Berlin: TEMPO-Studie

Die Charité sucht Studienteilnehmer in Berlin und Umgebung

Wenn Sie oder jemand in Ihrer Familie an Allergien leidet, könnte auch Ihr Neugeborenes Allergien entwickeln. Vielleicht haben Sie Interesse an einer Teilnahme an der TEMPO-Studie, die eine Säuglingsanfangsnahrung und ihre mögliche Rolle bei der Entstehung von Allergien untersucht.

Für Ihr Kind ist es das Beste, wenn es die ersten 6 Lebensmonate ausschließlich gestillt wird. Allerdings ist nicht jede Frau in der Lage, so lange zu stillen, wie sie gern würde, oder sie entscheidet sich dafür, für kürzere Zeit zu stillen. An diesem Punkt werden die Eltern eine Säuglingsnahrung als Alternative verwenden.

Bei Säuglingen mit familiärer Vorbelastung bezüglich Allergien besteht ein höheres Risiko, dass auch sie selbst Allergien entwickeln – und die Säuglingsanfangsnahrung kann einen Einfluss darauf haben.

TEMPO-Studie: Der Zweck dieser Studie ist es, eine neuartige Säuglingsnahrung zu untersuchen, um festzustellen, ob sie dabei helfen kann, gegenüber einer Standard-Säuglingsnahrung das Auftreten von Allergien bei Babys mit einer familiären allergischen Vorbelastung zu verringern. Auch die zu testende Säuglingsnahrung enthält die richtigen Inhaltsstoffe und erfüllt die nötigen Anforderungen für eine optimale Säuglingsernährung.

• Sie können an dieser Studie teilnehmen, wenn Sie beabsichtigen, Ihr Kind zu stillen, oder wenn Sie planen, eine Säuglingsanfangsnahrung zu füttern.

• Wenn Sie beabsichtigen, Ihr Kind in den ersten 16 Lebenswochen ausschließlich zu stillen, dann können Sie und Ihr Kind direkt mit der Teilnahme in der Still-Referenzgruppe beginnen.

• Wenn Sie das Stillen mit einer Säuglingsnahrung ergänzen möchten oder gern völlig auf Säuglingsnahrung umstellen möchten…

Wenn Sie das Stillen mit einer Säuglingsnahrung ergänzen möchten oder gern völlig auf Säuglingsnahrung umstellen möchten, erhalten Sie die Studien-Säuglingsnahrung Sie erhalten eine der beiden folgenden Säuglingsnahrungen:

Säuglingsnahrung 1 – die „Studien“- Säuglingsnahrung.

Säuglingsnahrung 2 – die „Kontroll“- Säuglingsnahrung.

Ihr Kind wird in eine dieser beiden Gruppen randomisiert (nach dem Zufallsverfahren zugewiesen, wie bei einem Münzwurf). Weder Sie noch das Studienteam werden wissen, welche Säuglingsnahrung Ihr Kind erhält; wenn es medizinisch notwendig ist, kann man das allerdings herausfinden.“

• Sie erhalten die Säuglingsnahrung kostenfrei.

• Während der TEMPO-Studie liegt dem Studienteam das Wohlergehen Ihres Kindes

am Herzen und die Mitarbeiter beantworten gern alle Fragen, die Sie vielleicht haben.

• Ihr Kind wird teilnehmen, bis es etwa 54 Wochen (knapp über ein Jahr) alt ist.

• Sie müssen während der Studie fünfmal die Arztpraxis aufsuchen und Sie erhalten

außerdem zwei Anrufe.

• Ihr Kind wird eines von etwa 700 Babys aus verschiedenen Ländern sein, die auch zur Teilnahme an dieser Studie eingeladen wurden.

Ihr Kind kann an der TEMPO-Studie teilnehmen,

wenn es:

• unter 16 Wochen alt ist, • ein gesundes Geburtsgewicht hat, • aufgrund der familiären Vorgeschichte ein erhöhtes Allergierisiko hat, • bislang keine Säuglingsnahrung erhalten hat, die intaktes Protein und/oder Probiotika enthält.

Wenn Sie gern mehr erfahren möchten: http://www.link2trials.de/

oder kontaktieren Sie:

Kinderallergologisches Studienzentrum, Klinik für Pädiatrie m.S. Pneumologie und Immunologie Charité Campus Virchow Klinikum

Telefon: + 49 (0)30 450 566 438 / Email: kinder-allergiestudien@charite.de

Beduftung in Berliner U-Bahnen

Düfte sind aus unserem Alltag nicht wegzudenken. In Parfüms und Alltagsprodukten wie Kosmetika, Reinigungsmitteln, Waschmitteln, Weichspülern kommen sowohl natürliche Essenzen und Öle als auch synthetische Duftstoffe zum Einsatz. Auch Innenräume werden beduftet, um eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Doch Duftstoffe haben nicht nur angenehme Seiten, sie können auch gesundheitliche Beschwerden auslösen.

Der DAAB setzt sich immer wieder dafür ein, dass öffentliche Räume nicht beduftet werden. Anlässlich einer Anfrage unserer Mitglieder haben wir zu dem Thema die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) befragt und können Entwarnung geben.

Die Berliner U-Bahnen werden nicht beduftet.

Dies schützt aber nicht vor Fahrgästen, die es mit der Parfümierung besonders gut meinen. Hier der Appell an alle – weniger ist manchmal mehr und die Mitmenschen danken es Ihnen.

Weihnachtsbäckerei für Weizenallergiker: Zimtsterne

250 g              Puderzucker
400 g              gemahlene Mandeln
3 Stück           Eiweiß
1 TL                Zimt
1 Päckchen    Vanillezucker
Puderzucker für die Arbeitsfläche

Eiweiß mit dem Handrührgerät steifschlagen. Anschießend Puderzucker portionsweise auf höchster Stufe unterrühren.
Ca. 3 EL der Masse beiseite stellen (für die Glasur).

Aroma, Zimt, Vanillin-Zucker und gemahlene Mandeln unter den übrigen Eischnee ziehen. Den Teig mit den Händen fertigkneten, bis er nicht mehr fest klebt. Wenn der Teig zu klebrig ist noch etwas gemahlene Mandeln dazu geben.

Teig auf einer mit Puderzucker bestäubten Arbeitsfläche ausrollen, ca. 0,5 Zentimeter hoch. Sterne ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
Die Ausstecher zwischendurch immer wieder in Puderzucker tauchen, damit der Teig nicht daran fest klebt.

Die Sterne mit dem zur Seite gestellten Eischnee bestreichen.
Falls der Guss nicht glatt genug ist, einfach ein paar Tropfen Wasser unterrühren.
Die Zimtsterne in den vorgeheizten Backofen geben. Bei 140 Grad (Umluft: 120 Grad)
beträgt die Backzeit etwa 25 Minuten.

Die Sterne sollten sich beim heraus nehmen noch etwas weich an der Unterseite anfühlen. Mit dem Backpapier vom Backblech ziehen und erkalten lassen.
Alternative: Die Puderzuckerglasur kann man auch durch  Zartbitterschokolade ersetzen.

Haselpollen könnten schon fliegen

Achtung Pollenallergiker- Der Haselpollenflughat eingsetzt. Durch die milde Witterung scheinen sich die Kätzchen der Hasel in einigen Regionen schon zu öffnen. Hier Überlingen am Bodensee. Sehen Sie in Ihrem Umfeld auch blühende Haselkätzchen, gerne Info an info@daab.de.

Aufatmen für Pollenallergiker – es wird in den nächsten Tagen wieder kälter!

Liebe Patienten mit Erdnussallergie und Eltern erdnussallergischer Kinder

Haben Sie Lust an einer neuen Studie teilzunehmen?

APPEAL (Allergy to Peanuts imPacting Emotions And Life) – so der Name der Studie – ist das umfassendste und größte Forschungsprojekt, das bisher in diesem Zusammenhang initiiert wurde und wir würden uns sehr freuen, wenn Sie durch die Teilnahme dazu beitragen, Ihre Erfahrungen und Ihre Sichtweise zum Leben mit einer Erdnussallergie verständlicher zu machen.
Der Fragebogen ist von einem unabhängigen Ethik-Komitee genehmigt worden.
Er kann online ausgefüllt werden. Falls Sie Interesse haben, die Befragung läuft noch bis zum 4.12.2017. Wir schicken Ihnen gerne einen entsprechenden Link zu. Schicken Sie eine Email an sl@daab.de

Pollenallergiker aufgepasst – Was haben Kaki und Birke gemeinsam?

Aktuell sind die Obstregale im Supermarkt voll mit Kaki, Persimmon oder Sharon Früchten.

Achtung Birkenpollenallergiker. Auch auf diese exotischen Früchte können sich Kreuzallergie entwickeln. Denn in der Kaki ist ebenfalls ein PR 10 Protein, das Dio k 1 (spezieller Allergieauslöser), dass für eine mögliche Kreuzreaktionen bei Birkenpollenallergikern verantwortlich sein kann. Betroffene berichten über ein Kribbeln im Mund, Anschwellen der Lippe und Gaumenjucken. In Einzelfällen kann es helfen die Frucht zu schälen, da die meisten Allergieauslöser unter der Schale sitzen.  Beim Verzehr und Geschmack unterscheiden sich die drei Sorten allerdings. Hier eine schöne Übersicht über die einzelnen Sorten, Aussehen und Verzehrs varianten.

Atemwegsinfektionen – Höchste Zeit für die Grippe-Impfung

Noch ist die Zeit günstig für die Grippe-Impfung. Die Zahl der Atemwegsinfektionen lag in der Woche bis zum 17. November (46. KW) im für die Jahreszeit normalen Bereich, berichtet die AG Influenza am Robert Koch-Institut (RKI). Bei Betroffenen wurden zudem nur vereinzelt Influenza-Viren nachgewiesen, berichtet die Ärztezeitung.
Eine Grippewelle ist noch nicht in Sicht und damit gibt es noch genügend Zeit, dass sich der Impfschutz rechtzeitig aufbaut.
In Deutschland leiden circa 9 Millionen Menschen an chronischen Atemwegserkrankungen. Gerade diesen  Menschen mit Asthma und COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) kann die bevorstehende Grippewelle zum Verhängnis werden.
Weitere Risikogruppen sind Menschen ab 60 Jahre, Personen mit Grundkrankheiten wie Diabetes oder Asthma, Schwangere, medizinisches Personal und Betreuer von Risikopatienten.

Plätzchen-Rezept ohne Ei

Die Adventszeit rückt immer näher.
In den Läden stehen schon seit Wochen Lebkuchen, Spekulatius und anderes Weihnachtsgebäck. Wer Lust hat selbst zu backen, kann dieses Rezept ausprobieren.

Butterplätzchen ohne Ei

225 Gramm Mehl
110 Gramm Zucker
150 Gramm Butter kalt und in kleinen Stückchen

Mehl, Zucker und Butter zügig zu einem Teig verkneten.  Den Teig  in Frischhaltefolie einwickeln und etwa 30 Minuten kühl stellen.
Den Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
Den Teig  portionsweise auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche ausrollen, etwa 0,5 cm dick und mit verschiedene Förmchen ausstechen oder mit einem Messer in Rauten schneiden.

Plätzchen mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und ca. 10-15 Minuten backen. Die Backzeit variiert von Ofen zu Ofen.
Die ausgekühlten Plätzchen können nach Belieben verziert werden.

Trotz des einfachen Rezeptes schmecken die Plätzchen immer wieder gut.
Durch unterschiedliche Gewürze, Aromen und „Backdeko“, wie Schokolade, Zuckerguss oder Streusel, sind sie sehr variabel.

Viel Spaß beim Nachbacken!

Neues aus der Forschung: Das Mikrobiom der Haut

Es gibt einen interessanten Beitrag zum Thema „Mikrobiom“ der Sendung W wie Wissen. Hier geht es um das Zusammenspiel guter und schlechter Keime auf der Haut bei Neurodermitis und neue Therapieoptionen.

Diesem Thema widmet sich auch der DAAB in der nächsten Ausgabe des Gesundheitsmagazins „Allergie konkret“.

Den Beitrag von W wie Wissen finden Sie hier

Heilung der Apfel-Allergie bald möglich?

Nach Schätzungen des DAAB vertragen circa 65 Prozent aller Menschen mit einer Birkenpollen-Allergie auch keine Äpfel. Aus Österreich kommen nun Ergebnisse einer kleinen Studie, die nach Ansicht der Forscher erfolgsversprechende Behandlungsoptionen aufzeigen. Der DAAB hat sich die Studie angesehen und ist nicht ganz so euphorisch.

Um das Immunsystem wieder an den Allergieauslöser zu gewöhnen, nutzt man bei der Pollenallergie zum Beispiel die Hyposensibilisierung mit guten Heilungsprognose. Warum also nicht auch bei den Kreuzreaktionen diese Therapieform verwenden. Leider ist es bei den Nahrungsmitteln nicht ganz so einfach, da zum Beispiel die Allergieauslöser sehr instabil sind. Studien zu unterschiedlichen Therapieoptionen nach dem Prinzip der Hyposensibilisierung laufen im Moment in klinischen Studien an unterschiedlichen Zentren. Aktuell liefert eine Untersuchung der Forschergruppe an der Universitätsklinik Wien bei einer kleinen Probandenzahl neue Ergebnisse.

60 Probanden mit einer Birkenpollenallergie und klinisch relevanter assoziierter Apfel-Allergie wurden in die Studie eingeschlossen. Je 20 erhielten für 4 Monate eine Behandlung mit a) Placebo, b) mit dem Birkenpollen-Allergen (Bet v 1) und c) mit dem ganz spezifischen Apfel-Allergen Mal d 1 (gentechnisch hergestellt, dadurch reproduzierbar und sehr stabil).

Laut Aussagen der Forscher, sind die Ergebnisse vielversprechend. Schaut man aber genauer hin, sind es nur 6 von 20 Probanden, die das spezifische Birkenpollenallergen Bet v 1 erhielten, die nach der Behandlung keine Beschwerden mehr hatten. Sie könnten theoretisch nach der Therapie wieder rohe Äpfel essen. Bei den restlichen 14, wurden die Symptome signifikant vermindert, sodass auch diese nicht mehr grundsätzlich auf den Verzehr von rohen Äpfeln verzichten müssen. Allerdings lassen die Ergebnisse keine Aussage darüber zu, wieviel Apfel für diese Gruppe verträglich ist.

Was nicht unerwähnt bleiben sollte, ist, dass bei der sublingualen Gabe des Extraktes in der Studie, sowohl beim Bet v 1, wie auch beim Mal d 1, Nebenwirkungen zum Beispiel in Form von Kribbeln im Mund auftraten.

Die Ergebnisse der Studie sind nach Ansicht des DAAB ein Anfang in die richtige Richtung, aber es bedarf sicherlich weiterer Untersuchungen, ob sich das Ergebnis auch bei einem größeren Patientenkollektiv reproduzieren lässt. Kreuzreaktionen sind so individuell und oftmals reagieren die Patienten nicht nur auf den Apfel, sondern auf weitere rohe Obstsorten, so dass unserer Ansicht nach bei der Forschung, eher an der Ursache angesetzt werden sollte. Entgegen der Meinung der Forscher, denken wir, wenn die Forschung in diese Richtung weitergeht, ist es noch ein langer Weg, bis Pollenallergiker von ihren Kreuzreaktionen befreit werden.

Hintergrund Kreuzreaktionen

Die Mundschleimhaut kribbelt, die Lippen schwellen an und im Hals entsteht ein Kloßgefühl. All das können Symptome nach dem Verzehr von Äpfeln sein. Die Beschwerden werden als orales Allergie-Syndrom OAS bezeichnet und gehören zu den Kreuzreaktionen, die entstehen können, wenn das Immunsystem auf gleiche/ähnliche Allergieauslöser in unterschiedlichen Pflanzen oder Lebensmitteln reagiert. An diesem Beispiel, die Birkenpolle und der Apfel. Der enthaltene Allergieauslöser im Apfel ist unter anderem das Mal d 1, eine spezielles Protein aus der Gruppe der PR 10 Proteine. Einfach erklärt, das PR 10 Protein ist die Familie (z.B. Müller) und das Mal d 1 ist Jonhannes Müller. Es gibt nun noch andere Mitglieder der Familie Müller, zum Beispiel die Marianne Müller, das Bet v 1  in der Birke.