersetzt werden.

Wer keinen Alkohol verwenden möchte, kann diesen durch die entsprechende Menge an Brühe eintauschen.

Gutes Gelingen!

Weltweite Umfrage zur Lebensmittel-Kennzeichnung

Immer mehr Menschen reagieren allergisch auf Lebensmittel oder deren Erzeugnisse. Für Betroffene und Angehörige ist das Lesen von Lebensmittelverpackungen dann unausweichlich. Aber welche Informationen erhält der Allergiker und wie sicher ist er sich bei der Auswahl der Produkte, insbesondere hinsichtlich der Spurenkennzeichnung?

Diese weltweite Umfrage von Patientenorganisationen möchte diesen Fragen nachgehen. Ziel ist es, die Verbrauchermeinung in der Diskussion um Allergenkennzeichnung und Allergenschwellenwerte mit Ärzten und Forschern, der Lebensmittelindustrie, Wissenschaftlern sowie Regierung und  Behörden darstellen zu können.

Die Befragung richtet sich an Personen mit Lebensmittelallergien sowie an die Familienmitglieder, mit denen sie zusammenleben und Personen, die für Lebensmittelallergiker sorgen, d.h. einkaufen (wie z.B. Babysitter, weitere Familienangehörige).

Unter folgendem Link können Sie anonym an der Befragung teilnehmen:

Wir bedanken uns bei Ihnen für Ihr Engagement und werden über die Ergebnisse in der Zeitschrift Allergie konkret berichten.

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) ist Mitglied des Patientenorganisations-Komitees der Europäischen Akademie für Allergologie und klinische Immunologie (EAACI). EAACI ist  ein Verband von Ärzten, Wissenschaftlern und verwandten Gesundheitsberufen, der zum Ziel hat, die Situation und Gesundheit von Personen mit Allergien zu verbessern.

Neues Urteil: Keine freie Wahl der Rehakliniken

Das Bundessozialgericht in Kassel stellte kürzlich in einer aktuellen Entscheidung fest: Gesetzlich Versicherte dürfen Reha-Kliniken nicht in jedem Fall frei wählen. Zwei Patientinnen waren mit den vorgeschlagenen Reha-Kliniken der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) nicht einverstanden und wählten andere Reha-Kliniken aus, die beide einen Versorgungsvertrag mit den gesetzlichen Krankenkassen hatten. Die entstandenen Kosten von jeweils 3300 bzw. 5800 Euro müssen nun durch die KKH nicht ersetzt werden, urteilten die Richter. Demnach bezieht sich die seit 2007 bestehende Wahlfreiheit bei der medizinischen Rehabilitation nicht auf Kliniken mit Versorgungsauftrag. Sind Kassenpatienten mit dem Vorschlag ihrer Krankenkasse nicht einverstanden, können sie versuchen, medizinische oder private Gründe anzugeben, die gegen die Auswahl sprechen. Ist dies erfolglos, können sie nur Kliniken wählen, die keinen Versorgungsauftrag mit den gesetzlichen Krankenkassen haben. Nur in diesem Fall muss sich die Kasse an den Kosten beteiligen. Die Versicherten tragen dann nur die Mehrkosten, die durch die eigene Auswahl der Klinik angefallen sind.

Az: B 1 KR 12/12 R und B 1 KR 53 / 12 R

…und dufte geht es weiter…

Ein neuer Trend im Handschuhbereich sind sicherlich Produkte, die auf der Innenseite mit Duftlotionen beschichtet sind. Die Firma Vileda bietet bei den Haushaltshandschuhen das Produkt „Comfort & Care“ und bei den Einmalhandschuhen die Produkte „Multi Care“ und „Multi Care Glove 10 + 2“ an. Handschuhe mit einer Feuchtigkeitslotion und Duft. Bisher konnten wir erfahren, es wird eine Kamillelotion verwendet. Auch die Firma Rossmann hat mit dem Produkt „Flink und sauber Haushaltshandschuh extra sanft“ beduftete Handschuhe in ihrem Sortiment. Die Kennzeichnung auf der Verpackung verrät, es handelt sich um Vanilleduft. Kontaktallergiker, die auf Duftstoffe reagieren, sollten auf jeden Fall duftstofffreie Handschuhe nutzen.

Pollentrend 16. Mai 2013

Pollentrend unserer Melder: Im Norden Deutschlands kaum Beschwerden durch Birken-Pollenflug. Im Osten hingegen mittlere bis starke Beschwerden durch Birken- und zunehmend auch durch Gräserpollenflug.
In NRW geringe Probleme durch Gräser-

Pollenflug. Birkenpollen anscheinend nur noch in geschützten Lagen (z.B. höher gelegene o. schattigere Bereiche) unterwegs. Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern – eher geringe Probleme durch Gräserpollen.
Mitmachen und auch Pollenscout / Heuschnupfen-Melder werden. www.daab.de/service/pollentrend.

Taschentücher mit Duft – Was keiner braucht!

Servicezeit des WDR deckt auf: Zusatzstoffe haben auch in Taschentüchern Hochkonjunktur. Bei einer Stichprobe in zwei Drogeriemärkten und zwei Supermärkten kaufte die Servicezeit insgesamt 19 verschiedene Taschentuchprodukte. Nur sechs von ihnen kommen ohne Lotion, Balsam oder Duftstoffe aus. Zusatzstoffe wie Aloe Vera, Menthol, Meeresbrise, Kamille, Ringelblume, Lindenblüte bis hin zur Zaubernuss sollen empfindliche Nasen schützen und angeblich speziell für Allergiker oder Kinder geeignet sein. Durch geschicktes Marketing wird der Verbraucher mal wieder in die Irre geführt und muss dazu noch teuer bezahlen. Im Vergleich zu der schlichten Variante sind die Wellness-Taschentücher bis zu 60 Prozent teurer.

Der DAAB unterstützte den Beitrag und stand als Interviewpartner zur Verfügung. Speziell Duftstoffe und ätherische Öle können bei empfindlichen Menschen Kontaktallergien und asthmatische Anfälle auslösen, zumal der therapeutische Effekt der Zusätze anzuzweifeln ist.

Der DAAB empfiehlt vor allem Allergikern und Asthmatikern, auf Taschentücher mit Zusatzstoffen zu verzichten und die klassische Variante zu wählen. Für empfindliche Nasen kann eine Salbe mit dem Pflegestoff Panthenol Linderung verschaffen.

 

Akupunktur – Hilfe bei Allergien!

Die aktuellste Studie zu diesem Thema haben wir uns mal etwas genauer angesehen und siehe da:

Akupunktur kann allergisch bedingten Juckreiz lindern: In einer anspruchsvoll konzipierten Untersuchung, an 20 Patienten mit Neurodermitis, konnte gezeigt werden, dass Akupunktur den allergisch bedingten Juckreiz im Vergleich zu einer Schein-Akupunktur deutlich mindert und dabei genauso effektiv wirkt wie ein Antihistaminikum. Die Untersuchung wurde mit verschiedenen Patientengruppen durchgeführt: Sowohl die echten als auch die Schein-Akupunkturpunkte wurden einmal vor und einmal nach einem Hauttest mit relevanten Inhalationsallergenen gesetzt. Vorteil der Akupunkturbehandlung war auch die fehlende Minderung der Aufmerksamkeit („müdemachende Wirkung“) des Antihistaminikums bei den Probanden.

Lesen Sie in der nächsten Ausgabe Allergie konkret eine Studienbewertung zu den neusten Untersuchungen zum Thema Akupunktur bei Allergien und Neurodermitis.

Aktuelles Beratungsthema: Globoli gegen den Heuschnupfen!?

Unter den Homöopathika gibt es eine Reihe von Mitteln, die bei allergischen und asthmatischen Beschwerden der oberen und unteren Atemwege eingesetzt werden können. Diverse Mittel vor allem aus der pflanzlichen Gruppe haben sich in langjährigen Erfahrungen gut bewährt. In Studien konnte die Wirksamkeit bisher nicht abschließend bewertet werden. Anbei seien einige Beispiel aufgeführt. Die Auswahl eines geeigneten Mittels sollte, wenn möglich, durch einen homöopatisch tätigen Arzt oder mit Hilfe der Apotheke erfolgen.

Leitsymptome: Fließschnupfen mit Niesreiz, mildes Augentränen, scharfes, wässriges, wundmachendes Nasensekret                                                                     Homöopathisches Mittel: Allium cepa– Küchenzwiebel

Leitsymptome: gerötete, brennende Augen, scharfe Tränen, Fließschnupfen mit Niesreiz                                                                                                                      Homöopathisches Mittel: Euphrasia – Augentrost

Leitsymptome: Tränenfluss, Fließschnupfen mit Niesreiz, Atembeschwerden                                                                                                        Homöopathisches Mittel: Galphimia glauca – kleiner Goldregen

Berichten Sie uns Ihre Erfahrungen mit homöopatischen Mitteln gegen akute Heuschnufen-Beschwerden.

Informationen zur klassischen Behandlung des Heuschnupfens lesen Sie auf der Homepage des DAAB unter dem Thema Pollenallergie.

Welt-Asthmatag 7. Mai 2013

DAAB Befragung deckt auf – zu viele asthmatische Kinder vom Sport befreit

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. – DAAB – deckt auf.

Asthma bronchiale ist die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter, an der jedes zehnte Kind in Deutschland leidet. Nach einer Umfrage des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) werden immer noch zu viele Kinder vom Schulsport befreit. „Ein Drittel der asthmatischen Kinder nehmen nicht am regulären Schulsport teil“, so Andrea Wallrafen, Geschäftsführerin des DAAB. „Es ist mittlerweile zweifelsfrei anerkannt, dass sowohl Kinder wie auch Erwachsene mit Asthma Sport treiben sollen, da dies eine wirksame Unterstützung im Krankheitsmanagement darstellt. Insbesondere für Kinder ist dies wichtig, damit sie von Altersgenossen nicht im sozialen Miteinander ausgeschlossen werden“, so Wallrafen weiter. Die Voraussetzung für asthmatische Kinder am Sportunterricht teilzunehmen, ist natürlich eine gute medikamentöse Einstellung der Erkrankung.

Sport – ja bitte!

Mit ein paar kleinen Änderungen im Ablauf der Sportstunde können auch asthmatische Kinder am Schulsport teilnehmen:

Eine geeignete Sporteinheit setzt sich aus den drei Phasen Aufwärmung, Belastung, Cool down zusammen. Die Sportstunde kann entsprechend gestaltet werden.

Das Bewegungsbuch des DAAB bieten über 50 Übungen, die für die einzelnen Phasen geeignet sind.

Laufintensive Sportarten mit kurzfristiger sprintartiger Belastung wie Fußball, Handball, Basketball, Tennis, Squash sind weniger geeignet als Ausdauersportarten wie Schwimmen oder Radfahren.

Gleichermaßen bieten sich an: Walking, gemäßigtes Joggen, Nordic Walking, Wandern, Skaten sowie weitere Ausdauersportarten.

Neben den körperlichen Einschränkungen leiden asthmakranke Kinder unter sozialer Ausgrenzung in der Schule und mangelnder Akzeptanz der Erkrankung im persönlichen Umfeld.

Ein Asthma-Notfallplan und das Bewegungsbuch kann kostenfrei abgefordert werden: Deutschen Allergie- und Asthmabund DAAB, info@daab.de