Der Praxis-Check für Ärzte: Fit für den Anaphylaxie-Notfall?

Ab sofort können Ärzte auf www.anaphylaxie-experten.de kostenfrei und unkompliziert testen, wie gut sie und ihr Praxis-Team auf den Anaphylaxie-Notfall vorbereitet sind. Der Online-Praxis-Check „Bin ich fit für den Anaphylaxie-Notfall“ richtet sich an alle allergologisch tätigen Ärzte. Entwickelt wurde der Praxis-Check vom Expertenforum Anaphylaxie, einem Zusammenschluss führender Allergie- und Anaphylaxie-Experten, wie dem Deutschen Allergie- und Asthmabund, der Mitglied im Expertenforum ist.

 

Gefragt-gejagt für den DAAB

DAAB-Botschafterin Kristina Bach spielt am Samstag (04.03.) um 20:15 Uhr in „Gefragt-Gejagt – Der Quiz-Marathon mit Alexander Bommes“ für den Deutschen Allergie- und Asthmabund e. V., als guten Zweck.

Eine passende Aktion zum DAAB-Jubiläumsjahr. Denn 2017 wird der Deutsche Allergie- und Asthmabund 120 Jahre alt.

Also bitte Daumen drücken, dass möglichst viel für die Projekte des DAAB erspielt wird.

Kristina Bach ist sowohl als Schlagersängerin bekannt wie auch als Texterin und Komponistin. So schrieb sie für Helene Fischer 2013 den Hit Atemlos durch die Nacht.

Da Kristina Bach selbst seit ihrer Kindheit unter Asthma leidet, engagiert sie sich für den DAAB als Botschafterin.

Webinar – Endlich Ruhe im Bauch am 5.4.2017 um 17 Uhr

Mit einem guten „Bauchgefühl“ fühlen wir uns wohl. Wenn es hingegen zwickt, bläht oder gar die Verdauung gestört ist, wirkt sich das auch auf unser Wohlbefinden aus. Jeder Zehnte in Deutschland leidet inzwischen unter Symptomen wie Sodbrennen, Druck im Oberbauch, Magenschmerzen, Blähgefühl, Bauchkrämpfen, plötzlichem „Durchfall“ oder Verstopfung. Aber: Nicht immer muss eine Krankheit dahinter stecken. Neuartige Lebensmittel, neue Herstellungsverfahren oder Zusammensetzungen und ein steigender Außer-Haus-Verzehr lässt so manchen Bauch leiden, ohne dass er krank ist. Beim Verbraucher entsteht schnell  Unsicherheit: „habe ich etwa eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeit?“  Die Themen Glutensensitivität, Laktose-, Histamin- oder Fruchtzucker-Unverträglichkeit machen im Internet sowie in vielen Medien die Runde. Ist es doch die Laktose oder gar das Gluten – das den Bauch krank macht?

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund klärt auf: Was ist dran an der Gluten-Sensitivität oder Laktose-Intoleranz? Macht Fruchtzucker wirklich krank oder ist es eher eine Folge des Lebensstils oder ein Essfehler…?

Das Webinar „Endlich Ruhe im Bauch“ räumt auf mit Halbwissen und Vermutungen. In einem kurzen und verständlichen Überblick beleuchtet die Referentin Insa Raabe-Jost, Ernährungswissenschaftlerin aus Osnabrück, eine Bauchgesunde Lebensweise und geht auf Laktose, Fruktose, Gluten und Histamin als mögliche Auslöser einer Unverträglichkeit ein. Anschließend werden gerne Ihre Fragen beantwortet.

Das webinar ist ein Service für die Mitglieder des Deutschen Allergie- und Asthmabundes und kostenfrei. Die Teilnahme ist begrenzt. Bitte melden Sie sich verbindlich an unter Angabe Ihrer Mitgliedsnummer oder Adresse unter sl@daab.de.

Allergien im Karneval: DAAB Experten geben Tipps

Schminken gehört zum Karneval wie das phantasievolle Kostüm. Problematische Inhaltsstoffe in Theater- und Karnevalsschminke lösen allerdings jährlich in den jecken Zeiten allergische Reaktionen aus. „Die häufigsten Auslöser sind Duft-, Farb- und  Konservierungsmittel sowie bunte Kontaktlinsen“, so Dr. Silvia Plescka,

wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutsche Allergie- und Asthmabundes (DAAB).

Daher sollte jeder Jeck bei der Auswahl der Gesichtsfarbe und der Assesoirs genau hinsehen. Oft fehlt auf den Töpfchen die Auflistung der Inhaltsstoffe, so dass der Anwender nicht prüfen kann, ob Stoffe, auf die er allergisch reagiert, enthalten sind. Nach der Kosmetikverordnung muss jedoch vor Ort  im Geschäft eine Auflistung der Inhaltsstoffe vorhanden sein, wenn Tiegel und Stifte keine Kennzeichnung tragen. Und: Schminke ist nicht unbegrenzt haltbar. Also Hände weg, wenn der Tiegel ranzig riecht oder sich Wasser und Öl abgesetzt haben.

Erst testen – dann schminken

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte ein bis zwei Tage vor dem Schminken auf dem Unterarm testen, ob die Produkte zu Haut-Reaktionen führen. Dazu wird die Schminke auf die Unterarminnenseite auftragen und mit einem Pflaster abgedeckt – ist die Haut an dieser Stelle nach zwei Tagen gereizt und gerötet, sollte die Schminke nicht benutzt werden.

Der Expertenrat:

Ob Vampir, Hexe oder Prinzessin – folgendes sollte beim Schminken beachtet werden:

  • Vor dem Schminken gut mit einer reichhaltigen Creme eincremen.

  • Häufiges und großflächiges Schminken vermeiden.

  • Fragen Sie bei Karnevals- und Theaterschminke nach den Inhaltsstoffen, falls keine Übersicht auf der Verpackung ist.

  • Alte Schminke, die sich schon in ihre Bestandteile zersetzt hat oder ranzig riecht, entsorgen.

  • Verwenden Sie gut deckende Schminke und tragen diese dünn auf, damit die Haut atmen kann.

  • Achtung bei farbigen Kontaktlinsen: Wer die freiverkäuflichen Fun- oder Crazylinsen zu lange trägt oder nicht auf die nötige Hygiene achtet, riskiert schwere Verletzungen und Infektionen der Augenhornhaut. Tragen Sie die Linsen nicht zu lange, da wenig Sauerstoff ans Auge kommt. Auf keinen Fall sollten die Kontaktlinsen in verrauchten Kneipen oder gar beim Schlafen getragen werden.

  • Bei Kindern und empfindlicher Haut auf phosphoreszierende Farben verzichten und Glitter immer nur gebunden als Gel oder Creme auftragen.

  • Kinder, Allergiker und Menschen mit empfindlicher Haut sollten die Schminke vor Gebrauch testen.

  • Sorgfältig abschminken! In hartnäckigen Fällen mit Fett-Cremes, die sanft mit einem Papiertuch abgenommen werden.

Nanopartikel – Kleine Quälgeister für die Darmflora?

Die Vorsilbe “nano” steht bei Maßeinheiten für „ein Milliardstel“. Mit diesen Winzlingen wird mittlerweile in vielen Branchen gearbeitet. Sie entwicklen durch ihre “Größe” ganz neue Eigenschaften oder eine weitaus größere Reaktionsfähigkeit als die Ausgangssubstanzen. Nanopartikel finden in der heutigen Zeit vielfältigen Einsatz zum Beispiel in der Gesundheits-, Textil- und Elektroindustrie. Und auch in der Herstellung von Lebensmitteln sind sie nicht mehr wegzudenken. Zahnpflegekaugummis,  Süßigkeiten, Kochsalz oder Ketchup sind nur einige Beispiele die Nanopartikel enthalten. US-Wissenschaftler gehen nun der Frage nach, ob diese Substanzen unsere Darmschleimhaut schädigen, wie die Fachzeitschrift NanoImpact berichtet.

Zu den häufig genutzten Nanopartikeln gehört zum Beispiel Titandioxid, das in Zahnpflegeprodukten wie Kaugummis oder Zahnpasten eingesetzt wird. Die US-Wissenschaftler der Binghamton University verwendeten für die aktuelle Untersuchung ein In-vitro-Modell des Darmepithels. Das Zellmodell wurde für mehrere Stunden und mehrere Tage mit physiologisch relevanten Dosen an Titandioxid ausgesetzt. Das Ergebnis: Die Nanopartikel sorgten für verschiedene Einschränkungen der physiologischen Darmzellfunktionen und die Barrierefunktion sank signifikant. Zusätzlich konnten vermehrt proinflammatorische (Entzündungsfördernde) Signale nachgewiesen werden. Zudem wurde die Resorption von Eisen, Zink und Fettsäuren gehemmt. Weitere Ergebnisse bleiben abzuwarten.

Original Veröffentlichung in der NanoImpact.

Öko-Test watscht „Abtei Allergie Schutz Nasen-Gel-Spray“ ab

In der Rubrik „Für Sie untersucht“ beleuchtet Ökotest in der Ausgabe 2/2017 das Präparat von Abtei OP Pharma. „Abtei Allergie Schutz Nasen-Gel-Spray“ soll laut Aussagen des Anbieters vor Allergenen schützen, die Heuschnupfen und allergische Rhinitis auslösen.
Laut Beipackzettel wird das Gel bei der Zerstäubung flüssig und in Kontakt mit den Schleimhäuten wieder fest. Es soll so einen Schutzfilm gegen Allergene bilden.
Öko-Test bemängelt, dass die Studie, die die Wirksamkeit belegen soll eine geringe Patientenzahl aufweist. Zudem sei der für das Produkt abgeleitet Anspruch nicht ausreichend wissenschaftlich belegt. Laut Ökotest kann daher kann die Anwendung des Präparates nicht empfohlen werden.

https://www.facebook.com/oekotest/photos/a.205463562805739.51133.205277039491058/1451353468216736/?type=3&theater

Aktuelle Studiendaten belegen: Frühe Steroid-Therapie nützt bei leichtem Asthma- sogar bei Kleinkindern

Die Ärzte Zeitung online berichtet, dass vor allem Kinder mit belastungsabhängigen Symptomen möglichst frühzeitig mit inhalativen Kortikosteroiden (ICS) behandelt werden sollten.
Viele Eltern asthmakranker Kinder wollen jedoch den Beginn einer Therapie mit inhalativen Kortikosteroiden (ICS) aus Angst vor Nebenwirkungen möglichst lange hinauszögern. Aber auch bei Kindern mit leichtem Asthma und vergleichsweise seltenen Symptomen ist eine entzündungshemmende ICS-Dauertherapie vorteilhaft, bestätigen neue Studiendaten.
Professor Antje Schuster, Universitätsklinik Düsseldorf sagte während des Allergo Update 2017 in Berlin “Vor allem Kinder mit belastungsabhängigen Symptomen sollten möglichst frühzeitig mit ICS behandelt werden”. Die Pädiaterin aus Düsseldorf belegte dies unter anderem mit Daten der aktuellen START-Studie bei insgesamt mehr als 7000 Patienten mit leichtem Asthma, darunter rund 2000 im Alter von 5 bis 10 Jahren, alle bisher ohne ICS-Dauertherapie. Die Studienteilnehmer wurden über drei Jahre mit Budesonid (1 x täglich 400 oder 200 μg) oder Placebo behandelt.
Die Wahl einer ICS-Dauertherapie insbesondere bei Kindern mit Typ-2-Entzündung bestätigt eine weitere aktuelle Studie bei 300 Kleinkindern mit leichtem Asthma.
Diese Patienten sprachen darauf deutlich besser an als auf die tägliche Einnahme eines Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten oder eine Bedarfstherapie mit ICS, berichtete Professor Schuster.
In der Praxis setzt die Pädiaterin vor allem auf Fluticason und empfiehlt eine regelmäßige Überprüfung des Längenwachstums. Bei niedrig dosierter ICS-Therapie seien Wachstumsbeeinträchtigungen sehr unwahrscheinlich, so prof. Schuster weiter.

Quelle: Ärzte Zeitung online

Laubbläser – Achtung Schimmelpilzallergiker

Sie sind wieder unterwegs – die laut tösenden Ruhestörer. Von dem Krach mal ganz abgesehen, stellen Laubbläser für Schimmelpilzallergiker einen Gefahr dar. Durch die Arbeiten werden Myriaden von Schimmelpilzsporen aufgewirbelt und in die Luft gebracht. Als Schimmelpilzallergiker sollte sie selber solche Arbeiten meiden und einen grossen Bogen machen, wenn Sie diese Arbeiten sehen.

 

Allergiker auch in der Kirche nicht sicher?

Der Kölner Express veröffentlich die Schlagzeile: „Der Leib Christi – jetzt auch für Allergiker“, aber Achtung!!

Liest man den Artikel merkt man schnell, so einfach ist es nicht. Menschen mit Zöliakie müssen glutenhaltige Lebensmittel vermeiden und können auf glutenfreie Weizenstärke ausweichen. Aus genau dieser sind die glutenfreien Oblaten, die im Kölner Dom angeboten werden. Für Menschen mit Zöliakie geeignet, ja! Eine Zölkiakie ist aller nicht gleichzusetzen mit einer Gluten-Allergie und erst Recht nicht mit einer Weizen-Allergie.

Für Allergiker sind diese Oblaten als Hostie nicht geeignet. Da die glutenfreie Weizenstärke andere Allergieauslöser des Weizens enthalten kann, die trotz Glutenfreiheit noch allergische Reaktionen auslösen können.

Es gibt natürlich auch völlig glutenfreie Hostien, so die Hostienbäckerei des Doms – die bestehen dann aus reinem Kartoffelmehl und Wasser. Das Problem hier ist allerdings, dass Kartoffelmehl „für die Eucharistie ungültige Materie“ ist, so legte es 2003 Joseph Kardinal Ratzinger als Leiter der Kongregation für die Glaubenslehre fest. Bedeutet: Die Kartoffelmehl-Hostien dürfen bei der Wandlungsfeier eigentlich nicht als „Leib Christi“ ausgegeben werden.

..und wer hat wieder das Nachsehen… der Allergiker.

Rückruf!

Der Hauswein “Pizza Pasta Basta” Rotwein aus Italien trocken (1,0 Liter Glasflasche, Charge: L 16179) von Wein und Spirituosen Karl Hendrik Frick e.K. wird zurückgerufen.

Es fehlt die Allergenkennzeichnung wie z.B. “enthält Sulfite”, obwohl der Wein den allergenen Stoff “Schwefeldioxid” enthält.

Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes bietet die Weinkellerei Karl Hendrik Frick e.K. die Rücknahme der gekauften Flaschenweine an.