Achtung Rückruf: Penicillin in homöopathischen Mitteln

Die Terra-Medica Inc. ruft div. Chargen der homöopathischen Arzneimittel Pleo-FORT, Pleo-Quent, Pleo-NOT, Pleo-Stolo, Pleo-NOTA-Quent und Pleo-EX in flüssiger Form, als Tabletten, Kapseln, Salben und Zäpfchen zurück. Nach Meldung der US-Behörde wurde festgestellt, dass diese Produkte Penicillin oder Derivate von Penicillin enthalten können. Bei Patienten, die allergisch auf Beta-Lactam-Antibiotika sind, kann es auch bei geringen Mengen zu allergischen Reaktionen führen. Die Produkte werden als homöopathische Arzneimittel verwendet.
Weitere Rückrufe wie Apfelmus von Edeka und Brokkoli von Penny unter: https://www.facebook.com/daab.allergie

Änderung der Darstellung von Kamut und Dinkel im Anhang II der LMIV

Der Anhang II der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 (LMIV) enthält ein Verzeichnis von Stoffen oder Erzeugnissen, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen. Unter Nummer 1 dieses Anhangs sind u. a. „Kamut“ und „Dinkel“ aufgeführt.
Es handelt sich bei „Kamut“ um ein eingetragenes Markenzeichen einer als „Khorasan-
Weizen“ bekannten Weizenart. Dinkel ist ebenfalls eine Weizenart. „Khorasan-Weizen“ und „Dinkel“ werden daher in Nummer 1 dieses Anhangs nunmehr als Weizenarten aufgeführt.

Laut delegierter Verordnung 78/2014 vom 22. November 2013 wird der Anhang II der
Lebensmittelinformationsverordnung EU (VO) 1169/ 2011 hinsichtlich glutenhaltiger
Getreide wie folgt geändert:
„Glutenhaltiges Getreide namentlich Weizen (wie Dinkel und Khorasan-Weizen), Roggen,
Gerste, Hafer oder Hybridstämme davon, sowie daraus hergestellte Erzeugnisse“.
Die Änderung ist am 30. Januar 2014 im Amtsblatt der EU veröffentlicht worden und 20 Tage später in Kraft getreten.

Das DAAB Logo als Einkaufshilfe

Seit zwanzig Jahren setzt sich der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) für die Entwicklung und Umsetzung von Produkten ein, die ohne allergisierende Duft-, Konservierungs- und Farbstoffe sind. Ziel ist es bis heute, dem Verbraucher mit Allergien, Asthma und Neurodermitis überprüfte Produkte zu ermöglichen, die er nahezu überall und zu fairen Preisen erhalten kann und bei denen das Risiko allergischer Reaktionen minimiert ist.

Eine Testung durch den DAAB erfolgt erst, wenn alle Daten zum Produkt nach wissenschaftlicher Überprüfung als unbedenklich gemäß des DAAB-Kriterienkataloges eingestuft wurden. Sollten im Produkt problematische, allergene oder stark irritative Stoffe enthalten sein, wird das Produkt nicht zum Test zugelassen. Die Tester erhalten die Produkte in neutraler (verblindeter) Verpackung.
Nur wenn nach einem circa vierwöchigen Test eine Zustimmungsrate von 80% (sehr gut/gut) für alle wichtigen Kriterien zu Haut und Atemwegen erzielt wurden sowie 70% (gut/sehr gut) bei den Nebenparametern, nur dann darf ein Produkt das kostenlose DAAB-Logo tragen.
Eine Liste mit den vom DAAB überprüften Produkten erhalten Sie unter info@daab.de.

Asthma: Neuer Eiweißstoff entdeckt

Asthma ist die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter. Im Rahmen einer europaweiten Studie werden die Zusammenhänge zwischen Atemwegsinfektionen und der Symptom-Verstärkung bei 4-6-jährigen asthmatischen Kindern untersucht. Wissenschaftler entdeckten jetzt ein Eiweiß BATF, das an der Entstehung von allergischem Asthma beteiligt ist. Dieses BATF ist maßgeblicher Faktor für die Entstehung von TH17-Zellen, die zu jenen T-Zellen gehören,  die Fremdkörper im Immunsystem des Menschen, wie Bakterien, bekämpfen. Bei allergischem Asthma schütten die TH17-Zellen Stoffe aus, die dann dafür sorgen, dass weitere Entzündungszellen in die Atemwege wandern. In der Untersuchung konnte nun ein Zusammenhang zwischen einem erhöhten Anteil an BATF-Eiweiß in den Zellen und allergischem Asthma nachgewiesen werden. In Modellversuchen, in denen BATF fehlte, traten Asthmasymptome stark verringert auf. Die Forschungsergebnisse sollen in Zukunft für die Entwicklung neuer Asthma-Medikamente genutzt werden.

Risiko Tätowierungen

Zum Thema mangelhafte Tätowierfarbe gibt´s eine neue Meldung aus Sachsen. Dort fielen vor einiger Zeit bei einer Stichprobenuntersuchung von schwarzer Tätowierfarbe acht von 13 Produkten durch, da sich darin PAKs fanden. PAKs kommen natürlicherweise in Kohle und Erdöl vor. Bei Tätowierungen wird die verwendete Farbe unter die Hautoberfläche eingebracht, dabei können PAKs Entzündungen der Haut auslösen. Auch die Kennzeichnung scheint bei vielen Produkten laut einer weiteren Untersuchung mangelhaft zu sein. Probleme sieht auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Das BfR wies schon vor einiger Zeit darauf hin, dass Nickel in Tätowierungsmitteln auftritt und Allergien auslösen kann.

Allergologen werden Mangelware

Passend zur DAAB-Aktion “vergiss mein nicht” – Erschreckende Studie: Allergiepatienten erhalten immer seltener ärztliche Leistungen. Die Zahl der Arztpraxen, die überhaupt noch allergologische Leistungen abrechnen, ist innerhalb von vier Jahren um fast 30% gesunken.
www.aerztezeitung.de/news/article/856345/versorgungsforschung-immer-weniger-aerzte-allergologisch-taetig.html

Allergische Reaktionen bei Canon SX50 HS Kompakt-Digitalkameras möglich

Der bereits in den USA laufende Rückruf von fast 14.000 Canon PowerShot SX50 HS Kompakt-Digitalkameras wurde nun auch in Deutschland veröffentlicht.

Durch das Gummi am Sucher der Digitalkamera kann es zu Haut- und Augenreizungen kommen. Wie Canon mitteilt, können sich die gummierten Teile des Suchers bei einer begrenzten Anzahl von PowerShot SX50 HS Kompakt-Digitalkameras, die zwischen dem 1. September und 15. November 2013 hergestellt wurden, nach einiger Zeit weiß verfärben.

Verursacher ist die im Gummi enthaltene Substanz Ziram, die – je nach individueller Sensibilisierung – beim Nutzer allergische Hautreaktionen auslösen kann.

Laut Canon sind von diesem Problem PowerShot SX50 HS Kompakt-Digitalkameras mit einer „69“, „70“ oder „71“ an der ersten und zweiten Stelle der Seriennummer sowie einer „1“ an der sechsten Stelle der Seriennummer betroffen. Zu finden ist die Seriennummer am Sockel der Kamera.

Unterschriftenaktion: Vergiss mein nicht

In den nächsten Tagen gehen die ersten Briefe an die zuständigen politischen Gremien / bzw. Vertreter zum Thema “Vergiss mein nicht – 30 Millionen Allergiker fordern ein Aktionsprogramm Allergien” raus. Eine wichtige Zeit, um im Internet zu unterschreiben (unter www.daab.de) und so zu zeigen, dass Allergien keine Bagatelle sind, sondern ein Thema, dass Gehör und politisches Handeln verdient! Bitte unterschreiben und auch Verwandte, Freunde, Kollegen als Unterzeichner für die Aktion gewinnen. Danke schön!
Hier geht´s zur Unterschriftenaktion.

UMFRAGE: Leben mit Nickelallergie

Ihre Meinung ist gefragt: Um zukünftig noch treffender auf die Bedürfnisse von Nickelallergikern einzugehen und das Thema besser zu betreuen, möchten wir Sie auf eine Umfragen aufmerksam machen.

Im Rahmen eines kurzen Patienten-Checks können Sie Ihre Erfahrungen mit einer Nickelallergie angeben. Als zusätzlichen Anreiz werden unter allen Teilnehmern attraktive und allergikertaugliche Preise verlost.

Den Fragebogen finden Sie auf nickelfrei.de!