Achtung Frühjahrspflanzen – Primeln, Narzissen & Co

Ostern steht vor der Tür und auch wenn das Wetter nicht mitspielt, bringen die Frühjahrspflanzen etwas Farbe in den tristen April.

Becherprimeln enthalten viel von dem Stoff Primin, der für Allergiker und sensible Personen bei Hautkontakt allergische Reaktionen auslösen kann. Deswegen gibt es mittlerweile neue Züchtungen, die weniger Primin enthalten. Seit Einführung dieser neuen Sorten auf den europäischen Markt ist die Anzahl an allergischen Reaktionen auf Primin kontinuierlich gesunken.  Die priminärmeren Sorten werden unter dem Namen „Twilly touch me“ vertrieben.  Allergiker sollten diese Sorten bevorzugen, um allergischen Reaktionen vorzubeugen. Ob diese Sorte wirklich „frei“ von Primin ist, wird aktuell noch diskutiert, da die Bildung des Stoffes nicht nur Sorten abhängig ist, sondern auch durch Standort und Temperatur beeinflusst werden kann.

Vorsicht ist auch geboten bei Hyazinthen und Narzissen. Beide enthalten hautreizende Stoffe wie Kalzium-Oxalat-Kristalle, die zu Hautirritationen führen können. Hyazinthen können zusätzlich auch für Duftstoffallergiker und Menschen mit empfindlichen Bronchien problematisch sein.

Gute verträglich sind hingegen Vergissmeinnicht, Traubenhyazinthen oder auch Tulpen und Krokusse.

 

 

Schulung zur neuen LMIV-Allergenkennzeichnung in Düsseldorf

Schulung zur neuen LMIV-Allergenkennzeichnung

im Rahmen der Düsseldorfer Allergietage

am 18. April 2015 von 9.15 – 15.45 Uhr

“Keine Angst vor dem Allergiker – die richtige Information schützt jeden!”

Referentin: Dr. Sylvia Pfaff – Food Information Service Europe

Staatlich geprüfte Lebensmittelchemikerin,

Auditorin und VITAL 2.0 – Trainerin

 Inhalte:

Hintergrundwissen, Fakten und Rechtliches zu den kennzeichnungspflichtigen Allergenen

Teilnahmegebühren: 199,00 € inkl. MwSt.

(Die Teilnahmegebühr beinhaltet die Pausenverpflegung und Handouts)

Fortbildung: Die Teilnahmebescheinigung des Seminars kann bei den entsprechenden

Instituten (DAAB, VDOE) eingereicht werden.

Veranstaltungsort und Kontakt:

Düsseldorf Congress Sport & Event GmbH

CCD Congress Center Düsseldorf (Süd)

Stockumer Kirchstr. 61, 40474 Düsseldorf

Telefon: 0211/4560-982

E-Mail: Congressinfo@d-cse.de

Achtung Soja-Allergiker: Edamame nicht als Soja zu erkennen

Edamame sind junge Sojabohnen, die kurz vor der Reife geerntet werden. Im Inneren verbergen sich die grünen Sojabohnen, die Erbsen zum Verwechseln ähnlich sehen. Sie sind der neuste Trend, der aus Asien und Amerika nach Europa kommt. Edamame haben ein mildsüßes, leicht nussiges und doch sehr herzhaftes Aroma. Sie enthalten  wenig Fett und Kalorien und sind so eine beliebte Alternative zu Knabbereien wie Chips, Salzstangen oder Nüsse. Die grüne Bohne enthält jede Menge Protein, Ballaststoffe und Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren. Der Vitamingehalt von Edamame kann sich ebenfalls sehen lassen: Vitamin C, E, A, verschiedenen B-Vitamine sowie Folsäure und Vitamin K, nicht zu vergessen der Hohe Anteil an Isoflavonoide. Sie werden mittlerweile in Lokalen als kleiner Snack, Salatbeilage oder als Topping von Gemüsegerichten angeboten. Sie sind bei uns ganzjährig tiefgefroren zu haben. Die Zubereitung ist sehr leicht (wenige Minuten in sprudelndem Salzwasser kochen). Danach lassen sich Edamame ganz nach Geschmack mit Gewürzen wie Chili und Knoblauch aufpeppen.

Achten Sie als Sojaallergiker auf die kleinen grünen Snacks, damit sie keine böse Überraschung erleben.

Foto:  © amphaiwan – Fotolia

Praxistest Weizenfreies Brot – Heute Reisbrot

Heute haben wir für Sie ein weizenfreies Brot auf Reisbasis gebacken und verkostet. Das Rezept ist aus dem Buch „Glutenfrei Kochen und Backen für Kinder“ von Sigrid Soeffker und Christiane Schäfer, erschienen im Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München, 2011.

Das Rezept lautet wie folgt:

Zutaten:

  • 100g glutenfreier   Rundkornreis für Milchreis
  • 30g Leinsamen
  • 20g Honig (Reissirup ist auch möglich, wurde hier aber nicht verwendet)
  • 150g fein gemahlene Hirse
  • 150g fein gemahlener glutenfreier Reis
  • 20g fein gemahlene Kirchererbsen
  • 1 Päckchen glutenfreie Trockenhefe
  • 1 TL Jodsalz
  • 40g Sonnenblumenkerne

Außerdem: eine Kastenform (20cm Länge), Backpapier

Zunächst wird der Milchreis in 300g Wasser aufgekocht und bei schwacher Hitze 20 Minuten quellen gelassen. Danach wird der Topf von der Herdplatte genommen und der Leinsamen untergemischt. Jetzt lässt man den Reis 20 Minuten abkühlen. Nach 10 Minuten  gibt man weitere 120g Wasser und den Honig hinzu.

In einer separaten Rührschüssel werden die Mehle, die Trockenhefe und das Salz miteinander vermischt. Danach werden die Mehl-Mischung und der Reis miteinander verknetet. Zum Schluss werden noch die Sonnenblumenkerne in den Teig eingearbeitet.

Die Kastenform wird mit Backpapier ausgekleidet. Danach wird der Teig in die Kastenform gegeben und für eine Stunde abgedeckt gehen gelassen.

Anschließend kommt der Teig für eine weitere Stunde in den Backofen bei 180°C. Wir haben das Brot bei Ober- und Unterhitze gebacken.

Das Ergebnis:

Das Brot ist am Ende des Backprozesses dunkelbraun. Aus der Kastenform befreit erinnert es optisch eher an Kuchen als an Brot. Die Kruste ist hart und trocken, im Inneren ist das Brot feucht. Es lässt sich nicht so fein schneiden wie Weizenbrot. Die Scheiben werden sehr dick.

Die Milchreiskörner lassen sich im Brot gut erkennen, ebenso die Sonnenblumenkörner. Das Brot ist von fester Konsistenz und eher kompakt.

Das Brot schmeckt neutral. Die einzelnen Mehle treten geschmacklich in den Hintergrund. Der Milchreis und die Sonnenblumenkerne lassen sich gut herausschmecken. Durch den Milchreis ist das Brot sehr saftig. Um den Geschmack zu kräftigen könnte etwas mehr Salz oder Gewürze in den Teig gegeben werden. Mit einem herzhaften Brotaufstrich ist das Brot jedoch auch jetzt schon sehr lecker!

Übersetzungsprobleme bei Krankenkassen

Für die erfolgreiche Therapieoption der Hyposensibilisierung, wurden über die langen Jahre ihrer Anwendung viele Bezeichnungen geprägt: „Allergieimpfung“, „Desensibilisierung“, „Hyposensibilisierung“ oder „Spezifische Immuntherapie“ (SIT). Sie soll für eine gute Linderung der Symptome und eine Verringerung des Medikamentenverbrauchs sorgen. Man hofft dadurch auch, das Risiko für die Entstehung eines allergischen Asthma bronchiale verringern zu können. Für eine zielführende Behandlung sollten Therapiepräparate gewählt werden, die ihre Wirksamkeit in kontrollierten Studien zeigen konnten. Diese Therapieoption wird bei Allergikern besonders bei gängigen Auslösern wie beispielsweise Pollenallergien eingesetzt und normalerweise schon seit Jahren von den Kassen übernommen. Der Teufel steckt aber im Detail. Nach einer Untersuchung der Zeitschrift Ökotest (3/2015) lehnten zwanzig Kassen die Kostenübernahme für Leistungen zur Spezifischen Immuntherapie ab. Bei Rückfragen stellte sich heraus, dass die Bezeichnung „Spezifische Immuntherapie“ gar nicht bekannt war und eine „Hyposensibilisierung“ sehr wohl übernommen wurde. Es ist also sehr wichtig, als Patient immer gut informiert zu sein, wenn der Sachbearbeiter der Krankenkasse neue Therapiebegriffe noch nicht kennt.

Webinar für Mitarbeiter in Kita und Schule zum Thema: Anaphylaxie – im Notfall sicher handeln

Notfallmanagement bei schweren allergischen Reaktionen

Mittwoch, dem 25. März 2015, von 17 – 18 Uhr

Inhalte:
-Wie erkenne ich eine schwere allergische Reaktion?
-Welche Maßnahmen werden im Notfall durchgeführt?
-Welche Medikamente gibt es zur Soforthilfe bei Anaphylaxie?
-Wie sieht die rechtliche Situation diesbezüglich aus?
Im Rahmen des Projektes können interessierte Erzieher/innen und Lehrer/innen am kostenfreien Webinar teilnehmen, um das richtige und sichere Handeln im allergischen Notfall und den Umgang mit Lebensmittelallergien sicherer zu handhaben.
Das webinar gestaltet: Britta Stöcker, Kinderärztin, mit Schwerpunkt allergische Erkrankungen. Frau Stöcker ist seit vielen Jahren im Bereich der Patientenschulung tätig und Anaphylaxie-Trainerin des AGATE Anaphylaxie-Schulungsprogramms sowie Asthma- und Neurodermitis-Trainerin.
Da die Teilnehmerzahl des Seminars auf 25 Personen begrenzt ist, bitten wir um eine verbindliche Anmeldung per email an info@daab.de.
Sie erhalten bei Anmeldung einen Link zur Einwahl in das Webinar. Die Vergabe der Einwahlinformation erfolgt nach dem Eingang der verbindlichen Anmeldung. Weitere Interessenten werden auf einer Warteliste geführt, so dass bei größerer Nachfrage eine zweite Veranstaltung durchgeführt wird.

Weizenfreies Brot – Praxistest geht weiter…

Mais-Vollkornreismehl-Brot

Zutaten:

  • 250g Maismehl
  • 250g Reisvollkornmehl
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1 Prise Salz
  • 400ml lauwarmes Wasser

Die trockenen Zutaten werden miteinander vermischt, das Wasser nach und nach dazugegeben, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Nun wird der Teig zunächst abgedeckt (z.B. mit einem Handtuch) an einen warmen Ort gestellt und eine halbe Stunde gehen gelassen. Danach kommt er in eine eingefettete Backform und für 45-60 Minuten bei 160°C Umluft in den Backofen. Am besten zwischendurch kontrollieren, ob der Teig schon gar ist.

Ergebnis:

Das Brot ist gut aufgegangen. Der Teig ist saftig und beim Schneiden des Brotes fällt eine gewisse Dehnbarkeit auf. Das Brot hat wenige Lufteinschlüsse, es ist eher kompakt. Eventuell könnte man für eine „fluffigere“ Konsistenz sorgen, indem statt Leitungswasser Mineralwasser mit Kohlensäure in den Teig gegeben wird.
Das Brot schmeckt intensiv nach dem Maismehl, davon abgesehen aber etwas fad. Um dem entgegenzuwirken, könnte man mehr Salz verwenden oder Gewürze in den Teig geben. Ebenso wäre es möglich, Saaten wie Leinsamen oder Sonnenblumenkerne in den Teig zu geben. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.  Das Reismehl kann nicht herausgeschmeckt werden.

Wer den Geschmack von Maismehl mag, kann mit diesem Basisrezept eigene Brotsorten kreieren. Wer Maismehl eher abgeneigt ist, sollte lieber Brote auf Basis anderer Mehle ausprobieren.

 

 

Weide und Espe – auch hier startet der Pollenflug…

 

Die Weiden beginnen bei uns am Niederrhein zu blühen. Beim ersten Foto handelt es sich wahrscheinlich um männliche Weidenkätzchen einer Sal-Weide. Sie sind gelb und verstäuben Pollen während  weibliche Blüten grün sind. Die Kätzchenblüten erscheinen vor dem Laubaustrieb. Die meisten Weiden und Pappeln (gehören auch zu den Weidengewächsen) sind zweihäusig, das bedeutet, männliche und weibliche Blütenkätzchen stehen auf verschiedenen Bäumen. Kreuzreaktionen mit Pappeln sollen selten sein. Blütezeit März/April.

Bei nächsten Foto könnte es sich um die männlichen Kätzchen einer Espe (Zitter-Pappel) handeln. Sie haben rote Pollensäcke. Blütezeit ist März/April. Kreuzallergenitäten sollen mit Birke ( auch mit Erle, Eiche, seltener mit anderen Weidengewächsen) bestehen, so dass Birkenpollenallergiker ebenfalls jetzt durch Pappelpollen allergische Reaktionen zeigen können. Die einzelnen Kätzchen werden mit 5-10 cm recht lang.

Allergiegefahr durch Modeschmuck: Aktuell zwei Rückrufe

Zweiteiliger Edelstahl-Ring der Firma Karat: Eine Hälfte schwarz mit grauem Muster, die andere Hälfte Silber glänzend. Der Ring gibt Nickel über das zulässige Niveau (Messwert: 1.75 μg/cm ²/Woche) frei.

Modeschmuck der Marke Karat wird nach Angaben auf der Unternehmenshomepage über die großen SB-Handelsketten wie z.B. Real, Globus, Famila, Kaufland, Edeka und Ihr Platz verkauft.

Ohrstecker-Set von KiK: Eine Gruppe von Ohrstecker, bestehend aus: konische zwei Paare, zwei paar Runde, davon ist ein paar schwarz und eins hat einen Stein. Bei diesem Ohrstecker-Set wurden bei Analysen erhöhte Nickelwerte festgestellt. Die Produkte setzen Nickel über dem zulässigen Niveau (Messwert: bis zu 1,46 μg/cm ²/Woche) frei.

Nickel ist mit der Nickeldermatitis der häufigste Auslöser für Kontaktallergien: in Deutschland sind schätzungsweise 1,9 bis 4,5 Millionen Menschen gegen Nickel sensibilisiert

KiK bietet Kunden an, diese Produkte in jeder Filiale gegen Kaufpreiserstattung zurückzugeben.

Der DAAB warnt vor Billig-Schmuck. Als Nickelallergiker raten wir Ihnen dringend von billigem Modeschmuck ab.

 

16.3.2015 Der Deutsche Allergie- und Asthmabund informiert

Rückruf: Achtung Milch-Allergiker – Nestlé Frankreich ruft Ricoré Instant Kaffeeersatz zurück

Nestle Frankreich ruft Ricoré Instant Kaffeeersatz aufgrund eines Kennzeichnungsfehlers zurück. Das Ricoré Instant Heißgetränk, mit Kaffeegeschmack (mit Zichorie) kann Milchbestandteile enthalten. Das Unternehmen informiert Verbraucher, die eine Allergie gegen Milch oder Milchprodukte haben, über einen Kennzeichnungsfehler bei dem Artikel Ricoré® 260 g mit der Losnummer 50220835F1.

Das Produkt wird für den französischen Markt produziert. Es wird von Nestlé nicht in Deutschland vertrieben. Dennoch kann es sein, dass Ricoré Instant Kaffeeersatz über den Import aus Frankreich auch Deutschland z.B. in Spezialiäten-Geschäften des Einzelhandels erhältlich ist.

Verbraucher mit einer Allergie oder Unverträglichkeit auf Milch oder Milchprodukte sollten das unten genannte Produkt nicht konsumieren.

Betroffener Artikel

Produkt: Nestle Ricoré® 260 g
Losnummer: 50220835F1 (Unterseite der Box)
MHD: 01/2016 (Unterseite der Box)
Barcode: 7613032655495

Andere Nestle Ricoré® Produkte sind von dieser Rückrufaktion nicht betroffen.

Konsumenten, die nicht unter einer Allergie oder Unverträglichkeit bei Milch oder Milchprodukten leiden, können das Produkt bedenkenlos verwenden

 Quelle und Bild: Nestle France