AGATE Anaphylaxieschulung für erwachsene Nahrungsmittelallergiker in München

Wann: 6. und 13. April 2016
Wo:     München, Hautklinik der LMU
Wer:    Personen mit Nahrungsmittelallergie und Anaphylaxierisiko, die wegen Ihrer
            Allergie einen Adrenalin-Autoinjektor erhalten haben

Die Schulung in München wird vom erfahrenen AGATE Schulungsteam der Hautklinik der LMU München, Frau Prof. Franziska Rueff in Kooperation mit Dr. Imke Reese, Ernährungstherapeutin mit Spezialisierung auf Nahrungsmittelallergien in den Räumlichkeiten der Hautklinik an den o.g. angegebenen Terminen jeweils von 16 – 19 Uhr durchgeführt.

Bitte setzen Sie sich zwecks weiterer Info und Anmeldung mit Frau Prof. Rueff in Verbindung: franziska.rueff@med.uni-muenchen.de

Inhalationstherapie: Anwendungsfehler gefährden Behandlungserfolg bei COPD

Passend zum Beitrag von gestern Aktuelle Kongress-Nachrichten vom 57. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)

Leipzig 3.3.2016 – Rund zwei Drittel aller Patienten mit Lungenerkrankungen wenden ihren Inhalator falsch an und gefährden so ihren Behandlungserfolg. Auch die Vielfalt an Geräten mit mangelnder Kennzeichnung und Rabattverträge zwischen Krankenkassen und Herstellern führen dazu, dass Patienten oft nicht das für sie passende Gerät mit dem richtigen Medikament bekommen. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) und die Deutsche Lungenstiftung (DLS) fordern eine eindeutige Farbkennzeichnung der Inhalatoren und Schulungsangebote für Lungenpatienten. Über die richtige Anwendung von Inhalatoren und Medikamenten berichten Experten auf der heutigen Pressekonferenz im Rahmen des DGP-Kongresses in Leipzig.

Zwischen drei und fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung mit Symptomen wie Husten, vermehrter Schleimbildung und Atemnot. Um die Beschwerden zu lindern und den Krankheitsverlauf zu verlangsamen, atmen die Betroffenen Medikamente als Sprühnebel über einen Inhalator ein. Untersuchungen zeigen jedoch, dass die Anwendung oft nicht klappt: nur 30 Prozent der Patienten benutzen ihre Inhalatoren richtig. „Anwendungsfehler führen dazu, dass Patienten eine zu geringe Dosis einnehmen und die Krankheitssymptome sich verschlimmern können“, erklärt Professor Dr. med. Claus Vogelmeier, Vorsitzender der DLS und Direktor der Klinik für Innere Medizin mit Schwerpunkt Pneumologie des Universitätsklinikums Gießen und Marburg am Standort Marburg. Um Fehler beim Einsatz des Gerätes zu vermeiden, empfiehlt der Experte den Betroffenen, eine Schulung zu besuchen, in der sie den richtigen Umgang mit dem Gerät lernen.

Die Zahl der Inhalatoren-Modelle und inhalierbaren Medikamente ist in den letzten Jahren stark angestiegen, so Vogelmeier. „Viele Ärzte sind inzwischen durch die große Zahl verfügbarer Systeme verwirrt“, erklärt der Experte. Durch Rabattverträge zwischen Herstellern und Krankenkassen, ist zudem das Risiko groß, dass Patienten in der Apotheke nicht das Produkt bekommen, das ihr Arzt ihnen verschrieben hat. „Stattdessen erhalten sie oft ein kostengünstigeres Präparat, auf das sie unter Umständen aber nicht geschult sind“, erklärt Vogelmeier im Vorfeld des DGP-Kongresses.

Um Patienten mit COPD und anderen Lungenerkrankungen eine erfolgreiche Behandlung zu sichern, schließt sich der DAAB gerne den Forderungen des DLS und der DGP an:

-Eine einheitliche, farbige Kennzeichnung von Inhalatoren, die gleiche Medikamentengruppen enthalten.

- Apotheken sollten ausschließlich jene Inhalatoren und Medikamente ausgeben, die der Arzt verordnet hat.

Berichten Sie uns von Ihren Erfahrungen mit Inhalatoren.

Atemnot, Lebensgefahr und Todesangst auf Rezept? Nein, danke!

Der DAAB fordert: Kein Austausch von Asthmasprays und Adrenalinautoinjektoren!

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) hat sich klar gegen einen möglichen Austausch von Inhalationsgeräten und Adrenalinautoinjektoren in der Apotheke ausgesprochen. Dies wird aber möglich, wenn Inhalationsgeräte für den Einsatz bei Atemwegserkrankungen sowie Adrenalinautoinjektoren zur Notfallbehandlung eines anaphylaktischen Schocks nicht in die sogenannte Substitutionsausschlussliste aufgenommen werden.

Die Folge: Inhalationssysteme und Adrenalinautoinjektoren können in der Apotheke gegen wirkstoffgleiche Arzneimittel ausgetauscht werden, wenn der Arzt dies auf der Verordnung nicht ausschließt. Viele Ärzte verzichten aber wegen möglicher Regressängste und der Forderung zur Verordnung nach dem Wirtschaftlichkeitsprinzip ganz auf den Ausschluss. Eine fatale Entwicklung, die die richtige Versorgung der Patienten weiter einschränkt.

Der Arzt wählt beispielsweise ein Inhalationsgerät, das zu dem jeweiligen Patienten passt, von diesem also gut zu bedienen ist. Denn: Nicht  jedes Inhalationsgerät ist für jeden Patienten geeignet. Die Patienten müssen auf diese Systeme geschult werden. Ein ständiger Wechsel der Handhabung führt zu großer Unsicherheit und kann bei einem akuten Asthmaanfall große Probleme bereiten.

Dies gilt auch für den Adrenalin-Notfallpen, der in einer allergischen Notsituation sofort gesetzt werden und daher vorher trainiert werden muss.

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund spricht sich daher gegen den Austausch von Inhalationsgeräten bei Patienten mit Atemwegserkrankungen und von Adrenalin-Autoinjektoren bei Menschen mit Anaphylaxie aus und fordert die Aufnahme dieser Arzneimittel in die SubstitutionsAusschlussListe (SAL). 

 Werden Sie aktiv und machen mit!

Sie können den DAAB dabei tatkräftig unterstützen, indem Sie  sich unserer Forderung anschließen und diese unterzeichnet an den Patientenbeauftragten der Bundesregierung senden: Per Email: pflege-patientenrechte@bmg.bund.de

Entwurf für eine Email:

Sehr geehrter Herr Laumann,

Ich/Wir schließe/n mich/uns der Forderung des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) an: Kein Austausch von Inhalationsgeräten und Adrenalin-Autoinjektoren in der Apotheke!. Wir fordern die Aufnahme von Inhalationsgeräten für den Einsatz bei Atemwegserkrankungen sowie Adrenalin-Autoinjektoren zur Notfallbehandlung eines anaphylaktischen Schocks in die Substitutionsausschlussliste (SAL).

Ihre Unterschrift

Wenn Sie einen Brief schicken möchten, wäre die Adresse:

Büro des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten und Bevollmächtigten für Pflege
Friedrichstraße 108
10117 Berlin

DAAB-Webinar für Mitglieder des DAAB zum Thema „Hautpflege bei Neurodermitis für Erwachsene“

Wann:                  Mittwoch, 2. März 2016, 17 – 18 Uhr

Die effektivste Behandlung einer Neurodermitis – neben dem Meiden der persönlichen Auslöser – stellt die regelmäßige Pflege der Haut dar. Die Ursache der Neurodermitis kann durch Hautpflege oder Bäder nicht behoben werden. Es können aber durch eine sinnvolle und konsequente Pflege die deutlich sichtbaren und spürbaren Symptome der Haut gelindert werden. Es gibt keine allgemeingültigen Empfehlungen, welches konkrete Produkt für welchen Schweregrad der Neurodermitis am geeignetsten ist. Und genau das ist die größte Schwierigkeit.

Gerne möchten wir Ihnen das Einmaleins des Eincremens näher bringen, und Sie dabei unterstützen, den für Sie günstigsten Weg der Hautpflege zu finden.

Das Webinar ist ein Angebot und eine Serviceleistung des DAAB für seine Mitglieder.

Möchten Sie sich anmelden, dann schicken Sie eine Email an: sl@daab.de. Sie erhalten dann die Zugangsdaten.

Referentin:     Gabriele Wiener-Hemme, Neurodermitis-Trainerin und
examinierte Kinderkrankenschwester, Köln/ Aachen