Kostenfreies Webinar Urtikaria- Nesselsucht

lich des Welt-Urtikaria-Tages veranstaltet der DAAB ein kostenfreies webinar für Interessierte mit Prof. Marcus Maurer aus der Charité Berlin am 26.9.2017.

Die Urtikaria, auch Nesselsucht genannt, ist die häufigste Erkrankung der Haut. Etwa 25% der Bevölkerung hat schon einmal eine Urtikaria durchlebt. Bei einer Urtikaria kommt es zu plötzlich juckenden Quaddeln an der Haut oder an einzelnen Hautpartien. Häufig treten gleichzeitig -aber auch allein – tiefe Schwellungen der Haut, so genannte Angioödeme, auf. Begleitet werden die Symptome durch starken andauernden Juckreiz.  Ungefähr ein Drittel der Urtikaria-Patienten leidet unter einer akuten Form der Nesselsucht. Diese verläuft unproblematisch, tritt plötzlich wie aus heiterem Himmel auf und klingt nach wenigen Tagen oder Wochen ab. Auslöser hierfür können zum Beispiel Infekte, Schmerzmittel oder andere Medikamente sein. Die akute Form ist in der Regel ein einmaliges, selbst limitiertes Ereignis.  Weitaus schwieriger für den Arzt und den Patienten sind Urtikaria-Formen, die länger als sechs Wochen andauern und täglich (kontinuierlich) oder in Abständen von mehreren Tagen (rezidivierend) auftreten. Der Fachmann spricht in solchen Fällen von einer chronischen Urtikaria. Einer solchen Nesselsucht kann eine Vielzahl von Ursachen zugrunde liegen. Während bei der akuten Urtikaria selten nach den genauen Ursachen geforscht wird, sollte bei einem chronischen Verlauf neben der Behandlung der Symptome, eine gründliche Suche nach Auslösern und Ursachen Bestandteil der Therapie sein. Gerne möchten wir Ihnen die unterschiedlichen Formen und Auslöser, sowie aktuelle Therapieoptionen näherbringen. Hierzu konnten wir Prof. Maurer, einen führenden Experten auf dem Gebiet aus der Charité – Universitätsmedizin – in Berlin gewinnen.

Aktuelle Diagnose und Therapieoptionen der Urtikaria – Informationen für Patienten

Wann:             Dienstag, 26. September 2017, 16.30 – 17.30 Uhr

Referent:        Prof. Dr. Marcus Maurer, Charité Berlin

  •  Nesselsucht und ihre Formen
  • Auslöser – Was bringt die Haut zum Jucken?
  • Diagnose – Welche Untersuchungen sind sinnvoll?
  • Mögliche Therapieoptionen – Was gibt es Neues – was ist alt bewährt?

Anmeldung unter: https://attendee.gotowebinar.com/register/7481210541208293891

Die Teilnahme am Webinar ist kostenfrei.

Voraussetzung zur Teilnahme: Computer oder Laptop mit Internetzugang zur Bildübertragung (Vortragsfolien), Tonübertragung des Vortrags über

a)      im Computer/ Laptop integriertes Mikrofon + Lautsprecher - oder

b)       externe, an den Computer anschlussfähige Kopfhörer (Headset) -oder

c)       Telefon.

Die Anmeldungen werden entsprechend ihrem Eingang berücksichtigt.

Die Teilnahme am Webinar ersetzt nicht die ärztliche Betreuung.

Einsatz von Duftstoff-haltigen Pflegeprodukten in Senioren- und Pflegeeinrichtungen

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Patientenwohl im Fokus Stellungnahme des DAAB zum Einsatz von Duftstoff-haltigen Pflegeprodukten in Senioren- und Pflegeeinrichtungen Leider kommt es immer wieder vor, dass bei Patienten, die in Pflegeheimen und Senioren-Einrichtungen leben bzw. in Krankenhäusern stationär behandelt werden, die bestehenden chronischen Erkrankungen … Weiterlesen

Prävention von Allergien – Erhaltung vorhandener Toleranz !

Haut- und Blut-Testungen auf spezifische IgE-Antikörper können Hinweise auf relevante Lebensmittelallergien geben. Gemieden werden sollten aber nur die Lebensmittel, die auch tatsächlich klinische Reaktionen wie beispielsweise Kribbeln auf der Zunge, Atembeschwerden, Erbrechen oder Hautreaktionen auslösen. Viele Patienten meiden jedoch auch Lebensmittel, die positiv getestet wurden, aber bisher immer vertragen wurden, dies bedeutet nach dem Verzehr gar keine Reaktionen auslösen.

Der DAAB befragt hierzu Frau Dr. Imke Reese, Ernährungswissenschaftlerin aus München:

DAAB: Wie ist dieses Meiden zu bewerten?

Dr. Reese: Die Diagnose „Lebensmittelallergie“ gilt erst dann als gesichert, wenn Be­funde und Klinik (also Beschwerdebild) zusammenpassen. Fälschlicherweise wird oftmals bereits von einer Allergie ausgegangen, wenn lediglich positive Testbefunde vorliegen. Bei letzteren handelt es sich lediglich um den Nachweis einer vorhandenen Sensibilisierung. Der Begriff „Allergietest“ ist folglich verwirrend und müsste korrekt „Sensibilisierungstest“ heißen. Werden Lebensmittel trotz positivem Testergebnis ohne Probleme (reaktionslos) vertragen, sollten diese unbedingt weiter im Speiseplan bleiben.

DAAB: Welche Gefahren gehen von einer vorsorglichen Meidung aus?

Dr. Reese: Mit dem heutigen Wissen kommt dem Er­halt einer bestehenden Toleranz vor allem bei bestehender Sensibilisierung (s.o.) eine besondere Bedeutung zu.Werden bisher problemlos tolerierte Lebensmittel über eine längere Zeit konsequent gemieden, kann sich aus der bestehenden – bisher stummen – Sensi­bilisierung eine klinisch relevante Allergie entwickeln. Die Ergebnisse der LEAP-Studie haben beispielsweise gezeigt, dass die Manifestation einer Erdnussallergie durch regelmäßigen frühzeitigen Ver­zehr von Erdnüssen verhindert wer­den kann. Dies zeigte sich vor allem bei den Kindern, die bereits eine – stumme, also nicht klinisch relevante – Erdnuss-Sensi­bilisierung (im Hauttest) aufwiesen. Wurde Erdnuss hingegen konsequent gemieden, manifestierte sich bei einem Drittel der sensibilisierten Teilnehmer eine Erdnussallergie.

 DAAB: Man kann eine Allergie also durch das vorsorgliche Meiden von verträglichen Lebensmitteln herbeiführen?

Dr. Reese: Das Risiko besteht. Insofern sollten diagnostische Auslassdiäten nur in Zusammenhang mit allergologisch versierten Ernährungsfachkräften durchgeführt werden und nur für einen klar defi­nierten Zeitraum – in der Regel bis zu zwei Wochen. Keinesfalls sollte eine längerfristige Meidung aus Unsicherheit oder falsch verstan­dener Vorsicht erfolgen. Eine Auslassdiät ist längerfristig nur bei einer klinisch relevanten Lebensmittelallergie notwendig, dann allerdings im Rahmen einer Ernährungstherapie die Grundlage therapeutischer Maßnahmen. Nach einer reaktionslosen Provo­kation müssen Allergiker darin be­stärkt werden, das Lebensmittel zukünftig regelmäßig zu verzehren.

Frau Reese, vielen Dank für diese Informationen!

Sensibilisierung

im Haut- oder Bluttest nachweisbare spezifische Antikörper, die das Immunsystem bei Kontakt mit einem harmolsen Stoff, z.B. Milch bildet. DIese spezifischen Antikörper IgE werden im Allergietest nachgewiesen (Sensibilisierungstest)

Allergische Reaktion

Eine Allergie ist es erst, wenn eine Nachweis spezifische Antikörper vorliegt plus reproduzierbare klinische Symptome nach dem Verzehr wie tränende Augen, Kribbeln auf der Zunge, Hautauschlag, Erbrechen, anapohylaktische Reaktion, etc.

Neue Bäume braucht das Land????

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DAAB fordert: Großflächige Neuanpflanzung von Bäumen muss Allergieproblematik berücksichtigen! Mit Erstaunen hörten wir am Montag (21.08.) auf WDR 5 „Morgenecho – Westblick am Morgen“ einen kurzen Radiobeitrag über ein neues Projekt zum Klimawandel im Arnsberger Wald und Lipper Bergland. Dort … Weiterlesen

Von Asthma Betroffene für eine Fernsehreportage gesucht!

Das SWR Fernsehen dreht eine Reportage über die Belastung der Luft durch Autoabgase im Südwesten. Dafür würden wir gerne auch der Frage nachgehen in wie weit gerade Kinder und Jugendliche mit Asthma davon betroffen sind.

Wenn Sie Interesse haben, Ihre Erfahrungen, Ängste als Eltern betroffener Kinder und Ihr Wissen mit uns zu teilen: Bitte melden Sie sich. Wir würden sehr gerne mit Ihnen darüber sprechen.

Über eine Rückmeldung würde ich mich freuen!

Kontakt: SWR-Fernsehen Carmen Colinas Tel.: 06131 929 33348 oder carmen.colinas@swr.de

 

Schulbeginn – für Allergie- und Asthmakids oft mit Problemen

Die Schule startet in den nächsten Tagen in vielen Bundesländern und mit ihr auch die Probleme allergie-, anaphylaktischer und asthmakranker Kinder. Jährlich werden circa 700.200 Kinder eingeschult. Jedes Dritte von ihnen leidet unter allergischen Erkrankungen. Im Schulalltag ergeben sich viele Probleme für die kleinen Allergiker.  

Pollen

Zahlreiche Kinder mit Pollen-Allergie schreiben im Frühjahr die zeugnisrelevanten Klausuren. Da immer noch sehr viele von ihnen – aufgrund von Fehlberatung und Unwissenheit – veraltete Allergie-Medikamente einnehmen, sind Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen und Müdigkeit ein großes Problem für sie.

Hochgradige Pollen-Allergiker werden in der Pause auf den Schulhof geschickt, weil es an Personal für die zusätzliche Aufsicht im Gebäude mangelt, oder aber der Schulsport wird nach draußen verlegt und aus der Bitte um Freistellung resultieren Klassenbucheinträge.

Asthma

Asthmakranke Kinder werden aus Überbehütung der Eltern oder Angst vor zu großer Verantwortung von Seiten der Schule vom Schulsport ausgeschlossen. Dadurch werden die Kinder nicht nur zu Außenseitern gestempelt, sondern auch vom Sport abgehalten, obgleich gezielter Sport für Asthmakinder sehr wichtig ist, da er die Atemmuskulatur stärkt.

Lebensmittelallergien

Kinder mit Lebensmittelallergien können mittags nicht sicher verpflegt werden und erleiden im schlimmsten Fall einen lebensbedrohlichen allergischen Schock, obwohl es allergikergerechte Verpflegungsmöglichkeiten gibt.

Die Gabe von Notfallmedikamenten ist nicht zufriedenstellend geregelt. Bei einem allergischen Notfall können lebensbedrohliche Symptome sehr schnell auftreten, so dass es unter Umständen nicht ausreicht, nur den Notarzt zu rufen. Es kann lebensrettend sein, die Notfallmedikamente schnell zu verabreichen. Leider sieht der Alltag anders aus und die Gabe der Notfallmedikamente wird durch das Schulpersonal oft abgelehnt.

Grundschule beginnt – Alleleland hilft Allergie-Kids!

Die Schule startet in den nächsten Tagen in vielen Bundesländern und mit ihr auch die Probleme allergie-, anaphylaktischer und asthmakranker Kinder.

Im Schulalltag ergeben sich viele Probleme vor allem für die noch sehr jungen Allergiker in der Grundschule.

Allergie-Lern-Welt „Alleleland“ für Kids

Für Grundschulkinder hat der DAAB das Allergie-Lern-Land „Alleleland“ entwickelt. Deutschlands erste Internetseite für Kinder, die das Thema Lebensmittelallergien kindgerecht und spielerisch erklärt. Mino, der Professor, und Glucks sein „kleiner Helfer“ sind zwei Forscher, die die Kinder mit in ihre Welt, das Alleleland, nehmen und viele Abenteuer bestehen. Es gibt Milchfälle, Hühnerbäume und Nussberge. Die Kinder lernen in diesen Welten spielerisch etwas über ihren Allergieauslöser. Sie lernen – zum Beispiel beim Spielen des „Eierlaufs“ – geeignete Lebensmittel zu erkennen und Unverträgliche auszusortieren. In Minos Haus finden die Kinder dazu viele Informationen rund um das Thema Lebensmittelallergie, vom Lexikon bis zum Wissens-Quiz.

Gleichermaßen bietet der Internetauftritt auch für Eltern und Kita- sowie Schulpersonal die Möglichkeit, dieses Thema zu vertiefen und in Unterrichtseinheiten oder Aktivitäten der Kita zu integrieren.

Das Alleleland wird stetig um Allergieauslöser und Krankheitsbilder ergänzt.

 

 

Schulbeginn… auch für Allergie-kranke Kinder

Die Schule startet in den nächsten Tagen in vielen Bundesländern und mit ihr auch die Probleme allergie-, anaphylaktischer und asthmakranker Kinder.

Jährlich werden circa 700.200 Kinder eingeschult. Jedes Dritte von ihnen leidet unter allergischen Erkrankungen. Alleine die Anzahl der Schulkinder mit schweren Lebensmittelallergien hat sich in den letzten 10 Jahren versiebenfacht. Im Schulalltag ergeben sich viele Probleme für die kleinen Allergiker. Ob Schulpausen, Klausurenzeit, Mittagsverpflegung oder Notfallbehandlung bei allergischen Symptomen. Allergien stellen Eltern, Schüler und Lehrer vor eine Herausforderung.

Allergischer Notfall und bürokratischer Notstand

Aufgrund der Bildungshoheit der Länder gibt es in Deutschland keine einheitlichen rechtlichen Regelungen zur Medikamentengabe in Schulen. Eine aktuelle Umfrage des DAAB ergab: Zwölf Bundesländer haben eine rechtliche Regelung zur Medikamentengabe; sechs erwähnen darin den allergischen Notfall. Nur fünf Bundesländer stufen den Anaphylaxie-Autoinjektor (Notfallhilfe beim allergischen Schock) als Erste-Hilfe-Maßnahme ein; die anderen Bundesländer legen sich hierzu nicht fest. Nach Ansicht des DAAB ein unhaltbarer Zustand.

Bei einem allergischen Notfall können lebensbedrohliche Symptome sehr schnell auftreten, so dass es unter Umständen nicht ausreicht, nur den Notarzt zu rufen. Es kann lebensrettend sein, die Notfallmedikamente schnell zu verabreichen.

Der DAAB fordert hier ein einheitliches Vorgehen und klare Vorgaben vonseiten der Länder, damit sowohl Lehrer, als auch Eltern und Schüler einen sicheren Schulalltag leben können.

Kostenlose Webinare bieten Hilfe

„Eine oft geäußerte Sorge beim Betreuungspersonal besteht darin, einen möglichen anaphylaktischen Schock nicht richtig einschätzen und behandeln zu können“, so Sonja Lämmel Pressesprecherin des Deutschen Allergie- und Asthmabundes. Unsicherheit bereite hier vor allem die Gabe des Adrenalin-Autoinjektors, da das Medikament über eine Injektion verabreicht wird. Aus diesem Grund bietet der DAAB regelmäßig kostenfreie Webinare zu den unterschiedlichsten (auch rechtlichen) Themen der Anaphylaxie für Eltern sowie für Schul- und Kitapersonal an. Termine und Themen finden Sie unter www.daab.de

 

Fruchtzucker-Unverträglichkeit – Nicht alles was kneift ist krank!

Grundsätzlich kann so eine Portion Obst oder ein Glas Fruchtsaft gut verdaut werden und bereitet keine Beschwerden. Wird allerdings zu viel Fruchtzucker und/oder Sorbit auf einmal oder über längeren Zeitraum aufgenommen, gerät der Transporter in Schieflage. Daher sind Slogans wie „5 am Tag“ in Bezug auf Obst und Gemüse wenig hilfreich. Gesunde Ernährung bedeutet eben nicht 5 Portionen Obst am Tag, wie es oft interpretiert wird, sondern 2 Portionen Obst und 3 Portionen Gemüse! Doch wer setzt dies so um? Für viele ist der Griff zu einem Stück Obst schneller und praktikabler als Möhren und Kohlrabi zu schälen. Bevor also die Diagnose Fruchtzucker-Unverträglichkeit gestellt wird, lohnt es immer erst einmal die eigene Ernährung unter die Lupe zu nehmen und die Auswahl der Lebensmittel zu kontrollieren. Dabei ist es hilfreich die Regeln einer „Bauchgesunden Kost“ einzuhalten. Haben wir Ihr Interesse geweckt, dann bestellen Sie sich als Mitglied unsere Artikelserie zu diesem Thema.

DAAB – Tipp:

Der stete Verzehr folgender Produkte in großen Mengen könnte schnell ein zu viel an Fruchtzucker/Sorbit bedeuten: Pure Obstsäfte, Smoothies, Süßigkeiten, Light-Produkte, mit Fruchtzucker oder Sorbit gesüßte Lebensmittel und Getränke, große Portionen Obst, Fruchtzuckerhaltige Kinderlebensmittel.