Vorsicht: Duftstoffeinsatz im Handel

Der steigende Einsatz von Beduftung in Verkaufsräumen wie im Lebensmittelhandel, Schuhgeschäften oder Autohandel ist allarmierend. Offensichtlich sind sich die Betreiber dessen nicht bewusst, dass Duftstoffe nicht nur manipulativ wirken sondern bei empfindlichen Personen gesundheitliche Beschwerden auslösen können: Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden, Nießattacken , Hustenreiz.

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund ist über die steigende Verbreitung der Beduftung in öffentlich zugänglichen Räumen sehr besorgt und fordert eine nachhaltige Kundenorientierung, die ihr Wohlergehen im Fokus hat und nicht ausschließlich die Gewinnmaximierung. Werden Duftstoffe zur Überdeckung unangenehmer Emissionen wie Lösungsmittel und Klebstoffe eingesetzt, so verbessern sie nicht die Raumluftqualität sondern verschlechtern diese, die Schadstoffe sind in der Luft immer noch vorhanden und werden bloß nicht wahrgenommen. Ein Lüften der Räume wäre in diesem Fall eine vernünftigere und aus gesundheitlich Gründen bessere Option.

Wer jedoch Raumbeduftung einsetzt, sollte dies auch klar kommunizieren und einen deutlichen Hinweis auf die Beduftung der Räume geben. So haben die empfindlichen Kunden die Möglichkeit sich der Zwangsbeduftung zu entziehen und ihre Einkäufe in nicht bedufteten Geschäften durchzuführen.

Neue Anaphylaxie-Seite des DAAB geht online

Immer mehr Kinder leiden unter einer Anaphylaxie. Sie können bei guter Aufklärung, konsequenter Allergenvermeidung und passendem Notfallmanagement ein normales Leben führen und sollten speziell bei Aktivitäten in Schule und Kita nicht ausgegrenzt werden. Um über die Erkrankung aufzuklären und die Öffentlichkeit zu informieren, damit Kinder mit Anaphylaxie nicht ausgegrenzt werden, hat der DAAB eine extra Internetseite zu diesem Thema entworfen. Unter www.allergie-anaphylaxie.de können sich Eltern von betroffenen Kindern, Betroffene und Interessierte sowie Betreuungspersonen umfassend informieren. Die Seite soll Mut machen die Herausforderung “Ein Leben mit Anaphylaxie” anzunehmen.

Als Anaphylaxie bezeichnet man eine allergische Reaktion, die den ganzen Körper erfassen kann und daher die schwerste Form einer Allergie ist. Wie bei allen Allergien handelt es sich um eine überschießende Reaktion des Immunsystems, bei der der Körper auf normalerweise ungefährliche Substanzen (Allergene) reagiert.

Jetzt anmelden! Neue DAAB-Webinare zum Thema Asthma

Aufgrund der positiven Resonanz und der erneuten großen Nachfrage, bietet der DAABauch in 2018 Webinare zum Thema Asthma als kostenfreies Angebot zur Information für Sie an!

Was ist Asthma – und was können Sie selbst tun, um mit dieser Diagnose besser zu leben?
Atmung – so wichtig und eben doch nicht so einfach wenn ein Asthma vorliegt! Die chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege, von der allein in Deutschland 10 % aller Kinder unter 15 Jahren und 5 % aller Erwachsenen betroffen sind, ist nicht heilbar. Doch das Asthma kann mittlerweile sehr gut behandelt werden.
Im Rahmen dieser Webinare haben Sie die Möglichkeit zu erfahren, was Sie tun können, um mit dieser Krankheit besser zu leben! Die Selbstkontrolle und Möglichkeiten, die Sie selbst einleiten können, werden vorgestellt. Welche vorbeugenden Maßnahmen sind sinnvoll und was können Sie selbst aktiv tun, um Ihre Lunge zu unterstützen?
Da die Krankheit Sie als Patient ein Leben lang begleitet, ist es wichtig, die Krankheit zu verstehen, um richtig damit umgehen zu können und möglichst beschwerdefrei zu leben.

Die Webinar-Reihe ist kostenfrei und richtet sich an Patienten. Wir bieten ein Thema jeweils zweimal an.
Die Seminare ergänzen sich – können aber auch unabhängig voneinander einzeln besucht werden.
Aufgrund der angemessenen Sorgfaltspflicht des DAAB können medizinische Fragen (z.B. zur Medikamenteneinnahme) nicht beantwortet werden. Die Webinare ersetzen keinen Arztbesuch.

Die Teilnahme an den Webinaren ist kostenfrei .
Voraussetzung zur Teilnahme:

Computer oder Laptop mit Internetzugang zur Bildübertragung (Vortragsfolien), Tonübertragung des Vortrags über
a) im Computer/ Laptop integriertes Mikrofon + Lautsprecher
oder
b)  externe, an den Computer anschlussfähige Kopfhörer (Headset)
oder
c) Telefon.

(A) Asthma: Es trifft Jung & Alt! Wissen rund um die Lunge
Inhalte:

  • Atmung: Wie funktioniert sie?
  • Diagnose Asthma: Und nun?
  • A-H-A: Beschwerden und Symptome?
  • Selbst ist der Mann/ die Frau: Möglichkeiten der Selbstkontrolle
  • Kindliches Asthma: was ist anders?
  • Übersicht über Medikamente:Wer kann was? Und was nicht?
  • Inhalationssysteme für Asthmapatienten

Ihre Fragen – unsere Antworten !

Referentin:  Christiane Schäfer; Diplom-Oecotrophologin und Asthma-Trainerin
Termin 1: Montag:   22.1.2018 16:00 – 17:00 Uhr
Anmeldung unter: https://attendee.gotowebinar.com/register/5518363485095948035

Termin 2:  Mittwoch: 28.2.2018 17.00 – 18:00 Uhr
Anmeldung unter: https://attendee.gotowebinar.com/register/4134082743772608515

(B) Asthma & Umfeldberatung : Gut durch den Winter
Inhalte:

  • Asthma: Erkennen und Handeln
  • A-H-A: Beschwerden und Symptome?
  • Umfeldberatung-Tipps für den Alltag
  • Infektzeit: Extras für Asthmatiker
  • Es kommt was geflogen:
  •     Schimmelsporen
  •     Hausstaubmilben
  •     Pollenalarm
  • Sonderfall: Pollenassoziierte Nahrungsmittelallergien

Ihre Fragen – unsere Antworten !
Referentin:  Christiane Schäfer; Diplom-Oecotrophologin und Asthma-Trainerin
Termin 1: Montag:   29.1.2018 16:00 – 17:00
Anmeldung unter: https://attendee.gotowebinar.com/register/6446173178055375619

Termin 2:  Mittwoch 7.3.2018 17.00 – 18:00 Uhr
Anmeldung unter: https://attendee.gotowebinar.com/register/1413951449794405635

Jetzt anmelden! Letzte freie Plätze bei Kompaktausbildung „Ernährungsfachkraft Allergologie DAAB“ 2018

Lebensmittelallergien nehmen in der Ernährungsberatung einen immer größeren Stellenwert ein.

Für Ernährungsfachkräfte, die sich innerhalb eines Jahres ein fundiertes, kompaktes Grundlagenwissen im Bereich Allergologie aneignen möchten ist die Kompaktausbildung „Ernährungsfachkraft Allergologie DAAB“ gedacht.
In drei Blöcken, zwei Hausarbeiten und der Abschlussprüfung geben wir Ihnen das Handwerkszeug um Allergiepatienten in der Ernährungstherapie zu begleiten.
Nach bestandener Prüfung erhalten die Teilnehmer das Zertifikat „Ernährungsfachkraft Allergologie DAAB“.
Die Kompaktausbildung setzt den sicheren Umgang in der Ernährungstherapie voraus und fordert einen großen zeitlichen Einsatz und Engagement, das unter anderem das selbstständige Einarbeiten in fachliche Inhalte umfasst. Daher müssen die Teilnehmenden bereit sein, für dieses Fortbildungsjahr die Allergologie in den Mittelpunkt zu stellen und Zeit für die Erarbeitung der fachlichen Inhalte einplanen.

Die Teilnahmevoraussetzungen und das Bewerbungsformular finden Sie hier
Bewerbungsschluss ist der 1.2.2018.

Berlin: TEMPO-Studie zur Allergieprävention

Die Charité sucht Studienteilnehmer in Berlin und Umgebung

Wenn Sie oder jemand in Ihrer Familie an Allergien leidet, könnte auch Ihr Neugeborenes Allergien entwickeln. Vielleicht haben Sie Interesse an einer Teilnahme an der TEMPO-Studie, die eine Säuglingsanfangsnahrung und ihre mögliche Rolle bei der Entstehung von Allergien untersucht.

Für Ihr Kind ist es das Beste, wenn es die ersten 6 Lebensmonate ausschließlich gestillt wird. Allerdings ist nicht jede Frau in der Lage, so lange zu stillen, wie sie gern würde, oder sie entscheidet sich dafür, für kürzere Zeit zu stillen. An diesem Punkt werden die Eltern eine Säuglingsnahrung als Alternative verwenden.

Bei Säuglingen mit familiärer Vorbelastung bezüglich Allergien besteht ein höheres Risiko, dass auch sie selbst Allergien entwickeln – und die Säuglingsanfangsnahrung kann einen Einfluss darauf haben.

TEMPO-Studie:

Der Zweck dieser Studie ist es, eine neuartige Säuglingsnahrung zu untersuchen, um festzustellen, ob sie dabei helfen kann, gegenüber einer Standard-Säuglingsnahrung das Auftreten von Allergien bei Babys mit einer familiären allergischen Vorbelastung zu verringern.

Die zu testende Säuglingsnahrung enthält die richtigen Inhaltsstoffe und erfüllt die nötigen Anforderungen für eine optimale Säuglingsernährung.

  • Sie können an dieser Studie teilnehmen, wenn Sie beabsichtigen, Ihr Kind zu stillen, oder wenn Sie planen, eine Säuglingsanfangsnahrung zu füttern.
  • Wenn Sie beabsichtigen, Ihr Kind in den ersten 16 Lebenswochen ausschließlich zu stillen, dann können Sie und Ihr Kind direkt mit der Teilnahme in der Still-Referenzgruppe beginnen.
  • Wenn Sie das Stillen mit einer Säuglingsnahrung ergänzen möchten oder gern völlig auf Säuglingsnahrung umstellen möchten…

Wenn Sie das Stillen mit einer Säuglingsnahrung ergänzen möchten oder gern völlig auf Säuglingsnahrung umstellen möchten, erhalten Sie die Studien-Säuglingsnahrung. Sie erhalten eine der beiden folgenden Säuglingsnahrungen:

Säuglingsnahrung 1 – die „Studien“- Säuglingsnahrung.

Säuglingsnahrung 2 – die „Kontroll“- Säuglingsnahrung.

Ihr Kind wird in eine dieser beiden Gruppen randomisiert (nach dem Zufallsverfahren zugewiesen, wie bei einem Münzwurf). Weder Sie noch das Studienteam werden wissen, welche Säuglingsnahrung Ihr Kind erhält; wenn es medizinisch notwendig ist, kann man das allerdings herausfinden.

  • Sie erhalten die Säuglingsnahrung kostenfrei.
  • Während der TEMPO-Studie liegt dem Studienteam das Wohlergehen Ihres Kindes am Herzen und die Mitarbeiter beantworten gern alle Fragen, die Sie vielleicht haben.
  • Ihr Kind wird teilnehmen, bis es etwa 54 Wochen (knapp über ein Jahr) alt ist.
  • Sie müssen während der Studie fünfmal die Arztpraxis aufsuchen und Sie erhalten außerdem zwei Anrufe.
  • Ihr Kind wird eines von etwa 700 Babys aus verschiedenen Ländern sein, die auch zur Teilnahme an dieser Studie eingeladen wurden.

Ihr Kind kann an der TEMPO-Studie teilnehmen, wenn es:

  • unter 16 Wochen alt ist,
  • ein gesundes Geburtsgewicht hat,
  • aufgrund der familiären Vorgeschichte ein erhöhtes Allergierisiko hat,
  • bislang keine Säuglingsnahrung erhalten hat, die intaktes Protein und/oder Probiotika enthält.

Wenn Sie gern mehr erfahren möchten: http://www.link2trials.de/

oder kontaktieren Sie:

Kinderallergologisches Studienzentrum,

Klinik für Pädiatrie m.S. Pneumologie und Immunologie Charité Campus Virchow Klinikum

Telefon: + 49 (0)30 450 566 438 / Email: kinder-allergiestudien@charite.de

 

Pollenflug gestartet- sind die aktuellen Beschwerden tatsächlich eine Erkältung?

Zum Jahresbeginn sind viele erkältet- meinen sie zumindest. Denn hinter Halsbeschwerden wie Juckreiz, Kratzen, Trockenheit, aber auch Husten, Fließschnupfen und Abgeschlagenheit wird häufig eine Erkältung vermutet.
Grund kann aber auch eine Pollenallergie sein. Denn seit einiger Zeit blühen in einigen Regionen schon die Haselsträucher. Bei trockenem Wetter sind durchaus schon erst Pollen unterwegs.

So manch „allergischer Neuzugang“ therapiert seinen Heuschnupfen falsch. Er nimmt zum Beispiel abschwellende Nasensprays. Das ist nicht optimal.

Unterschied Erkältung – Allergie
Bei einer Allergie ist das Sekret in der Nase flüssig und klar, wohingegen bei der Erkältung die Nase eher verstopft und das Sekret gelblich-grün ist. Eine Niesattacke tritt bei der Allergie anfallsartig, meist bei Ortswechsel auf. Liegt eine Pollenallergie vor können die Symptome bei längeren Regenphasen nachlassen. Eine Erkältung verschwindet meist nach ein bis zwei Wochen. Eine Allergie kann schon mal eine Pollensaison lang dauern. Also wenn Sie sich nicht sicher sind, ob die Erkältung nicht doch eine Allergie ist, sollten Sie sicherheitshalber den Arzt aufsuchen.

Doch was hilft wirklich?
Schnelle Hilfe beim Heuschnupfen bringen antiallergische Präparate, in Form von Nasenspray, Augentropfen oder Tabletten. Wem freiverkäufliche antiallergische Medikamente nicht ausreichend Linderung verschaffen sollte auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Das „Aushalten“ und Ignorieren der Symptome ist riskant, denn in bis zu 40 Prozent der nicht sorgfältig behandelten Heuschnupfenfälle kann ein “Etagenwechsel” zum allergischen Asthma bronchiale erfolgen.
Die ursächliche Bekämpfung der Pollenallergie erfolgt durch die Allergieimpfung, auch Hyposensibilisierung genannt. Die Erfolgsquote liegt hier bei rund 80%. Hierbei werden dem Heuschnupfen-Patienten mit Beginn der pollenfreien Zeit die Pollenbestandteile, auf die er sonst reagiert, in sehr geringen Dosen zugeführt, um seinen Körper daran zu gewöhnen und ihn so auf Dauer unempfindlich gegen die Allergene zu machen.
Weitere Informationen zur Hyposensibilisierung finden Sie Hier

Lassen Sie sich beraten!
Die Experten des Deutschen Allergie- und Asthmabundes stehen Pollengeplagten für eine Beratung an der Allergie-Hotline zur Verfügung: Fon  0 21 66 / 64788-88
Kostenfreies Infopaket „Pollenallergie“ mit Pollenflugkalender:
Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB)
An der Eickesmühle 15-19
41238 Mönchengladbach
E-Mail: info@daab.de

Neues Webinar zur Hausstaubmilbenallergie

Kostenfreies Webinar zu typische Beschwerden, Diagnostik und Therapie der Hausstaubmilbenallergie

Termin 31.01.2018, 16:00 bis 17.00 Uhr.

Hausstaubmilben kommen ganz natürlich in unserer Wohnumgebung vor. Bevorzugt besiedeln sie regelmäßig genutzte Bettmatratzen. Dies hat aber nichts mit einer mangelnden Hygiene zu tun. Hausstaubmilben sind ganzjährige Allergieauslöser. Patienten mit Allergie-Verdacht auf Hausstaubmilben sollten daher frühzeitig diagnostiziert und behandelt werden. Oftmals bestehen sehr unspezifische Symptome und Allergie-Patienten spüren die Beschwerden durch saisonale Pollenallergien stärker als durch Hausstaubmilben. Somit erfolgt die Diagnose Hausstaubmilbenallergie häufig nicht frühzeitig. Privatdozent Dr. med. Matthias Krüll, Internist, Pneumologe und Geschäftsführer des Institutes für Allergie- und Asthmaforschung (IAAB) in Berlin, möchte in dem kostenfreien DAAB-webinar einen guten Einblick zum Thema Hausstaubmilbenallergie für Patienten und Interessierte geben. Es gibt viele Fragen, die beantwortet werden: Unter welchen typischen Beschwerden leiden Hausstaubmilbenallergiker? Wie funktioniert die Allergiediagnostik? Was kann man als Patient selbst tun? Wie kann eine gute Diagnose und Therapie gelingen?

Im Rahmen dieses webinars haben Haustaubmilbenallergiker die Möglichkeit zu erfahren, was sie tun können um ihre Lebensqualität zu verbessern, Menschen mit Hausstaubmilbenallergie-Verdacht können sich zu typischen Beschwerden und zum Thema Allergiediagnostik und -Behandlung informieren.

Das webinar kann keinen Arztbesuch ersetzen.

Anmeldung unter: https://attendee.gotowebinar.com/register/4958126027547690241

Was ist ein webinar?

Ein Webinar ist kurz gesagt, ein Live im Internet stattfindendes Seminar. Mit Hilfe der Chatfunktion können Webinar-Teilnehmer dem Dozenten der Live-Veranstaltung Fragen stellen. Jeder Teilnehmer sitzt dabei vor seinem PC, Laptop, Tablet etc.

 Voraussetzung zur Teilnahme sind:

Computer oder Laptop mit Internetzugang zur Bildübertragung (Vortragsfolien), Tonübertragung des Vortrags über
a) im Computer/ Laptop integriertes Mikrofon + Lautsprecher oder
b) externe, an den Computer anschlussfähige Kopfhörer (Headset) oder
c) Telefon (hierfür über die aufgeführte Telefonnummer einwählen).
Die Dauer der DAAB-Webinare beläuft sich auf 45-60 Minuten.

Neues aus der Forschung

Warum die Amish People selten Allergien bekommen

Kinder, die mit Dreck und Tieren in Kontakt kommen, haben seltener Allergien als Kinder in einem sterilen Umfeld – das zeigen Studien der letzten Jahre immer wieder. In einem interessanten Vergleich stellten Wissenschaftler nun fest, dass die Form der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung dabei eine Rolle spielt.

Bei den Amischen, die moderne Techniken ablehnen und ihre Äcker noch mit Pferden pflügen, beobachtete die Allergologin Erika von Mutius einen sehr ausgeprägten Allergie-Schutz.

Hier wachsen die Kinder im direkten Kontakt mit Tieren und Stallstaub auf. Dieser Bakteriencocktail scheint das Immunsystem zu einer Allergentoleranz zu bringen.

Die Hutterer hingegen, eine andere religiöse, Landwirtschaft betreibende Gemeinschaft in Nordamerika, leiden ähnlich häufig unter Allergien wie Stadtmenschen, da sie eine moderne, industrialisierten Landwirtschaft, mit Großbetrieben und großem Maschinenpark betreiben.

Wirklich effektiv funktioniert der Schutz aber nur, wenn Kinder schon von klein auf mit den Mikroben im Stall konfrontiert werden. Am besten schon vor der Geburt.

Auch andere Forscher haben inzwischen nachgewiesen: Je früher Kinder mit möglichst verschiedenen Mikroben und Allergenen aus der Umwelt konfrontiert werden, desto besser tolerieren sie diese im späteren Leben. Dies gilt auch für Nahrungsmittel. Die LEAP-Studie bei Kindern mit Neurodermitis, die schon eine geringfügige Sensibilisierung auf Erdnüsse haben, zeigte dass jene Kinder, die  Erdnüsse und Erdnussbutter erhielten, seltener allergisch auf dieses Nahrungsmittel reagierten.

Das Fazit der Forscher ist, dass ein früher Kontakt mit Mikroben, das frühe Zufüttern fester Nahrung, weniger Kaiserschnitte und keine Antibiotika unter der Geburt, Allergien in Zukunft vielleicht eindämmen würden.

Sprechstunde per Internet – ist das die Zukunft?

Erste niederländische Studienergebnisse zur web basierten Versorgung asthmatische Kinder zeigt, dass diese auch virtuell gut versorgt sind. Eine Internet-Sprechstunde für Kinder mit Asthma mindert die Qualität der Versorgung offenbar nicht, dass fanden niederländische Forscher der Uniklinikum Nijmegen heraus, so berichtet heute die Ärztezeitung. Die Arzt-Patienten-Kommunikation über das Internet bietet vor allem bei chronischen Erkrankungen viele Chancen. Kritiker befürchten allerdings, dass die Versorgungsqualität darunter leiden könnte.

In der niederländischen Studie wurden 210 Kinder mit gesichertem mittelschwerem Asthma eingeschlossen, wobei jeweils 105 Familien das webbasierte Angebot nutzten und 105 Kinder in die Kontrollgruppe kamen. Für die Studie wurde ein Internetportal mit gesondertem Chatraum und einem Forum für die Eltern eingerichtet. Sowohl Eltern, wie auch Kinder konnten so Fragen stellen, Informationen austauschen, die Peak-Flow Daten an die behandelnden Ärzte schicken und mit dem Asthma-Management-Team kommunizieren. Alle Teilnehmer wurden im Vorfeld entsprechend geschult. Die persönliche Vorstellung in der Kontrollgruppe erfolgte alle vier Monate in der entsprechenden Ambulanz. Bei Kindern der Studiengruppe wurden diese Kontrolltermine auf alle acht Monate reduziert um einen direkten Vergleich zu haben.

Nach 16 Monaten schnitten die virtuell betreuten Kinder nicht nur genauso gut, sondern sogar etwas besser ab als die der Kontrollgruppe. Die Anzahl der beschwerdefreien Tage war nahezu identisch. Entscheidender so die Forscher, sei aber der Umstand, dass dies mit einem nur halb so großen Betreuungsaufwand durch das Ärzteteam erzielt wurde, zumindest was persönliche Vorstellungstermine angeht. Bezüglich aller anderen Kontroll- und Therapieparameter zeigten sich keine Unterschiede zwischen den Gruppen.

Ob sich dieser Effekt auch dauerhaft zeigt oder eher zu einer Verharmlosung der Erkrankung beiträgt, müsste sicherlich in weiteren Studien untersucht werden. Nach Ansicht des DAAB ist aber ein webbasiertes Angebot, wenn auch im Moment eher als zusätzliches Angebot, sehr sinnvoll. Ebenfalls könnte es hilfreich sein für Familien in Regionen, in denen keine pneumologischen Kinderärzte ansässig sind.  Bestätigen weitere Studien den Effekt, kann es sicherlich ebenfalls eine gute Alternative sowohl für Familien, wie auch Ärzte sein.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie in der Ärztezeitung oder in der Originalveröffentlichung.

Neue webinare des DAAB

„Im Notfall sicher handeln“ – Notfallmanagement bei schweren allergischen Reaktionen

Wann:  Freitag, 19.01.2018 um 16 Uhr

Referentin: Britta Stöcker, Bonn (Kinder- und Jugendärztin und Anaphylaxie-Trainerin)

Inhalt:

  •  Wie erkenne ich eine schwere allergische Reaktion?

  • Welche Medikamente gibt es zur Soforthilfe bei Anaphylaxie?

  • Welche Maßnahmen werden im Notfall durchgeführt?

  • Hilfsmittel und Dokumente

Zielgruppe: Das Webinar richtet sich in erster Linie an Eltern von anaphylaxiegefährdeten Kindern und selbst betroffene Allergiker. Es kann bei Interesse auch von ErzieherInnen und LehrerInnen besucht werden.

Kosten:       Das Webinar ist kostenfrei

Link zur Anmeldung: https://attendee.gotowebinar.com/register/977812570592326403

Weitere DAAB Anaphylaxie-Webinare in Kürze auf der homepage des DAAB www.daab.de oder fordern Sie unser Programm an unter info@daab.de.