Mit den wärmeren Tagen kann auch der Ekzem-Schub kommen

Sommerzeit ist Sonnenzeit! Die meisten Menschen sehnen sich danach, sich im Freien aufzuhalten, Sport zu treiben und ein Sonnenbad zu nehmen. Bei den momentanen Temperaturen kommt man dabei leicht ins Schwitzen. Was für viele höchstens ein Geruchsproblem ist, kann für Menschen mit Neurodermitis einen regelrechten Ekzem-Schub mit quälendem Juckreiz bedeuten.

Schweiß ist ein bedeutender Auslöser eines Neurodermitis-Schubes. Ungefähr 80 Prozent der Betroffenen geben an, dass Schwitzen zu Juckreiz führt und einen Ekzem-Schub begünstigen kann.

Eine japanische Forschergruppe konnte in einer aktuellen Studie nachweisen, dass ein Pilzeiweiß der Spezies Malassezia globosa, das im Schweiß enthalten ist, zu einer allergischen Reaktion bei Patienten mit Neurodermitis führen kann.

Daher gilt es, insbesondere auch für Kinder, eine lockere, gut luftdurchlässige Kleidung zu wählen. Das gründliche Reinigen mit milden Substanzen oder Duschen an heißen Tagen ist wichtig, um die Sonnencreme und den Schweiß abzuspülen. Anschließend sollte die gesamte Haut mit einer dünnflüssigen Lotion eingecremt werden, trockene Stellen oder Ekzeme ggf. noch mit anderen Präparaten.

Der grüne Zaubertrunk gegen Allergien

Quarks & Co berichtet: An der Uniklinik Essen wird daran geforscht wie man Allergiker so konditionieren kann, dass diese weniger Medikamente zur Symptombekämpfung einnehmen müssen.

In dem Versuch gab man den Teilnehmern täglich ein Antihistaminikum zusammen mit einem grünen Getränk, das unter anderem nach Lavendel und Erdbeer schmeckte. Nach einer Woche wurden die allergischen Beschwerden auch besser, wenn nur noch das grüne Getränk gegeben wurde. Allerdings ließ dieser Effekt nach einiger Zeit wieder nach. Die Forscher geben jedoch an, dass sich dieser Lerneffekt auffrischen lässt.

Das Getränk muss eine besondere Farbe und einen besonderen Geschmack haben, damit sich das Gehirn auf dieses Art überlisten lässt. Frei nach Pawlow und den Experimenten mit den Hunden…

Ob sich dieser, nach Ansicht des DAAB etwas kurioser Ansatz in die Praxis umsetzen lässt ….

Erste Ambrosia-Pollen sind unterwegs

Ambrosia, Traubenkraut oder Ragweed gilt mittlerweile unter Experten als stärkste allergieauslösende Pflanze. In Deutschland leiden circa 3,5 – 5 Prozent der Bevölkerung unter einer Allergie auf Ambrosiapollen. Nur 5 bis 10 Pollen des Beifußblättrigen Traubenkrauts pro Kubikmeter Luft reichen aus um allergische Beschwerden auszulösen. Im Vergleich: Bei Gräsern müssen in der gleichen Menge Luft 50 Pollen fliegen, um entsprechende Beschwerden auszulösen. Die Pollen bergen eine regelrechte Gesundheitsgefahr und lösen zum Teil schwere asthmatische Beschwerden aus. Eine einzige Ambrosia-Pflanze kann in ihren kleinen, gelben Blüten eine Milliarde Pollen erzeugen. Melden Sie Ihre Beschwerden unter www.pollentrend.de.

Home sweet home? Hier lauern die meisten Keime in der Wohnung…

Laut einem Hygiene-Report fühlen sich Pilze und Bakterien in Kühlschränken und in den Silikonfugen von Dusche und Waschbecken am wohlsten. Im Rahmen einer internationalen Studie des so genannten Hygiene Councils wurden die Wohnungen rund 200 Familien (mit jeweils mindestens 2 Kindern unter 10 Jahren) untersucht.

Die Ergebnisse zeigen, dass über 70% der Silikonfugen in den Badezimmern stark mit Bakterien verunreinigt waren. In mehr als 50% der Badezimmer kam es zu Schimmelpilzbefall. Badezimmer gelten bei Experten als besonders „schmutziger“ Ort, selbst wenn sie auf den ersten Blick sauber aussehen.

Auf dem überraschenden zweiten Platz befand sich der Kühlschrank. Denn fast die Hälfte der untersuchten Kühlschränke hatte Bakterien und Schimmelpilze „im Angebot“.

Ein Grund für das eklige Risiko sind, mit mehr als 8 Grad zu hoch eingestellte Temperaturen, die den Keimen ein optimales Umfeld (z.B. im Kondenswasser) zum Wachstum bieten. Und: viele Kühlschränke werden falsch oder zu selten gereinigt, nämlich nur einmal pro Monat!

Was hilft? Kühlschrank regelmäßig abtauen und gründlich z.B. mit Essigwasser reinigen, Ausgelaufenen Flüssigkeiten von Flaschen, Aufgetautem etc. sofort und gründlich entfernen. Gegen schlechten Geruch hilft zusätzlich zum Putzen ein Schälchen Zitronenwasser oder Kaffeepulver im Kühlschrank. Alle Lebensmittel-Behälter müssen gut verschlossen sein, damit sich mögliche Keime nicht auf andere Lebensmittel übertragen.

Eine weitere Keimschleuder ist das Geschirrhandtuch. Grund: Die Handtücher werden zu selten gewechselt oder bei zu niedrigen Temperaturen (weniger als 60 Grad Celsius) gewaschen. Sie sollten etwa zweimal die Woche gewaschen werden und dass bei mindestens 60 Grad waschen.

Auch alte Spülbürsten und Schwämme gehören in den Müll.


Allergische Reaktionen auf die asiatische Baummücke

In diesem Jahr sprechen Experten von einer Mückenplage. Aber nicht nur die heimischen Sorten, sondern auch Exoten machen sich in Deutschland breit. So die Asiatische Baum- und Tigermücke. Der WDR berichtet in einem Interview mit Dr. Heinrich Dickel von der Reaktionsbreite und der Verbreitung der Plagegeister. Die Symptome reichen von Infektionen an der Stichstelle über toxische, bis hin zu allergischen Reaktionen. Nach wie vor ist aufgrund fehlender Studien unsicher, ob Mücken generell aggressiver werden oder aber mehr Patienten allergisch reagieren.

Besonders interessant ist der Mückenatlas, der die Ausbreitung und Artenvielfalt dokumentiert. Machen auch Sie mit! „Gejagte“  Plagegeister können Sie in einem Behälter einschicken und so zu neuen Erkenntnissen über die Ausbreitung beitragen.

Den ganzen Beitrag lesen Sie unter „Exotische Moskitos breiten sich aus“.

Hier geht es zum Mückenatlas.

DAAB-Tipps: Was tun, wenn gestochen wurde?

  • Antiallergische Medikamente (Salbe oder Tropfen) zur ersten Linderung.
  • Stich in kleinen Intervallen von circa 10-15 Minuten kühlen.
  • Schwillt die Stelle stark an, wird heiß und breitet sich aus, muss sicherheitshalber ein Arzt aufgesucht werden.

Katzenallergie – aus der Forschung

Englische Forscher haben nun untersucht wie das Immunsystem eines Katzenallergikers das Katzenallergen entdeckt und wie dann im weiteren Verlauf der allergischen Reaktion die typischen Symptome wie Niesen oder Husten entstehen.

Dabei wurden Proteine untersucht, die in den Hautschuppen von Katzen vorkommen. Nun zeigte sich, wenn ein verbreitetes bakterielles Toxin, also ein Giftstoff,  vorhanden ist, kommt es zu einer Immunreaktion, die dann die allergischen Symptome auslöst. Diese neue Erkenntnis nährt die Hoffnung auf neue Medikamente, die diesen Mechanismus blockieren können. Dabei ist man jetzt schon so weit den Auslösemechanismus zu verstehen, so dass zur Behandlung Medikamente in den Focus geraten, die bisher für andere Erkrankungen wie Blutvergiftungen (Sepsis) entwickelt wurden. Das Forscherteam hofft nun, diese Medikamente auch zur Behandlung und sogar zur Prävention bei Katzenallergien einsetzen zu können. Hier müssen weitere Studien erfolgen.

Den vollständigen Pressetext finden Sie hier.

Was wir uns allerdings fragen: Sollte dieser Mechanismus nur bei Katzenallergie stattfinden? Gibt es auch zusätzlich zu den Allergenen Toxine in Pollen oder im Milbenkot oder in Nahrungsmitteln, die ebenfalls so einen Mechanismus auslösen könnten? Oder ist das Allergen gleichzeitig das Toxin? Auf der anderen Seite hat man z.B. für erhöhte Endotoxinwerte einen präventiven Aspekt gefunden…

Sehr verwirrend, selbst für den DAAB.

AllergieMobile auf Tour – August 2013

Alle Termine jeweils 10-16 Uhr

12.08. 2013: 18057 Rostock, Neuer Markt

13.08. 2013: 18057 Rostock, Kröpeliner-Tor- Vorstadt, Doberaner Platz

14.08.2013: 14612 Falkensee, Ärztezentrum, Adlerstr. 48

15.08.2013: 31224 Peine, Breite Straße – Fußgängerzone, St. Jakobi-Kirche

24.8.2013:  58453 Witten, Apotheke im real, Annenstr. 133

27.8.2013: 56856 Zell an der Mosel, Marktplatz

Grillen – Gefahr für Asthmatiker

Im Sommer wird in Deutschland gerne gegrillt, aber die Grillsaison kann besonders bei Asthmatikern und Menschen mit empfindlichen Atemwegen zu Problemen führen. Entsteht beim Grillen Rauch, der dann eingeatmet wird, können Husten- und Atemnot die Folge sein. Zur Rauchentwicklung kann es beim Anheizen der Kohle, aber  auch beim Grillen selber kommen, speziell wenn aus dem Grillgut Fett und Flüssigkeit direkt in die Glut tropft (siehe Bild).

DAAB-Tipps für einen entspannten Grillabend

  • Lassen Sie den Grill durch andere Personen anzünden und halten sich während der Anfangsphase nicht am Grill auf.
  • Legen Sie das Grillgut nicht direkt auf den Rost. Verwenden Sie Grillschalen.
  • Verringern Sie die Raubelastung durch geeignete Grillgeräte, bei denen Fett und Flüssigkeit nicht direkt in die Glut gelangen können, z.B.  einen Vertikal-Holzkohlengrill, Elektro- oder Lavasteingrillgeräte.
  • Halten Sie genug Abstand zum Grill und genießen aus der Ferne um den Rauchkontakt möglichst gering zu halten.

Achtung Riesenbärenklau

Phototoxische Reaktion auf Riesenbärenklau/Herkulesstaude

Die phototoxische Reaktion ist kaum bekannt, jedoch nicht gerade selten. UV-A sowie sichtbares Licht und ein durch die Haut aufgenommener Ausgangsstoff, können die Ursachen sein. Solche Ausgangsstoffe sind etwa Kosmetika, Lichtschutzmittel, Parfüms, Medikamente (z.B. Antibiotika oder Antidepressiva), Nahrungsmittel oder verschiedene Pflanzenwirkstoffe.

Ganz aktuell sollten Sie sich vor dem Riesenbärenklau oder Herkulesstaude in Acht nehmen. Speziell Kinder sind beim Spielen im Freien gefährdet.

Durch die Kombination von Licht und dem giftigen Safte des  Bärenklaus kann es zu starken Verbrennungen kommen. Die Symptome wie Brennen, Stechen, sofortige Rötung, Schwellungen oder Verbrennungen sind schmerzhaft und müssen schnell behandelt werden.

Aber nicht nur die Berührung mit dem Saft ist gefährlich. Bei starker Sonneneinstrahlung reicht es in die Nähe der Pflanzen zu kommen. Durch die Verdunstung des Saftes können ebenfalls Beschwerden ausgelöst werden.

Der Riesenbärenklau sieht aus wie eine übergroße Schafsgabe. Ursprünglich stammt er aus dem Kaukasus. Die Staude kann eine Wuchshöhe bis zu 4 Metern erreichen. Man erkennt sie sehr gut an den roten Flecken am unteren Stengel. Die weißen Blüten haben einen Durchmesser zwischen 30 und 50 cm.

Interessante Hintergrundberichte lesen Sie auf den Seiten des NDR oder bei der Landwirtschaftskammer NRW.

DAAB-Tipps: So können Sie sich schützen!

  • Melden Sie Bestände in Ihrer Region. Erkundigen Sie sich in der jeweiligen Stadt nach der zuständigen Behörde.
  • Wenn Sie den Riesenbärenklau selbst bekämpfen möchten, informieren Sie sich über dentsprechende Schutzmassnahmen.
  • Waschen Sie den Saft sofort von der Haut ab, wenn Sie damit in Berührung gekommen sind. Die Reaktion kann auch erst nach Tagen in Verbindung mit Sonnenlicht auftreten.
  • Behandeln Sie die Verbrennungen mit einer kühlenden Salbe
  • In extremen Fällen müssen die Blasen in einem Verbrennungszentrum behandelt werden.
  • Meiden Sie im Sommer unzugängliche Wälder oder Gestrüpp. Gerade bei Wanderungen durch die Natur bleiben Sie besser, nicht nur wegen dem Riesenbärenklau, auf den ausgeschilderten Wegen.