Der DAAB informiert: Allergie Rückruf für Mandel- und Nussallergiker

Mittwoch,  28. Oktober 2015

Vorsorglicher Produkt-Rückruf: Alnatura Räuchertofu (ungekühlt haltbar) mit dem Haltbarkeitsdatum 20.04.2016 

Bickenbach, 28. Oktober 2015.

In einigen wenigen Packungen des Alnatura Räuchertofus mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 20.04.2016 kann fälschlicherweise Mandel-Nuss-Tofu enthalten sein.
Der Fehler entstand bei der Etikettierung des Produktes, so der Hersteller. Und weiter:

Um Personen, die auf Mandeln und Nüsse (Haslenüsse) allergisch reagieren, nicht zu gefährden, ruft  Alnatura vorsorglich die Charge mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 20.04.2016 zurück.

Das Unternehmen bittet Kunden, die allergisch auf Mandeln und Nüsse (Haselnüsse) reagieren und eine Packung des genannten Alnatura Räuchertofus zu Hause haben, das Produkt nicht zu verzehren und zurückzubringen. Die Kunden erhalten  selbstverständlich Ersatz.

Die Mandel- und Nussteilchen sind nach dem Aufschneiden des Produkts deutlich sichtbar. Im Vergleich dazu enthält der Räuchertofu keine stückigen Zutaten und hat eine glatte Konsistenz.

Personen, die nicht allergisch auf Mandeln oder Nüsse (Haselnüsse) reagieren, können das Produkt unbedenklich verzehren. Andere Chargen des Produktes und andere Alnatura Tofu-Produkte (auch die Alnatura Tofus aus der Kühltheke) sind nicht betroffen.

Alnatura bedauert den Vorfall sehr und bittet für die Unannehmlichkeiten um Entschuldigung.

Hier geht es zur Original-Meldung

http://www.alnatura.de/de-de/panorama/alnatura-aktuell/archiv-2015/raeuchertofu-haltbar

 

Neue Termine für den Kompaktkurs 2016 „Ernährungsfachkraft Allergologie DAAB“

Speziell für Ernährungsfachkräfte (Oecotrophologen, Ernährungswissenschaftler, Diätassistenten) organisiert der DAAB 2016 erneut einen Kompaktkurs, der mit dem Zertifikat „Ernährungsfachkraft Allergologie DAAB“ abschließt.

Der Kurs gliedert sich in 3 Termine:

1. Block: 21.- 23. Januar 2016 in Hamburg
2. Block: 23.- 25. Juni 2016 in München
3. Block: 03.-04. November 2016 in Hamburg

Inhalte (Auswahl):

  • Grundlagen Allergologie (Prävalenz, Fachbegriffe, Diagnostik)
  • Allergologische Diagnostik
  • Monosensibilisierungen: Milch, Ei, Weizen, Soja, Erdnuss, Haselnuss, Fisch
  • Therapie & Therapeutische Nahrung im Säuglings-/ Kleinkindalter
  • LMIV – für wen gemacht? Hintergrund
  • Sonderform: Asthma & Medikation
  • Allergieprävention
  • Sekundärsensibilisierungen Aeroallergen
  • Birkenassoziierte Nahrungsmittelallergie
  • Geführte komplexere Fälle in Gruppenarbeit und Plenum
  • Atopische Dermatitis

Zwei Hausarbeiten und eine Abschlussprüfung runden den Kompaktkurs ab.

Nach bestandener Prüfung erhält der/die Teilnehmer/in das Zertifikat „Ernährungsfachkraft Allergologie DAAB“ mit dem entsprechenden Nutzungsvertrag und dem dazugehörigen Logo. Das Zertifikat dient der Qualitätssicherung im Bereich der allergologischen Ernährungstherapie und bietet Patienten eine sichere Auswahl einer geeigneten Fachkraft für die individudelle Ernährungstherapie.

Mittlerweile werden im Netzwerk für Ernährungsfachkräfte DAAB über 450 Ernährungsfachkräfte mit diesem Logo geführt.

Wenn Sie als Ernährungsfachkraft Interesse an dem Kompaktkurs haben, schicken Sie eine kurze Email an mo@daab.de (Marina Oppermann). Gerne senden wir Ihnen das ausführliche Curriculum mit den Teilnahmevoraussetzungen zu.

Vorsicht: Später Pollenflug möglich !

Die Pollenflugvorhersagen haben geschlossen und die kalten Tage der letzten Zeit lassen vermuten, dass der Pollenflug zum Erliegen gekommen ist.  Wer aber mit offenen Augen durch die Natur geht sieht, dass speziell Brennnessel, Kräuter und Gräser noch aktiv wachsen. Durch die kommenden warmen Tage ist deshalb mit einem erneuten Aufflammen des Pollenflugs zu rechnen.

Augentränen und Atemnot

Neben häufigem Niesen, tränenden Augen und verstopfter Nase, können auch allergischer Husten, Atembeschwerden, Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder  Haut-Probleme auftreten.  Häufig wird in dieser Jahreszeit hinter diesen Beschwerden zunächst eine Erkältung vermutet und keine ärztliche Behandlung gesucht. Doch wer seine Symptome nicht ernst nimmt, riskiert langfristig die Entwicklung eines allergischen Asthma bronchiales.

Dieses kann bei bis zu 40 Prozent aller Heuschnupfenpatienten entstehen, die nicht ausreichend behandelt werden.

In dieser Jahreszeit die ursächliche Therapie beginnen

Neben der medikamentösen Behandlung , sollte zu diesem Zeitpunkt über die Hyposensibilisierung nachgedacht werden. Sie setzt an der Ursache an und ist für Erwachsene und Kinder ab dem Schulalter möglich. Diese Therapie ist besonders gut wirksam, wenn sie schon frühzeitig nach der Allergieentstehung eingesetzt wird. Sie erfolgt in der Regel über drei Jahre. Bei Patienten, die den optimalen Zeitpunkt für den Beginn einer klassischen Immuntherapie verpasst haben, kann die Behandlung mit Hilfe einer Kurzzeitimmuntherapie noch einige Wochen vor der jeweiligen Pollensaison gestartet werden.

Der Ratgeber Hyposensibilisierung kann kostenfrei beim DAAB unter info@daab.de bestellt werden.

DAAB fordert Einschränkung bei der Raumbeduftung

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund fordert einen Verzicht auf Raumbeduftung in Krankenhäusern und Kliniken, Arztpraxen, Pflege- und Altenheimen. Dort befinden sich besonders empfindliche Patienten, die vor weiteren Risikofaktoren wie Duftstoffen geschützt werden müssen. Auch das Personal wie Ärzte und Pflegekräfte muss über die Risiken aufgeklärt und auch zum persönlichen Verzicht bei der Verwendung von stark bedufteten Produkten wie Rasierwasser oder Parfüm innerhalb der Arbeitsstätten angehalten werden. Die Forderung des DAAB wird durch aktuelle amerikanische und kanadische Untersuchungen gestützt. So zeigen amerikanische Umfragen, dass rund 30 Prozent der befragten Amerikaner empfindlich auf Innenraumbeduftung und Düfte von Mitmenschen reagieren. Rund 19 Prozent der Befragten berichten über gesundheitliche Probleme in Verbindung mit Raumlufterfrischern und künstlicher Beduftung in Innenräumen. Insbesondere bei Asthmatikern und Chemikaliensensiblen treten Probleme mit luftgetragenen Duftstoffen auf. Bisher werden Reizstoffe aus Reinigungsmitteln oder anderen stark duftenden Produkten wie Rasierwasser oder Deodorantien als Asthmaauslöser vernachlässigt. Sie lösen aber laut Studie mehr als die Hälfte der Asthmaanfälle aus.

Kanadische Mediziner warnen insbesondere in Krankenhäusern vor einer relevanten Gefahr durch Duftstoffbelastungen. Die Abwehrkräfte der Patienten sind geschwächt, was zur Verringerung der Toleranz gegenüber Schadstoffen führen kann – dazu gehören auch Duftstoffe. Es gebe Hinweise dafür, dass Asthma durch Duftstoffe einen schlimmeren Verlauf nehmen kann. Duftstoffsensible Angestellte sind in Kanada vor Duftstoffen am Arbeitsplatz durch Humanrechte geschützt. Die Mediziner fordern daher ein zusätzliches Risiko für empfindliche Patienten nicht zu tolerieren und künstliche Duftstoffe aus Krankenhäusern zu verbannen.

Quelle: Ken Flegel MD, James G. Martin MD: Artificial scents have no place in our hospitals, CMAJ 2015

Allergie konkret – Neue Sonderausgabe für Eltern

„Allergie konkret“, das Gesundheitsmagazin des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) ist jetzt mit einer Sonderausgabe für Eltern erschienen.
Themen sind: Asthma im Kindesalter, Allergiediagnostik und -therapie, Nahrungsmittelallergien, Anaphylaxie, Allergie-Prävention, Allergien in Kita und Schule, Neurodermitis-Hautpflege sowie Tipps.

Die Sonderausgabe – auch in größerer Stückzahl (z.B. für Kindergarten und Schule oder Freunde) kann beim DAAB kostenfrei bestellt werden.
Per Email an info@daab.de. Oder postalisch:

DAAB
An der Eickesmühle 15-19
41238 Mönchengladbach
Tel.: 0 21 66/ 64 788 20

 

 

Nessel-App jetzt auch für Android und Tablet

Die Nessel-App, die der DAAB mit entwickelt hat, ist jetzt auch für Android und Tablet verfügbar.

Kalter Wind, ein heißes Bad oder ein Tennisspiel in der Freizeit. Immer mehr Menschen reagieren auf alltägliche Situationen mit einem juckenden Hautausschlag und Quaddeln an der Haut: Urtikaria oder Nesselsucht heiß das Phänomen.

Etwa eine Million Menschen in Deutschland sind von einer Chronischen Urtikaria betroffen. Frauen sind dabei zweimal häufiger  betroffen als Männer. Die Auslöser können vielfältig sein und oft dauert es Monate bis sie identifiziert werden und eine Behandlung möglich ist.

Die neue Urtikaria App (NesselApp) hilft dabei. Angelehnt an das Urtikaria-Tagebuch vom DAAB dient die App dem Patienten und dem Arzt als Hilfestellung um das komplexe Krankheitsbild besser zu fassen.

Der Patient gibt in die App seine persönlichen Daten ein und die des Arztes, wenn gewünscht. Die Beschwerden in Form von Juckreiz, Quaddeln, Rötungen, Angioödemen etc. können für jeden Tag eingetragen und fotografiert werden. Zusätzlich werden möglich Auslöser wie Nahrungsmittel, Körperliche Aktivität, Medikamente, Infekte etc. eingetragen. Die App ermittelt anhand der eingegebenen Beschwerden den entsprechenden Score und stellt diesen mit einem Ampelsystem dar. Die Aufzeichnungn können per eMail und als PDF-Datei ausgedruckt und/oder an den behandelnden Arzt geschickt werden.