Neue Studie zur Vorbeugung einer Erdnussallergie: Essen oder Meiden?

Aktuell wurden die Ergebnisse der LEAP Study aus England veröffentlicht. In der Studie wurde untersucht welchen Einfluss die strikte Vermeidung oder die frühe Gabe von Erdnüssen auf die Entwicklung einer Erdnussallergie bei Kindern im Alter von 5 Jahren hat. Bei 530 Kindern, die zu Beginn der Studie negative Ergebnisse im Skin-Prick-Test auf Erdnuss hatten, lag die Prävalenz der Erdnussallergie im Alter von 60 Monaten in der Gruppe, die Erdnuss gemieden hat bei 13,7%. Im Vergleich dazu 1,9% in der Gruppe, die Erdnüsse verzehrt hat. Bei 98 Kindern mit positiven Hauttestergebnissen zu Beginn der Studie, lag die Häufigkeit bei 35,3% in der Karenzgruppe und bei 10,6% in der Gruppe, die Erdnüsse verzehrt hat.

Fazit: Die frühe Einführung von Erdnuss im Säuglings- bzw. Kindesalter vermindert signifikant die Häufigkeit der Entwicklung einer Erdnussallergie bei Hochrisikokindern.

Link zur Studie http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1414850

Neuer Artikel: Glutenfreie Cornflakes

Für alle Zöliakie Patienten oder Menschen, die Gluten vermeiden möchten, gibt es ein neues Produkt der Firma Nestlé. Entwickelt und gelabelt von der Deutsche Zöliakie Gesellschaft. Die Cornflakes liegen vom Preis her nicht höher als die gängigen Produkte (im Durchschnitt 7,44/kg).

ZUTATEN: Mais (98,6%), Zucker, Salz, Dextrose, brauner Invertzuckersirup (CH: Invertflüssigzucker), Säureregulator Trinatriumphosphat, Vitamine (Niacin, Pantothensäure, Riboflavin [Vitamin B2], Vitamin B6, Folsäure). Kann Spuren von Erdnüssen, Mandeln und anderen Nüssen enthalten.

Unser Fazit. Geschmack-Lecker, Preis okay

 

Rückruf: Allergie Warnhinweis für Mandelallergiker

Hinweis der Firma Santa Maria: Produkt Rückruf  von Casa Fiesta Taco-Seasoning-Mix und Fajita-Seasoning-Mix aufgrund  nicht deklarierter Spuren von Mandeln

Santa Maria, der Hersteller der Casa Fiesta Produkte mit Sitz in Schweden, hat die o.g. zwei Gewürzmischungen aus dem Handel zurückgerufen. Dies geschah umgehend, nachdem in einer internen Laboranalyse im Rahmen der Qualitätssicherung Spuren von nicht deklariertem Mandelprotein gefunden wurden. Diese Spuren wurden in einer Charge Paprikapulver nachgewiesen, welches von einem Vorlieferanten in Spanien produziert wurde. Es ist nicht nachgewiesen, dass alle zurückgerufenen Produktionschargen der beiden o.g. Produkte tatsächlich Spuren von Mandelprotein enthalten. Santa Maria möchte trotzdem sicherstellen, dass die Produkte nicht aus Versehen von Personen verzehrt werden, die allergisch auf Mandeln reagieren können. Deshalb wurde die Entscheidung getroffen, alle eventuell betroffenen Produktions-Chargen vorsorglich komplett zurückzurufen. Nicht allergische Personen können die Produkte unbesorgt verzehren.

Folgende Produkte und Chargen werden zurückgerufen:

Casa Fiesta Taco-Seasoning Mix, Beutel mit 35g
Charge 1417401 – MHD 22.06.2017
Charge 1421001 – MHD 28.07.2017

Casa Fiesta Fajita Seasoning Mix, Beutel mit 40g
Charge 1417401 – MHD 22.06.2017 und 23.06.2017
Charge 1420901 – MHD 27.07.2017

   

Die Produkte wurden in Deutschland im Lebensmitteleinzelhandel vertrieben. Verbraucher, die Produkte o.g. Charge besitzen und eine Allergie gegen Mandel haben, dürfen die Produkte nicht verzehren. Die Verbraucher erhalten über die Kontaktdaten kostenlosen Ersatz.

Weder Santa Maria noch der Vorlieferant des Paprikapulvers verwenden Mandeln oder andere Nüsse in der Produktion. Santa Maria führt kontinuierlich Qualitätskontrollen durch und hat hohe Qualitätsanforderungen an alle Lieferanten. Santa Maria nimmt diesen Vorfall sehr ernst und prüft parallel, wie solche Vorfälle in Zukunft noch besser verhindert werden können.

Santa Maria hat bereits Kontakt zu der Schwedischen Lebensmittelüberwachung aufgenommen und den Vorfall gemeldet. Die Schwedische Lebensmittelüberwachung hat einen entsprechenden, dringenden Hinweis an alle betroffenen Länder herausgegeben.
Santa Maria bedauert den Vorfall und bittet vielmals um Entschuldigung.

Verbraucher, die eine der o.g. Chargen und eine Allergie gegen Mandeln haben wenden sich bitte an:
Email: rueckruf@casafiesta.eu
Telefon: +49 (0)6123 9990-132

Neue Bäume für Pollenallergiker?

Rund 30 Prozent der Japaner leiden an einer Pollen-Allergie,  vielfach auf die dort weit verbreitete Zeder. Die japanische Forstbehörde will nun nach Angabe des Magazins Yomiuri Shimbun neue Zedernsorten anpflanzen, die angeblich nur wenige oder gar keine Pollen freisetzen. Dazu wurde ein Subventionsprogramm gestartet, welches die Abholzung und die Neuanpflanzung unterstützt. Zielsetzung ist es, bereits bis 2017 die jährliche Lieferung von pollenarmen Setzlingen auf 50 Prozent zu steigern. Wir fragen uns: gibt es zukünftig auch bei uns pollenarme Arten von Frühblühern, Gräsern und Kräutern? Und was wurde bei der Neuzüchtung durchgeführt, damit die besagten neuen Zedern pollenarm sind? Manchmal können bereits wenige Pollen neuer Pflanzen für starke Reaktionen sorgen – Beispiel Ambrosia. Wir werden mit Interesse verfolgen, ob die angepflanzten pollenarmen Arten in Zukunft wirklich weniger Allergien auslösen oder ob sich vermehrt Allergien auf diese Arten ausbilden, da sie in der Umwelt dann auch vermehrt vorkommen.

Der DAAB informiert: Fanta Klassik – das neue Produkt aus dem Haus Coca-Cola enthält Molkenprotein (Milch) und Laktose

 Fanta wird 75. Anlässlich des Jubiläums launcht Coca-Cola die neue Fanta Klassik. Die Rezeptur lehnt sich an das 1940 in Essen erfundende Original an

Diese Rezeptur enthält neben Apfelextrakt  auch ein Molkenerzeugnis. 

 Damit es nicht zu unbeabsichtigten Unverträglichkeitsreaktionen kommt, möchte Coca-Cola Verbraucher mit einer Milchallergie und einer Laktoseintoleranz auf diesem Weg direkt darauf aufmerksam machen, dass dieses Produkt aufgrund eines Molkenerzeugnisanteil von 30 Prozent und eines Laktosegehaltes von 0.312g pro 100 ml für sie ggfs. nicht geeignet ist.  Die Fanta Klassik wird es ab Frühjahr 2015 im 4 x 0,25L Glas-Multipack im Handel und als 0,25L Mehrweg Einzelglasflasche im Außerhaus-Markt geben.  Das Etikett trägt zudem den Hinweis: „Rezeptur mit 30% Molkenerzeugnis“. Alle anderen Fanta-Sorten sowie Produkte von Coca-Cola sind für Milchallergiker und Personen mit Laktoseintoleranz nach wie vor ohne Einschränkung zu genießen.

Wenn Sie zukünftig direkt die  „Allergie-Warnhinweise“  und  „Zutaten-Hinweise“ des DAAB erhalten möchten, melden Sie sich auf der nachfolgenden DAAB-Seite an  oder senden Sie uns per Email (warnhinweis@daab.de) unter dem Stichwort „Warnhinweis“ eine kurze Nachricht.

https://www.daab.de/service/allergy-alerts-warnhinweise/

„Anaphylaxie“- Webinar; DAAB startet Aufklärung

Das webinar ist der Auftakt einer Aufklärungs-Serie zum Thema „Anaphylaxie“, die sich an Eltern anaphylaxiegefährdeter Kinder, sowie ErzieherInnen und LehrerInnen wendet:

-       die keine Einrichtung in der Nähe haben, welche eine Anaphylaxieschulung anbietet

-       die eine Auffrischung in Sachen Notfallmanagement wünschen

-       die an Ergebnissen zur DAAB Befragung der Kultus- und Familiernministerien

zur Versorgung anaphylaxiegefährdeter Kinder in Kita und Schule interessiert sind

-       für die ein Update zum Thema Allergenkennzeichnung hilfreich ist

 

Zum Auftakt wird es um das Thema „Allergenkennzeichnung“ (Lebensmittelverpackungen richtig lesen) gehen.

Termin: Donnerstag, der 26.Februar, 14Uhr

Thema: Lebensmittelverpackungen richtig lesen bei Erdnuss- und Nussallergie

Referentin: Mandy Ziegert, Berlin

Interessenten können sich per Email beim Deutschen Allergie- und Asthmabund melden (info@daab.de)  und erhalten dann einen Link zur Teilnahme.

Das webinar richtet sich nicht an Ernährungsfachkräfte.

Weitere webinare für Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen in der Anaphylaxie-Reihe werden zu den o.g. Themen wie „Notfallmanagment bei Anaphylaxie“ oder „Umgang mit anaphylaxiegefährdeten Kindern in Kita“ bzw. „Umgang mit anaphylaxiegefährdeten Kindern in der Schule“ im Zeitraum von März bis Juni 2015 angeboten.

Wir freuen uns über rege Teilnahme.

DAAB in der Servicezeit – Schriftliche Information bei Loser Ware – Fehlanzeige

Auch die Service Zeit am 2.2.2015 hat sich dem Thema Allergenkennzeichnung angenonnem und die Ergebnisse sind weiterhin erschreckend.

Ob Bäckerei, Lieferdienst, Restaurant oder Pommesbude, eine schriftliche Information – Fehlanzeige. Das am Anfang gelobt Hotel hat zumindestens eine schriftliche Info, aber selbst diese ist falsch. Die Gruppen Glutenhaltige Getreide und Schalenfrüchte sind nicht eunzeln aufgelistet, so wie es der Anhang II rechtlich vorsieht. Schade, mit der richtigen Schulung wäre das nicht passiert!

Fazit auch dieses Beitrages: Viele Anbieter Loser Ware warten weiterhin ab, bis die endgültige Durchführungsverordnung verabschiedet ist. Allerdings vergessen viele, dass die Vorläufige Lebensmittelinformations-Ergänzungsverordnung schon geltendes Recht ist.

Wenn man bedenkt, dass es drei Jahre der Vorbereitungszeit gab, ist das unfassbar.

Geben Sie uns Rückmeldung. Wie sieht es in Ihrer Region aus?

 

Feedback Grüne Woche in Berlin

Zum ersten Mal wurde im Rahmen der diesjährigen Grünen Woche eine spezielle Allergie-Messe in Berlin veranstaltet. Vom 23. bis zum 25 Januar 2015 konnten sich Verbraucherinnen und Verbraucher nicht nur zum Thema gesunde Ernährung informieren sondern auch rund um Allergien insbesondere über Lebensmittelallergien und Lebensmittelunverträglichkeiten. Neben Informationsangeboten durch die Aussteller und Vorträge sowie Workshops wurde diese Messe durch anregende, vegane und vegetarische Koch-Shows und Verköstigungsangebote attraktiv gestaltet.

Das Informationsangebot am DAAB-Stand nutzen sehr viele Verbraucher. Viele Betroffene haben die Gelegenheit ergriffen, sich über Symptome von Lebensmittelallergien und Kontaktallergien zu informieren. Die Messe bot auch dem Fachpublikum eine breite Informationsplattform, nachgefragt wurde beispielsweise unser Schulungsangebot für Ernährungsfachkräfte. Besonders erfreulich war es, dass auch viele DAAB-Mitglieder uns auf der Messe besucht haben. Deutlich wurde, dass das Thema Leben mit Allergien viel zu wenig Beachtung findet und Allergiker, Asthmatiker sowie Neurodermitiker nicht nur eine gute ärztliche Betreuung sondern Hilfestellung bei der Gestaltung des Alltags trotz Allergien benötigen. Insgesamt war es aus unserer Sicht eine erfolgreiche Veranstaltung mit vielen guten Gesprächen und interessanten Kontakten.