Neue Studie: Darmbakterien bieten eventuell einen Schutz vor Nahrungsmittelallergien

Eine aktuelle Studie aus Chicago fand heraus, dass spezielle Darmbakterien, die Clostridien (Bestandteil der gesunden Darmflora) verhindern können, dass bestimmte Allergieauslöser vom Darm ins Blut gelangen. Bei einer Nahrungemittelallergie bildet das Immunsystem Antikörper auf spezifische Allergieauslöser aus der Nahrung. Diese Allergieauslöser werden vom Darm an das Blut abgegeben. Eine gesunde Darmflora kann das Risiko verringern. Die Forscher um Cathryn Nagler von der Universität Chicago konnten eine Art Schutzfunktion der Bakterien nachweisen. Im Mausmodell verstärkten die Bakterien die Freisetzung von speziellen Botenstoffen, die die Darmwand weniger durchlässig für allergieauslösende Substanzen machen, so die Aussage der Wissenschaftler.

Noch ist nicht geklärt, ob die Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind. Auch bei Menschen stellen Clostridien einen wichtigen Bestandteil der normalen Darmflora dar. Die Bedeutung des Darms für unser Immunsystem und auch die Entwicklung von Allergien ist schon länger bekannt. Es kann sein, dass das Allergierisiko durch eine antibiotische Behandlung (Veränderung der Darmflora), Kaiserschnittgeburt und eine Ernährung des Säuglings ohne Muttermilch gesteigert wird, da in allen Fällen die Bildung einer gesunden Darmflora erschwert wird. Die Forscher halten es für möglich, durch probiotische Präparate eine geschwächte Clostridienpopulation im Darm wieder zu vergrößern, so dass die Allergiegefahr sinkt.

Allergenkennzeichnung bei nicht verpackten Lebensmitteln

Ab dem 13.12.2014 muss laut EU Lebensmittelinformations-Verordnung (EU) 1169/2011 für Produkte, die zum sofortigen Verzehr aus Bäckerei, Metzgerei, Konditorei, Frischtheke, Eisdiele, Hotel, Restaurant oder Imbiss abgegeben werden (lose Ware), eine Allergeninformation vorliegen.
Das bedeutet, dass die Verwendung der 14 häufigsten Auslöser von Nahrungsmittel-Allergien und -Unverträglichkeiten als Zutat auch bei loser Ware gekennzeichnet werden muss.
Aufgrund des aktuell vorliegenden Entwurfs des Verbraucherschutzministeriums zur Umsetzung auf nationaler Ebene hat der DAAB eine umfangreiche Stellungnahme verfasst. Nachfolgend unsere Hauptforderungen:
Menschen mit Lebensmittelallergien sind zur Aufrechterhaltung ihrer Gesundheit auf die korrekte Information über die Zusammensetzung der von ihnen verzehrten Lebensmittel angewiesen, da als einzige „Therapie“ die Karenzkost, das Meiden des/ der allergieauslösenden Lebensmittel zur Verfügung steht. Hier sind insbesondere die Information über potenzielle Allergene in nicht vorverpackten Lebensmitteln von Bedeutung, da es sich gezeigt hat, dass die meisten akuten Symptome von Lebensmittelallergien durch nicht vorverpackte Lebensmittel ausgelöst werden und die Verbraucher deshalb die Information über potenzielle Allergene immer erhalten sollten.
Der DAAB fordert daher:
• Schriftliche Dokumentation der Allergeninformation durch den Hersteller/ In- Verkehr-Bringer, die dem allergischen Verbraucher zur Verfügung steht.
• Im Falle von Ausnahmeregelungen für mündliche Information müssen diese auch für den Verbraucher zugänglich verifizierbar (schriftlich dokumentiert) sein.
• Im Rahmen der Ausnahmen für mündliche Information müssen Interpretationsspielräume („üblicherweise verwendete Rezeptur“ , handwerklich oder in vergleichbarer Art und Weise“) minimiert und eindeutige Formulierungen zu deren Anwendung („Vorhandensein von schriftlich vorliegenden Standardrezepturen“) gewählt werden.
• Die Allergeninformation muss vor der Kaufentscheidung zur Verfügung stehen.
• Abgrenzung der Allergene von Zusatzstoffen bei Fußnotenlösungen auf Speisekarten mit (falls notwendig) einheitlicher Codierung.
• Differenzierte Darstellung von namentlich in Anhang II aufgeführten Vertretern von Schalenfrüchten und glutenhaltigem Getreide.
• Bei Verstoß gegen die gesetzlichen Vorgaben, Abgrenzung zu anderen Kennzeichnungsdelikten durch Einstufung als Irreführung, aufgrund der besonderen Zielsetzung des Gesundheitsschutzes für eine spezielle Zielgruppe.
• Schulungsverpflichtung für Hersteller und Verkaufs-/ Servicepersonal zum Thema Allerkennkennzeichnung.
• Erstellung eines Fragen- & Antworten-Katalogs zur praxisorientierten, branchenspezifischen Umsetzung der Allergeninformation bei loser Ware als Leitfaden für Hersteller.

Neue AllergieMobil Termine

… und weiter gehts:

jeweils von 10 – 16 h

Dienstag, den 26.08. auf dem Marktplatz in 99817 Eisenach
Mittwoch, den 27.08. auf dem Neumarkt in 99867 Gotha
Donnerstag, den 28.08. auf dem Anger in 99198 Erfurt
Freitag, den 29.08. vor dem Goethe-Park-Center in 36433 Bad Salzungen
Dienstag, den 02.09.2014 auf dem Johannes-Rau-Platz in Wuppertal – Barmen
Donnerstag, den 04.09. an der Herzogbrücke in 47517 Kleve
Montag, den 08.09. auf dem Marktplatz in 52348 Düren
Donnerstag, den 11.09. auf dem Altstadtmarkt in 45657 Recklinghausen
Freitag, den 12.09. auf dem Schadowplatz in 40212 Düsseldorf

Schilddrüsenhormone nicht mit Kaffee einnehmen

Wer aufgrund einer Schilddrüsenerkrankung allmorgendlich Schilddrüsenhormone (Thyroxin) einnehmen muss, sollte dies unbedingt auf nüchternen Magen tun, so steht es im Beipackzettel. Nach Aussage des Berufsverbands Deutscher Internisten (BDI) ist es zusätzlich  wichtig, dass das Medikament mit Wasser und nicht mit Kaffee eingenommen wird. Kaffee verzögert die Resorption des Hormons und verringert so die Bioverfügbarkeit. Auch der Zeitpunkt des Kaffeeverzehrs in Bezug auf die Einnahme ist wichtig, so behindert der sofortige Kaffeeverzehr nach der Einnahme die Aufnahme der Schilddrüsenhormone in die Blutbahn. Als Mindesabstand wird eine halbe Stunde empfohlen.

Quelle: äin-red; www.internisten-im-netz.de.

Rückruf: Mars, Bounty, Snickers und Milky Way Milchgetränke

Rückruf aller Milchgetränke in Flaschen mit Sportverschluss, die von der Milchwerke Mittelelbe GmbH für Mars Chocolate Drinks mit Mindesthaltbarkeitsdatum zwischen dem 19.12.2014 und 11.04.2015 hergestellt wurden.

Grund dafür ist ein Bakterium, das in einigen Produkten vorhanden sein könnte, so dass vorsorglich alle unten aufgeführten Verpackungsformate zurückgerufen werden, die ein Mindesthaltbarkeitsdatum zwischen 19.12.2014 und 11.04.2015 aufweisen.
Betroffene Produkte in Deutschland:
Flaschen mit Sportverschluss:
Mars Milk (350 ml)
Bounty Drink (350 ml)
Snickers Shake (350 ml)
Milky Way Milk (350 ml)
Andere Verpackungsformate und Flaschengrößen dieser Milchgetränke-Markenprodukte sind nicht betroffen.

Rückruf: Verätzung möglich

Die Firma Schlossbrauerei Stöckle Schmieheim e.K. aus Kippenheim warnt vor dem Verzehr des Biers Geroldsecker unfiltriert 0,33 Ltr. Bügelflasche, MHD 21.01.2015, das regional vertrieben wird im Bereich Baden, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass einzelne Flaschen dieser Charge Reste von Reinigungslauge (Natronlauge) enthalten, die bei Verschlucken aber auch bei sonstigem Kontakt mit Haut, Schleimhäute und Gegenständen stark ätzend wirken kann.