Achtung erhöhte Ozonwerte

Hohe Ozonwerte begünstigen Allergien und Asthma

Speziell Kinder sind gefährdet. Schon bei Ozonkonzentrationen ab 80 Mikrogramm/m3 kommt es zu vermehrten Asthma- und Allergieanfällen. Studien zeigen, dass Ozon bestimmte Abwehrzellen in den Schleimhäuten und den Bronchien schädigt. Zusätzlich kann Ozon die Durchlässigkeit der Schleimhäute für mögliche Allergieauslöser erhöhen. Allergien können somit leichter entstehen und sich verstärken. Auch der Abtransport eingeatmeter Pollen kann sich durch hohe Ozonkonzentrationen verzögern, so dass die Beschwerden eines Heuschnupfens länger und stärker auftreten.

Ozon in der Atemluft

Unsere Atemluft besteht hauptsächlich aus gasförmigen Bestandteilen. Enthalten ist vor allem Stickstoff (78%) gefolgt von Sauerstoff (21%), das Edelgas Argon (0,9%) und Kohlendioxid (ca. 0,03%). In Spuren können weitere gasförmige Stoffe vorkommen, darunter auch Ozon. Das bodennahe Ozon kommt in Luftschichten bis 10 Kilometer Höhe vor. Hierbei handelt sich um ein Umweltgift, das bei ansteigenden Konzentrationen gesundheitsschädigende Wirkungen hervorruft. Bodennahes Ozon entsteht ganz natürlich, besonders bei anhaltenden Schönwetterperioden mit intensiver Sonneneinstrahlung und bei Gewittern. Hier sind vor allem so genannte Ballungsgebiete mit  starker Verkehrsbelastung gefährdet.

DAAB fordert niedrigere Grenzwerte

Seit 1995 gilt in Deutschland bei Überschreitung eines bestimmten Schwellenwerts (zurzeit 240 Mikrogramm (µg)/m3 Luft) für 24 Stunden ein Fahrverbot für nicht schadstoffarme PKWs. Zum Schutz von Mensch und Umwelt soll die Ozonkonzentration in der Luft in den nächsten Jahrzehnten weiter gesenkt werden. Für das Jahr 2010 wurde als Zielwert ein maximaler 8-Stunden-Wert von 120 Mikrogramm/m3 festgelegt. Für den DAAB sind diese Werte immer noch zu hoch, da ab einer Konzentrationen von bereits 80 Mikrogramm/m3 bei empfindlichen Erwachsenen Schleimhautreizungen, Asthmaanfälle und / oder Kopfschmerz und Müdigkeit auftreten können. Bei abnehmender Ozonbelastung bilden sich die Symptome meist  schnell wieder zurück. Besonders gefährdete Personen sind Kinder mit überempfindlichen Bronchien, Personen mit Erkrankungen der Atemwege und/oder des Herzens sowie Pollenallergiker.

Tipps für den Alltag:

- Verfolgen Sie die Ozonwarnungen in den Medien.

- Informieren Sie sich im Internet über aktuelle Ozondaten.

- Halten Sie sich bei erhöhten Ozonwerten bevorzugt im Innenraum auf.

- Vermeiden Sie besonders zur Mittags- und Nachmittagszeit anstrengende Tätigkeiten wie Sport im Freien oder Gartenarbeit.

- Achten Sie bei Ihren Kindern auf Beschwerden wie Husten oder Atemnot.

- Kontrollieren Sie als Asthmatiker regelmäßig Ihren Peak-Flow Wert (Ausatemgeschwindigkeit).

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