Situation in Bäckereien

Noch ein aktueller Nachtrag zum letzten Blogeintrag:
Beim aktuellen Allergiekongress 2014 stellte das Autorenteam von der Charité Berlin sowie vom DAAB eine Studie vor, bei der in 50 Bäckereien in vier Berliner Stadtteilen das Verkaufspersonal zum Verkauf loser Ware an Nahrungsmittel-Allergiker befragt wurde. Produkte, die das Verkaufspersonal als „Kuhmilchfrei“ empfahl, wurden im Labor analysiert. 84% des Verkaufspersonals gab an, dass sie Nahrungsmittelallergiker als Kunden zu einer sicheren Produktauswahl beraten könnten. Von den 73 vor Ort als „milchfreien“ gekauften Produkten enthielten 43% (!) Kuhmilch, jede fünfte Backware sogar mehr als 3mg.
Na da fühlt man sich doch bei der mündlichen Auskunft sicher……

Agrarsprecherin der CSU Marlene Mortler spricht sich gegen eine schriftliche Information zur Allergenkennzeichnung aus

Liebe Frau Mortler,

Ihr Statement zur Allergenkennzeichnung in der Allgemeinen Fleischerzeitung hat uns sehr erschüttert.

Eine repräsentative Umfrage des DAAB hat deutlich gezeigt, dass der Allergiker bei einer mündlichen Auskunft bis zu 75% falsche Aussagen erhält. Da wir hier nicht von Unpässlichkeiten sprechen, sondern von lebensbedrohlichen allergischen Reaktionen, kann das für ein nussallergisches Kind, im schlimmsten Fall, eine lebensbedrohliche Reaktion bedeuten. Dies bestätigt sich, wenn Sie mit den Bäckern, Metzgern und Gastronomen direkt sprechen: Die Servicekräfte sind meist nicht so ausgebildet, dass sie über Allergieauslöser Auskunft geben können.

Desweiteren greift ab 13.12.2014 die geltende europäische Verordnung in allen Mitgliedstaaten – keiner kann unter dieses Recht gehen. Eine mündliche Aussage ist in der LMIV nur mit verifizierbarer (nachprüfbarer) Dokumentation erlaubt. Letzteres auch dann, wenn die Regierung eine Durchführungsverordnung auf den Weg bringt. Somit ist es aus Sicht des DAAB weder vom Ziel (Schutz des Allergikers) noch rechtlich (EU VO fordert Dokumentation) möglich, Ihren Standpunkt zu verstehen.

Allergen-Kennzeichnung Lose Ware – Bundesregierung lässt Lebensmittelallergiker im Regen stehen

Die neuen EU Lebensmittel-Informationsverordnung LMIV, die regelt, dass Allergieauslöser im Restaurant, Hotel, Bäckerei, Fleischerei, Gemeinschaftsverpflegung, etc. gekennzeichnet werden müssen, tritt zum 13.12.2014 in Kraft. In Deutschland sollte es bis dahin eine entsprechende Durchführungs Verordnung geben, die vorsieht wie die LMIV national umgesetzt werden soll. Also wie in Zukunft die Auslöser ganz konkret zu kennzeichnen sind. Stichtag ist der 13.12.2014…. Doch der Entwurf lässt auf sich warten.

In der Ausgabe der Lebenmittelzeitung vom 10.10.2014 wird berichtet, dass Verbraucherschutzminister Christian Schmidt, den Termin wohl verpassen wird. Die Durchführungsverordnung wurde zur Stellungnahme an die entsprechenden Verbände (u.a. auch den DAAB) verschickt und Stellungnahmen konnten und wurden bis  August 2014 abgegeben.

Aktuell sieht es so aus, als wenn die Durchführungsverordnung frühestens im Februar 2015 kommt.

Wenn Deutschland den Termin nicht hält, gilt die EU-Richtlinie, aber ohne nationales Recht bleiben auch nationale Konsequenzen für die Anwender aus. Es wird also nicht sanktioniert, wenn eben nicht ordnungsgemäß gekennzeichnet wird. Bis dahin bleibt also die Ungewissheit, wie die Kennzeichnung nun genau aussehen soll.

UNFASSBAR!

Haben Sie Asthma? Dann ist Ihre Meinung gefragt! Online-Studie des Universitätsklinikums Düsseldorf

Worum geht es?

Die Online-Studie des Universitätsklinikums Düsseldorfs möchte erfahren, wie Sie als Person mit Asthma ihre Gesundheit und medizinische Versorgung einschätzen.

Wer kann teilnehmen?

Jede volljährige Person mit Asthma.

Was wird gemacht?

Sie können an einer Onlinebefragung teilnehmen. Bitte nutzen Sie dafür diesen Link:  http://ww3.unipark.de/uc/asthma-studie/+

Verlosung

Unter allen Studienteilnehmern werden 30 Gutscheine (z.B. Fleurop, dm, Karstadt) im Wert von 15 bis 50 Euro verlost. Die Gutscheine werden den Gewinnern im Januar 2015 zugeschickt.

Kontakt

Für Fragen oder weitere Informationen zum Projekt stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Telefon: 0211 / 81 08 164

Email: verena.leucht@uni-duesseldorf.de

Anschrift: Institut für Arbeitsmedizin und Sozialmedizin, Universitätsstraße 1, 40225 Düsseldorf

Herzlichen Dank für Ihre Teilnahme!

Mit besten Grüßen

PD Dr. Adrian Loerbroks (Projektleiter) und Verena Leucht, BSc (Projektkoordinatorin)

Winterzeit – Hausstaubmilbenzeit

Encasing als wichtigste Maßnahme gegen die Hausstaubmilben-Allergie

Im Bett finden Milben ideale Lebensbedingungen. Ohne Schutz sind Milbenallergiker den Milben und deren Kot im Schlaf über mehrere Stunden direkt ausgeliefert. Deshalb sind ihre Beschwerden hier am größten. Encasings sind die einfachste Lösung, um die Beschwerden wirksam zu reduzieren.

Für das Encasing ALLERGOCOVER® wurde die deutliche Abnahme der Beschwerden in wissenschaftlichen Studien belegt. So wurde in einer doppelblinden, Placebo- und Umwelt-kontrollierten Studie eine signifikante Abnahme der Beschwerden und des Medikamentenverbrauchs um 46% nachgewiesen. Dieses Encasing besteht aus einem von Wissenschaftlern und Klinikern entwickelten Spezial-Mikrofaser-Gewebe, das Milben und deren Kot vom Durchwandern Ihrer Bettwäsche abhält. Gleichzeitig erhält es den Schlafkomfort, weil es leicht, dünn, Luft- und Wasserdampf-durchlässig und zusätzlich antistatisch ist. Dies wurde auch von der Stiftung Warentest mit Bestnoten ausgezeichnet. Neben dem Gewebe sorgen Sicherheitsnähte und spezielle Reißverschlüsse für ein sehr gutes Partikelrückhaltevermögen, das jährlich vom TÜV überprüft und bestätigt wird. Das Öko-Tex Siegel weist zudem die Unbedenklichkeit aller Bestandteile nach. Auf dieses Encasing gibt die Firma 12 Jahre Garantie. DAAB-Mitglieder erhalten einen Rabatt von 25% auf alle ALLERGOCOVER® Artikel. Im Shop: unter www.allergocover.de.

Pollenallergiker sollten jetzt mit der Hyposensibilisierung starten

Diese Allergie-Impfung wird in der Klassischen Form mit Spritzen über drei Jahre regelmäßig durchgeführt. Neue Behandlungs-Methoden mit Tropfen oder Tabletten (Sublinguale Immuntherapie) oder spezielle Kurzzeithyposensibilisierungen werden seit einiger Zeit ebenfalls effektiv eingesetzt. Die Hyposensibilisierung wird von der Weltgesundheitsorganisation für Pollen-Allergiker extra empfohlen. Denn: Aus jedem dritten nicht ausreichend behandelten Heuschnupfen wird ein chronisches Asthma bronchiale, das dann ganzjährig vorhanden ist.

Weitere Infos unter info@daab.de

Welt-Urtikaria Tag 1.10.2014

Leichter Leben mit Urtikaria

Untersuchungen der letzten Jahre zur Einschränkung der Lebensqualität der Betroffenen haben deutlich gemacht, dass sich die Erkrankung auf viele Bereiche des Lebens auswirken kann und das Augenmerk nicht allein auf die klassischen Symptome (Hautveränderungen und Juckreiz) gerichtet sein sollte, sondern auch auf die Folgen, die die Urtikaria für die Patienten und ihre Angehörigen mit sich bringen kann.

Es besteht kein Zweifel daran, dass Patienten mit chronischer Urtikaria stark unter den Beschwerden leiden. Speziell die  nicht vorhersagbaren Krankheitsschübe und der damit verbundene Juckreiz belasten nicht nur den Körper sondern auch die Seele. Zum einen stellen die Quaddeln und Angioödeme eine kosmetische Beeinträchtigung dar und zum anderen belasten die mit dem Juckreiz verbundenen Schlafstörungen, Konzentrationsschwächen, Fehlzeiten bei der Arbeit und das Gefühl des Kontrollverlustes über das eigene Leben auch die Psyche des Menschen.

Bei der Behandlung der Urtikaria bietet sich deshalb eine psychologische Betreuung der Patienten an. Diese Betreuung bietet viele Möglichkeiten die Lebensqualität deutlich zu verbessern. Auch Gesprächskreise, der Austausch mit anderen Urtikariapatienten, kann zur Krankheitsbewältigung beitragen.

Tipps zur besseren Krankheitsbewältigung:

-       Werden Sie aktiv!

-       Suchen Sie ein spezielles Urtikaria-Zentrum auf und informieren Sie sich über aktuelle Therapien.

-       Schließen Sie sich einer Patientenorganisation an und tauschen sich mit Gleichgesinnten aus.

-       Nehmen Sie weiter am Leben teil und igeln sich nicht ein.

-       Erlernen Sie Entspannungsmethoden, denn Stress kann ein zusätzlicher Trigger der Erkrankung sein.

Unter dem Slogen „be you and give urticaria an face“ können Sie als Interessierter oder Betroffener direkt auf der Seite Ihren Kommentar mit Bild posten. Machen Sie heute mit!

-       http://urticariaday.org/face/face-upload/