Rückruf Achtung Soja-Allergiker!

Rückruf für das Produkt Rein-Lecithin  (Sonnenblumenlecithin) / Lecithin Granulat 200 g (haltbar bis 09/2015/ Batch: 143501B) von der Firma boma-lecithin GmbH

Es ist nicht deklariertes Soja enthalten!

Das Produkt wird in Apotheken, Naturkostläden, Drogerien und direkt an den Endverbraucher verkauft.

Rein-Lecithin von MinPharm/Boma-Lecithin ist eigentlich ein Sonnenblumen-Lecithinprodukt. Die betroffene Batchnummer 143501B, mit Ablaufdatum 09/2015, enthält jedoch fehlerhaft Sojalecithin.

 

 

Allergen-Kennzeichnung Lose Ware – Schriftliche Information bei loser Ware wird Pflicht

DAAB-Einsatz zeigt Wirkung –  aber es bleiben offene Punkte

Die neue EU Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) regelt, dass Allergiker nun auch in Restaurant, Hotel, Bäckerei, Fleischerei, Gemeinschaftsverpflegung et cetera verpflichtend über die 14 häufigsten Allergieauslöser informiert werden müssen. Die Art und Weise, wie dies zu geschehen hat, kann jeder EU Mitgliedstaat national regeln. Nach dreijähriger Übergangsfrist muss die LMIV am 13.12.2014 umgesetzt sein.

Der aktuelle deutsche Entwurf, der am 13.11.2014 veröffentlicht wurde, zeigt dass sich der jahrelange Einsatz des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) gelohnt hat, auch wenn es aus Sicht des DAAB noch einige VerBesserungen gäbe.

Positiv ist, dass jeder Allergiker das Recht darauf hat, eine schriftliche Allergen-Information zu einem Gericht oder Produkt zu erhalten. Die Informationsvermittlung kann dabei auf unterschiedlichen Wegen erfolgen: über Schilder, Kladden, einen Aushang, eine spezielle Speisekarte oder einem Infoterminal. Auch die mündliche Auskunft wird möglich sein, wenn eine schriftliche Dokumentation vorliegt. Das bedeutet, die Servicekraft kann mündlich über die Allergene in einem Brötchen informieren, muss aber auf Nachfrage des Allergikers eine schriftliche Dokumentation zur Verfügung stellen.

Mündliche Informationen sind oft fehlerhaft

Die jüngste Umfrage des DAAB zeigt die Relevanz schriftlicher Information: Mehr als 75% der befragten Allergiker hatten bislang mindestens einmal, meist jedoch mehrfach eine allergische Reaktion nach dem Verzehr loser Ware. Die häufigste Quelle für die falsche Allergeninformation war dabei die mündliche (falsche) Auskunft durch das Servicepersonal. Die sichersten Aussagen bekamen Allergiker, wenn schriftliches Informationsmaterial vorlag.

Auch eine aktuelle Umfrage des DAAB und der Berliner Charité unterstützt diese Ergebnisse. In über 150 Bäckereien wurde das Verkaufspersonal zum Verkauf loser Ware an Nahrungsmittel-Allergiker befragt. 84% des Verkaufspersonals gab an, dass sie Nahrungsmittelallergiker bei der Produktauswahl sicher beraten könnten. Die Berliner Charité analysierte daher Produkte, die das Verkaufspersonal als „Kuhmilchfrei“ empfahl, im Labor. Von den 73 vor Ort als „milchfrei“ gekauften Produkten enthielt jede fünfte Backware (!) eine für Kuhmilchallergiker so relevante Menge, dass sie eine möglicherweise schwere allergische Reaktion hervorrufen könnte.

Deshalb rät der DAAB jedem Lebensmittel-Allergiker, sich im Restaurant, Bäckerei, Metzgerei und Co. die schriftliche Information zu den Allergieauslösern zeigen zu lassen. Sollte diese nach dem 13.12.2014 nicht vorliegen, können Allergiker dies beim DAAB melden.

Offene Punkte aus Sicht des Deutschen Allergie- und Asthmabundes

1) Die zwingende Schulungsverpflichtung für Anbieter loser Ware und für das Servicepersonal: Ohne Schulung ist es fraglich, ob das komplexe Thema der Allergenkennzeichnung von den Herstellern loser Ware fachlich richtig umgesetzt werden kann.

2) Die vorgesehene Kennzeichnungsmöglichkeit durch Fußnoten für Speisekarten und –pläne:

Hier plädiert der DAAB für eine einheitliche Lösung mit vorgegebener Codierung. Ansonsten könnte der Verbraucher mit einer Vielzahl unterschiedlicher und fehleranfälliger Codierungs-Möglichkeiten konfrontiert sein.

3) Die Regelung Allergene nicht explizit aufzuführen,wenn sie schon im Produktnamen vorkommen: Verbraucher könnten bei der Allergeninformation eines „Tofuburgers“, die lautet „enthält: Weizen, Sellerie“ aber „Soja“ nicht nennt, falsche Schlüsse ziehen.

4) Die differenzierte Darstellung von glutenhaltigen Getreidesorten und den acht verschiedenen Schalenfrüchten: Für Allergiker ist es wichtig, zu wissen, ob etwa das Getreide Weizen oder Dinkel ist.

5) Die Duchführungsverordnung sollte bei den Sanktionierungsmaßnahmen berücksichtigen, dass die Allergeninformation (im Vergleich zu vielen anderen Kennzeichnungsthemen) gesundheitsrelevant ist. Die Folgen einer falschen Allergenkennzeichnung sind ungleich gravierender, als etwa bei der Herkunftskennzeichnung.

Stimmen zur LMIV, die ab dem 13.12.2014 greift – Bäckereibetrieb kommt zu Wort

Im SWR Beitrag der Sendung „Zur Sache BW am 20.11.2014“ kommt ein kleiner Bäckerei-Betrieb zu Wort, der sich negativ über die neue EU Verordnung auslässt. „Er würde jeden Abend 3 Stunden über seinen Rezepten sitzen, um die allergenen Zutaten rauszusuchen“. Entschuldigen Sie bitte Herr Reck, aber die EU Verordnung gilt seit 3 Jahren…. . Sie wurde zum 13.12.2011 verabschiedet. Für diese Argumentation haben wir leider kein Verständnis. Gott sei Dank gibt es auch die kleinen Bäckereibetriebe, die sagen, dass es kein Problem ist, da die Rezepte seit Jahren dokumentiert sind und sie sich rechtzeitig umgestellt haben. Die negative Berichterstattung hilft keinem, weder der Branche noch den Konsumenten.

 

 

Allergen-Kennzeichnung Lose Ware – Die schriftliche Information bei Loser Ware wird Pflicht

DAAB Einsatz zeigt Wirkung

Die neue EU Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) regelt, dass  Allergiker   nun auch im Restaurant, Hotel, Bäckerei, Fleischerei, Gemeinschaftsverpflegung, etc. verpflichtend über die 14 häufigsten Allergieauslöser informiert werden.  Wie dies zu geschehen hat, kann jeder EU Mitgliedstaat national regeln. Nach dreijähriger Übergangsfrist muss die LMIV am 13.12.2014 umgesetzt sein. In Deutschland sollte es bis dahin eine entsprechende Durchführungsverordnung geben, die regelt wie in Zukunft über die Allergieauslöser  konkret informiert werden muss. Doch der Entwurf ließ auf sich warten. Wäre zum 13.12.2014 keine Durchführungsverordnung für Deutschalnd gekommen, wäre die EU-Richtlinie geltendes Recht. Unter Kennzeichnungsaspekten wäre dies an sich für die Anbieter loser Ware  dramatischer als für die Allergiker, da das EU Recht beispielsweise eine Information auf Nachfrage  nicht vorsieht.

Ein erster Entwurf der Durchführungsverordnung wurde im Juli zur Stellungnahme an die entsprechenden Verbände (u.a. auch den DAAB) verschickt. 60 Stellungnahmen wurden bis zum Fristende im  August 2014 abgegeben, die in die Überarbeitung einflossen. Der neue Entwurf, der am 13.11.2014 veröffentlicht wurde und zu dem immerhin bis zum 18.11.2014 Stellung bezogen werden kann, macht deutlich, dass ein für alle Seiten zufriedenstellender Kompromiss angestrebt wurde.

In den wesentlichen Punkten hat  sich der große Einsatz des DAAB bezahlt gemacht. Jeder Allergiker hat das Recht darauf eine schriftliche Information, zu dem von ihm gewünschten Gericht oder Produkt, zu erhalten. Die Informationsvermittlung kann dabei auf unterschiedlichstem Wege erfolgen. Über Schilder an der Ware, Kladden, einen Aushang, eine spezielle Speisekarte oder ein Infoterminal. Auch die mündliche Auskunft zu den Allergenen bei loser Ware wird möglich sein, aber nur dann, wenn eine  schriftliche Dokumentation vorliegt. Das bedeutet die Fachverkäuferin kann mündlich darüber informieren, dass das Brötchen  Milch enthält, muss es aber auf Nachfrage des Allergikers, schriftlich darlegen. Zudem müssen die Anbieter loserWare aktiv darauf hinweisen, dass diese Information erhätlich ist.

Dass dies der zuverlässigste Weg ist hat auch die jüngste Umfrage des DAAB gezeigt. Hier wurde deutlich, dass allergische Reaktionen nach dem Verzehr loser Ware keine Seltenheit sind. Mehr als ¾ der betroffenen Allergiker hatte mindestens einmal, meist jedoch bereits mehrfach eine allergische Reaktion nach dem Verzehr loser Ware. Als häufigste Quelle für eine falsche Allergeninformation wurde die mündliche Auskunft  durch das Servicepersonal angegeben. Die sichersten Aussagen bekamen Allergiker dann, wenn schriftliches Informationsmaterial vorlag.

Deshalb rät der DAAB dazu, dass  jeder Lebensmittel-Allergiker sich im Restaurant, Bäckerei, Metzgerei etc. die schriftliche Information zu den Allergieauslösern bei den angebotenen Produkten und Gerichten zeigen lässt, sobald die nationale Durchführungsverordnung verabschiedet und notifiziert ist. Sollte die schriftliche Information dann nicht vorliegen, können  Sie als Allergiker dies beim DAAB melden, so dass wir  diese Fälle sammeln können.

Patienten mit chronisch spontaner Urtikaria für Teilnahme an klinischen Studie gesucht

Die Charité Berlin Mitte- Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie sucht Betroffene mit einer chronisch spontanen Urtikaria. In dieser Studie wird die Wirksamkeit und Sicherheit von Bilastin 20mg/40mg/80mg (Dosiseskalation) bei Patienten mit CSU getestet, die kein ausreichendes Ansprechen auf Antihistamine zeigen.

Aktuell sind noch 10 freie Plätze zu vergeben.

Eine chronisch spontane Urtikaria zeichnet sich dadurch aus, dass plötzlich aus heiterem Himmel der Körper anfängt zu jucken. Es können Rötungen und Quaddeln auftreten. Dazu kommen vielleicht noch Schwellungen an Händen, Füßen, Lippen oder Augenlidern und Sie wissen nicht warum?

Sie nehmen schon länger Antihistamine doch nichts hilft?

Dann wäre diese Studie genau das Richtige für Sie, eine engmaschige ärztliche Kontrolle und die definitive Behandlung mit einem Medikament können wir Ihnen hier bieten.

Eine Teilnahme ist möglich wenn:

  • Sie mind. 18 Jahre oder älter sind
  • Seit mind. 6 Wochen an einer chronisch spontanen Urtikaria leiden
  • Sie in der Vergangenheit nicht ausreichend auf die in zugelassenen Antihistamine reagiert haben
  • Keine schwerwiegenden Grunderkrankungen vorliegen

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei unserem Studienteam: 030 / 450 518 117

Quelle: UNEV

Ihre Stimme ist gefragt

Liebe Lebensmittel-Allergiker! Schreibt Frau Mortler, was ihr von ihrer unbeschwerten oder gar laxen Einstellung zur Deklaration haltet.

Zum Hintergrund: Die EU-Verordnung sieht (nicht ohne Grund) eine schriftliche Information vor. Selbst wenn man wie Frau Mortler argumentiert, dies sei dem Personal nicht zumutbar bzw. es sei nicht umsetzbar in der Praxis – ist dies schlicht falsch gedacht. Denn auch das Servicepersonal muss ja täglich irgendwie erfahren, was im Essen drin ist, auch wenn sie nur mündlich Auskunft erteilen würden. Es liegt also auf jeden Fall eine schriftliche Info vor. Hier stellt sich die Frage: Warum sollte diese schriftliche Information nicht auch dem Allergiker zugänglich sein, z.B. in einer Kladde am Verkaufstresen….

Werdet mit aktiv, gebt diesem Thema eine Stimme und schreibt ihr unter:

marlene.mortler.wk02@bundestag.de