Über Andrea Wallrafen

Biographische Angaben

Allergie konkret: Fisch-Allergie – was nun?

Der wöchentliche Verzehr von Fisch gehört zu einer gesunden, ausgewogenen Ernährung. Doch Fisch zählt auch zu den stärksten allergenen Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs.

Häufig treten nach dem Verzehr Magen-Darm-Beschwerden auf, aber auch Hauterscheinungen oder Atemprobleme sind möglich.

Selbst das Einatmen des Dampfes, der beim Kochen von Fisch entsteht, kann zu Atemwegsbeschwerden führen.

Die meisten Fisch-Allergiker reagieren auf das Parvalbumin, ein Eiweiß, das in allen scharten vorkommt und müssen auf alle Fische, unabhängig von der Sorte, verzichten.

Es gibt jedoch auch Ausnahmen, in denen Patienten nur auf bestimmte Fischsorten reagieren.

In aktuellen Studien wurden zudem Kreuzreaktionen zu Hühnchenfleisch beschrieben. Betroffen von einer gleichzeitigen Allergie gegen Fisch und Hühnchen sind vor allem Allergiker, die nicht hühnereisensibilisiert sind.

Kein Problem stellt in der Regel der Verzehr anderer Tiere aus dem Meer dar – wie Krustentiere (Krabben, Garnelen) oder Muscheln – sofern es keine Verunreinigung mit Fischbestandteilen gibt. Für die Allergie auf Krustentiere und Muscheln sind andere Allergie-Auslöser verantwortlich.

Gesund auch ohne Fisch?

Fisch ist ein hochwertiges Nahrungsmittel und dient unter anderem als Lieferant für die langkettigen Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D und insbesondere Jod. Daher muss bei längerfristigem Fischverzicht darauf geachtet werden, dass der Körper ausreichend mit diesen wichtigen Nährstoffen versorgt wird.

Die häufige Empfehlung vermehrt Rapsöl oder Leinöl zu essen, um ausreichend Omega-3-Fettsäuren aufzunehmen, ist irreführend, da der menschliche Körper nur sehr begrenzte Möglichkeiten hat, aus der pflanzlichen Omega-3-Fettsäure alpha-Linolensäure zu bilden.

Algen statt Fisch?

Fische nehmen Omega-3-Fettsäuren durch ihre Algennahrung auf, Aktuell gibt es am Markt zwei Sorten von Algenöl. Sie werden aus Schizochytrium– oder aus Ulkenia-Algen gewonnen. Viele Produkte mit hohem Gehalt an Omega-3-Fettsäuren sind damit angereichert. Diese Produkte müssen laut der EU folgendermaßen gekennzeichnet sein: “Enthält DHA-reiches Öl aus der Mikroalge Schizochytrium sp.” bzw. “Ulkenia Sp.”

In EU-Mitgliedsstaaten darf Algenöl aus der Mikroalge Ulkenia  in Backwaren, Müsliriegel und nicht-alkoholischen Getränken als Lebensmittelzutat enthalten sein.

Öl aus der Mikroalge Schizochytrium ist als Zutat in Milcherzeugnissen, Milchersatzerzeugnissen, Salatsoßen, Streichfetten, Frühstückscerealien, Nahrungsergänzungsmitteln und Speisefetten erlaubt. Algenöl aus Schizochytrium wird auch in Kapselform zur Nahrungsergänzung angeboten.

Auch im Fleisch und in der Milch artgerecht gehaltener Wiederkäuer (Rind, Schaf, Ziege in Bio-Qualität) finden sich die langkettigen omega-3-Fettsäuren, allerdings nur in geringer Menge.

Fischallergiker sollten keine Fischölkapseln und keinen Lebertran einnehmen. Nur wenn der Hersteller die Eignung für Fischallergiker ausdrücklich ausweist, kann die Einnahme erfolgen.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von “Allergie konkret”, dem DAAB-Gesundheitsmagazin

Suspendiert wegen Allergie? Fußballprofi Bastians wehrt sich gegen VfL Bochum

Der Bochumer Fußballprofi und VfL Kapitän Felix Bastians wurde von seinem Verein als Reaktion auf eine Anaphylaxie für zwei Wochen suspendiert.

Bastians hat eine Milchallergie und muss milchhaltige Produkte meiden. Im Rahmen des Spiels beim 1. FC Nürnberg hatte Bastians im Mannschaftshotel schon beim Mittagessens erste Symptome verspürt und direkt beim Kellner nachgefragt, ob seine Mahlzeit Butter enthalte. Kurze Zeit später setzte bereits eine anaphylaktische Reaktion, ein lebensbedrohlicher Allergieschock, ein.

Bastians wies vor der Presse darauf hin, dass seine Lebensmittelallergien dem Verein seit Jahren bekannt waren. Als er merkte, dass eine allergische Reaktion begann, hatte er sich bei den Vereinsverantwortlichen mit dem Satz „Brot kann schimmeln, ihr könnt nichts.“ beschwert über die Leichtfertigkeit, mit der das Essen zubereitet wurde.

Der damalige Teammanager Christian Hochstätter junior hatte Bastians noch versichert, das Essen wurde sei mit Butterersatz zubereitet worden.

Aufgrund seiner Reaktion hatte der VfL Bastians suspendiert. Nun hat er laut Medienangaben beim Arbeitsgericht Antrag auf Einstweilige Verfügung gegen den VfL Bochum gestellt.

Unsere Meinung:

Sich deutlich zu beschweren, wenn man merkt, dass ein Allergieschock naht, der ein Todesrisiko birgt, ist wohl mehr als menschlich und nachvollziehbar.

Hier fehlt dem VfL nicht nur das Verständnis für Allergien, sondern auch das Gespür für eine angemessene Reaktion.

 

Neue Webinare – Besser Leben trotz Asthma!

Was ist Asthma – und was können Sie selbst tun, um damit besser zu leben?
Atmung- so wichtig und eben doch nicht so einfach wenn ein Asthma vorliegt! Die chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege, von der allein in Deutschland 10 % aller Kinder unter 15 Jahren und 5% aller Erwachsenen betroffen sind, ist nicht heilbar. Doch das Asthma kann mittlerweile sehr gut behandelt werden.
Im Rahmen dieser Webinare haben Sie die Möglichkeit zu erfahren, was Sie tun können, um mit dieser Krankheit besser zu leben! Die Selbstkontrolle und Möglichkeiten, die Sie selbst einleiten können, werden vorgestellt. Welche vorbeugenden Maßnahmen sind sinnvoll und was können Sie selbst aktiv tun, um Ihre Lunge zu unterstützen?
Da die Erkrankung die Patienten ein Leben lang begleitet, ist es wichtig, die Krankheit zu verstehen, um richtig damit umgehen zu können und möglichst beschwerdefrei zu leben.
Die Webinare haben unterschiedliche thematische Schwerpunkte und richten sich an Patienten. Die Webinar-Reihe ist kostenfrei. Wir bieten ein Thema jeweils zweimal an.
Webinar 1: Asthma – Kraftvoll atmen! Wunderwerk Atmung!
Inhalte:
Diagnose & Therapieoptionen
A-H-A: Beschwerden und Symptome?
Möglichkeiten der Selbstkontrolle
Drücken-schieben oder drehen? Inhalationssystem für Asthmapatienten
Leben mit Asthma
Alltagsempfehlungen
Bewegung & Sport
Ihre Fragen – unsere Antworten !
Referentin: Christiane Schäfer; Diplom-Oecotrophologin und Asthma-Trainerin
Termine:
Montag  16.10.2017 14-15 Uhr
Anmeldung unter: https://attendee.gotowebinar.com/register/3446263452277072897
oder
Montag  20.11.2017 16 -17 Uhr
Anmeldung unter: https://attendee.gotowebinar.com/register/2602179370749788929
  
Webinar 2: Asthma & Umfeldberatung: Erkennen – Handeln –Vorbeugen
Inhalte:
Asthma: Erkennen – Handeln
A-H-A: Beschwerden und Symptome?
Möglichkeiten der Selbstkontrolle
Umfeldberatung
Es kommt was geflogen: Schimmelsporen
Haustaubmilben!
Pollenalarm!
Sonderfall: Wenn die Birke mit dem Apfel
Pollenassoziierte Nahrungsmittelallergien
Ihre Fragen – unsere Antworten !
Referentin: Christiane Schäfer; Diplom-Oecotrophologin und Asthma-Trainerin
Termine:
Montag: 23.10.2017 14-15 Uhr
Anmeldung unter: https://attendee.gotowebinar.com/register/6974133371415084289
 oder
Montag: 27.11:2017 16 -17Uhr
Anmeldung unter: https://attendee.gotowebinar.com/register/6131743637306154753
 
 

Götterbaum invasiv und möglicher Allergieauslöser

Der nicht heimische Götterbaum (Ailanthus altissima) breitet sich inzwischen in wärmeren Regionen wie dem Ruhrgebiet oder dem Rheinland vermehrt aus, kann heimische Pflanzen verdrängen und ist auch als möglicher Allergieauslöser im Gespräch. Besonders in Städten oder an Autobahnen sind seine Ableger vermehrt zu finden. Er kann sich durch Wurzelausläufer aber auch durch Samen stark verbreiten. Um sein Wachstum zu verhindern, muss das komplette Wurzelwerk entfernt und die Samenausbreitung verhindert werden. Dies ist meist nicht möglich. Durch vermehrte Herbststürme und starke Winde können ganze Samenstände und auch einzelne „Flugfrüchte“ mit den Samen vermehrt abgerissen und großflächiger verbreitet werden. Der Götterbaum steht auf der „Schwarzen Liste“ invasiver Pflanzenarten. Vom Bundesamt für Naturschutz wird ein Handelsverzicht empfohlen. Aktuell darf der Götterbaum in Deutschland aber immer noch weiter verkauft und angepflanzt werden und ist scheinbar in manchen Projekten zur Stadtbegrünung der Zukunft für die Verantwortlichen als wärmeresistenter Laubbaum interessant.

Schilf auch ein Auslöser für Allergien auf Gräser

Schilf (Phragmites australis) ist weltweit in Uferzonen und feuchten Böden verbreitet. Inzwischen gibt es immer mehr Schilf-Röhrichte, die sich z.B. an den Ufern von Seen immer weiter ausbreiten und die ursprüngliche Vegetation verdrängen. Auch an der Küste besteht die Gefahr, dass Salzwiesen und feuchtes Grünland durch Schilf immer mehr verdrängt werden. An der gesamten Ostseeküste und bisher seltener auch an der Nordseeküste ist das ein Problem. In einigen Gebieten versucht man, die Schilfgebiete regelmäßig zu mähen, um das Schilf zurückzudrängen. In den USA hat sich Schilf in vielen Feuchtgebieten an der Ostküste ausgebreitet. Forscher haben dort Versuche mit Ziegen gemacht, die den Bewuchs auf ein Fünftel reduzieren konnten. Bisher wird Schilf bei uns als Auslöser von Gräserpollenallergien nicht besonders thematisiert. Es gehört aber zu den Süßgräsern und kann Gräserallergien auslösen oder bei einer Gräserallergie zu Kreuzreaktionen führen. Bislang wurden das Hauptallergen und fünf weitere Allergenkomponenten entdeckt.

In schilfreichen Gebieten kann das Gras für allergische Beschwerden im Spätsommer sorgen, denn es blüht von Juli bis September.

Kostenfreies Webinar: Diagnostik und Therapie der Insektengiftallergie

Insektengiftallergien sind bei Kindern die zweithäufigste und bei Erwachsenen die häufigste Ursache für sogenannte Anaphylaxien (allergischer Notfall). In Deutschland werden sie bisher vor allem durch Bienen- und Wespenstiche ausgelöst. Wie soll man bei einer allergischen Reaktion auf Insektenstiche vorgehen? Was gilt es im Notfall zu beachten?

Das kostenfreie DAAB-Webinar mit Herrn Professor Harald Löffler, Direktor der Hautklinik der SLK-Kliniken in Heilbronn,  vermittelt einen Überblick zu Diagnostik und Therapie von Insektengiftallergien und geht in diesem Zusammenhang besonders auf das Thema Anaphylaxie und Hyposensibilisierung (Allergenspezifische Immuntherapie) ein. Die  Hyposensibilisierung ist eine sehr effektive Therapiemaßnahme, mit der die Insektengiftallergie wirksam behandelt und die Lebensqualität der Patienten verbessert werden kann.

Diagnostik und Therapie der Insektengiftallergie

Wann:             Mittwoch, 27. September 2017, 17 – 18 Uhr

Referent:        Professor Harald Löffler, Direktor der Hautklinik der SLK-Kliniken in Heilbronn

Hier geht es zur Anmeldung:

Anmelde-URL: https://attendee.gotowebinar.com/register/648921152643101953

Webinar-ID: 464-934-371

 

Schulbeginn Allergie konkret ELTERN

Passend zum Schulbeginn greifen wir nochmal das Thema Kinder mit Allergien, Asthma und Neurodermitis auf.

Beim Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB) kann noch kostenlos die Sonderausgabe der Zeitschrift “Allergie konkret ELTERN” bestellt werden.

Sie enthält Artikel zu unterschiedlichen Allergie-Themen sowie zu Asthma und Neurodermitis sowie zur Anaphylaxie und zur Vorbeugung von Allergien beim Baby.

Bestellen unter: info@daab.de oder 0 21 66 – 64 788 20.

Einsatz von Duftstoff-haltigen Pflegeprodukten in Senioren- und Pflegeeinrichtungen

Galerie

Diese Galerie enthält 1 Foto.

Patientenwohl im Fokus Stellungnahme des DAAB zum Einsatz von Duftstoff-haltigen Pflegeprodukten in Senioren- und Pflegeeinrichtungen Leider kommt es immer wieder vor, dass bei Patienten, die in Pflegeheimen und Senioren-Einrichtungen leben bzw. in Krankenhäusern stationär behandelt werden, die bestehenden chronischen Erkrankungen … Weiterlesen

Neue Bäume braucht das Land????

Galerie

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DAAB fordert: Großflächige Neuanpflanzung von Bäumen muss Allergieproblematik berücksichtigen! Mit Erstaunen hörten wir am Montag (21.08.) auf WDR 5 „Morgenecho – Westblick am Morgen“ einen kurzen Radiobeitrag über ein neues Projekt zum Klimawandel im Arnsberger Wald und Lipper Bergland. Dort … Weiterlesen