Telefonhotline zum Welt Urtikaria-Tag am 1.10.2014

Der DAAB und urticaria.net schalten eine Telefonhotline für Urtikariapatienten. Eine Ernährungsfachkraft des DAAB und Ärzte der Berliner und Mainzer Urtikariasprechstunde beantworten Ihre Fragen.

Mittwoch den 1.10.2014 von 9 – 13 Uhr

Arzt unter Fon 01805/052122*

Ernährungsfachkraft unter Fon 01805/ 052123*

*0,14€/Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk kann abweichen

DAAB-Martcheck: Getreidedrinks in der Küche

Der DAAB-Marktcheck wollte wissen, ob die pflanzlichen Drinks, wie Hafer-, Dinkel-, Reis-, Soja oder Mandel-Drinks, Kuhmilch beim Zubereiten von Speisen ersetzen können.

Die Hersteller geben meist an, dass sich die Drinks zum Kochen und Backen einsetzen lassen wie „normale Milch“. Deshalb wurden mit den Drinks, die bei der Verkostung als Favoriten hervorgegangen sind, Pfannkuchen, Kartoffelpüree und Pudding zubereitet und verkostet. Es wurde auch getestet ob sich die Drinks wie Kuhmilch aufschäumen lassen, zum Beispiel im Kaffee. Sowohl bei den Pfannkuchen als auch beim Kartoffelpüree wurde ein Grundteig hergestellt und dann pro Portion mit dem pflanzlichen Drink vermischt, so dass der individuelle Geschmack der Milchalternativen beurteilt werden konnte. Das Kartoffelpüree wurde aus gekochten Kartoffeln und dem pflanzlichen Drink zubereitet. Für die Pfannkuchen wurden Mehl, Eier, eine Prise Zucker und Salz sowie das jeweilige Milchersatzprodukt verwendet. Der Pudding wurde mit handelsüblichem Puddingpulver nach Packungsanleitung und Zuckerzugabe zubereitet.  Bei allen Versuchen wurde für den direkten Vergleich eine Speise mit Kuhmilch zubereitet. Alle Speisen wurden durch 15 Mitarbeiter des DAAB blind verkostet.

 

Firma Kartoffelpüree(Kartoffeln,…) Pfannkuchen(Mehl, Eier, …) Aufschäumen Pudding
AlnaturaSoja Drink Calcium Schmeckt fast wie mit Vollmilch  Fluffige Konsistenz;Etwas erdiger Nachgeschmack nach Hülsenfrüchten. Warmer Sojadrink lässt sich super aufschäumen Schmeckt nicht ganz so süß wie mit Milch.Etwas flüssiger als mit Milch.

 

AlproReis Original + Calcium Leicht muffiger Eigengeschmack, wässrigere Konsistenz  Festere, kompakte Konsistenz als Pfannkuchen mit Milch.  Lässt sich weder kalt noch warm aufschäumen. Schmeckt sehr süß. Flüssige, kleisterähnliche Konsistenz.Sehr gelbe Farbe.
AlproHafer Original Schmeckt fast wie mit Milch (1,5% Fett)  Kompaktere Konsistenz, etwas klebrig. Lässt sich weder kalt noch warm aufschäumen Süßer, getreidiger, etwas mehliger Geschmack.Flüssigere Konsistenz.

Eher dunkle Farbe.

AlproMandel Original Etwas süßer Nachgeschmack Kompaktere Konsistenz, etwas süßer Nachgeschmack Warmer Mandeldrink lässt sich super aufschäumen. Schmeckt fast wie mit Milch. Leichter Mandelgeschmack.Die Konsistenz ist wie bei normalem Pudding, ebenso die Farbe.

 Anmerkungen der Köche:

Nur der Pfannkuchenteig mit Reisdrink verhielt sich wie ein „normaler“ Pfannkuchenteig. Alle anderen Teige verlaufen in der Pfanne nicht so gut und die Pfannkuchen werden kompakter als gewohnt.

Bis auf den Pudding, der mit Mandeldrink zubereitet wurde, hatten alle eine flüssigere Konsistenz als Pudding aus Kuhmilch. Die Puddinghaut hatte zum Teil Risse. Dadurch dass einige Drinks, wie Reis und Hafer bereits sehr süß sind, sollte man die zusätzliche Zuckermenge beim Pudding anpassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das AllergieMobil im Endspurt

Termine:

Montag, den  29.09.2014 von 10 – 16 Uhr

Bergedorfer Str. 48, 21502 Geesthacht

 

Dienstag, den 30.09.2014 von 10 – 16 Uhr

Marktplatz, 21335 Lüneburg

Dienstag, den 30.09.2014 von 10 – 16 Uhr

Marktplatz, 63075 Offenbach

 

Mittwoch, den 01.10.2014 von 10 – 16 Uhr

Bahnhofstr 28/ Nähe Finanzamt, 74889 Sinsheim

 

Mittwoch, den 01.10.2014 von 10 – 16 Uhr

Am Rathausgiebel, 23966 Wismar

 

Donnerstag, den  02.10.2014 von 10 – 16 Uhr

Obermarkt, 67547 Worms

 

Montag, den  06.10.204 von 10 – 16 Uhr

Dorothea-Schlegel-Platz, 10117 Berlin  (Mitte)

Dienstag  07.10.2014 von 10 – 16 Uhr

Kaiser – Wilhelm – Platz, 10827 Berlin  (Schöneberg)

 

 

Mittwoch, den 08.10.2014 von 10 – 16 Uhr

Vorplatz Brandenburger Tor, 14467 Potsdam

 

Dienstag, den  14.10.2014 von 10 – 16 Uhr

Mittwoch, den 15.10.2014 von 10 – 16 Uhr

Oberer Domshof, 28195 Bremen

Donnerstag, den  16.10.2014 von 10 – 16 Uhr

Am Stadtgarten, 26721 Emden

 

Donnerstag, den  16.10.2014 von 10 – 16 Uhr

89312 Günzburg

 

17. – 19.10.2014 von 10 – 18 Uhr

Gesundheitsmesse Messe Augsburg
Am Messezentrum 5, 86159 Augsburg

 

Freitag, den 17.10.2014 von 10 – 16 Uhr

Hauptkanal, Fußgängerzone, 26871 Papenburg

 

 

DAAB-Marktcheck: Getreidedrinks und Co

Wer auf Milch verzichten muss, zum Beispiel aufgrund einer Kuhmilchallergie, oder verzichtet, weil er vegan leben möchte, benötigt Alternativen.

Eine Möglichkeit stellen pflanzliche Drinks wie Hafer-, Dinkel-, Reis-, Soja oder Mandel-Drinks dar. Häufig werden diese als Getreidemilch bezeichnet. Der Begriff „Milch“ ist in diesem Zusammenhang jedoch nicht zulässig, da gesetzlich festgelegt wurde dass „die Bezeichnung ‚Milch‘ ausschließlich dem durch ein- oder mehrmaliges Melken gewonnenen Erzeugnis der normalen Eutersekretion, ohne jeglichen Zusatz oder Entzug, vorbehalten“ ist.

Als Flüssigkeitsersatz für Kuhmilch dienen pflanzliche Drinks mit Kalziumzusatz. Sie können jedoch nicht alle Nährstoffe, die in der Kuhmilch stecken, ersetzen.

Die wichtigsten Nährstoffe in der Kuhmilch sind neben Kalzium Eiweiß, Vitamin B2 und Jod.

Der Eiweißbedarf kann durch den Verzehr von magerem Fleisch, Hülsenfrüchten und Getreideprodukten gedeckt werden.

Vitamin B2 ist außer in Milch auch in Muskelfleisch, Gemüse (besonders Brokkoli, Erbsen, Rosenkohl, Mais, Grünkohl, Fenchel, Endivien etc.), Vollkornprodukten und Kartoffeln enthalten. Da der Vitamingehalt bei der Zubereitung von Lebensmitteln durch Auslaugung durch Wasser gemindert werden kann, sollten die Lebensmittel schonend, ohne viel Wasser zubereitet und möglichst frisch verzehrt werden.

Jod findet sich hauptsächlich in Seefisch. Zusätzlich kann Jod in Form von jodiertem Speisesalz bei der Zubereitung von Speisen verwendet werden. Es wird zum Aufbau von Schilddrüsenhormonen benötigt.

Die pflanzlichen Drinks stellen aus diesem Grund keinen adäquaten Ersatz für Säuglingsmilch dar.

Im Säuglings- und Kleinkindalter muss gemeinsam mit dem Arzt und/oder einer Ernährungsfachkraft ein adäquater Kuhmilchersatz gefunden werden, der die ausreichende Nährstoffzufuhr gewährleistet.

Die pflanzlichen Drinks sind ein guten Flüssigkeitsersatz, wenn keine Kuhmilch verzehrt werden kann oder möchte. Die ausreichende Nährstoffversorgung sollte jedoch im Fokus stehen.

 

Nicht jedermanns Geschmack

Wer den Geschmack von Kuhmilch kennt und diesen bei Getreidedrinks erwartet wird enttäuscht. Lässt man sich jedoch darauf ein, kann so mancher Drink punkten.

Beim DAAB-Marktcheck wurden Hafer-, Reis-, Soja- und Mandeldrinks von je 3 Herstellern getestet.

Alle 12 pflanzliche Drinks wurden durch 15 Mitarbeiter des DAAB blind verkostet.

Die ausführliche Bewertung finden Sie in Allergie konkret 1/2014, die Sie unter info@daab.de anfordern können.

Haarfarben: Selbsttest kann Allergien verursachen

Oxidationshaarfarben enthalten häufig den Stoff p-Phenylendiamin (PPD), der ein hohes allergenes Potenzial hat. Um herauszufinden, ob man auf ein Haarfärbemittel allergisch reagiert, raten Hersteller von Oxidationshaarfarben, vor der Verwendung einen Selbsttest auf der Haut durchzuführen.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist darauf hin, dass PPD in den angewandten Konzentrationen auch bei einem Selbsttest zu einer Sensibilisierung führen kann. Da nicht nur die PPD-Menge, sondern auch die Häufigkeit des Kontaktes für das Auslösen einer Allergie entscheidend ist, erhöht sich durch den Selbsttest sogar noch das Risiko, eine Allergie gegen PPD auszubilden. Daher empfiehlt das BfR Verbrauchern, selbst keine „Allergietests“ durchzuführen.

PPD wird nicht nur in Haarfärbeprodukten, sondern auch in einer Vielzahl anderer Produkte (z.B. in dunklen Lederwaren und dunklen Textilien) als Farbmittel eingesetzt, daher ist es für einmal sensibilisierte Personen schwer, den Kontakt zu dem Allergen in der Folge zu meiden. Ein weiterer Kritikpunkt des BfR am Selbsttest von Haarfärbemitteln ist das Problem der Entnahme einer definierten Menge bei der Testanwendung. Die Entnahme für die Vortestung, das Wiederverschließen und Aufbewahren bis zum eigentlichen Färbevorgang hätte wegen der dann einsetzenden Oxidationsprozesse starken Einfluss auf die Produktqualität. Zudem zweifelt das BfR an der Effizienz des Selbsttestes, da eventuell einsetzende Symptome oft nur von Fachleuten eingeschätzt werden können. Es ist mit häufigen falschpositiven Einschätzungen, aber auch Allergie-Symptomen zu rechnen, die vom Verbraucher übersehen oder als nicht relevant eingeschätzt werden.

WhatsInside – Einfach Bewusst Genießen trotz Lebensmittel-Unverträglichkeit

Ihre Unterstützung ist gefragt!

Sie kennen das – Lebensmittelintoleranzen oder -Allergien machen das Einkaufen von Lebensmitteln und die Freude am Restaurantbesuch nicht leicht. Langes studieren der Inhaltsliste oder die Frage nach den Zutaten beim Ober ist immer wieder müßig. Dass es anders sein kann, beweisen wir mit der Idee von WhatsInside. Mit unserer Plattform können Sie ganz leicht verträgliche Lebensmittel finden, indem in Ihrem Profil die Allergien/Unverträglichkeiten hinterlegt sind.

Dieses Angebot richtet sich nicht nur an die Verbraucher sondern auch an die  Gastronomen. Restaurants können mit WhatsInside die Zutaten Ihrer Rezepte eingeben ohne diese preiszugeben und erhalten somit eine Liste der Allergene, die sie zukünftig ohnehin kennzeichnen müssen. Stellen Sie sich vor, sie gehen Essen und erhalten eine Speisekarte, auf der alle Allergene ausgezeichnet sind und sie können das wählen, was Sie vertragen und Ihnen schmeckt.

Damit das schnell in die Umsetzung kommen kann, benötigen wir Ihre Unterstützung. Zum einen kontaktieren wir gerade die Lebensmittelhersteller um den Datenaustausch der Inhaltsstoffe klären zu können. Und zum anderen benötigen wir Rückenwind durch Sie, dass der Bedarf auch tatsächlich vorhanden ist. Darum bitten wir Sie heute, uns auf der Website der Gründer-Garage zu unterstützen. Klicken Sie auf den Link und dann rechts oben auf den Button „Jetzt unterstützen“. Wenn Sie jetzt noch diese tolle Idee mit anderen teilen und somit transportieren, kann einem einfachen Umgang mit Lebensmittelintoleranzen bzw. Lebensmittelallergien nichts mehr im Wege stehen.

 

Weltweiter Urtikaria Tag – Patientenvortrag

Was ist Urtikaria? Welche Diagnosemöglichkeiten gibt es und wie sieht die aktuelle Behandlung aus.

Ein leicht verständlicher Patientenvortrag zum Thema Urtikaria, anlässlich des gemeinsamen Welt-Urtikaria Tag am 1.10.2014 vom DAAB und UNEV, jetzt auf youtube.

Lesen Sie weitere Informationen zur Urtikaria und neuen Behandlungsmöglichkeiten, in der neuen Asugabe Allergie konkret, die im September/Oktober erscheint.

Änderungen bei der Kennzeichnung Loser Ware ab Dezember 2014

Ab dem 13.12.2014 müssen die 14 häufigsten Auslöser von Nahrungsmittel-Allergien und -Unverträglichkeiten als Zutat auch bei unverpackter Ware gekennzeichnet werden. Diese Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betrifft Bäckereien, Metzgereien, Frischtheken, Restaurants, Imbisse und ähnliches.

Wie die EU-Verordnung in den einzelnen Ländern  umgesetzt wird, also wie die Allergieauslöser in der Metzgerei, im Restaurant etc. gekennzeichnet werden müssen, wird aktuell durch entsprechende Vorschläge des Ministeriums abgestimmt. Am 8.Juli 2014 wurde der deutsche Entwurf der Umsetzung der EU-Verordnung vom Ministerium vorgestellt. Bis zum 6.8.2014 konnten Änderungsanträge eingereicht werden.

Der DAAB kritisiert den aktuellen Entwurf in vielerlei Hinsicht und sieht eher eine Verunsicherung als eine Erleichterung für den allergischen Verbraucher.

Grundsätzlich begrüßt der DAAB die Zielsetzung und Maßnahmen der EU Kommission und der Bundesregierung den  Gesundheitsschutz  allergischer Verbraucher zu verbessern. Speziell durch die Einführung einer verpflichtenden Allergeninformation bei loser Ware ist es dem Allergiker möglich eine informierte Kaufentscheidung zu treffen. Allerdings ist dies nur möglich, indem Anbieter loser Ware schriftlich dokumentieren, welche der deklarationspflichtigen Auslöser von Allergien und Unverträglichkeiten Verwendung in ihren Speisen und Produkten finden. Diese Aufstellung muss dem allergischen Verbraucher zur Einsicht vor der Kaufentscheidung zur Verfügung steht. Eine rein mündliche Auskunft – auch unter bestimmten Voraussetzungen-, wie sie der Entwurf vorsieht, bietet keinen vergleichbaren Schutz und stellt ohne schriftliche, dem Allergiker zur Verfügung stehenden Dokumentation (Verifizierbarkeit) keine Alternative dar.

Die wichtigsten Kritikpunkte im Einzelnen

  • Dem Verbraucher muss die Allergeninformation immer vor der Kaufentscheidung zur Verfügung stehen und sie muss schriftlich vorliegen. Der Entwurf sieht hier aktuell Ausnahmen vor.
  • Grundsätzlich lehnt der DAAB eine mündliche Information ab. Falls es wirklich dazu kommt und es Ausnahmenregelungen in Form einer mündlichen Information gibt, dann  müssen diese eindeutig begrenzt sein – ohne Interpretationsspielräume wie in dem aktuellen Entwurf. Dieser sieht aktuell eine mündliche Information dann vor, wenn es bei Rezepturen zu einer Abweichungen von einer  „üblicherweise verwendeten Rezepturen“ kommt. Ein Beispiel: Auf der Speisekarte stehen bei Königsberger Klopsen die Allergene Milch und Weizen (Standardrezeptur). Weil das Salz ausgegangen ist, aber noch Selleriesalz in der Küche verfügbar ist, verwendet der Koch dieses, die Klopse enthalten also an diesem Tag zusätzlich Sellerie als Allergen. Hier genügt es nun nach dem aktuellen Entwurf, dass der Kellner einen Gast, der Königsberger Klopse bestellt, mündlich darüber informiert, dass diese an dem Tag auch Sellerie enthalten. Aber das Paradoxe ist, dass die Rezepturänderung in Bezug auf das zusätzliche Allergen schriftlich betriebsintern dokumentiert sein muss und für die Überwachungsbehörden eine gewisse Zeit aufbewahrt wird.
  • Des Weiteren fordert der DAAB eine differenzierte Angabe der Allergene bei der Gruppe der Schalenfrüchte und glutenhaltigen Getreide, damit der Verbraucher weiß, welche Schalenfrüchte und welches Getreide verarbeitet wurde. Im Entwurf ist dieser Aspekt nicht eindeutig berücksichtigt.
  • Der Entwurf sieht weiter vor, die Kennzeichnung von Allergenen auf Speisekarten und -plänen durch eine Fußnotenlösung umzusetzen. Falls es eine Fußnotenlösung gibt, muss es eine deutliche Abgrenzung der Allergene zu den Zusatzstoffen auf Speisekarten mit (falls notwendig) einheitlicher Codierung geben.
  • Für die Sicherheit des Verbrauchers fordern wir eine verpflichtende Schulung für Hersteller und Verkaufs-/ Servicepersonal zum Thema Allerkennkennzeichnung sowie einen schriftlichen Leitfaden zur praxisorientierten, branchenspezifischen Umsetzung. Beides ist aktuell in dem Entwurf nicht vorgesehen.

Der vorliegende Entwurf stellt aus Sicht des DAAB in der aktuellen Fassung eher eine abgeschwächte Form der EU-Verordnung dar und trägt nicht zur Verbesserung des  Gesundheitsschutzes des  allergischen Verbrauchers dar, wie ursprünglich vorgesehen.

Weitere ausführliche Kritikpunkte und die aktuelle Stellungnahme des DAAB, können Sie unter sl@daab.de anfordern.

Was macht die Milch allergen?

Neue Zusammenhänge entdeckt, die die Allergie Forschung in eine ganz andere Richtung bringt.

Forscher des Messerli Forschungsinstitutes der Vetmeduni Vienna, der MedUni Wien und der Universität Wien fanden heraus, dass ein bestimmtes Eiweiß (Protein) in der Milch, das sogenannte beta-Laktoglobulin,  nur dann eine Allergie auslösen kann,  wenn es kein Eisen an sich bindet. Mit einer Eisen-Beladung ist das Protein unproblematisch. Den gleichen Mechanismus entdeckten die Forschenden bereits vor kurzem für die Birkenpollenallergie.

 Eine echte Milchallergie kommt bei etwa zwei bis drei Prozent der Kinder in Europa, seltener bei Erwachsenen vor. Eines der wichtigsten Milchallergene, das sogenannte beta-Laktoglobulin, gehört zur Proteinfamilie der Lipokaline. Diese Lipokaline besitzen molekulare Taschen, in die Eisen-Ionen passen und dort an das Protein binden.

Die Forscher fanden heraus, dass ein  Milchprotein ohne Eisen, die Aktivierung von bestimmten Allergiezellen (Th2-Lymphozyten) unterstützt. Erst dann kann die Produktion von IgE Antikörpern gegen das Milchprotein angekurbelt werden und der Patient wird sensibilisiert und kann gegen Milch allergisch reagieren.

Die Frage, die sich nun den Forschern stellt: Warum sind diese Milchproteine mehr oder weniger mit Eisen beladen? Hierbei könnte die Haltung und Fütterung der Kühe eine Rolle spielen. Ob biologisch oder konventionell produzierte Milch mehr oder weniger Eisen-beladenes Protein enthält, muss noch untersucht werden. Es bleibt abzuwarten wie die Forschung weiter geht.

Quelle: http://www.vetmeduni.ac.at/de/infoservice/presseinformationen/presseinfo2014/milch-allergie/

Alpro Soja – Reis- und Haferdrinks, Desserts und Cuisine jetzt wieder 100% nussfrei!

In letzter Zeit wurde bei Alpro Produkten der Aufdruck “Kann Spuren von Mandeln und Haselnüssen enthalten” gekennzeichnet. Dies geschah vor dem Hintergrund, dass Alpro in den Produktionsanlagen im belgischen Wevelgem auch die Alpro Produkte aus Mandeln und Haselnüssen herstellt. Ab August können diese Angaben nun  schrittweise wieder von den  Soja-, Reis- und Haferdrinks sowie den pflanzlichen Alternativen zu Sahne (Cuisine) und den Soja-Desserts entfernt werden, da die Firma die Produktion nun so organisiert, dass ausschließlich Soja-, Reis- und Haferdrinks ODER Mandel-, Haselnuss- und Kokosnussdrinks produziert werden. Jedes vermeidbare Risiko einer Kreuzkontamination wird somit ausgeschlossen.

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich gerne an unseren Kundenservice der Firma Alpro unter der Telefonnummer 0800-58 58 567.