Frühjahrsputz- Allergien auf Putz- und Reinigungsmittel?

Viele Haushaltschemikalien enthalten Stoffe, die eine Allergie oder Irritation auslösen können, dazu gehören etwa Duft-, Konservierungs- und Farbstoffe, Enzyme oder Tenside. Meistens handelt es sich hier um Kontaktallergien vom verzögerten Typ-IV, aber auch Sofortreaktionen vom Typ-I sind möglich. Der häufige Kontakt mit Wasser, Seifen und Waschsubstanzen und der direkte Kontakt mit aggressiven Putz- und Reinigungsmitteln können die schützende Talgschicht der Hautoberfläche entfernen. Das Ergebnis ist eine trockene, leicht gereizte Haut. So vorgeschädigte Haut wird durchlässiger für Schadstoffe und Allergieauslöser.

Durch das Verwenden von Haushalts-handschuhen kann der direkte Kontakt mit Haushaltschemikalien vermieden werden.

Aber auch Haushaltssprays zur Reinigung von Fenstern, Möbeln, Kacheln oder Backöfen sind problematisch. Sie können Asthma auslösen.

Wenn die Haut an den Händen juckt und schuppt und eine leichte Entzündungsreaktion mit der üblichen Hautpflege nicht verschwindet oder immer wiederkehrt, kann das der Beginn eines Ekzems sein. Dann sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Auch wenn sich die Hautareale zwischen den Fingern immer wieder entzünden und/oder die Fingerkuppen trocken und rissig sind, sollten Sie einen Hautarzt konsultieren. Er kann überprüfen, ob es sich hier um eine Irritation der Haut handelt, die einer intensiven Pflege benötigt, oder um eine Allergie gegen Inhaltsstoffe in Pflegeprodukten, Reinigung- und Putzmitteln.

Zu Beginn der Diagnostik wird der Allergologe die Vorgeschichte der Erkrankung (Anamnese) abfragen. Die Identifizierung der Kontaktallergene erfolgt meist durch einen Epikutantest.

Ausführliche Informationen zum Thema Kontaktallergien, zur Testung und Behandlung finden Sie in unserem Infoblatt Kontaktallergien. Erhältlich unter info@daab.de oder 02166/ 64 788 20

 

 

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