Aktuelle Studiendaten belegen: Frühe Steroid-Therapie nützt bei leichtem Asthma- sogar bei Kleinkindern

Die Ärzte Zeitung online berichtet, dass vor allem Kinder mit belastungsabhängigen Symptomen möglichst frühzeitig mit inhalativen Kortikosteroiden (ICS) behandelt werden sollten.
Viele Eltern asthmakranker Kinder wollen jedoch den Beginn einer Therapie mit inhalativen Kortikosteroiden (ICS) aus Angst vor Nebenwirkungen möglichst lange hinauszögern. Aber auch bei Kindern mit leichtem Asthma und vergleichsweise seltenen Symptomen ist eine entzündungshemmende ICS-Dauertherapie vorteilhaft, bestätigen neue Studiendaten.
Professor Antje Schuster, Universitätsklinik Düsseldorf sagte während des Allergo Update 2017 in Berlin “Vor allem Kinder mit belastungsabhängigen Symptomen sollten möglichst frühzeitig mit ICS behandelt werden”. Die Pädiaterin aus Düsseldorf belegte dies unter anderem mit Daten der aktuellen START-Studie bei insgesamt mehr als 7000 Patienten mit leichtem Asthma, darunter rund 2000 im Alter von 5 bis 10 Jahren, alle bisher ohne ICS-Dauertherapie. Die Studienteilnehmer wurden über drei Jahre mit Budesonid (1 x täglich 400 oder 200 μg) oder Placebo behandelt.
Die Wahl einer ICS-Dauertherapie insbesondere bei Kindern mit Typ-2-Entzündung bestätigt eine weitere aktuelle Studie bei 300 Kleinkindern mit leichtem Asthma.
Diese Patienten sprachen darauf deutlich besser an als auf die tägliche Einnahme eines Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten oder eine Bedarfstherapie mit ICS, berichtete Professor Schuster.
In der Praxis setzt die Pädiaterin vor allem auf Fluticason und empfiehlt eine regelmäßige Überprüfung des Längenwachstums. Bei niedrig dosierter ICS-Therapie seien Wachstumsbeeinträchtigungen sehr unwahrscheinlich, so prof. Schuster weiter.

Quelle: Ärzte Zeitung online

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