Alte bewährte Hausmittel- wirklich geeignet für Allergiker?

Alte bewährte Hausmittel haben den Ruf, weniger Chemie zu enthalten und verträglich für  Gesundheit und Umwelt zu sein. Deswegen suchen viele Allergiker hier Alternativen, da Putz- und Reinigungsmittel häufig Haut und Atemwege reizen.
Wir wollten wissen, ob die sogenannten altbewährten Hausmittel ihrem positiven Image gerecht werden und haben einige Hausmittel unter die Lupe genommen.
Fazit: Hausmittel sind leider nicht immer für Allergiker, Asthmatiker oder duftstoffempfindliche Personen zu empfehlen.

 

Salz ist wohl das bekannteste Hausmittel gegen Flecken
Speisesalz (Natriumchlorid) kann zur Beseitigung von Gerüchen – z.B. aus dem Abfluss -angewendet werden. Unbeschichtete Pfannen (z.B. Edelstahl) können mit heißem Salz sauber gescheuert, Schwer zu reinigende Flächen (z.B. schmale Vasen) können mit Reiskörnern und Salzwasser saubergeschüttelt werden. Auf Wasserflecken auf Möbeln kann eine dünne Schicht aus einem Salz-Wasser-Gemisch bestrichen und nach dem Trocknen mit einem Korken nachpoliert werden. Eine Salzlösung ist auch gut geeignet zur Reinigung von angelaufenem Silberbesteck oder Silberschmuck. Die Silberstücke werden in eine Alufolie eingewickelt und in Salzlösung eingetaucht. Nach der Einwirkzeit (am besten über Nacht) das Ergebnis kontrollieren, kurz mit Wasser abspülen und mit weichem Tuch auf Hochglanz reiben.

Natron und Backpulver (Natriumhydrogencarbonat) sind vielseitig einsetzbar. Verunreinigte Thermoskannen mit warmem Wasser befüllen, ein Päckchen Backpulver einstreuen und die Lösung wird mehrere Stunden stehen lassen. Danach mehrmals mit Wasser ausgpülen. Fliesenfugen, die nicht mehr weiß sind, können mit Backpulver aufgefrischt werden. Dazu Backpulver mit Wasser zu einem Brei verrühren und mit einer ausgedienten Zahnbürste die Fugen reinigen.
Gardinen sollen wieder weiß werden, wenn man zum Waschpulver eine Tüte Backpulver hinzufügt. Verschmutze helle Schuhe können mit einer Paste aus Wasser und Backpulver gereinigt werden. Angebrannte Speisereste können mit eine wässrigen Backpulverlösung eingeweicht und von Topfböden gelöst werden.

Soda (Natriumcarbonat): auch hierfür gibt es viele Einsatzmöglichkeiten. Verdünnte Sodalösungen können z.B. zur Kühlschrankreinigung aber auch zum Entfernen lästiger Flecken in Tee- oder Thermoskannen genutzt werden. Eingetrocknete Flecken können mit kalter Sodalösung eingeweicht und dann mit lauwarmer Seifenlösung ausgewaschen werden. Aber Vorsicht, Soda-Lösungen sind stärker alkalisch als vergleichbare Natronlösungen. Auch Abflussgerüche lassen sich mit Soda beseitigen.

Gallseife wirkt gegen viele Arten von Flecken, insbesondere aber gegen Fett-, Stärke-, Blut-, Obst- und Eiweißflecken, ist jedoch nicht zur Körperreinigung geeignet. Zur Fleckentfernung wird die betroffene Stelle angefeuchtet und mit einem Stück Gallseife kräftig eingerieben und anschließend ausgewaschen oder direkt wie gewohnt in der Waschmaschine gewaschen.

Problematische Hausmittel für Asthmatiker, Allergiker oder duftstoffempfindlichen Menschen

Waschbenzin/Terpentinöl
Leichtflüchtig, stark riechend und brennbar, kann Menschen mit einem empfindlichen Bronchialsystem oder Duftstoffempfindlichen Probleme bereiten. Kann Haut-, Schleimhäute und Atemwege reizen.

Bohnerwachs
Mischung verschiedener Wachse, Lösungsmittel u. Hilfsstoffe, typ. Geruch, kann Personen mit einem empfindlichen Bronchialsystem oder Duftstoffempfindlichen Probleme bereiten, Terpene können hautsensibilisierend und atemwegsreizend wirken.

Essigsäure
Essig riecht stechend und kann Menschen mit einem empfindlichen Bronchialsystem oder Duftstoffempfindlichen Probleme bereiten. Kann Haut, Schleimhäute und Atemwege reizen.

Zitronen- und Orangenschalen
wurden früher zu Reinigungszwecken verwendet. In schlecht zu reinigende Vasen füllte man beispielsweise kleingeschnittene Zitronenschalen und warmes Wasser bis zu Hälfte. Die Vasen wurden geschüttelt und mehrere Stunden stehen gelassen. Danach wieder geschüttelt und mit klarem Wasser ausgespült.
Zitronen- und Orangenschalen enthalten ätherische Öle mit Terpenen, können Menschen mit einem empfindlichen Bronchialsystem oder Duftstoffempfindlichen Probleme bereiten. Terpene können hautsensibilisierend und atemwegsreizend wirken

Terpene sind als Naturstoffe vor allem als Bestandteile der aus Blüten, Blättern, Früchten, Hölzern und Rinden gewinnbaren ätherischen Öle und Harze verbreitet. Sie können z.B. in Kosmetika als Geruchsstoffe verwendet werden. Terpenlösungsmittel (z.B. Terpentinöl) finden sich vor allem in Naturfarben und –lacken, in Wachsen und Polituren. Weitere natürliche Emissionsquellen sind Materialien aus harzreichen Hölzern.

Wer keine Hausmittel benutzen und dennoch auf Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe verzichten möchte, sollte  beim Einkaufen auf das DAAB-Logo „Getestet und empfohlen“ achten.
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