Über Andrea Wallrafen

Biographische Angaben

Berlin: TEMPO-Studie

Die Charité sucht Studienteilnehmer in Berlin und Umgebung

Wenn Sie oder jemand in Ihrer Familie an Allergien leidet, könnte auch Ihr Neugeborenes Allergien entwickeln. Vielleicht haben Sie Interesse an einer Teilnahme an der TEMPO-Studie, die eine Säuglingsanfangsnahrung und ihre mögliche Rolle bei der Entstehung von Allergien untersucht.

Für Ihr Kind ist es das Beste, wenn es die ersten 6 Lebensmonate ausschließlich gestillt wird. Allerdings ist nicht jede Frau in der Lage, so lange zu stillen, wie sie gern würde, oder sie entscheidet sich dafür, für kürzere Zeit zu stillen. An diesem Punkt werden die Eltern eine Säuglingsnahrung als Alternative verwenden.

Bei Säuglingen mit familiärer Vorbelastung bezüglich Allergien besteht ein höheres Risiko, dass auch sie selbst Allergien entwickeln – und die Säuglingsanfangsnahrung kann einen Einfluss darauf haben.

TEMPO-Studie: Der Zweck dieser Studie ist es, eine neuartige Säuglingsnahrung zu untersuchen, um festzustellen, ob sie dabei helfen kann, gegenüber einer Standard-Säuglingsnahrung das Auftreten von Allergien bei Babys mit einer familiären allergischen Vorbelastung zu verringern. Auch die zu testende Säuglingsnahrung enthält die richtigen Inhaltsstoffe und erfüllt die nötigen Anforderungen für eine optimale Säuglingsernährung.

• Sie können an dieser Studie teilnehmen, wenn Sie beabsichtigen, Ihr Kind zu stillen, oder wenn Sie planen, eine Säuglingsanfangsnahrung zu füttern.

• Wenn Sie beabsichtigen, Ihr Kind in den ersten 16 Lebenswochen ausschließlich zu stillen, dann können Sie und Ihr Kind direkt mit der Teilnahme in der Still-Referenzgruppe beginnen.

• Wenn Sie das Stillen mit einer Säuglingsnahrung ergänzen möchten oder gern völlig auf Säuglingsnahrung umstellen möchten…

Wenn Sie das Stillen mit einer Säuglingsnahrung ergänzen möchten oder gern völlig auf Säuglingsnahrung umstellen möchten, erhalten Sie die Studien-Säuglingsnahrung Sie erhalten eine der beiden folgenden Säuglingsnahrungen:

Säuglingsnahrung 1 – die „Studien“- Säuglingsnahrung.

Säuglingsnahrung 2 – die „Kontroll“- Säuglingsnahrung.

Ihr Kind wird in eine dieser beiden Gruppen randomisiert (nach dem Zufallsverfahren zugewiesen, wie bei einem Münzwurf). Weder Sie noch das Studienteam werden wissen, welche Säuglingsnahrung Ihr Kind erhält; wenn es medizinisch notwendig ist, kann man das allerdings herausfinden.“

• Sie erhalten die Säuglingsnahrung kostenfrei.

• Während der TEMPO-Studie liegt dem Studienteam das Wohlergehen Ihres Kindes

am Herzen und die Mitarbeiter beantworten gern alle Fragen, die Sie vielleicht haben.

• Ihr Kind wird teilnehmen, bis es etwa 54 Wochen (knapp über ein Jahr) alt ist.

• Sie müssen während der Studie fünfmal die Arztpraxis aufsuchen und Sie erhalten

außerdem zwei Anrufe.

• Ihr Kind wird eines von etwa 700 Babys aus verschiedenen Ländern sein, die auch zur Teilnahme an dieser Studie eingeladen wurden.

Ihr Kind kann an der TEMPO-Studie teilnehmen,

wenn es:

• unter 16 Wochen alt ist, • ein gesundes Geburtsgewicht hat, • aufgrund der familiären Vorgeschichte ein erhöhtes Allergierisiko hat, • bislang keine Säuglingsnahrung erhalten hat, die intaktes Protein und/oder Probiotika enthält.

Wenn Sie gern mehr erfahren möchten: http://www.link2trials.de/

oder kontaktieren Sie:

Kinderallergologisches Studienzentrum, Klinik für Pädiatrie m.S. Pneumologie und Immunologie Charité Campus Virchow Klinikum

Telefon: + 49 (0)30 450 566 438 / Email: kinder-allergiestudien@charite.de

Webinare Lebensmittelallergien und Anaphylaxie nur für DAAB-Mitglieder

1) Webinar

„Im Notfall sicher handeln“ – Notfallmanagement bei schweren allergischen Reaktionen
Montag, 13.11.2017, 17 Uhr, Referentin: Britta Stöcker
Link zur Anmeldung: https://attendee.gotowebinar.com/register/8002495600533950465
Inhalt:
Wie erkenne ich eine schwere allergische Reaktion?
Welche Medikamente gibt es zur Soforthilfe bei Anaphylaxie?
Welche Maßnahmen werden im Notfall durchgeführt?
Wie sieht die rechtliche Situation aus?

2) Webinar
„Lebensmittelverpackungen richtig lesen bei Erdnuss- und Nussallergie“*3)
Dienstag, 28.11.2017, 17 Uhr, Referentin: Mandy Ziegert
Link zur Anmeldung: https://attendee.gotowebinar.com/register/2455380273567070977
Inhalt:
Was sagt das EU-Recht zur Allergenkennzeichnung,
Was erfährt man als Lebensmittelallergiker mit Erdnuss- oder Nussallergie durch die Information auf Lebensmittelverpackungen und was nicht
Welche Stolpersteine der Allergenkennzeichnung gibt es und
Was sollte man beim Einkauf beachten.

Deklarationspflicht für 26 allergieauslösende Duftstoffe nun auch für Arzneimittel

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) begrüßt die neuen Vorgaben der Europäischen Arzneimittelagentur und der Europäischen Kommission für die Deklaration von allergieauslösenden Hilfsstoffen in Arzneimitteln und wertet diese Entscheidung als einen richtigen Schritt zur mehr Sicherheit bei Arzneimitteln und zum besseren Schutz von Kontaktallergikern und Asthmatikern. Der DAAB hat sich seit Jahren für diese Thematik stark gemacht.

Damit werden künftig auch die allergieauslösenden Duftstoffe auf Arzneimitteln angegeben, wenn sie hier zum Einsatz kommen – ähnlich wie das bereits seit vielen Jahren bei Kosmetika praktiziert wird. Duftstoffe sind nach Nickel die häufigsten Auslöser von Kontaktallergien. Diese Deklarationsvorgabe ermöglicht vielen Duftstoffallergikern und Duftstoffsensiblen künftig ihre Allergieauslöser in Medikamenten zu erkennen und zu meiden. Für betroffene Kontaktallergiker ist gleichzeitig ein Medikamentensortiment ohne Duftstoffe oder ohne allergieauslösende Duftstoffe wichtig. Der DAAB fordert daher die Hersteller auf, das Angebot an Duftstoff-freien Arzneimittel und Medizinprodukten zu erweitern.

Machen Sie mit! Video-Kampagne zum Thema Nahrungsmittelallergien und Anaphylaxierisiko: Wie sieht der Alltag mit Nahrungsmittelallergie und Anaphylaxierisiko aus?

Der DAAB sammelt Ihre Botschaften (als Handyvideos), um diese in einen oder mehrere Youtubefilme zu integrieren, die im DAAB-Kanal erscheinen sollen.

Sie sind Bestandteil einer großen Kampagne, um das Leben mit Anaphylaxie und das Verständnis in der Öffentlichkeit zu verbessern.

Wenn Sie einverstanden sind, senden Sie uns Ihr Video und Ihr Einverständnis, dass wir dieses Video ganz oder in Auszügen in Youtubfilme integrieren dürfen.

Die Themen sind vielfältig, von den Bedingungen beim Einkaufen, über Versorgung in Kita und Schule, Reisen – bis hin zum Verständnis für die Erkrankung bei Freunden, Verwandten, Betreuern etc.

Was können Sie tun?

A) Senden Sie uns ein kurzes Handy-Video zum Aspekt:  „Das würde ich mir als Lebensmittelallergiker mit Anaphylaxierisiko/ bzw. Eltern eines Kindes mit Lebensmittelallergie und Anaphylaxierisiko wünschen“ – Dies bedeutet: Nehmen Sie ein kurzes Statement (ein bis zwei Sätze) mit Ihrer Handykamera auf zu einem Thema, das Ihnen besonders am Herzen liegt.

B) Möchten Sie sich zu einem bestimmten Thema, das Ihnen am Herzen liegt (z.B. Einkaufen, Kennzeichnung, Reisen, Schule, Kita, Aufklärung  etc.) ausführlicher äußern, so ist auch dies möglich.

Bitte senden Sie uns eine Aufnahme, die ca. 2-3 Minuten umfasst zu folgenden Aspekten:

1) Wie sieht das „Problem“ aus? Wie ist die momentane Ausgangssituation? Welchen Herausforderungen oder Stolpersteinen begegnen Sie in diesem Zusammenhang?

Ziel: kurze Darstellung des Ist-Zustandes zu einer Situation Ihres Alltags, die Sie gerne verbessert sehen würden.

2) Wie gehen Sie damit um? Was ist Ihr persönlicher Ansatz? Wie meistern Sie die Situation? Haben Sie Tipps für andere Betroffene?

Ziel: positive Ansätze des Umgangs aufzuzeigen, das Leben trotz und mit der Allergie gut zu managen.

3) Was wäre der „Idealzustand“: Was würden Sie sich als Allergiker/ Eltern eines betroffenen Kindes wünschen?

Ziel: Botschaft für jene, die die Möglichkeit haben, durch die Änderung von Rahmenbedingen oder ihrem Verhalten etwas FÜR den besseren, sicheren, stressfreieren Alltag allergischer Familien zu tun.

 

Allergie konkret: Fisch-Allergie – was nun?

Der wöchentliche Verzehr von Fisch gehört zu einer gesunden, ausgewogenen Ernährung. Doch Fisch zählt auch zu den stärksten allergenen Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs.

Häufig treten nach dem Verzehr Magen-Darm-Beschwerden auf, aber auch Hauterscheinungen oder Atemprobleme sind möglich.

Selbst das Einatmen des Dampfes, der beim Kochen von Fisch entsteht, kann zu Atemwegsbeschwerden führen.

Die meisten Fisch-Allergiker reagieren auf das Parvalbumin, ein Eiweiß, das in allen scharten vorkommt und müssen auf alle Fische, unabhängig von der Sorte, verzichten.

Es gibt jedoch auch Ausnahmen, in denen Patienten nur auf bestimmte Fischsorten reagieren.

In aktuellen Studien wurden zudem Kreuzreaktionen zu Hühnchenfleisch beschrieben. Betroffen von einer gleichzeitigen Allergie gegen Fisch und Hühnchen sind vor allem Allergiker, die nicht hühnereisensibilisiert sind.

Kein Problem stellt in der Regel der Verzehr anderer Tiere aus dem Meer dar – wie Krustentiere (Krabben, Garnelen) oder Muscheln – sofern es keine Verunreinigung mit Fischbestandteilen gibt. Für die Allergie auf Krustentiere und Muscheln sind andere Allergie-Auslöser verantwortlich.

Gesund auch ohne Fisch?

Fisch ist ein hochwertiges Nahrungsmittel und dient unter anderem als Lieferant für die langkettigen Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D und insbesondere Jod. Daher muss bei längerfristigem Fischverzicht darauf geachtet werden, dass der Körper ausreichend mit diesen wichtigen Nährstoffen versorgt wird.

Die häufige Empfehlung vermehrt Rapsöl oder Leinöl zu essen, um ausreichend Omega-3-Fettsäuren aufzunehmen, ist irreführend, da der menschliche Körper nur sehr begrenzte Möglichkeiten hat, aus der pflanzlichen Omega-3-Fettsäure alpha-Linolensäure zu bilden.

Algen statt Fisch?

Fische nehmen Omega-3-Fettsäuren durch ihre Algennahrung auf, Aktuell gibt es am Markt zwei Sorten von Algenöl. Sie werden aus Schizochytrium– oder aus Ulkenia-Algen gewonnen. Viele Produkte mit hohem Gehalt an Omega-3-Fettsäuren sind damit angereichert. Diese Produkte müssen laut der EU folgendermaßen gekennzeichnet sein: “Enthält DHA-reiches Öl aus der Mikroalge Schizochytrium sp.” bzw. “Ulkenia Sp.”

In EU-Mitgliedsstaaten darf Algenöl aus der Mikroalge Ulkenia  in Backwaren, Müsliriegel und nicht-alkoholischen Getränken als Lebensmittelzutat enthalten sein.

Öl aus der Mikroalge Schizochytrium ist als Zutat in Milcherzeugnissen, Milchersatzerzeugnissen, Salatsoßen, Streichfetten, Frühstückscerealien, Nahrungsergänzungsmitteln und Speisefetten erlaubt. Algenöl aus Schizochytrium wird auch in Kapselform zur Nahrungsergänzung angeboten.

Auch im Fleisch und in der Milch artgerecht gehaltener Wiederkäuer (Rind, Schaf, Ziege in Bio-Qualität) finden sich die langkettigen omega-3-Fettsäuren, allerdings nur in geringer Menge.

Fischallergiker sollten keine Fischölkapseln und keinen Lebertran einnehmen. Nur wenn der Hersteller die Eignung für Fischallergiker ausdrücklich ausweist, kann die Einnahme erfolgen.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von “Allergie konkret”, dem DAAB-Gesundheitsmagazin

Suspendiert wegen Allergie? Fußballprofi Bastians wehrt sich gegen VfL Bochum

Der Bochumer Fußballprofi und VfL Kapitän Felix Bastians wurde von seinem Verein als Reaktion auf eine Anaphylaxie für zwei Wochen suspendiert.

Bastians hat eine Milchallergie und muss milchhaltige Produkte meiden. Im Rahmen des Spiels beim 1. FC Nürnberg hatte Bastians im Mannschaftshotel schon beim Mittagessens erste Symptome verspürt und direkt beim Kellner nachgefragt, ob seine Mahlzeit Butter enthalte. Kurze Zeit später setzte bereits eine anaphylaktische Reaktion, ein lebensbedrohlicher Allergieschock, ein.

Bastians wies vor der Presse darauf hin, dass seine Lebensmittelallergien dem Verein seit Jahren bekannt waren. Als er merkte, dass eine allergische Reaktion begann, hatte er sich bei den Vereinsverantwortlichen mit dem Satz „Brot kann schimmeln, ihr könnt nichts.“ beschwert über die Leichtfertigkeit, mit der das Essen zubereitet wurde.

Der damalige Teammanager Christian Hochstätter junior hatte Bastians noch versichert, das Essen wurde sei mit Butterersatz zubereitet worden.

Aufgrund seiner Reaktion hatte der VfL Bastians suspendiert. Nun hat er laut Medienangaben beim Arbeitsgericht Antrag auf Einstweilige Verfügung gegen den VfL Bochum gestellt.

Unsere Meinung:

Sich deutlich zu beschweren, wenn man merkt, dass ein Allergieschock naht, der ein Todesrisiko birgt, ist wohl mehr als menschlich und nachvollziehbar.

Hier fehlt dem VfL nicht nur das Verständnis für Allergien, sondern auch das Gespür für eine angemessene Reaktion.

 

Neue Webinare – Besser Leben trotz Asthma!

Was ist Asthma – und was können Sie selbst tun, um damit besser zu leben?
Atmung- so wichtig und eben doch nicht so einfach wenn ein Asthma vorliegt! Die chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege, von der allein in Deutschland 10 % aller Kinder unter 15 Jahren und 5% aller Erwachsenen betroffen sind, ist nicht heilbar. Doch das Asthma kann mittlerweile sehr gut behandelt werden.
Im Rahmen dieser Webinare haben Sie die Möglichkeit zu erfahren, was Sie tun können, um mit dieser Krankheit besser zu leben! Die Selbstkontrolle und Möglichkeiten, die Sie selbst einleiten können, werden vorgestellt. Welche vorbeugenden Maßnahmen sind sinnvoll und was können Sie selbst aktiv tun, um Ihre Lunge zu unterstützen?
Da die Erkrankung die Patienten ein Leben lang begleitet, ist es wichtig, die Krankheit zu verstehen, um richtig damit umgehen zu können und möglichst beschwerdefrei zu leben.
Die Webinare haben unterschiedliche thematische Schwerpunkte und richten sich an Patienten. Die Webinar-Reihe ist kostenfrei. Wir bieten ein Thema jeweils zweimal an.
Webinar 1: Asthma – Kraftvoll atmen! Wunderwerk Atmung!
Inhalte:
Diagnose & Therapieoptionen
A-H-A: Beschwerden und Symptome?
Möglichkeiten der Selbstkontrolle
Drücken-schieben oder drehen? Inhalationssystem für Asthmapatienten
Leben mit Asthma
Alltagsempfehlungen
Bewegung & Sport
Ihre Fragen – unsere Antworten !
Referentin: Christiane Schäfer; Diplom-Oecotrophologin und Asthma-Trainerin
Termine:
Montag  16.10.2017 14-15 Uhr
Anmeldung unter: https://attendee.gotowebinar.com/register/3446263452277072897
oder
Montag  20.11.2017 16 -17 Uhr
Anmeldung unter: https://attendee.gotowebinar.com/register/2602179370749788929
  
Webinar 2: Asthma & Umfeldberatung: Erkennen – Handeln –Vorbeugen
Inhalte:
Asthma: Erkennen – Handeln
A-H-A: Beschwerden und Symptome?
Möglichkeiten der Selbstkontrolle
Umfeldberatung
Es kommt was geflogen: Schimmelsporen
Haustaubmilben!
Pollenalarm!
Sonderfall: Wenn die Birke mit dem Apfel
Pollenassoziierte Nahrungsmittelallergien
Ihre Fragen – unsere Antworten !
Referentin: Christiane Schäfer; Diplom-Oecotrophologin und Asthma-Trainerin
Termine:
Montag: 23.10.2017 14-15 Uhr
Anmeldung unter: https://attendee.gotowebinar.com/register/6974133371415084289
 oder
Montag: 27.11:2017 16 -17Uhr
Anmeldung unter: https://attendee.gotowebinar.com/register/6131743637306154753
 
 

Götterbaum invasiv und möglicher Allergieauslöser

Der nicht heimische Götterbaum (Ailanthus altissima) breitet sich inzwischen in wärmeren Regionen wie dem Ruhrgebiet oder dem Rheinland vermehrt aus, kann heimische Pflanzen verdrängen und ist auch als möglicher Allergieauslöser im Gespräch. Besonders in Städten oder an Autobahnen sind seine Ableger vermehrt zu finden. Er kann sich durch Wurzelausläufer aber auch durch Samen stark verbreiten. Um sein Wachstum zu verhindern, muss das komplette Wurzelwerk entfernt und die Samenausbreitung verhindert werden. Dies ist meist nicht möglich. Durch vermehrte Herbststürme und starke Winde können ganze Samenstände und auch einzelne „Flugfrüchte“ mit den Samen vermehrt abgerissen und großflächiger verbreitet werden. Der Götterbaum steht auf der „Schwarzen Liste“ invasiver Pflanzenarten. Vom Bundesamt für Naturschutz wird ein Handelsverzicht empfohlen. Aktuell darf der Götterbaum in Deutschland aber immer noch weiter verkauft und angepflanzt werden und ist scheinbar in manchen Projekten zur Stadtbegrünung der Zukunft für die Verantwortlichen als wärmeresistenter Laubbaum interessant.

Schilf auch ein Auslöser für Allergien auf Gräser

Schilf (Phragmites australis) ist weltweit in Uferzonen und feuchten Böden verbreitet. Inzwischen gibt es immer mehr Schilf-Röhrichte, die sich z.B. an den Ufern von Seen immer weiter ausbreiten und die ursprüngliche Vegetation verdrängen. Auch an der Küste besteht die Gefahr, dass Salzwiesen und feuchtes Grünland durch Schilf immer mehr verdrängt werden. An der gesamten Ostseeküste und bisher seltener auch an der Nordseeküste ist das ein Problem. In einigen Gebieten versucht man, die Schilfgebiete regelmäßig zu mähen, um das Schilf zurückzudrängen. In den USA hat sich Schilf in vielen Feuchtgebieten an der Ostküste ausgebreitet. Forscher haben dort Versuche mit Ziegen gemacht, die den Bewuchs auf ein Fünftel reduzieren konnten. Bisher wird Schilf bei uns als Auslöser von Gräserpollenallergien nicht besonders thematisiert. Es gehört aber zu den Süßgräsern und kann Gräserallergien auslösen oder bei einer Gräserallergie zu Kreuzreaktionen führen. Bislang wurden das Hauptallergen und fünf weitere Allergenkomponenten entdeckt.

In schilfreichen Gebieten kann das Gras für allergische Beschwerden im Spätsommer sorgen, denn es blüht von Juli bis September.

Kostenfreies Webinar: Diagnostik und Therapie der Insektengiftallergie

Insektengiftallergien sind bei Kindern die zweithäufigste und bei Erwachsenen die häufigste Ursache für sogenannte Anaphylaxien (allergischer Notfall). In Deutschland werden sie bisher vor allem durch Bienen- und Wespenstiche ausgelöst. Wie soll man bei einer allergischen Reaktion auf Insektenstiche vorgehen? Was gilt es im Notfall zu beachten?

Das kostenfreie DAAB-Webinar mit Herrn Professor Harald Löffler, Direktor der Hautklinik der SLK-Kliniken in Heilbronn,  vermittelt einen Überblick zu Diagnostik und Therapie von Insektengiftallergien und geht in diesem Zusammenhang besonders auf das Thema Anaphylaxie und Hyposensibilisierung (Allergenspezifische Immuntherapie) ein. Die  Hyposensibilisierung ist eine sehr effektive Therapiemaßnahme, mit der die Insektengiftallergie wirksam behandelt und die Lebensqualität der Patienten verbessert werden kann.

Diagnostik und Therapie der Insektengiftallergie

Wann:             Mittwoch, 27. September 2017, 17 – 18 Uhr

Referent:        Professor Harald Löffler, Direktor der Hautklinik der SLK-Kliniken in Heilbronn

Hier geht es zur Anmeldung:

Anmelde-URL: https://attendee.gotowebinar.com/register/648921152643101953

Webinar-ID: 464-934-371