Rückruf – HiPP Pre HA

Pressemitteilung, Pfaffenhofen, 27.6.2014

HiPP ruft vorsorglich seine trinkfertige hypoallergene Anfangsnahrung, HiPP Pre HA im 200ml Tetra Pak zurück. Betroffen ist ausschließlich die trinkfertige Variante des Produktes HiPP Pre HA, nicht die Pulvernahrung!

Grund für den Rückruf ist, dass das Produkt gemäß einer Nachuntersuchung einen geringeren Gehalt an Vitamin B2 aufweist als vorgesehen. Vitamin B2 ist ein essentielles Vitamin, das an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt ist.

Bislang gab es weder von Eltern noch Ärzten Hinweise auf gesundheitliche Probleme bei mit diesem Produkt ernährten Säuglingen. Sollten Eltern in diesem Zusammenhang dennoch besorgt sein, können sie vorsorglich ihren Kinderarzt befragen.

Außer der Flüssig-Variante sind keine weiteren HiPP Pre HA Nahrungen oder andere HiPP-Produkte betroffen.

Im Sinne des vorsorgenden Verbraucherschutzes hat das Unternehmen HiPP die Rückholung des Produktes aus dem Handel bereits veranlasst. Die Qualität der Produkte und die Sicherheit der Verbraucher stehen für HiPP an erster Stelle.

Verbraucher sollen das betroffene Produkt nicht mehr verwenden. Es kann dort zurückgeben werden, wo es erworben wurde. Die Kosten dafür werden erstattet.

Bei Fragen können sich Eltern gerne auch unter der Telefonnummer 08441-757 384 oder über das Kontaktformular auf www.hipp.de an den HiPP Elternservice wenden.  

Umfrage zu allergischen Reaktionen bei Lebensmittel-Allergikern

Wenn bei Ihnen oder Ihrem Kind eine Lebensmittel besteht, führen Sie eine entsprechende Diät durch, bei der Sie auf den/ die Auslöser verzichten. Dies ist häufig leichter gesagt als getan: Insbesondere beim Kauf und Verzehr so genannter „Loser Ware“, d.h. Lebensmitteln, die vom Bäcker, Fleischer, in der Eisdiele oder im Restaurant angeboten werden, sind Sie auf die dort zur Verfügung gestellte Information angewiesen.

Ende des Jahres findet die neue Lebensmittelinformations-Verordnung Anwendung, die u.a. vorschreibt, dass nun auch für Anbieter loser Ware eine verpflichtende Allergeninformation besteht.

Jedes EU-Land hat jedoch die Möglichkeit auf nationaler Ebene eigene  Regelungen zu erlassen, die über die Art und Weise entscheiden, wie die Information gegeben wird. Der DAAB hat sich in der Vergangenheit für eine schriftliche Information eingesetzt.

Die Hersteller der losen Ware wünschen dagegen eine rein mündliche Informationsvermittlung und argumentieren damit, dass durch das Personal fundierte Auskünfte gegeben werden kann.

Da zurzeit die finalen Gespräche mit dem Ministerium anstehen, würden wir dort gerne eine aktuelle Rückmeldung aus Ihrer Sicht, also der Sicht der betroffenen Verbraucher hierzu geben.

Wir freuen uns daher sehr, wenn Sie möglichst zeitnah den online- Fragebogen ausfüllen, den Sie unter folgendem Link finden.

 

AllergieMobil-Tour geht weiter

Allergien auf Gräser- und Getreidepollen verleiden Allergikern aktuell den Sommer. Tränende Augen, Schniefnasen und Atemnot beeinträchtigen den Tagesablauf nachhaltig. Seit dem Frühjahr ist der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB) mit seinen AllergieMobilen auf Allergie-Tour. Die fahrenden Beratungsstellen bieten Rat und Informationen zu Allergien, Asthma, Neurodermitis und Urtikaria.

 Direkte Angebote am AllergieMobil:

- Expertenrat: Experten aus verschiedenen Disziplinen (Medizin, Ernährung, Chemie, Biologie) beantworten Fachfragen.

- Kostenlose Lungen- und Hautfunktionsmessung: Interessierte können kostenlos ihre Lungenfunktion testen und den Hautzustand bestimmen lassen.

- Austausch mit Betroffenen: Mitglieder des DAAB berichten über ihre Erfahrungen und geben Auskunft über Aktivitäten vor Ort.

- Informationsmaterial: Das AllergieMobil ist „randvoll“ mit Broschüren und Literatur zum Mitnehmen.

Neue Termine  vor Ort von 10 – 17 Uhr

Donnerstag 26.06.2014: Waitzstrasse  2, Stadtteil Othmarschen in 22607 Hamburg

Freitag 27.06.2014: Vita – Apotheke, Heußweg 37 in 20255 Hamburg – Eimsbüttel

Samstag 28.06.2014: 7. Gesundheitsmesse, Alter Markt – Bahnhofstrasse in 9423 Unna

Montag 30.06.2014: Stadt- Apotheke, Am Bauhof 2, 23879 Mölln

Montag 30.06.2014: Dianabrunnen / Steinweg in 98527 Suhl

Dienstag 01.07.2014: Kirchplatz, Höhe Rathausstr. 1 in 21423 Winsen / Luhe

Dienstag 01.07.2014: Anger in 99084Erfurt

Mittwoch  02.07.2014: Markt-Apotheke, Marktpassage 7 in 21149 Hamburg – Neugraben

Mittwoch  02.07.2014: Bahnhofstraße in 99734 Nordhausen

Donnerstag 03.7.2014: Holzmarkt in 07743 Jena

Freitag 04.07.2014: Fußgängerzone / Nähe Marktplatz in 07318 Saalfeld

Samstag 05.07.2014: Museumsplatz in 07545 Gera

Samstag und Sonntag 05. – 06.07.2014 von 11-18 Uhr: Kinder-und Jugendfestival, Gesundheitsstrasse, Schlossplatz in 70173 Stuttgart

Allergenhinweis: Änderung Spurenhinweis

24.6.2014     Der Deutsche Allergie- und Asthmabund informiert

Hinweis zu den Produkten Saltletts Taler, Saltletts Brezel, Saltletts Mini Brezel und Saltletts Junior Farm des Unternehmens Lorenz Snack World

Änderungen für Sesam-, Soja-,  Milch- und Eiallergiker!

Das Unternehmen Lorenz Snack-World hat uns informiert, dass die Produktion ihrer Produkte Saltletts Taler, Saltletts Brezel, Saltletts Mini Brezel und Saltletts Junior Farm auf eine andere Produktionslinie verlegt werden muss, auf der im Gegensatz zu der bisherigen Produktion auch Sesam, Soja, Milch und Ei verarbeitet wird. Da eine Kreuzkontamination mit diesen Allergenen trotz größter Sorgfalt nicht ausgeschlossen werden kann, weisen die genannten Lorenz-Produkte die im Juni 2014 in den Handel kommen unter dem Zutatenverzeichnis eine Spurenkennzeichnung bzgl. der Allergene Sesam, Soja, Milch und Ei auf.

Da die Produkte eine längere Haltbarkeit haben, kann es sein, dass über einen gewissen Zeitraum beide Kennzeichnungsvarianten in den Regalen zu finden sind.

Das Unternehmen arbeitet an Möglichkeiten, die Kreuzkontamination durch alternative Produktionsabläufe wieder zu vermeiden. Dafür kann derzeit allerdings noch kein Zeitrahmen angegeben werden. Sobald eine Lösung gefunden ist, die die Kreuzkontamination ausschließt, wird Lorenz Snack-World darüber informieren.

Lebensbedrohliche Insektengift-Allergie

Allergische Reaktionen auf Insektenstiche werden in Deutschland am häufigsten durch Bienen und Wespen hervorgerufen. Für mehr als 3 Millionen Deutsche kann so ein Stich lebensgefährlich sein. Beim Insektengiftallergiker treten nach einem Stich heftige Schwellungen rund um die Einstichstelle auftreten, manchmal begleitet von Atemnot, Schwindelgefühl, Schwellungen im Gesicht sowie am Hals und starker allgemeiner Hautrötung. Meist setzen diese Reaktionen Sekunden beziehungsweise Minuten nach dem Stechen ein. Bei Nicht-Allergikern sind für eine tödliche Giftwirkung mehrere hundert bis tausend Stiche notwendig. Hat ein Mensch jedoch eine Allergie gegen das Insektengift entwickelt, so kann es bei jedem weiteren Stechen zu starken, teilweise sogar lebensgefährlichen Reaktionen kommen (anaphylaktischer Schock).

DAAB-Tipps für Insektengift-Allergiker

  •  Immer ein Notfallset mitführen und sofort anwenden, wenn man gestochen wurde.
  • In der Nähe von Bienen und Wespen rasche Bewegungen vermeiden und nicht nach ihnen schlagen.
  • Möglichst nicht in die Nähe von blühenden Blumen oder reifem Fallobst gehen. Vorsicht beim Obst- und Blumenpflücken.
  • Vorsicht bei Gartenarbeiten! Bedecken Sie dabei soviel wie möglich von Ihrem Körper (lange Ärmel, lange Hosen, Hut).
  • Weite, flatternde Kleider, schwarze Stoffe und farbige Blumenmuster meiden.
  • Meiden Sie Parfüms, Haarsprays, stark parfümierte Pflegeprodukte.
  • Lassen Sie beim Essen im Freien keine Süßigkeiten oder Fleischreste herumliegen.
  • Gehen Sie im Sommer nie barfuss. Bienen bevorzugen den Aufenthalt im Klee und viele Wespen leben in Bodenlöchern.
  • Meiden Sie Mülltonnen und Abfallkörbe im Freien.

Weitere Tipps finden Sie auf der Internetseite des DAAB zum Thema Insektengift-Allergie.

Anspruch auf Schmerzensgeld wegen Allergie im Flugzeug

Bei einer Flugreise von Indien nach Deutschland wurden dampfende Erfrischungstücher gereicht. Die ausgasenden Dämpfe lösten bei einer Reisenden eine allergische Reaktion mit Atemnot aus. Nach der Landung war eine notärztliche Behandlung erforderlich. Das zuerst zuständige Landgericht sprach der Klägerin nach umfassender Beweisaufnahme ein Schmerzensgeld von 2000 Euro zu. Die beklagte Fluggesellschaft legte Berufung ein. Das Oberlandesgericht Frankfurt hat die Berufung im Wesentlichen zurückgewiesen. Der Klägerin wurde ein Schmerzensgeld von 1500 Euro zugesprochen. Die Entscheidung wurde damit begründet, dass die allergische Reaktion durch die Beweisaufnahme belegt wurde und auf der Grundlage des Montrealer Übereinkommens ein Schmerzensgeld verlangt werden kann, da die allergische Reaktion durch eine typische, dem Luftverkehr eigentümliche Gefahr ausgelöst wurde. Die ausgelösten allergischen Beschwerden müssen von der Klägerin nicht als Folge des allgemeinen Lebensrisikos hingenommen werden. Vielmehr hätten die an Bord befindlichen Mitarbeiter der Fluggesellschaft über die Allergie informiert sein müssen, da die Klägerin ein Crewmitglied darüber informiert und darum gebeten hat, vom Verteilen der Tücher Abstand zu nehmen. Aus diesem Grund hätten die Mitarbeiter das Verteilen unterlassen oder die Klägerin separieren müssen, so dass sie nicht beeinträchtigt wird.  Auch in einem Großraumflugzeug dürfe die Fürsorge gegenüber einzelnen Passagieren nicht vernachlässigt werden, wenn diese auf ihre besondere Situation aufmerksam gemacht hätten. Die Richter bescheinigten der Klägerin aber nun in zweiter Instanz auch ein Mitverschulden, da sie nicht mit mehr Nachdruck auf ihre Situation aufmerksam gemacht und zum Zeitpunkt der Tücherverteilung nicht aufgestanden und laut „Halt“ gerufen hätte.

Quelle: Nach Informationen des Oberlandesgericht Frankfurt/Main, Pressemitteilung vom 30.04. 2014, Urteil vom 16.04.2014, Aktenzeichen: 16 U 170/13 (vorausgehend LG Frankfurt am Main, Urteil vom 30.08.2013, Aktenzeichen 2- 24 O 93/12

Workshop für Hebammen zur Allergieprävention

Beim Lebensmittelallergietag in der Bonner Beethovenhalle findet am 21.6.2014 auch ein Workshop zur Allergieprävention für Hebammen und Stillberaterinnen statt. Da jeder vierte Säugling in den ersten Lebensmonaten an Neurodermitis und/oder Lebensmittelallergien erkrankt, können z.B. Hebammen in ihrer beratenden Funktion den Eltern eine wichtige Hilfestellung geben – auch bei der Prävention von Allergien. Im Workshop werden die Inhalte der aktuellen Allergiepräventions-Leitlinie vorgestellt. Themen sind u.a. die Ernährung im ersten Lebensjahr sowie der allergenarme Wohnraum. Infos und Anmeldung: www.daab.de/lebensmittel-allergietag

Lebensmittel-Allergietag 21.Juni 2014 in Bonn

Allergien in „aller Munde“? Pollenallergiker vertragen kein Obst mehr, Kinder reagieren auf Nüsse oder Hühnereier allergisch und 20 Millionen Menschen können Milch- und Fruchtzucker nicht optimal verdauen. Kreuzallergien, wie sie bei Pollenallergikern entstehen, haben sich in den letzten 20 Jahren verdreifacht.

Bis zu 250 Menschen sterben jährlich laut Schätzungen an einem Allergieschock.

Häufig sind gerade die gesunden Lebensmittel wie Milch, Hühnerei, Nüsse oder frisches Obst und Gemüse Auslöser der allergischen Beschwerden.

 Mit dem Deutschen Lebensmittel-Allergietag bietet der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) Betroffenen und interessierten Fachbesuchern ein Forum zur Information, Expertenberatung und zum Austausch.

Vorträge und Workshops informieren zu neuen Aspekten und Therapien bei Lebensmittel-Unverträglichkeiten, Anaphylaxie, Neurodermitis und Nesselsucht. Informationsstände zu Spezialprodukten und Allergikergeeigneten Angeboten sowie ein Doktor´s Point mit Experten, die Rede und Antwort stehen, runden die Veranstaltung ab.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das vollständige Programm unter www.daab.de.

Dramatische Unterversorgung von Allergiekranken- Gehören Sie auch dazu?

Dann unterstützen Sie uns, denn wir fordern die Bundesregierung zum Handeln auf!

30 Millionen Kinder und Erwachsene in Deutschland sind von Allergien betroffen – aber ärztliche Fachhilfe ist Mangelware. Denn die Zahl der allergologisch ausgebildeten Ärzte nimmt weiter ab. Aktuelle Zahlen belegen, dass nur noch 1,5 Prozent der deutschen Ärzte eine allergologische Zusatzausbildung besitzen.

Die Unterversorgung von Menschen mit Allergien wurde in diesem Jahr mit Einsetzen der frühen Pollensaison schnell deutlich. Die Allergiepatienten beklagen beim DAAB monatelange Wartezeiten auf einen Termin beim Allergologen, eine entsprechend verzögerte Diagnose und in einzelnen Regionen lange Anfahrtswege, um überhaupt noch einen Allergiespezialisten zu finden.
Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) appelliert daher mit der Unterschriften-Aktion “Vergiss mein nicht: Allergien brauchen (D)eine Stimme”" an die Bundesregierung, Allergien in den Fokus der Gesundheitspolitik zu stellen.
Die DAAB-Unterschriftenaktion “Vergiss mein nicht” steht dafür, dass Allergien eine “Stimme” erhalten. Machen Sie mit: Unterschreiben kann jeder bis zum Juli unter www.daab.de/aktionsprogramm

Alle Unterschriften werden im Spätsommer der Bundesregierung übergeben.

TV-Beitrag zum Verbot von bestimmten Duftsstoffen

Der DAAB begrüßt die Pläne der EU-Kommission zur strengeren Regulierung der Duftstoffe in Kosmetika und dem Verbot von HMPCC (Lyral), Atranol und Chloratranol in kosmetischen Produkten. Der DAAB sieht in dieser Initiative einen wichtigen Schritt um der Entstehung von Kontaktallergien vorzubeugen und einen Beitrag zur Sekundärprävention der allergischen Kontaktdermatitis bei bereits sensibilisierten Patientinnen und Patienten. Auch die Regulierung der Deklarationspflicht für weitere allergieauslösende Stoffe sehen wir als eine richtige und wichtige Maßnahme, um betroffenen Patienten die Karenz ihrer Allergieauslöser zu ermöglichen.

Allerdings ist der tatsächliche Nutzen dieser Maßnahme für die betroffenen Patienten nur dann vorhanden, wenn sie gleichzeitig die Möglichkeit haben, die betreffenden Allergieauslöser in einer Epikutantestung diagnostizieren zu lassen. Die diagnostische und medizinische Versorgung der Kontaktallergiker ist aber derzeit in Deutschland nur unzureichend. Unser Vorschlag dazu ist, dass die EU-Kommission auch die diagnostische Versorgung für Kontaktallergiker entsprechend erweitert bzw. diesbezügliche Empfehlungen an die Gesundheitsminister der EU-Mitgliedsländer ausgibt.

Der mdr hat das Thema aufgegriffen und einen gelungene Beitrag “Wenn Düfte krank machen” dazu gemacht, obwohl das Interview mit Frau Dr. Pleschka leider etwas zu kurz kam.