Allergenkennzeichnung: Erfolge zum Jahresende beim „Runden Tisch der Lebensmittelindustrie“ des DAAB

Bei dem aktuellen Treffen in Freising am 30.11.2017 im Frauenhofer Institut diskutierten 30 Vertreter der Lebensmittelindustrie, des Lebensmittelhandels und der Allergieforschung zu den Themen Allergenmanagement, und –kennzeichnung. Insbesondere die nicht geregelten Hinweise zu unbeabsichtigten Allergeneinträgen (Spurenhinweis) sowohl bei loser als auch verpackter Ware standen im Fokus. Die Firma Mondelez stellte die Ergebnisse der DAAB Befragung vor und entschied aufgrund der Ergebnisse im kommenden Jahr die Allergenkommunikation umzustellen und keine übergreifende Spurenkennzeichnung für Produkte gleicher Produktfamilien zu unternehmen, sondern individuelle Bewertung und Spurenkennzeichnung durchzuführen. Ebenso wurde entschieden die Kommunikation zu allergenrelevanten Rezepturänderungen zu verbessern

Das Frauenhofer Institut stellte das Forschungsprojekt Foodallergen vor, dabei geht es um eine verbesserte Diagnostik, Allergennachweis in Lebensmitteln und zukunftsorientierte Themen wie allergenreduzierte Lebensmittel.

Auch Mc Donald wird nächstes Jahr einen weiteren Schritt auf die allergischen Verbraucher zugehen und arbeitet daran allergische Verbraucher noch besser zu informieren.

Hintergrund:

Der „Runden Tisch der Lebensmittelindustrie“, 2011 ins Leben gerufen, ist eine Plattform zum Austausch über Themen rund um Lebensmittelallergien und Kennzeichnung zwischen der Lebensmittelindustrie, Lieferanten, Verbrauchern und anderen beteiligten Stakeholdern wie Medizinern, Anbietern von Lebensmittelanalytik, Gesetzgeber, Lebensmittelüberwachung, Handel etc.. Hersteller von Lebensmitteln finden hier ein Forum zur übergreifenden Risikobewertung von Allergenen und zum Allergenmanagement.

Was tut der „Runde Tisch“?

  • Austausch von Erfahrungen, Erörterung praktischer Aspekte hinsichtlich des Allergen-Managements.
  • Erarbeitung und Nutzung von Kommunikations-Strategien, -Wegen und –Möglichkeiten zum allergischen Verbraucher.
  • Erörtern einheitlicher, (rechtlich) fundierter und verbrauchergerechter Allergen-Kennzeichnung auf Lebensmittelverpackungen.
  • Erarbeitung eines freiwilligen Maßnahmenkatalogs Allergenmanagement und Risikobewertung zur Einschätzung und Kennzeichnung von unbeabsichtigten Allergeneinträgen und Erarbeiten von Standards.

Ziele des Runden Tisches sind:

  • Gemeinsames Verständnis der Allergenthematik in der Lebensmittel-Herstellung und der Kommunikation zum allergischen Verbraucher zu schaffen.
  • Vernetzung der Zielgruppen.
  • Gesundheitsschutz allergischer Verbraucher.
  • Erarbeiten von freiwilligen Rahmenbedingungen zum Zwecke transparenter und einheitlicher Handhabung, Bewertung und Kommunikation/ Kennzeichnung von Allergenen in Lebensmitteln im Bereich B2B (Großanbieter) und zum allergischen Verbraucher.
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