Der Feind auf meinem Teller

Laktose, Gluten, Histamin – Hauptsache frei von ..

In der Spiegel Ausgabe 7/2015 beleuchtet der Autor kritisch den gegenwärtigen Run auf die  „frei von… –  Produkte.

Der Autor Manfred Dworschak beschreibt in seiner Reportage  “Der Feind auf meinem Teller” sehr treffend die aktuelle Situation in Deutschland: Fast ein Viertel der Bevölkerung verzichtet auf bestimmte Lebensmittel, weil sie “scheinbar” nicht vertragen werden. „Frei von…“ ein neuer Trend, den auch der Deutsche Allergie- und Asthmabund durch seine Aktivitäten kennt.

Noch vor 5 Jahren waren es hauptsächlich Menschen mit echten Lebensmittel-Allergien, die uns um Hilfe gebeten haben. Diese machen mittlerweile nicht mehr den Großteil der Anfragen aus. Vielmehr stehen Glutensensitivität, Laktose- und Histamin-Unverträglichkeit im Vordergrund der Beratungswünsche.

Eine detaillierte Beratung zeigt jedoch oftmals, dass nur bei einem geingen Prozentsatz auch wirklich diese Unverträglichkeiten vorliegen. Und nur dann profitieren die Betroffenen von speziellen Ernährungsformen, von klaren Hilfestellungen und passenden Spezialprodukten.

Bei sehr vielen Ratsuchenden zeigt sich jedoch, dass ihre Annahmen, sie seien glutensensitiv oder laktoseunverträglich sich nicht halten lassen. Hier ist Aufklärung von Nöten. Denn eine glutenfreie oder laktosefreie Ernährung ist nicht immer auch gesünder – und hat auch keinen vorbeugenden Charakter.

Ob der Drang nach Öffentlichkeit oder reine Marktetingaspekte: Brot macht nicht dumm und Milch ist nicht für jeden ein Feind und glutenfreies Mineralwasser zu bewerben ist eine pure Volksverdummung.

Ein wirklich lesenswerter Artikel, der mit dem Mythos der gesünderen „frei von… Ernährung“ aufräumt, damit die Menschen, die wirklich unter einer Allergie, Zöliakie oder Laktose-Unverträglichkeit leiden, auch weiterhin Ernst genommen werden und nicht in einem Vorurteil der “Hysterischen Masse” untergehen.

 

Allergiker aufgepasst: Nicht gekennzeichnete Allergene in niederländischem Açaico Eis

29.5.2015

Die zum Ahold-Konzern gehörende niederländische Handelskette Albert Heijn informiert über nicht gekennzeichnete Milchbestandteile und Soja in Açaico Eis.

Betroffenes Produkt

Artikel: Açaico Ice Chocolate Natural
Verbrauchsdatum (DDM): 01/04/2016
Lotnummer: 14L097
Packung mit (4 Stück a 55 g) 220 g
Verkaufszeitraum:  9/3/2015 bis 18/06/2015

Produkte dieses Herstellers werden auch in Deutschland verkauft.

Ob die betroffene Lotnummer auch hierzulande erhältlich war ist uns nicht bekannt.

Menschen die nicht an einer Soja oder Milchunverträglichkeit oder Allergie leiden, können des Eis bedenkenlos verzehren.

http://www.cleankids.de/2015/06/25/allergiker-aufgepasst-nicht-gekennzeichnete-allergene-in-aaico-eis/55274

AllergieMobil weiter unterwegs

AllergieMobil-Termine:

29.6.2015, 10:00 Uhr bis 17:00, 80802 München, Apotheke zur Münchner Freiheit
30.6.2015, 10:00 Uhr bis 17:00, 70803 Kornwestheim, Bahnhofsplatz
30.6.2015, 10:00 Uhr bis 16:00, 56154 Boppard, Marktplatz 17vor der Touristeninformation
1.7.2015, 10:00 Uhr bis 16:00, 65549 Limburg, Europaplatz
2.7.2015, 10:00 Uhr bis 16:00, 41061 Mönchengladbach, Hindenburgstr./ Ecke Albertusstraße
3.7.2015, 10:00 Uhr bis 17:00, 69126 Heidelberg, Eichendorff – Apotheke Karlsruher Str. 57

Weitere Termine finden Sie im Netz unter http://www.daab.de/allergiemobil/termine/

Allergiegefahr durch Ambrosia

Aktionstag Ambrosia am Samstag, 27.06.2015

Augen auf! Wer findet Ambrosia? Verbinden Sie den Spaziergang oder die Einkaufstour am kommenden Samstag mit einer „Ambrosiajagd“ durch Ihre Umgebung und vergessen Sie Fotoapparat und Handschuhe nicht. Kommt der Allergieauslöser in Ihrem Umkreis schon vor?

Welche Pflanzen sehen ähnlich aus und machen die Suche nach Ambrosia schwierig? Junge Ambrosia-Pflanzen in Einzelexemplaren, z.B. durch ambrosiahaltiges Vogelfutter in Gärten, sollten vor der Blüte mit Handschuhen ausgerissen werden und dann in den Hausmüll wandern.

Sollten Sie tatsächlich fündig werden, müssen größere Bestände auf jeden Fall bei den Behörden gemeldet werden: Grünflächenamt, Pflanzenschutzamt oder beim Julius-Kühn-Institut (JKI).

Unter den allergieauslösenden Pflanzen gehören Ambrosia-Arten zu den stärksten Auslösern. Bei der Beifußblättrigen Ambrosie reichen wenige Pollen pro Kubikmeter Luft aus, um allergische Beschwerden bis hin zum Asthma auszulösen. Die Ambrosia-Pflanze stammt ursprünglich aus Nordamerika, ist einjährig und gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie wurde bereits im 19. Jahrhundert nach Europa eingeschleppt. In der jüngsten Vergangenheit sind in Deutschland vermehrt größere Bestände aufgetreten. Die Hauptblütezeit erfolgt von Mitte August bis Ende September. Die Pollenbelastungen können dabei auch durch Pollen-Ferntransporte aus anderen Ländern in höheren Luftschichten nach Deutschland getragen werden. Aktuell haben Forscher herausgefunden, dass das bisher bekannte Hauptallergen nur in Kombination mit dem ebenfalls im Pollen vorhandenen Stoff Adenosin diese starke allergene Wirkung erreicht. Eine weitere Verbreitung dieser Pflanzen in Deutschland bedeutet unter Umständen einen enormen Anstieg der Kosten für die Behandlung von Ambrosia-Allergien und für die Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Pflanzen. Weitere Informationen unter: http://www.jki.bund.de/?id=2729

Was verbirgt sich hinter Heu- und Weidemilch?

Auf Milchpackungen finden sich immer öfter nicht nur Informationen zu Fettgehalt und Haltbarkeit von Kuhmilch, sondern auch den Hinweis „Heumilch“ oder „Weidemilch“. Was es mit diesen Bezeichnungen auf sich hat, möchten wir Ihnen kurz vorstellen.

Die Zusammensetzung von Kuhmilch hängt nicht nur von ihrer Verarbeitung ab, in der hauptsächlich der Fettgehalt, die Fettverteilung und die mikrobielle Belastung bearbeitet werden. Auch das Futter, das die Kuh während der Milchproduktion zu sich nimmt, beeinflusst die Milch.

Während der Sommermonate sind Kühe normalerweise auf der Weide, wo sie sich von den dort wachsenden Pflanzen ernähren. Die Wintermonate verbringen Kühe meist im Stall. Dort erhalten sie die sogenannte Silage, ein durch Milchsäuregärung konserviertes Futtermittel. Die Milch, die die Kuh gibt, während sie auf der Weide speist, wird Weidemilch genannt. Die Milch, die die Kuh während der Silagefütterung gibt, ist eine Standardmilch und trägt keinen besonderen Namen.

Viele Milchbauern halten ihre Kühe jedoch auch ganzjährig im Stall, ihre Kühe geben also ausschließlich Standardmilch. Die dauerhafte Stallhaltung wird von Tierschützern kritisch gesehen, da sie nicht der artgerechten Haltung einer Kuh entspricht.

Einige Bauern füttern ihre Kühe nicht mit Silage, sondern nutzen stattdessen silagefreies Grünfutter und Getreide. Bei dem silagefreien Grünfutter handelt es sich um Wiesenbewuchs, der speziell getrocknet wurde und einen hohen Klee- und Kräuteranteil aufweist. Die Kühe erhalten damit auch im Winter eine Fütterung, die dem Nahrungsangebot auf der Weide entspricht.

Diese Fütterung soll dazu führen, dass diese sogenannte Heumilch einen höheren Anteil an Omega-3-Fettsäuren, Linol- und Linolensäuren enthält. Diese essentiellen Fettsäuren haben einen positiven Effekt auf die Gesundheit.

In einer Untersuchung der Universität für Bodenkultur in Wien wurden mehrere Proben von Milchprodukten, die je aus Heumilch oder aus Standardmilch (mit Silagefütterung) hergestellt wurden, auf diese Fettsäuren hin untersucht. Dabei zeigten die Heumilch-Produkte einen doppelt so hohen Wert an Omega-3 und Linol-/ Linolen-Fettsäuren.

Außerdem soll Heumilch seltener mit Clostridien belastet sein. Dabei handelt es sich um Bakterien, die bei der Silageherstellung das Futter verunreinigen können.

Da Weide- und Heumilch auf der gleichen Fütterung beruhen, ist ihre Zusammensetzung vergleichbar.

Im Vergleich zu Standardmilch können Weide- und Heumilch also tatsächlich einen Beitrag zu gesunder Ernährung leisten. Mit dem Konsum von Weidemilch tragen Konsumenten außerdem  Zu einer tiergerechteren Haltung der Kühe bei. Bisher gibt es noch kein offizielles Siegel, das die Fütterung von Kühen mit Heu garantiert. Verbraucher können sich also nicht sicher sein, ob die Kühe, von der die Milch stammt, tatsächlich auch auf der Weide waren. Um dieses Problem zu beheben wird seit 2014 an einem offiziellen Gütesiegel für Weidemilch gearbeitet. Bis 2016 soll es auf dem Markt sein.

MAGGI ruft vorsorglich als „Geflügelfond“ etikettierten „Gemüsefond“ zurück

Die Maggi GmbH, Singen, warnt Allergiker vorsorglich vor dem Verzehr von fälschlicherweise als „Geflügelfond“ etikettierten “Gemüsefond” und ruft das Produkt zurück. Diese sind ausschließlich auf dem Deckel der Gläser richtig als „Gemüsefond“ etikettiert. Der „Gemüsefond“ ist für Nichtallergiker absolut unbedenklich, kann aber bei Allergikern durch den enthaltenen Sellerie allergische Reaktionen auslösen.

Von dem Rückruf betroffen sind die flüssigen Fonds im Glas (380 ml) mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 03 2016 sowie dem Herstellcode L50720753.

Verbraucher, die den “Gemüsefond” mit dem entsprechenden Mindesthaltbarkeitsdatum sowie dem Code gekauft haben, können diesen über den Handel oder direkt an Maggi, Singen, zurückgeben.

Weitere Informationen zum Rücknahmeverfahren erhält man über die Verbraucherhotline 0800 5891 263.

 Hier gehts zur ausführlichen Pressemeldung.

 

Neue Seminare zur praktische Umsetzung der LMIV – Lebensmittelinformationsverordnung mit dem Schwerpunkt Allergeninformation

Seminare für Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung „Gute Gastgeber für Allergiker“

28.09.2015 in Köln von 10-17 Uhr

26.11.2015 in Hamburg von 10-17 Uhr

Kosten: € 170,-  für DAAB – Mitglieder (€ 210,- für DAAB – Nichtmitglieder)

Ansprechpartnerin: Dipl. oec.troph. Sonja Lämmel, Fon 0 21 66 / 64 788 – 20, sl@daab.de

Die im Dezember 2014 in Kraft getretene EU Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) regelt, dass  Allergiker nun auch im Restaurant, Hotel, Bäckerei, Fleischerei, Gemeinschaftsverpflegung, etc. verpflichtend über die 14 häufigsten Allergieauslöser informiert werden müssen, wenn sie als Zutat in Produkten und Gerichten vorkommen, die als so genannte lose Ware angeboten werden.

Die Art und Weise, wie dies zu geschehen hat, konnte jeder EU Mitgliedstaat national regeln. Für Deutschland gibt es seit dem 13.12.2014 eine vorläufige Lebensmittelinformations-Ergänzungsverordnung (VorlL-MIEV), die trotz Vorläufigkeit Gesetz ist und rechtlich gilt.

Wie in Deutschland die Kennzeichnung aussehen soll und wie der aktuelle Stand der Umsetzungsverordnung ist, vermitteln wir Ihnen gerne in einem speziellen Seminar, das auf die Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung zugeschnitten ist.

Aus den Inhalten:

  • Basiswissen: Lebensmittel-Allergien in Abgrenzung zur
  • Laktoseintoleranz und Zöliakie
  • Allergeninformation – Was kommt auf Sie zu?
  • Rechtlicher Hintergrund – die LM-Informationsverordnung/ Lebensmittelinformations-Ergänzungsverordnung (VorlL-MIEV)
  • Deklarationspflichtige Allergieauslöser: Steckbriefe
  • Allergenarmes Kochen
  • Allergenmanagement
  • Speisekartengestaltung – praktische Beispiele
  • Kommunikation mit dem allergischen Gast

Gentechnik geht uns alle an!

In über 70% aller Lebensmittel steckt Gen-Technik, in Backenzymen und Aromen, in Kleidung aus Baumwolle, in Waschmitteln, in vielen Medikamenten, auch Geldscheine können gentechnisch veränderte Baumwolle enthalten.
Gentechnik betrifft uns alle!
Darum brauchen wir eine umfassende Kennzeichnung, wo Gentechnik enthalten ist!
Unterschreiben Sie die vom „Forum Grüne Vernunft“ initiierte Online-Petition an den Bundestag zur Kennzeichnung von Gentechnik:

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2015/_05/_06/Petition_58757.mitzeichnen.registrieren.html

Noch nicht überzeugt? https://www.youtube.com/watch?v=d4PMTwpVchw

 

Kinder mit Nahrungsmittel-Allergien brauchen Ihre Unterstützung!

Der DAAB hat die Chance auf 1.000 Euro für die Unterstützung eines Projektes.
Denn die ING-DiBa spendet je 1.000 Euro an die beliebtesten 1.000 Vereine.
Entscheidend ist, wer die meisten Stimmen bis 30.6.2015 erhält!
Also gleich abstimmen unter:
http://verein.ing-diba.de/soziales/41238/deutscher-allergie-und-asthmabund
Jeder darf 3 Stimmen vergeben und jede Stimme zählt!
Wir freuen uns, wenn Sie auch Bekannte, Verwandte, Freunde, Kollegen auf die Aktion aufmerksam machen :)

Die Spende soll helfen, ein Schulungsangebot für Kinder mit Nahrungsmittel-Allergien zu realisieren.

 

 

Allergie Warnhinweis für Milch- und Ei-Allergiker

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund informiert:
Allergie Warnhinweis für Milch- und Ei-Allergiker

KUNDENINFORMATION
ALLERGIEWARNUNG
Heinz Knoblauch Sauce, 220ml
Chargennummer 15103, MHD 04-2016

Heinz ruft eine Charge Heinz Knoblauch Sauce (220ml) zurück, weil einige der Flaschen mit dem falschen Rückenetikett versehen wurden. Das bedeutet, dass das falsch etikettierte Produkt für Personen mit Milch- und/oder Ei-Allergie ein potenzielles Gesundheitsrisiko darstellen kann, da das Produkt diese Allergene enthält, diese aber nicht in den Inhaltsstoffangaben aufgeführt sind.
Falls Sie das oben genannte Produkt gekauft haben und gegen Milch oder Eier allergisch sind, verzehren Sie es auf keinen Fall.
Bitte geben Sie das Produkt dort zurück, wo Sie es gekauft haben. Sie erhalten den vollen Kaufpreis erstattet.
Oder wenden Sie sich an die Heinz Verbraucher-Hotline, Tel.: 0049-211-96 07 66 00.
Andere Heinz Produkte sind nicht betroffen.

Wir bitten, hierdurch eventuell entstehende Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.