Pollen einfach wegduschen

„Befreit durchatmen können“- das ist für Pollenallergiker oftmals der größte Wunsch, während der Pollensaison.
Die Nase läuft und trieft und eine Flucht vor den Pollen ist meist nicht möglich.
Eine Nasenspülung kann, zumindest zeitweise, Linderung verschaffen, da die Allergene durch die Spülung mit einer Salzlösung aus der Nase herausgespült werden und so der Kontakt mit der Nasenschleimhaut beendet wird. Zudem wird das gebildete Nasensekret weggespült.
Um einen positiven Effekt zu erzielen sollte Folgendes beachtet werden:

  • Die Nasendusche sollte immer gut gereinigt werden und zwischen den Anwendungen trocknen können, damit sich dort keine Krankheitskeime sammeln.
  • Die Spüllösung immer frisch herstellen (mit Salz oder Solelösung, je nach Hersteller) und auf das richtige Mischungsverhältnis achten. Ein zu hoher oder zu niedriger Salzgehalt kann die Nasenschleimhäute irritieren und zu unangenehmem Brennen führen. Daher sollte eine isotonische Lösung benutzt werden, die dem Salzgehalt in der Tränenflüssigkeit entspricht. Für die richtige Dosierung helfen die vorportionierten Salz-Sachets und der Dosierstrich auf der Nasendusche.
  • Auch die richtige Technik ist bei der Nasenspülung wichtig. Die Hersteller erklären in den Gebrauchsanweisungen wie die Körperhaltung sein sollte.
  • Am wichtigsten ist es, den Kopf leicht zur Seite zu neigen und den Mund weit zu öffnen, damit sich das Gaumensegel schließt und die Salzlösung nicht durch den Rachen in den Mund, sondern durch die Nase fließt.

Wer sich unsicher ist, kann auf der Homepage einiger Herstellern Videos dazu anschauen.

Erhöhtes Asthmarisiko für Frauen in den Wechseljahren

In einer großen Studie (2.322 Frauen im Alter von 45 – 65 Jahren) wurden die Teilnehmerinnen nochmals nach 12 Jahren zu ihren Atemwegsbeschwerden befragt. Zu Beginn der Studie (1999-2001) hatten alle Frauen kein Asthma und nahmen keine Hormone. Es wurden auch u.a. Body-Mass-Index (BMI), Alter, Rauchverhalten, Ausbildung und Sport bei der Auswertung berücksichtigt. Frauen in der Menopause hatten ein höheres Risiko an Asthma und Atembeschwerden zu erkranken als Frauen, die sich nicht in den Wechseljahren befanden. Quelle:  J Allergy Clin Immunol 137: 50-57.

Was ist Asthma? http://www.daab.de/atemwege/was-ist-asthma/

Kanadisches Berufkraut: Neues oder zukünftiges Allergen?

Das Kanadische Berufkraut gehört zu den am meisten eingebürgerten Arten auf der Welt. Es stammt ursprünglich aus Nordamerika. Es ist ein Korbblütler, der häufig an Wegrändern oder auf Brachen vorkommen kann. Seine Blütezeit ist von Juni bis September/Oktober. Unklar ist zurzeit, ob neben Korbblütlern wie Beifuß oder Ambrosia, auch die Zunahme weiterer Korbblütler ein Grund für allergische Reaktionen sein kann. In Südeuropa wird bei einigen Pollenfluginformationen neben Ambrosia auch bereits die Blütezeit der Korbblütler insgesamt erfasst.

Achtung Allergie-Rückruf

The Coconut Collaborative – Joghurtalternative auf Kokosnussbasis

(Uplegger Food Company GmbH)

Grund der Warnung: mögliche Auslösung von allergischen Reaktionen

Verpackungseinheit: 6 X 120 g / Pck.

Haltbarkeit: MHD 27.07.2017 und 03.08.2017

Chargennr. : Erdbeere 085581, Natur 085578, Heidelbeere 085904, Mango 085580

Aufgrund eines abweichenden Untersuchungsergebnisses der Qualitätskontrolle, wird aus Gründen des vorsorglichen Verbraucherschutzes die gesamte Charge der Produkte zurückgerufen:

Coconut Kokosnuss Natur 120g  MHD 27.07.2017

Coconut Kokosnuss Mango-Passionsfrucht 120g MHD 27.07.2017

Coconut Kokosnuss Heidelbeere 120g  MHD 03.08.2017

Coconut Kokosnuss Erdbeere 120g  MHD 27.07.2017

Coconut Kokosnuss Mischkarton Heidelbeere/Mango 120g  MHD 27.07.2017/ 03.08.2017

Coconut Kokosnuss Mischkarton Natur/ Heidelbeere/Mango 120g MHD 27.07.2017/ 03.08.2017

Falsch oder wahr? Mythen zum Thema Ernährung und Allergien Der DAAB klärt auf

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1. Allergien können durch den Verzicht auf Kuhmilch und andere Auslöser beim Säugling vermieden werden. Falsch!

Neuere Untersuchungen zeigen, dass gerade Säuglinge kleine Portionen Fremdeiweiß benötigen, um eine so genannte Toleranz auszubilden. Ab dem 4.-6. Lebensmonat können auch potente Allergieauslöser in der Beikost gegeben werden. Hierzu gehören Milch, Weizen, Fisch und später Hühnerei, Soja etc.

2. Möhre/Karotten sind ein starker Allergieauslöser. Falsch!

Die Karotte oder Möhre wird immer wieder – zu Unrecht – als ungünstiges Nahrungsmittel für den Beikostbeginn genannt.

Es gibt viele Pollenallergiker, die Karotten vor allem im rohen Zustand nicht vertragen. Damit ist sie aber nicht automatisch ein problematisches Lebensmittel bei Säuglingen, zumal diese sie gekocht essen.

Sie wirkt stuhlfestigend, was gerade bei gestillten Säuglingen häufig sogar erwünscht ist, aber in einigen Fällen zu vorübergehenden Verstopfungen führen kann.

Als häufig erstes eingeführtes Nahrungsmittel werden der Karotte alle Reaktionen zugeschrieben, die in der Zeit des Beikostbeginns auftreten. Diese sind in den meisten Fällen gar nicht abhängig von der Karotte selbst, sondern vielmehr von der Umstellung der Ernährung von Milch auf ballaststoffreiche Kost oder treten zufällig in der Zeit der Beikosteinführung auf.

Fazit: Karotten oder Möhren sind aufgrund des hohen beta-Carotin Gehaltes das beste Anfangsgemüse für Ihren Säugling!

3. Die Spurenkennzeichnung auf Lebensmittelverpackungen ist gesetzlich vorgeschrieben. Falsch!

Hersteller verwenden mitunter in der Kennzeichnung ihrer Produkte die freiwelligen Angaben zu möglichen Spuren, die durch die Produktion ungewollt in ein Lebensmittel gelangen können.

„Kann Spuren von …. enthalten“  oder

„Hergestellt in einem Betrieb, der auch Haselnüsse verarbeitet“.

Diese Angaben sind nicht gesetzlich geregelt. Sie erfolgen von den Herstellern aus Gründen der Produkthaftung. Trotz bestehendem Hinweis müssen nicht zwingend Spuren eines Allergieauslösers im Produkt enthalten sein. Bei fehlendem Hinweis bedeutet es im Gegenzug nicht, dass keine Spuren enthalten sind.

4. Gluten-Unverträgichkeit ist gleich Zöliakie. Falsch!

Zöliakie-Patienten leiden unter einer chronischen Erkrankung der Dünndarmschleimhaut. Sie müssen lebenslang eine glutenfreie Ernährung einhalten und kleinste Mengenschädigen bereits die Dünndarmschleimhaut. Eine Gluten-Unverträglichkeit oder Glutensensitivität ist eine vermutete Unverträglichkeit des Glutens. Wissenschaftlich werden die Grundlagen zum Pathomechanismus und zur Diagnose bislang noch erforscht. Fest steht aber, dass es einigen Patienten besser geht, wenn sie sich glutenarmi ernähren –eventuell profitieren sie von der ballaststoffärmeren Kost und nicht von der glutenfreien Ernährung.

 5. Laktosefrei bedeute frei von Laktose. Falsch!

Lebensmittel mit einem Laktosegehalt unter 0,1g/100g Endprodukt können als laktosefrei bezeichnet werden. Eine weitere mögliche Kennzeichnung wäre: Laktosegehalt unter 0,1 Prozent. Verpflichtend sind diese Angaben allerdings nicht. Die Aussage „laktosefrei“ kann als Werbung auf einem Käse stehen und daneben der Käse mit dem gleichen Laktosegehalt hat diese Kennzeichnung nicht, ist aber genauso verträglich

6. Dinkel kann bei einer Weizenallergie eingesetzt werden. Falsch!

Dinkel als Urform des Weizens und Grünkern (unreif geernteter und gedarrter Dinkel) werden von vielen Weizenallergikern ebenfalls nicht vertragen, da die Allergieauslöser nahezu identisch sind. Andere Urformen wie Einkorn, Zweikorn (Emmer) und Kamut oder Triticale, die Kreuzung aus Weizen und Roggen, sind ebenfalls zu meiden bzw. die individuelle Verträglichkeit muss ausgetestet werden.

7. Ziegen- und Schafsmilch sind immer Alternative bei einer Kuhmilchallergie. Falsch!

Der Hauptauslöser der Kuhmilch ist das Eiweiß Casein. Es wird durch Hitze nicht zerstört und kommt in allen Tiermilchen (Ziege, Schaf, Stute) vor. In Einzelfällen, bei sehr wenigen Kuhmilchallergikern, können erhitzte Milch und  Produkte oder Ziegen- und Schafsprodukte verträglich sein. Der Allergieauslöser ist dann ganz spezifisch das Molkenprotein.

Tödlicher Sprung ins kalte Wasser…

In Deutschland leiden etwa 45 000 bis 75 000 Menschen an einer Kälteallergie. Bei dieser Sonderform der Nesselsucht entstehen beim Kontakt mit Kälte rote Quaddeln auf der Haut, die jucken und brennen. Für die Betroffenen ist eine solche Kälte-Urtikaria sehr einschränkend und im Einzelfall gefährlich. Im Winter kann es je nach Ausprägung der Krankheit zu Beschwerden kommen, so dass die betroffenen Personen nur dick eingepackt mit Mütze, Schal oder Skimaske vor die Tür gehen können. Doch auch im Sommer können kalte Getränke, Eis oder kalte Speisen Schwellungen an Gesicht und Lippen auslösen. Der Sprung ins kalte Wasser kann neben den Beschwerden an der Haut auch lebensbedrohliche Kreislaufbeschwerden hervorrufen.

Alltagstipps bei Kälteurtikaria:

  • Vermeiden Sie Kälte (kaltes Wasser, Kühlpacks, kalte Sitzplätze…)
  • Handschuhe, Schal, Mütze oder Skimaske schützen vor Kälte. Je mehr Hautpartien vor direktem Kälteeinfluss geschützt sind, desto geringer sind die Auswirkungen.
  • Tragen Sie immer Ihre Medikamente und eine antiallergische Salbe bei sich, um im Notfall die Symptome schnell mildern zu können.
  • Vorsicht beim Baden in kalten Gewässern! Gewöhnen Sie Ihren Körper langsam an das kühle Nass.

Sport als Gefahrenquelle  

Wenn der Freizeitsport, ein Saunabesuch oder scharf gewürztes Essen die Haut brennen lässt, liegt eine spezielle Form der Nesselsucht vor: die cholinerge Urtikaria. Sie ist die häufigste Sonder- und die zweithäufigste Urtikariaform überhaupt und tritt überwiegend bei jungen Erwachsenen auf. Ausgelöst wird diese Form der Nesselsucht oft durch bestimmte Ereignisse, welche die Körpertemperatur ansteigen lassen:

  • Sport (laufen, Rad fahren, Tennis oder Squash spielen)
  • Tanzen
  • Sauna, heiße Duschen, warme Vollbäder
  • Scharf gewürztes Essen
  • Alkohol
  • Infekte mit Fieber
  • Plötzlicher emotionaler Stress

Beide Formen der Nesselsucht können nur durch entsprechende Medikamente oder eine Gewöhnungstherapie behandelt werden.

Haben Sie Fragen zur Urtikaria sprechen Sie uns an unter info@daab.de.

Mückenschutz für Allergiker

Duftstoff-Allergiker, Menschen mit empfindlicher Haut und Kinder müssen zur Zeit wieder besonders aufpassen. Immer häufiger berichten Betroffene über Insektenstiche (Mücke, Bremse etc.), die sich stark entzünden und allergische Reaktionen auslösen. Umso wichtiger ist ein effektiver Schutz. Allerdings ist die Auswahl eines geeigneten Mittels nicht einfach, da es mit den falschen Mitteln zu Kontaktallergien und Atemwegsreizungen kommen kann.

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB)  hat verschiedene Insektenschutzmittel unter die Lupe genommen.

Wer unter Kontaktallergien z.B. auf Duftstoffe leidet oder hyperreagible Atemwege hat, ist auf Produkte angewiesen, die duftstofffrei sind. Gleichzeitig sollte das Produkt aber auch zuverlässig vor Insekten schützen. Leider ist das Sortiment der duftstofffreien Antimückenmittel sehr eingeschränkt und auch das Auffinden ist nicht einfach, da Mückenschutzprodukte nicht unter die Kosmetikverordnung fallen, sondern zu den Bioziden zählen. Diese müssen die Inhaltsstoffe nicht vollständig kennzeichnen.

Aktuell gibt es zwei empfehlenswerte Produkte mit dem Wirkstoff Icaridin (Saltiodin®) zur Insektenabwehrenden. Icaridin ist besser verträglich als das DEET(Ditehyltoluamid), kann aber Augen und Schleimhäute reizen. So ist auch hier eine gezielte Anwendung wichtig. Eingeschränkt empfehlenswert ist auch ein duftstofffreies Produkt von Nobite mit 50%igem DEET-Wirkstoff.

Asthmatiker und Personen mit hyperreagiblen Atemwegen sollten eher Lotionen und Insektenschutzgele bevorzugen, Sprays können die empfindlichen Atemwege belasten.

Produktbezeichnung Wirkstoff Duftstoffe Anmerkungen
SC Johnson GmbHAutan Junior Gel Insektenschutz 10% Icaridin Keine Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe Empfehlenswert geeignet für Kinder ab 2 Jahren und für Schwangere
Nobite Haut SensitiveSprühflasche 30% Satidin (Icaridin) Keine Duft- und Konservierungsstoffe Empfehlenswertgeeignet für Kinder ab 2 Jahren und für Schwangere
Nobite Haut Spray Sprühflasche 50% DEET Keine Duft- und Koservierungsstoffe Eingeschränkt empfehlenswertgeeignet für Kinder ab 5 Jahren und für Schwangere ab dem 4. Monat

 

Natürlich gegen Mücken:

Alternativ können Allergiker auch einen natürlichen Schutz probieren. Hier gibt es verschiedene Varianten, die im Einzelfall ausprobiert werden müssen, zum Beispiel da der natürliche Duft auch empfindliche Bronchien reizen kann.

Es gibt Pflanzen, die einen Zitrusduft verströmen, den die Plagegeiser nicht mögen. Dazu gehören: Duftgeranien (Zitrus), Zitronen-Thymian, Lavendel, Waldmeister, Zitronenmelisse, Zitronenverbene, Melisse und Eberraute. Pflanzen Sie diese in Balkonkästen und stellen Sie direkt vor die Fenster auf Terrasse und Balkon. Getrocknet können Sie die Kräuter als kleine Sträußchen in die Fenster und Türen hängen oder den Tisch damit dekorieren.

Dicke Luft im Innenraum

Vor ätherischen Ölen im Innenraum rät der DAAB allerdings ab. Die enthaltenen flüchtigen Substanzen reizen die Atemwege. Aufgetragen auf die Haut kann es zu Kontaktallergien oder Hautreizungen kommen.

Ein effektiver Schutz vor Mückenstichen in Wohnräumen ist das Anbringen von Mückennetzen in Fenstern und an den Türen. Für die nächtliche Ruhe sind auch Moskitonetze über dem Bett gut geeignet. Im Handel befinden sich speziellen Netze, die mit Abwehrmitteln getränkt sind. Über ihre Effektivität aber auch gesundheitliche Risiken gibt es keine Veröffentlichungen. Nach Ansicht des DAAB sind diese Abwehrmittel für empfindliche Personen nicht geeignet.

Mücken finden einen idealen Brutplatz in abgestandenem Wasser. Daher ist es im Garten wichtig, solche Quellen (abgestandenes Wasser in Eimern, Regentonnen, etc.) zu meiden bzw. zu beheben.

Insektengift-Allergie – Achtung Lebensgefahr!

Allergische Reaktionen auf Insektenstiche werden in Deutschland am häufigsten durch Bienen und Wespen hervorgerufen. Für mehr als 3 Millionen Deutsche kann so ein Stich lebensgefährlich sein.

Beim Insektengiftallergiker treten nach einem Stich heftige Schwellungen rund um die Einstichstelle auftreten, manchmal begleitet von Atemnot, Schwindelgefühl, Schwellungen im Gesicht sowie am Hals und starker allgemeiner Hautrötung. Meist setzen diese Reaktionen Sekunden beziehungsweise Minuten nach dem Stechen ein. Bei Nicht-Allergikern sind für eine tödliche Giftwirkung mehrere hundert bis tausend Stiche notwendig. Hat ein Mensch jedoch eine Allergie gegen das Insektengift entwickelt, so kann es bei jedem weiteren Stechen zu starken, teilweise sogar lebensgefährlichen Reaktionen kommen (anaphylaktischer Schock).

Hier wird eine Hyposensibilisierung (Spezifische Immuntherapie, SIT) empfohlen. Diese Therapie erzielt einen langanhaltenden Schutz erreicht Besteht das Risiko einer Anaphylaxie, wird ein Notfallset verordnet.

Ausführliche Informationen zur Insektengift-Allergie und zum Thema Anaphylaxie können Sie kostenlos bestellen unter: info@daab.de

DAAB-Tipps für Insektengift-Allergiker

  • Immer ein Notfallset mitführen und sofort anwenden, wenn man gestochen wurde.
  • Bei hohen Temperaturen den Notfall-Pen in eine geeignete Kühltasche oder leere Thermoskanne geben.
  • In der Nähe von Bienen und Wespen rasche Bewegungen vermeiden und nicht nach ihnen schlagen.
  • Möglichst nicht in die Nähe von Fallobst gehen. Vorsicht beim Obst- und Blumenpflücken.
  • Vorsicht bei Gartenarbeiten! Bedecken Sie dabei so viel wie möglich von Ihrem Körper (lange Ärmel, lange Hosen, Hut).
  • Weite, flatternde Kleider, schwarze Stoffe und farbige Blumenmuster meiden.
  • Meiden Sie Parfüms, Haarsprays, stark parfümierte Pflegeprodukte.
  • Lassen Sie beim Essen im Freien keine Süßigkeiten oder Fleischreste herumliegen.
  • Gehen Sie im Sommer nie barfuß. Bienen bevorzugen den Aufenthalt im Klee und viele Wespen leben in Bodenlöchern.
  • Meiden Sie Mülltonnen und Abfallkörbe im Freien.

Weitere Tipps finden Sie unter www.daab.de

Milchallergie oder Laktose-Intoleranz?

Blähungen nach einem Quarkdessert, Durchfall nach Milchgenuss  - aber alle Allergietests fallen negativ aus?
Dann kann eine Laktose-Intoleranz vorliegen.

Nicht nur das Milchprotein kann bei entsprechend sensibilisierten Menschen in Form einer Milchallergie zu unangenehmen Reaktionen nach dem Verzehr führen, auch das Kohlenhydrat der Milch, der Milchzucker, kommt in diesen Fällen als Auslöser einer Laktose-Intoleranz (Milchzucker-Unverträglichkeit) in Betracht.

Bei einer Laktose- Unverträglichkeit wird das Kohlenhydrat der Milch (Milchzucker) – nicht oder nicht ausreichend aufgespalten. So verbleibt der Milchzucker im Darm und
wird durch Darmbakterien verstoffwechselt. Es kommt zur Gärung und zu den typischen Symptomen wie Durchfall und Blähungen.
Hervorgerufen wird die Symptomatik durch einen Mangel an Laktase, dem Enzym, welches für die Verdauung von Milchzucker zuständig ist.

Diagnose Atemtest unumgänglich

Der klassische Nachweis der Laktose-Unverträglichkeit ist der H2-Atemtest. Bei diesem etablierten Testverfahren wird in der Arztpraxis – nach Gabe von Laktose – das Gas H2 in bestimmten Zeitabständen in der ausgeatmeten Luft bestimmt. Wird die Laktose nicht gespalten, entsteht dieses Gas im Dünndarm und wird abgeatmet.
Behandelt wird die Laktose-Intoleranz über eine Ernährungsumstellung. Während der Milchallergiker zum Beispiel eine strikte Karenz einhalten muss, da die allergische Reaktion schon auf kleinste Mengen auftreten kann, gestaltet sich die Diät des Laktose-Intoleranten moderater.
Ein komplettes Meiden bis hin zu Spuren von Laktose ist allerdings nur in sehr seltenen Fällen notwendig  und bei der angeborenen Form (Alactasie).
Wie streng eine laktosearme Kost zu gestalten ist, wird im Rahmen einer individuellen Ernährungstherapie festgelegt. In einem Drei-Stufen-Schema kommt erst eine streng laktosearme Kost zum Einsatz, die nach Besserung der Beschwerden systematisch aufgebaut wird.
Adressen von Ernährungsfachkräften aus Ihrer Region erhalten Sie unter info@daab.de

 

Mit Allergien auf Reisen – DAAB-Sprachführer hilft

Für Allergiker kann die Urlaubsplanung oftmals problematisch werden: Die Suche nach dem passenden Urlaubsort und der richtigen Unterkunft und die Frage: „Wo kann ich beschwerdefrei essen?“

Besonders, wenn man mit der Landessprache des Urlaubsortes nicht vertraut ist, kann der Restaurantbesuch oder der Hotelaufenthalt zur Herausforderung werden.

Damit Allergiker ihren Urlaub möglichst unbeschwert genießen können hat der DAAB einen Sprachführer für Allergiker herausgegeben. Er enthält neben Reisetipps und Informationen zur Lebensmittelkennzeichnung im Ausland als Herzstück Sprachtabellen für Lebensmittel.

In ihnen werden über siebzig Lebensmittel, die häufig Allergien auslösen, aufgeführt und in elf europäische Sprachen übersetzt. Damit sich Gäste mit Allergien im Restaurant besser verständigen können, wurden auch Sätze, in denen der Gast seine Allergien schildert, in jede der Sprachen übersetzt.

Dazu werden im Reiseratgeber auch die wichtigsten landestypischen Gerichte erklärt und die enthaltenen Allergene aufgezeigt. Bestellen per E-Mail: info@daab.de