Marktcheck Eiersatzprodukte

Gerade in der Winterzeit steht das Plätzchen backen hoch im Kurs. Für viele Allergiker ist das problematisch, wenn zum Beispiel 0eine Allergie auf Hühnereiweiß besteht. Kaum ein Kuchen- oder Keksrezept aus Backbüchern oder aus dem Internet kommt ohne diese Grundzutat aus. Wie kann die Backerei trotzdem funktionieren und schmackhaft sein?

Neben natürlichen Lebensmitteln, die je nach Rezept das Hühnerei ersetzen können (zum Beispiel Quark zum Binden von Frikadellen), gibt es mittlerweile eine Auswahl an industriell hergestellten Eiersatz-Produkten in Pulverform. Einige Produkte sind aber eher für Pfannkuchen geeignet, andere wiederum zur Herstellung von Pudding. Der DAAB hat eine Übersicht erstellt, welche Produkte für welche Herstellung geeignet und welche zusätzlichen Inhaltsstoffe enthalten sind.

Die vollständige Übersicht finden Sie in der aktuellen Ausgabe von “Allergie konkret”, die im jährlichen Mitgliedsbeitrag von 33,-€ enthalten ist.

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Asthmatiker noch schnell gegen Grippe impfen lassen!

In Deutschland leiden circa 9 Millionen Menschen an chronischen Atemwegserkrankungen. Gerade diesen  Menschen mit Asthma und COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) kann die bevorstehende Grippeepidemie zum Verhängnis werden. Die letzte Grippewelle war stark und dauerte über 19 Wochen an. Laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI), gab es geschätzte 7,7 Millionen influenzabedingte Arztbesuche und die Zahl der Krankschreibungen erreichte mit geschätzten 3,4 Millionen Personen (zwischen 15 bis 59 Jahre) den höchsten Wert der letzten zehn Jahre.

Die ersten Anzeichen

Ein Atemwegsinfekt, der für Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen schnell zu starken Beschwerden führen kann, entsteht, wenn Krankheitserreger in die Atemwege gelangen, sich dort vermehren und eine Entzündung verursachen. Zwei Arten von Erregern spielen hierbei eine Rolle: Viren und Bakterien.

Betroffene sollten auf die typischen Krankheitsanzeichen achten und schnell reagieren:

  • Allgemeines Unwohlsein, starkes Schwitzen, Fieber
  • Verstärkter Husten mit und ohne Auswurf
  • Veränderter Auswurf: größere Menge, zäherer Schleim, weißlich-grauer Auswurf bei viralen Infekten, gelb-grüner Auswurf bei Bakterienbesiedlung
  • Warnsymptome: Abfall des Peak-Flow-Wertes (Atemstromstärke), zunehmende Atemnot – auch in Ruhe, Verringerung der körperlichen Leistungsfähigkeit, erhöhter Bedarf an bronchienerweiternden Medikamenten.

Vorbeugen ist die beste Strategie!

Um erst gar nicht einen Krankheitsschub durch Infekte auszulösen, sollten Patienten folgendes beachten:

  • Allgemeine Empfehlungen wie Verzicht auf Nikotin und Alkohol, eine ausgewogene Ernährung, körperliche Aktivität.
  • Meiden von großen Menschenansammlungen und von erkrankten Personen.
  • Hygiene: Reinigen Sie regelmäßig Ihre Inhalationsgeräte. Nur eine Person sollte die jeweiligen Hilfsmittel verwenden.
  • Jährliche Grippeschutzimpfung.
  • Pneumokokken-Schutzimpfung: Pneumokokken sind Bakterien, die besonders häufig (Atemwegs-) Infekte auslösen. Die Impfung sollte nach fünf Jahren wiederholt werden.
  • Schleimlösende Medikamente können bei regelmäßiger Einnahme in der kalten Jahreszeit vor Infekten und Krankheitsschüben schützen (unbedingt mit dem Arzt vorab besprechen).

Falls alle präventiven Maßnahmen nicht greifen und Sie dennoch einen Atemwegsinfekt bekommen, sollten Sie frühzeitig den Arzt aufsuchen.

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Kamelmilch als Allheilmittel?

Brüssel hat den EU-Markt für Kamelmilchprodukte nach langwierigen Verhandlungen  geöffnet. Kamelmilch wird als ein Allheilmittel angepriesen.

Das „weiße Gold der Wüste“ soll gegen Allergien und Diabetes, sogar gegen Krebs und Aids wirken.

Es ist jedoch Vorsicht geboten vor allzu hohen Erwartungen. Auf der sicheren Seite seien Milchallergiker keinesfalls, meint Margitta Worm vom Allergie-Centrum-Charité in Berlin. “Auch Kamelmilch enthält Allergene, die über die Kreuzreaktivität zu den Kaseinen bei Kuhmilchallergikern Reaktionen auslösen können”, sagt die Professorin. Zwar gebe es Studien, die darauf hinweisen, dass solche Reaktionen weniger oft vorkommen als etwa bei Ziegenmilch. Dennoch gelte: “Wenn jemand auf Kuhmilch allergisch reagiert, ist auch Kamelmilch nicht sicher.”

Zurzeit fehlen vor allem umfassende klinische Studien zum Thema. Auch die enorme Breite an Anwendungsmöglichkeiten und die Vielzahl an Heilsversprechen machten misstrauisch. “Man kann da wohl schon fast von einem Hype sprechen”, so der Berliner Allergieexperte Jörg Kleine-Tebbe vom Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, “die Kamelmilch scheint eine aktive Lobby zu haben.”

Solange diese klinischen Studien nicht existieren, bleiben die Kamelmilchprodukte wohl nicht mehr als eine exotische Bereicherung des europäischen Lebensmittelmarktes.

Quelle: Spiegel online

Mit den wärmeren Tagen kann auch der Ekzem-Schub kommen

Sommerzeit ist Sonnenzeit! Die meisten Menschen sehnen sich danach, sich im Freien aufzuhalten, Sport zu treiben und ein Sonnenbad zu nehmen. Bei den momentanen Temperaturen kommt man dabei leicht ins Schwitzen. Was für viele höchstens ein Geruchsproblem ist, kann für Menschen mit Neurodermitis einen regelrechten Ekzem-Schub mit quälendem Juckreiz bedeuten.

Schweiß ist ein bedeutender Auslöser eines Neurodermitis-Schubes. Ungefähr 80 Prozent der Betroffenen geben an, dass Schwitzen zu Juckreiz führt und einen Ekzem-Schub begünstigen kann.

Eine japanische Forschergruppe konnte in einer aktuellen Studie nachweisen, dass ein Pilzeiweiß der Spezies Malassezia globosa, das im Schweiß enthalten ist, zu einer allergischen Reaktion bei Patienten mit Neurodermitis führen kann.

Daher gilt es, insbesondere auch für Kinder, eine lockere, gut luftdurchlässige Kleidung zu wählen. Das gründliche Reinigen mit milden Substanzen oder Duschen an heißen Tagen ist wichtig, um die Sonnencreme und den Schweiß abzuspülen. Anschließend sollte die gesamte Haut mit einer dünnflüssigen Lotion eingecremt werden, trockene Stellen oder Ekzeme ggf. noch mit anderen Präparaten.

Erste Ambrosia-Pollen sind unterwegs

Ambrosia, Traubenkraut oder Ragweed gilt mittlerweile unter Experten als stärkste allergieauslösende Pflanze. In Deutschland leiden circa 3,5 – 5 Prozent der Bevölkerung unter einer Allergie auf Ambrosiapollen. Nur 5 bis 10 Pollen des Beifußblättrigen Traubenkrauts pro Kubikmeter Luft reichen aus um allergische Beschwerden auszulösen. Im Vergleich: Bei Gräsern müssen in der gleichen Menge Luft 50 Pollen fliegen, um entsprechende Beschwerden auszulösen. Die Pollen bergen eine regelrechte Gesundheitsgefahr und lösen zum Teil schwere asthmatische Beschwerden aus. Eine einzige Ambrosia-Pflanze kann in ihren kleinen, gelben Blüten eine Milliarde Pollen erzeugen. Melden Sie Ihre Beschwerden unter www.pollentrend.de.

AllergieMobile auf Tour – August 2013

Alle Termine jeweils 10-16 Uhr

12.08. 2013: 18057 Rostock, Neuer Markt

13.08. 2013: 18057 Rostock, Kröpeliner-Tor- Vorstadt, Doberaner Platz

14.08.2013: 14612 Falkensee, Ärztezentrum, Adlerstr. 48

15.08.2013: 31224 Peine, Breite Straße – Fußgängerzone, St. Jakobi-Kirche

24.8.2013:  58453 Witten, Apotheke im real, Annenstr. 133

27.8.2013: 56856 Zell an der Mosel, Marktplatz

Frau Aigner und die Heumilch

In der Fernsehsendung Markus Lanz vom 17.7.2013 wurde Frau Aigner zum Thema Kuhfütterung und Milch interviewt. Besonders hervorgehoben wurde die Heumilch. Allerdings verwechselt unsere Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz etwas. Die Aussage, dass Heumilch laktosefrei ist, ist falsch (8:00 Minute).

Heumilch hat viele Vorteile, aber sie enthält genauso viel Laktose wie andere Milchen auch.

Kühe, die Heumilch geben, fressen nur frisches Grünfutter, Heu und Getreide. Dies wirkt sich auf den Geschmack der Milch aus, aber nicht auf den Laktosegehalt. Des Weiteren enthält Heumilch doppelt so viel Omega-3-Fettsäuren und konjugierten Linolsäuren (CLA) wie herkömmliche Milchprodukte.

In diesem Sinne, Grüße ans Ministerium.

 

Gesundheitsgefährdende Bauprodukte

Seit Anfang Juli 2013 schreibt die Bauproduktenverordnung der Europäischen Union (EU-BauPVO) eine neue Begleitinformation für Bauprodukte mit CE-Kennzeichnung vor. Bei der  CE-Kennzeichnung handelt es sich um ein Verwaltungszeichen, mit dem die Freiverkehrsfähigkeit eines Produktes im Europäischen Binnenmarkt gekennzeichnet wird. Besorgniserregende Stoffe müssen nun angegeben oder zum Produkt eine Information in Form eines Sicherheitsdatenblattes beigefügt werden. Unter www.reach-info.de können Verbraucher Anfragen zu Bauprodukten stellen. Der Anfragegenerator erstellt aus der Artikelnummer unter dem Strichcode eine Anfrage an den Hersteller. Sind in dem Produkt besonders besorgniserregende Chemikalien enthalten, muss der Hersteller dies mitteilen. Was als besonders besorgniserregend gilt, wird durch die Europäische Chemikalienverordnung REACH festgelegt. Für die entsprechenden Substanzen sollen schrittweise besser geeignete Alternativen gefunden werden. Momentan sind 144 besonders besorgniserregende Chemikalien gelistet.

Quelle: www.umweltbundesamt.de

Achtung Medikamenteneinnahme

Rund 40% aller Patienten nehmen ihre Medikamente falsch ein. Das kann

  1. den Effekt abschwächen
  2. zu Wechselwirkungen führen.

Darauf sollten Sie unbedingt achten:

  • Vor dem Essen: 30 Minuten bis zu einer Stunde bis zur nächsten Mahlzeit warten.
  • Nach dem Essen: Einnahme erst  2 Stunden nach Mahlzeit.
  • Wasser trinken: Zur Einnahme ist Leitungswasser ideal (Richtwert = 1 volles Glas Wasser). Saft, Milch, Alkohol, Cola-Getränke, Tee oder Kaffee können zu Wechselwirkungen führen.
  • Vorsicht Sonne: Manche Medikamente sensibilisieren die Haut empfindlicher Personen für die Sonneneinstrahlung.

Rezept zum Wochenende

Rote Bete mit Quinoa (für 2 Personen)

Zutaten:

  • 2 kleine Rote Bete Knollen
  • 100 g Champignons
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 50 g Quinoa
  • 180 ml Milch oder Milchersatz
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Bund Frühlingszwiebel
  • 100 g Salatgurke
  • Etwas Essig
  • 2 EL gehackter Dill

Die Rote Bete Knollen unter fließendem Wasser abbürsten und in Alufolie wickeln. Im Backofen bei 200 Grad auf der mittleren Schiene 1 Stunde backen. Während dessen Pilze putzen und in dünne Scheiben schneiden. Zwiebel schälen und fein würfeln. Zwiebeln und Pilze in Öl andünsten. Quinoakörner unterrühren und die Milch/Milchersatz dazugeben. Das Ganze 15 Minuten bei milder Hitze unter umrühren ausquellen lassen (eventuell noch etwas Wasser zugeben) und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Frühlingszwiebel waschen, putzen und in dünne Streifen schneiden. Gurke entkernen, würfeln und unter die Quinoa-Mischung ziehen. Mit etwas Essig abschmecken und kurz durchziehen lassen. Rote Bete aus der Folie nehmen, schälen, vierteln und mit Salz und Pfeffer würzen. Quinoa auf Tellern verteilen und die Rote Beete daraufsetzen, mit dem Dill garnieren.

Guten Appetit