Ungewöhnliche Allergien im Winter

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund – DAAB aktiviert das Heuschnupfen-

Meldesystem unter www.pollentrend.de schon im Dezember

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund erhält seit Mitte Oktober vermehrt Anfragen zu allergischen Reaktionen, die von den Betroffenen nicht zugeordnet werden konnten, da die Allergiesaison für die Pollenallergiker seit Oktober eigentlich vorbei ist. Die Anfragen beim DAAB zu einem möglichen Pollenflug kommen aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands. Als erste Erklärung diente die warme Witterung, die für einen länger andauernden Pollenflug von Gräsern oder Kräutern wie Beifuß oder Brennnesseln gesorgt hat. Die Pollenflugvorhersage des Deutschen Wetterdienstes und der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst wurden Anfang Oktober schon eingestellt. Bei einer ganzjährig betriebenen Pollenmessstelle konnte Ende November kein Pollenflug mehr gemessen werden. Ein ungewöhnliches Phänomen, das nach Erklärungen sucht.

Diskutiert werden Fragen wie:

  • Werden die ungewöhnlichen Beschwerden von Pflanzen ausgelöst, deren Blühzeiten sich in dieser Saison verlängert haben oder von frühblühenden Bäumen wie Hasel oder Erle, deren Blühvorgänge viel früher als gewöhnlich einsetzten?
  • Oder werden die Beschwerden von neuen Pollenarten ausgelöst, die vermehrt angepflanzt werden oder sich weiter verbreiten?
  • Können extreme Wetterereignisse ungewöhnliche Blühvorgänge auslösen?
  • Werden die Beschwerden von Allergieauslösern ausgelöst, die nicht mehr in Pollen gebunden sind, also frei in der Außenluft zirkulieren und bisher nicht durch Messungen nachgewiesen werden?
  • Spielen neue Kreuzreaktionen unter den Pollen eine Rolle?
  • Könnten auch über andere Pflanzenbestandteile wie beispielsweise Blätter Allergene in die Außenluft geraten?

Fragen über Fragen, die im Moment nicht beantwortet werden können.

Pollentrend des DAAB

Angesichts der oben genannten Tatsache hat der DAAB seinen Pollentrend wieder aktiviert. Der Pollentrend nimmt die Beschwerdemeldungen von Heuschnupfen-Patienten während der Pollensaison auf. Viele Betroffene verlassen sich in ihrer Alltagsplanung auf Pollenflugvorhersagen. Nur leider stellen diese ihre Arbeit ab Oktober ein. Um eine bessere Beurteilung der aktuellen Beschwerdelage vorzunehmen sammelt der DAAB ab sofort wieder Beschwerdemeldungen zu möglichem Pollenflug. Nach Ansicht des DAAB wäre es sinnvoll, auch die Pollenflugvorhersagen ganzjährig zu führen damit geklärt werden kann, ob die gemeldeten Beschwerden in den Herbst und Wintermonaten auf Pollen zurückzuführen sind oder ob hier nach anderen Zusammenhängen geforscht werden muss. Der DAAB bittet daher Heuschnupfengeplagte um ihre Mithilfe.

In Zukunft sollen die Beschwerdemeldungen der Patienten während der Pollensaison dabei helfen, die Hinweise zur Pollenbelastung in der jeweiligen Region zu verbessern. Damit soll ein Orientierungssystem für Pollenallergiker entstehen, das durch sie selbst aktiv mitgestaltet wird.

Meldungen über Ihre individuellen Heuschnupfen-Beschwerden mit Angabe der PLZ und der Stärke der Beschwerden sammelt der DAAB im Internet unter www.pollentrend.de

Haben Sie eine Katzenhaarallergie, aber die Katze soll bleiben?

 

In den letzten Monaten war immer wieder in den Medien von einer neuen Studie für Katzenallergiker zu lesen. Wir haben hierzu sehr viele Anfragen erhalten, v.a. von Betroffenen, die ihre Katze lieben und sich nicht vorstellen können, sie abzugeben.
Daher nachfolgend noch einmal die Angaben zur Studie, die wir für Sie recherchiert haben:
Für die die Teilnahme an dieser klinischen Studie müssten Sie zwischen 12 und 65 Jahren alt sein und seit mindestens 2 Jahren an einer Katzenhaarallergie leiden.
Im Rahmen der Studie wird die Wirksamkeit einer neuen, noch nicht zugelassener Desensibilisierung (Injektion unter die Haut) untersucht. Die Studie wurde von der Bundesoberbehörde genehmigt und von der Ethikkommission zustimmend bewertet.
Weitere Informationen unter der Studien-Hotline 0800-589-3920 oder im Internet unter: https://www.thecatallergystudy.com/de/.

Produktrückruf – erhöhter Glutengehalt

Die Firma Schnitzer GmbH & Co. KG informiert über erhöhte Glutengehalte in den Schnitzer Bio Mais Knusperpausen der Sorten Classic und Sesam. Das Unternehmen hat aus diesem Grund umgehend die hiervon betroffenen Chargen aus dem Handel genommen:

Produkt: Schnitzer Mais Knusperpause Sesam
MHD 31.10.2014 und  21.11.2014

Nach Aussage des Unternehmens kann nicht identifiziert werden um welche Glutenquelle es sich handelt.

Das Unternehmen bittet Kunden, die Ware der betroffenen Sorten und MHDs zu Hause haben, diese an Schnitzer zurückzusenden. Ersatz wird zugesichert

Andere Mindesthaltbarkeitsdaten sind nach Unternehmensangaben nicht betroffen. Die aktuell ausgelieferten Produkte sind nicht betroffen und entspricht den gesetzlichen Anforderungen bezüglich Glutenfreiheit (Gluten <20 ppm).

Verbraucherfragen und Rücksendungen an:

Schnitzer GmbH & Co. KG
Qualitätsmanagement
www.schnitzer.eu

 

PRODUKT-RÜCKRUF : „Carpaccio” des Herstellers Brendolan von ALDI NORD und SÜD

Der Hersteller, die Firma Brendolan, informiert, dass bei mikrobiologischen Analysen des Artikels Keime festgestellt wurden. Es ist nicht auszuschließen, dass es daher bei einem Verzehr des Artikels zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen kann.

Die Ware sollte vorsorglich nicht mehr verzehrt werden.

Bringen Sie das Produkt zurück in die Filiale, der Kaufpreis wird Ihnen selbstverständlich zurückerstattet.

Weitere Infos unter www.lebensmittelwarnung.de

 

Der DAAB bei focus-online

Fotolia 27321728 © ganzoben

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund vertritt jetzt bei focus-online die Expertenseite für Allergie, Asthma und Neurodermitis. Den ersten Gastbeitrag des DAAB “Wo an Weihnachten Allergie-Gefahren lauern” lesen Sie auf den Ratgeberseiten unter focus-online.

Wir hoffen so, eine noch breitere Leserschaft zu erreichen und weiterhin für das Thema Allergien zu sensibilisieren.

Wenn Sie Themenvorschläge haben, gerne unter sl@daab.de.

Asthmatiker noch schnell gegen Grippe impfen lassen!

In Deutschland leiden circa 9 Millionen Menschen an chronischen Atemwegserkrankungen. Gerade diesen  Menschen mit Asthma und COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) kann die bevorstehende Grippeepidemie zum Verhängnis werden. Die letzte Grippewelle war stark und dauerte über 19 Wochen an. Laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI), gab es geschätzte 7,7 Millionen influenzabedingte Arztbesuche und die Zahl der Krankschreibungen erreichte mit geschätzten 3,4 Millionen Personen (zwischen 15 bis 59 Jahre) den höchsten Wert der letzten zehn Jahre.

Die ersten Anzeichen

Ein Atemwegsinfekt, der für Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen schnell zu starken Beschwerden führen kann, entsteht, wenn Krankheitserreger in die Atemwege gelangen, sich dort vermehren und eine Entzündung verursachen. Zwei Arten von Erregern spielen hierbei eine Rolle: Viren und Bakterien.

Betroffene sollten auf die typischen Krankheitsanzeichen achten und schnell reagieren:

  • Allgemeines Unwohlsein, starkes Schwitzen, Fieber
  • Verstärkter Husten mit und ohne Auswurf
  • Veränderter Auswurf: größere Menge, zäherer Schleim, weißlich-grauer Auswurf bei viralen Infekten, gelb-grüner Auswurf bei Bakterienbesiedlung
  • Warnsymptome: Abfall des Peak-Flow-Wertes (Atemstromstärke), zunehmende Atemnot – auch in Ruhe, Verringerung der körperlichen Leistungsfähigkeit, erhöhter Bedarf an bronchienerweiternden Medikamenten.

Vorbeugen ist die beste Strategie!

Um erst gar nicht einen Krankheitsschub durch Infekte auszulösen, sollten Patienten folgendes beachten:

  • Allgemeine Empfehlungen wie Verzicht auf Nikotin und Alkohol, eine ausgewogene Ernährung, körperliche Aktivität.
  • Meiden von großen Menschenansammlungen und von erkrankten Personen.
  • Hygiene: Reinigen Sie regelmäßig Ihre Inhalationsgeräte. Nur eine Person sollte die jeweiligen Hilfsmittel verwenden.
  • Jährliche Grippeschutzimpfung.
  • Pneumokokken-Schutzimpfung: Pneumokokken sind Bakterien, die besonders häufig (Atemwegs-) Infekte auslösen. Die Impfung sollte nach fünf Jahren wiederholt werden.
  • Schleimlösende Medikamente können bei regelmäßiger Einnahme in der kalten Jahreszeit vor Infekten und Krankheitsschüben schützen (unbedingt mit dem Arzt vorab besprechen).

Falls alle präventiven Maßnahmen nicht greifen und Sie dennoch einen Atemwegsinfekt bekommen, sollten Sie frühzeitig den Arzt aufsuchen.

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Adventszeit – Eine Herausforderung für Allergiker

Ruhe und Erholung wünschen sich die Menschen in der Weihnachtszeit. In diesen Tagen möchte man es sich zu Hause so richtig gemütlich machen oder über den Weihnachtsmarkt bummeln. Ein Jammer, wenn dann die Adventszeit speziell für Nahrungsmittelallergiker eine Herausforderung wird.

In Deutschland reagieren circa 8 Prozent der Kinder und 4 Prozent der Erwachsenen auf Lebensmittel allergisch. Die Hauptverursacher in der kalten Jahreszeit sind Nüsse, Erdnüsse, Äpfel und typische Weihnachtsgewürze wie Anis, Zimt und Kardamom. „Diese Lebensmittel zu meiden, ist in der vorweihnachtlichen Zeit nicht einfach“, so Sonja Lämmel, Oecotrophologin und Ernährungsexpertin des DAAB. „In jedem Zimtstern und Schoko-Weihnachtsmann können allergieauslösende Bestandteile enthalten sein, die für den Allergiker nicht immer ersichtlich sind.“

Ein Zutatenverzeichnis, in dem per Gesetzt Angaben über die Verwendung der 14 häufigsten Allergieauslöser zu finden sind, ist bisher nur bei verpackten Lebensmitteln  zu finden. Die Inhaltsstoffe des Glühweins oder die Leckereien auf dem Weihnachtsmarkt bleiben für den Allergiker so im Verborgenen.

Zusätzlich sind für Menschen mit lebensbedrohlichen, so genannten anaphylaktischen Reaktionen häufig auch verpackte Leckereien wie Schokoweihnachtsmänner oder fertiges Weihnachtsgebäck tabu.

Der Hinweis: „Kann Spuren von … enthalten“ warnt vor möglichen unbeabsichtigten Verunreinigungen.

Leider wird diese freiwillige Kennzeichnung von vielen Herstellern aus Gründen der Produkthaftung sicherheitshalber auf ein Lebensmittel gebracht, ohne dass eine sorgfältige Prüfung des tatsächlichen Risikos erfolgt ist. Daher stehen viele Produkte für den an sich schon eingeschränkten Einkaufszettel des Allergikers nicht zur Verfügung.

Doch auch, wenn  der Hinweis „Kann Spuren von … enthalten“ nicht auf der Verpackung zu finden ist, kann sich der Allergiker nicht sicher sein, dass das Lebensmittel verträglich ist. Leider, so Sonja Lämmel vom DAAB, ist die Spurenkennzeichnung aufgrund fehlender verbindlicher Regelungen sehr uneinheitlich. Manche Hersteller verzichten auf den Hinweis, obwohl Spuren nicht ausgeschlossen werden können, andere können Spuren ausschließen und vermerken dies nicht. Für den Allergiker ist die Situation beim Einkauf verwirrend und unbefriedigend. Der DAAB setzt sich für eine einheitliche Regelung zur besseren Einschätzung ungewollter Kontaminationen ein und befragt regelmäßig Hersteller zu diesem Thema. Bis dieser Einsatz flächendeckend Erfolg hat muss derjenige, der auf  kleine Mengen reagiert,  das Weihnachtsgebäck im Regal stehen lassen oder sich beim Hersteller erkundigen. Die Rechercheliste “Weihnachtsleckereien” des Deutschen Allergie- und Asthmabundes hilft Ihnen dabei. Mitglieder können diese Liste anfordern unter: sl@daab.de, Stichwort: Weihnachtsleckereien.

Tipps für eine entspannte Weihnacht:

  • Reagieren Sie hochgradig auf kleine Mengen Nüsse oder Erdnüsse verzichten Sie auf abgepackte Leckereien oder greifen auf Hersteller zurück, die verantwortungsvoll mit der Spurenkennzeichnung umgehen.
  • Schokolade oder Gebäck lassen sich auch selber zubereiten. Kleine Förmchen mit Weihnachtsmotiven finden Sie über das Internet.
  • Hasel-, Wall – und Erdnüsse können durch Mandeln, Haferflocken, Kokosraspeln oder Amaranth ersetzt werden.
  • Viele Plätzchen schmecken auch ohne Milch. Als Ersatz bieten sich Soja-, Reis- oder Haferdrink an.
  • Als Eiersatz eignet sich eine Mischung aus zwei Esslöffeln Wasser, einem Esslöffel Pflanzenöl und einem halben Teelöffel Backpulver. Einige Firmen bieten extra Eiersatz an.

Weihnachstgeschenk gesucht?

Nichte, Bruder, Freundin, Nachbar, Arbeitskollegin sind von Allergien, Asthma, Unverträglichkeiten und Co. betroffen? Falls Sie nach einem Weihnachtsgeschenk suchen-wie wäre es mit einer DAAB-Mitgliedschaft? Für 33,- Jahres-Beitrag verschenken Sie so individuelle Beratung, viele Informationen und Tipps sowie die im Jahresbeitrag enthaltene Zeitschrift Allergie konkret.
Einfach den zu Beschenkenden mitteilen (info@daab.de) und wir erstellen für Sie eine Geschenk-Urkunde zur Mitgliedschaft.
www.daab.de oder https://www.daab.de/service/mitglied-werden/

Neue Warnhinweise

2.12.2013

Rückruf Clinique

Clinique Laboratories informiert über einen freiwilligen europaweiten Produktrückruf von einer Charge des „Anti-Blemish Solutions All-Over Clearing Treatment“.

Laut Unternehmen wurde im Rahmen von Untersuchungen festgestellt, dass die betroffene Charge mit einer abweichenden Rezeptur befüllt wurde und die aufgeführten Inhaltsstoffe und weiteren Informationen auf der Verpackung nicht mit dem in der Tube enthaltenen Produkt übereinstimmen. Dies kann für Verbraucher ein geringes Risiko allergischer Reaktionen oder Irritationen bergen.

Bei der betroffenen Charge handelt es sich um die Charge BA3, die seit Mitte Oktober 2013 im Einzelhandel und in Parfümerien erhältlich war.

 

Allergierisiko: Chrom VI in Damenschuhen

Damenschuhe der Marke Goldstep enthalten sehr stark erhöhte Werte an Chrom VI. Das meldet das europäische Schnellwarnsystem Rapex. Es handelt sich um cremefarbene Schuhe für Damen, Größe 40 mit brauner Sohle und Futter, hellbrauner Leder-Innensohle, Art Nr.: 139.31.000.41 -Modell: 313-47.87, Barcode: 3303001613.

Auch in Damenschuhen der Marke Queen’s & Sons wurden sehr stark erhöhte Werte an Chrom VI. gefunden. Es sind schwarze Schuhe für Damen mit Absatz und Zierschnalle mit Nietenapplikationen, Typ/Artikel-Nr.: 1780900 39, 9614, 222-0-5002 18697, 17809-00, Fil.2.

 

Rückruf: Histamin in Sardinenfilets in Olivenöl der Marke Saupiquet

Die Handelsketten Auchan und Carrefour rufen Sardinenfilets in Olivenöl extra vergine aufgrund von erhöhten Histaminwerten zurück. In Analysen wurden teilweise erhöhte Histaminwerte festgestellt. Der Verzehr der betroffenen Sardinenfilets kann Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen oder Hautrötungen verursachen. Die Kundinnen und Kunden werden aufgerufen diese Produkte nicht mehr zu konsumieren. Es ist nicht auszuschließen, dass  dieses Produkt auch in Deutschland verkauft wurde. Produkt: Sardinenfilets in Olivenöl, Marke: Saupiquet, Verpackungseinheit: Dose zu 100g, Lot bzw. Haltbarkeitsdaten: 18/06/2016 und 21/06/2016.