26.10.2013: Allergie-Nachmittag im Westend

Informationen aus erster Hand bietet eine kostenfreie Nachmittags-Veranstaltung für Allergiker am Samstag, den 26.10.13 (15-18 Uhr) in der Aula vom Krankenpflege-Zentrum der DRK-Kliniken Westend in Berlin-Charlottenburg. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund hat gemeinsam mit Allergologen-Verbänden einen Allergie-Nachmittag vorbereitet mit Kurzvorträgen von Experten und anschließender Diskussion sowie vielfältigen Informationen für Allergiker. Ziel ist es, dass die Betroffenen besser mit ihrer Allergie umgehen lernen und eine wirksame Behandlung finden. Themen sind unter anderem: Asthma-was hilft? Allergien durch Alltagsprodukte. Neurodermitis & Nahrungsmittelallergien-geht das nie weg? Immuntherapie statt Allergien?

Singender Arzt etabliert Asthma-Behandlung ….

Der britische Lungenfacharzt Dr. Tapas Mukherjee stellte während seiner Tätigkeit am Glenfield Hospital in Leicester fest, dass nur 45 % seiner Kollegen die aktuell empfohlenen Leitlinien zur Behandlung eines akuten Asthmaanfalls anwenden oder überhaupt kennen. Daher setzte er eine ungewöhnliche Idee um: Er sang die Asthma-Leitlinien auf eine populäre Melodie und machte daraus ein Video. Das Video auf youtube ( http://www.youtube.com/watch?v=qj0PEn79Cuw ) wurde in Fachkreisen ein Hit und führte dazu, dass in einer aktuellen Vergleichsbefragung inzwischen in England weit mehr Kollegen die Asthma-Leitlinien kennen und anwenden. Jetzt fragt sich nur noch, wer könnte sie in Deutschland singen?

Achtung Saisonprodukte von Ferrero mit Erdnuss- und Nussspuren

Nachdem uns die besorgten Nachfragen einiger Eltern von erdnuss- und haselnussallergischen Kindern erreichten, dass die ansonsten für ihre Kinder geeigneten Ferrero Produkte nun in Form der Halloween-Artikel „Lustige Gruselmonster“ und „Lustige Kürbisköpfe“ einen Spurenhinweis aufweisen, der das Vorkommen von Gluten, Erdnüssen, Haselnüssen, Mandeln, Pistazien und Walnüssen nicht ausschließt, haben wir uns mit Ferrero in Verbindung gesetzt um die Situation zu klären.

Nach Aussage von Ferrero werden die Saisonprodukte nicht in Frankfurt produziert, sondern in einem Werk, in dem die oben genannten Lebensmittel ebenfalls verarbeitet werden. Daher können unbeabsichtigte Einträge nicht ausgeschlossen werden, über die auf der Verpackung informiert wird. Positiv ist nach Ansicht des DAAB, dass einzelne Sorten von Schalenfrüchten im Spurenhinweis aufgeführt werden und nicht ein pauschaler Hinweis auf „Schalenfrüchte“ oder „Nüsse“ erfolgt, wie dies häufig der Fall ist.

Ferrero kennzeichnet Kontaminationen grundsätzlich überall dort, wo diese nicht vermeidbar sind. Die Produkte, die im Frankfurter Werk produziert werden sind nach wie vor für Kinder (und Erwachsene) mit Erdnuss- und Nussallergien gemäß ihren Angaben auf der Verpackung geeignet.

Ferrero erarbeitet gerade eine aktuelle Produktübersicht für Lebensmittelallergiker. Der DAAB informiert darüber, sobald diese erhältlich ist.

Experten-Hotline zu Lebensmittel-Unverträglichkeiten

In Deutschland leidet jeder Dritte unter einer Lebensmittel-Unverträglichkeit – Tendenz steigend. Getreide, Milch- und Fruchtzucker oder Grundnahrungsmittel wie Eier, Soja oder Nüsse bereiten Probleme. Grund für den Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V. vom 15. Oktober bis 15. November 2013 eine Expertenhotline zum Thema Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten anzubieten.

Ernährungsfachkräfte beraten montags – donnerstags von 9 – 13 Uhr.

Allergie – Irrweg des Immunsystems

Circa fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Lebensmittel-Allergie. Die Beschwerden reichen von leichten Bauchbeschwerden und Hautentzündungen bis hin zu schweren Atemwegs- und Kreislaufreaktionen. Im schlimmsten Fall können Lebensmittel-Allergien tödlich verlaufen. Bisher gibt es noch keine Heilung. Doch Allergiker können hoffen: Deutsche Forscher arbeiten an einer Allergie-Impfung für Lebensmittel-Allergiker.

Auslöser sind in den meisten Fällen Grundnahrungsmittel, die wie Kuhmilch, Hühnerei, Erdnüsse, Baumnüsse, Weizen, Soja und Fisch. Die derzeit übliche Therapie ist eine strikte Eliminationsdiät, also ein Vermeiden des Auslösers. Die Umsetzung im Alltag ist bei der Vielzahl an verarbeiteten Lebensmittelprodukten schwierig. Dies beeinträchtigt nicht nur die Lebensqualität der Patienten, sondern birgt auch das Risiko für schwere allergische Reaktionen bei versehentlichem Verzehr des Allergens.

Enzymdefekte und Malabsorptionen

Häufiger als Allergien sind die Verwertungsstörungen von Milch- und Fruchtzucker. Bei der Milchzucker-Unverträglichkeit fehlt dem Körper das Enzym Laktase, um den Milchzucker (Laktose) zu verstoffwechseln. Bei der Fruchtzucker-Malabsorption kann der aufgenommene Fruchtzucker aus zum Beispiel Obst und Obstsäften nicht aus dem Darm ins Blut abtransportiert werden und sorgt für Beschwerden im Darm-Trakt, wie Blähungen, Völlegefühl und Durchfälle. Die Diagnose beider Unverträglichkeiten wird über einen speziellen Atemtest gestellt.

Um Menschen bei allen Fragen rund um die Lebensmittel-Unverträglichkeiten zu unterstützen und Probleme zu lösen, bietet die Patientenorganisation Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB) den Expertenmonat an. Vom 15.10. bis 15.11.2013  stehen montags bis donnerstags von 9 bis 13 Uhr Ernährungsfachkräfte telefonisch zur Verfügung und informieren insbesondere über Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten.

Interessierte erreichen die Ernährungsfachkräfte des DAAB unter der Nummer 0 18 05/ 05 21 21. Der Anruf kostet 14 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise können abweichen.

Zum Aktionsmonat können Sie ein kostenfreies Infopakt Lebensmittel-Unverträglichkeiten bestellen. Bestellung unter DAAB, Fliehtstr. 114, 41061 Mönchengladbach, info@daab.de, www.daab.de

Und noch mehr Davos

Der DAAB steht in stetigem Kontakt mit der von den Mitarbeitern der Klinik gegründeten Rettungsinitiative, auch um abzustimmen, wo der DAAB noch zusätzlich hilfreich bzw. aktiv sein kann.
Das ist jedoch nichts, was wir z.Zt. kommunizieren, da es hier nicht darum geht zu berichten, wie sich der DAAB für etwas einsetzt. Vielmehr stehen Rettungsansätze für die Klinik im Vordergrund – und da ist es manchmal besser, Aktivitäten nicht an die große Glocke zu hängen.
Das wirtschaftliche Hauptproblem der Klinik (Kündigung des Mietverhältnisses durch das niederländische Asthmazentrum Davos sowie die Währungsprobleme zwischen schwachem Euro im Verhältnis zum Schweizer Franken) kann auch nicht vom DAAB gelöst werden.
Vor zwei Tagen wurde ein komplett neuer Stiftungsrat eingesetzt, da der bisherige geschlossen zurück getreten ist. Auch der Geschäftsführer ist gegangen und wird kommissarisch durch den ärztl. Direktor Dr. Menz ersetzt.
Wichtig für die HGK Davos sind gegenwärtig Zuweisungen durch die Ärzteschaft, da im Rahmen des Sanierungsplanes auch belegte Betten sozusagen jetzt und heute ein wichtiger Parameter sind.
Eine aktuell laufende Petition zum Thema HGK finden Sie unter: https://www.openpetition.de/petition/online/pro-rettung-hochgebirgsklinik-davos-und-einhaltung-19-sozialgesetzbuch-ix

Neues aus Davos

Hochgebirgsklinik Davos unter neuer Führung
In einer Presseerklärung vom 9. Oktober 2013 weist die Klinik darauf hin, dass die Eidgenössische Stiftungsaufsicht den Verwaltungsratspräsidenten des Inselspitals Bern, Joseph Rohrer, zum neuen Stiftungsratspräsidenten der Hochgebirgsklinik Davos ernannt hat. Ebenfalls neu im Gremium ist Peter Gallmann. Gallmann gilt als ausgesprochen erfahrener Immobilienexperte, was für die Neuausrichtung der Hochgebirgsklinik ebenfalls von zentraler Bedeutung ist. Der bisherige siebenköpfige Stiftungsrat unter Vorsitz des deutschen Rechtsanwaltes Dr. Claus-Michael Denk hat sich bereit erklärt, sein Amt mit der Einsetzung der beiden Nachfolger per sofort niederzulegen.
Im Weiteren hat der neu eingesetzte Stiftungsrat Ernst Bruderer zum Delegierten des Stiftungsrates ernannt und ihn mit der Ausarbeitung eines Planes zur Restrukturierung und Neuausrichtung der Klinik beauftragt. Ernst Bruderer verfügt über breite Erfahrung in der Führung und Neupositionierung von Kliniken. Der bisherige Geschäftsführer der Hochgebirgsklinik, Michael Ohnmacht, hat sich im Zuge der Neuausrichtung entschieden, das Unternehmen zu verlassen. Seine Aufgabe übernimmt vorübergehend der bisherige ärztliche Direktor Günter Menz.
Nachlassstundung wird genutzt, um Sanierungsfähigkeit zu prüfen
Am 27. September 2013 hatte der zuständige Nachlassrichter einem Gesuch der Mitarbeiterinitiative um Nachlassstundung für die Hochgebirgsklinik Davos stattgegeben. Die Klinik hat nun im Rahmen einer provisorischen Nachlassstundung bis zum 27. November 2013 Zeit, um einen tragfähigen Sanierungsplan zu entwickeln.
Während der zweimonatigen Frist müssen die von den Mitarbeitern dargelegten Anhaltspunkte für Aussicht auf Sanierung konkretisiert werden und dem Richter ein einleuchtender, überzeugender Plan für eine Sanierung (Nachlassvertrag) unterbreitet werden. Dazu wurde nun mit Einsetzung der neuen Führung ein Projektteam geschaffen. Es bestehen bereits verschiedene Kontakte mit möglichen Investoren für die betriebliche Sanierung und für eine allfällige Neunutzung der Liegenschaften.