Asthmazunahme trotz guter Behandlungsmöglichkeiten – was ist da los?

Asthma bronchiale ist die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter, an der jedes zehnte Kind in Deutschland leidet. Im Erwachsenen-Alter liegt die Häufigkeit bei 5 -10%. Die Zahl der Erkrankten hat in den letzten Jahren um 10 Prozent zugenommen.

Doch warum nehmen Asthmaerkrankungen trotz wirksamer Medikamente und Desease Management Programmen stetig zu? Der DAAB bietet Erklärungen.

Allergiediagnostik ist auch bei Asthma wichtig

Schätzungen internationaler Studien zeigen auf, dass diese Atemwegserkrankung bei 90 Prozent der Kinder und  60 Prozent der Erwachsenen mit Asthma allergisch bedingt ist.  Leider gibt es in Deutschland immer weniger Allergologen, so dass sich die Frage stellt, ob viele Asthmaauslöser nicht erkannt und entsprechend nicht behandelt werden. Aktuelle Zahlen zeigen, dass nur noch 1,5 Prozent der deutschen Ärzte eine allergologische Zusatzausbildung besitzen. Und: die Zahl der Arztpraxen, die allergologische Leistungen anbieten, hat seit 2007 um rund 30 Prozent abgenommen.

 Auch Nahrungsmittelallergien können Asthma verstärken

 Reagiert der Patient auf Allergieauslöser wie beispielsweise Pollen, Hausstaubmilben, Tiere, Schimmelpilze oder auch Nahrungsmittel, kann sich das allergisch bedingte Asthma verstärken.  Dass auch Nahrungsmittel als Allergieauslöser Asthma hervorrufen können, wird bei der Ursachensuche häufig übersehen oder erst zu spät erkannt.

Infekte und Umweltfaktoren triggern Asthma

Infekte können die Atemwege besonders anfällig machen. Sie können eine Asthmaerkrankung verstärken. Dies gilt auch für Umweltfaktoren wie kalte Luft, Wind, Düfte, erhöhte Ozonwerte, Stäube oder Tabakrauch. Beispielsweise reizt Tabakrauch die Atemwege und schafft dadurch wiederum eine bessere Angriffsfläche für Infekte.

 Hyposensibilisierung auch bei moderatem und gut kontrolliertem Asthma m

öglich

 Die Hyposensibilisierung sollte möglichst frühzeitig eingesetzt werden, um das Risiko für die Entstehung eines allergischen Asthmas zu verringern. Sie ist aber gegebenenfalls auch eine Option bei bereits bestehendem allergischen Asthma und kann Symptome lindern. Nach der WASEM-Studie erhalten aber nur sieben Prozent der Patienten mit allergischem Schnupfen und 5 Prozent der Patienten mit allergischem Asthma eine Hyposensibilisierung (Spezifische Immuntherapie), die dann meist von F

achärzten durchgeführt wird. Die Zahl der abgerechneten allergologischen Gebührenordnungsziffern sinkt jedoch, besonders für die Hyposensibilisierung.

Ein Asthma-Infopaket kann kostenfrei abgefordert werden:

Deutschen Allergie- und Asthmabund DAAB

An der Eickesmühle 15 – 19

41238 Mönchengladbach

Fon 0 21 66 – 64 788 – 20

E-Mail: info@daab.de

www.daab.de

 

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