Über Andrea Wallrafen

Biographische Angaben

Schulbeginn – für Allergie- und Asthmakids oft mit Problemen

Die Schule startet in den nächsten Tagen in vielen Bundesländern und mit ihr auch die Probleme allergie-, anaphylaktischer und asthmakranker Kinder. Jährlich werden circa 700.200 Kinder eingeschult. Jedes Dritte von ihnen leidet unter allergischen Erkrankungen. Im Schulalltag ergeben sich viele Probleme für die kleinen Allergiker.  

Pollen

Zahlreiche Kinder mit Pollen-Allergie schreiben im Frühjahr die zeugnisrelevanten Klausuren. Da immer noch sehr viele von ihnen – aufgrund von Fehlberatung und Unwissenheit – veraltete Allergie-Medikamente einnehmen, sind Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen und Müdigkeit ein großes Problem für sie.

Hochgradige Pollen-Allergiker werden in der Pause auf den Schulhof geschickt, weil es an Personal für die zusätzliche Aufsicht im Gebäude mangelt, oder aber der Schulsport wird nach draußen verlegt und aus der Bitte um Freistellung resultieren Klassenbucheinträge.

Asthma

Asthmakranke Kinder werden aus Überbehütung der Eltern oder Angst vor zu großer Verantwortung von Seiten der Schule vom Schulsport ausgeschlossen. Dadurch werden die Kinder nicht nur zu Außenseitern gestempelt, sondern auch vom Sport abgehalten, obgleich gezielter Sport für Asthmakinder sehr wichtig ist, da er die Atemmuskulatur stärkt.

Lebensmittelallergien

Kinder mit Lebensmittelallergien können mittags nicht sicher verpflegt werden und erleiden im schlimmsten Fall einen lebensbedrohlichen allergischen Schock, obwohl es allergikergerechte Verpflegungsmöglichkeiten gibt.

Die Gabe von Notfallmedikamenten ist nicht zufriedenstellend geregelt. Bei einem allergischen Notfall können lebensbedrohliche Symptome sehr schnell auftreten, so dass es unter Umständen nicht ausreicht, nur den Notarzt zu rufen. Es kann lebensrettend sein, die Notfallmedikamente schnell zu verabreichen. Leider sieht der Alltag anders aus und die Gabe der Notfallmedikamente wird durch das Schulpersonal oft abgelehnt.

Grundschule beginnt – Alleleland hilft Allergie-Kids!

Die Schule startet in den nächsten Tagen in vielen Bundesländern und mit ihr auch die Probleme allergie-, anaphylaktischer und asthmakranker Kinder.

Im Schulalltag ergeben sich viele Probleme vor allem für die noch sehr jungen Allergiker in der Grundschule.

Allergie-Lern-Welt „Alleleland“ für Kids

Für Grundschulkinder hat der DAAB das Allergie-Lern-Land „Alleleland“ entwickelt. Deutschlands erste Internetseite für Kinder, die das Thema Lebensmittelallergien kindgerecht und spielerisch erklärt. Mino, der Professor, und Glucks sein „kleiner Helfer“ sind zwei Forscher, die die Kinder mit in ihre Welt, das Alleleland, nehmen und viele Abenteuer bestehen. Es gibt Milchfälle, Hühnerbäume und Nussberge. Die Kinder lernen in diesen Welten spielerisch etwas über ihren Allergieauslöser. Sie lernen – zum Beispiel beim Spielen des „Eierlaufs“ – geeignete Lebensmittel zu erkennen und Unverträgliche auszusortieren. In Minos Haus finden die Kinder dazu viele Informationen rund um das Thema Lebensmittelallergie, vom Lexikon bis zum Wissens-Quiz.

Gleichermaßen bietet der Internetauftritt auch für Eltern und Kita- sowie Schulpersonal die Möglichkeit, dieses Thema zu vertiefen und in Unterrichtseinheiten oder Aktivitäten der Kita zu integrieren.

Das Alleleland wird stetig um Allergieauslöser und Krankheitsbilder ergänzt.

 

 

Schulbeginn… auch für Allergie-kranke Kinder

Die Schule startet in den nächsten Tagen in vielen Bundesländern und mit ihr auch die Probleme allergie-, anaphylaktischer und asthmakranker Kinder.

Jährlich werden circa 700.200 Kinder eingeschult. Jedes Dritte von ihnen leidet unter allergischen Erkrankungen. Alleine die Anzahl der Schulkinder mit schweren Lebensmittelallergien hat sich in den letzten 10 Jahren versiebenfacht. Im Schulalltag ergeben sich viele Probleme für die kleinen Allergiker. Ob Schulpausen, Klausurenzeit, Mittagsverpflegung oder Notfallbehandlung bei allergischen Symptomen. Allergien stellen Eltern, Schüler und Lehrer vor eine Herausforderung.

Allergischer Notfall und bürokratischer Notstand

Aufgrund der Bildungshoheit der Länder gibt es in Deutschland keine einheitlichen rechtlichen Regelungen zur Medikamentengabe in Schulen. Eine aktuelle Umfrage des DAAB ergab: Zwölf Bundesländer haben eine rechtliche Regelung zur Medikamentengabe; sechs erwähnen darin den allergischen Notfall. Nur fünf Bundesländer stufen den Anaphylaxie-Autoinjektor (Notfallhilfe beim allergischen Schock) als Erste-Hilfe-Maßnahme ein; die anderen Bundesländer legen sich hierzu nicht fest. Nach Ansicht des DAAB ein unhaltbarer Zustand.

Bei einem allergischen Notfall können lebensbedrohliche Symptome sehr schnell auftreten, so dass es unter Umständen nicht ausreicht, nur den Notarzt zu rufen. Es kann lebensrettend sein, die Notfallmedikamente schnell zu verabreichen.

Der DAAB fordert hier ein einheitliches Vorgehen und klare Vorgaben vonseiten der Länder, damit sowohl Lehrer, als auch Eltern und Schüler einen sicheren Schulalltag leben können.

Kostenlose Webinare bieten Hilfe

„Eine oft geäußerte Sorge beim Betreuungspersonal besteht darin, einen möglichen anaphylaktischen Schock nicht richtig einschätzen und behandeln zu können“, so Sonja Lämmel Pressesprecherin des Deutschen Allergie- und Asthmabundes. Unsicherheit bereite hier vor allem die Gabe des Adrenalin-Autoinjektors, da das Medikament über eine Injektion verabreicht wird. Aus diesem Grund bietet der DAAB regelmäßig kostenfreie Webinare zu den unterschiedlichsten (auch rechtlichen) Themen der Anaphylaxie für Eltern sowie für Schul- und Kitapersonal an. Termine und Themen finden Sie unter www.daab.de

 

Allergisch auf Sonnenblumen?

In der Nähe blühender Sonnenblumen oder bei verstärktem Kontakt mit der Haut (z.B. Erntearbeiter) können selten auch allergische Reaktionen wie Heuschnupfen, Atemnot oder Kontaktallergien auftreten.

Besonders Menschen mit Allergien auf andere Korbblütler wie Beifuß, Ambrosia oder Chrysanthemen, können Kreuzreaktionen auf die ähnlichen Allergenstrukturen der Sonnenblume zeigen. Sonnenblumen sind insektenblütig, ihre Pollen werden nicht weit durch den Wind verbreitet. Bei einer Pollenallergie auf Sonnenblumen oder weitere Korbblütler können die Beschwerden vor allem in direkter der Nähe der Pflanzen, beispielsweise bei einem Spaziergang an einem Sonnenblumenfeld oder in Innenräumen durch einen Sonnenblumenstrauß, erfolgen. 

Ei-Ersatz – ganz preiswert!

Neue Entwicklungen im Eier-Skandal sind täglich über die Medien zu verfolgen. Dies betrifft naturgemäß nicht nur die Eier selbst, sondern auch die daraus hergestellten Produkte. So werden momentan täglich neue Fertig-Salate zurückgerufen.

Der DAAB hat für Sie in seinem Marktcheck Ei-Ersatz einige gute Alternativen zusammengestellt. DAAB-Mitglieder können den kompletten Marktcheck bestellen unter info@daab.de.

Nachfolgend die preiswerte Baiser-Variante ohne Ei:

Baiser mit Kichererbsen-Wasser

 Zutaten:

120 ml Kichererbsen-Wasser (wichtig, dass es gesalzen ist!)

3 Packungen Sahnesteif

100 g Puderzucker

 Zubereitung:

Den Backofen auf 100 °C vorheizen.

Die Kichererbsen abgießen und das Wasser auffangen.

Davon 120 ml abmessen und in einer hohen Schüssel mit dem Handmixer steifschlagen, bis die Rührer beim Herausziehen Spitzen im Schnee hinterlassen. Dann nach und nach Puderzucker und anschließend Sahnesteif dazu geben (unbedingt sieben, um Klümpchen zu meiden).

Auf höchster Stufe nochmals für 3-4 Minuten schlagen.

Dann mit Spritzbeutel kleine Baisers auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech spritzen. Für 1,5 – 2 Stunden im Ofen trocknen (immer wieder Tür öffnen, um die feuchte Luft aus dem Ofen zu lassen). Wichtig ist, dass der Ofen nicht zu heiß eingestellt ist.

Die Baisers auf dem Backblech 3 Minuten auskühlen lassen (sie härten noch nach). Anschließend auf einem Kuchengitter weiter auskühlen lassen.

Hinweis: Bei einer Allergie auf Hülsenfrüchte können Kichererbsen allergische Reaktionen auslösen.

Achtung Allergie-Rückruf

The Coconut Collaborative – Joghurtalternative auf Kokosnussbasis

(Uplegger Food Company GmbH)

Grund der Warnung: mögliche Auslösung von allergischen Reaktionen

Verpackungseinheit: 6 X 120 g / Pck.

Haltbarkeit: MHD 27.07.2017 und 03.08.2017

Chargennr. : Erdbeere 085581, Natur 085578, Heidelbeere 085904, Mango 085580

Aufgrund eines abweichenden Untersuchungsergebnisses der Qualitätskontrolle, wird aus Gründen des vorsorglichen Verbraucherschutzes die gesamte Charge der Produkte zurückgerufen:

Coconut Kokosnuss Natur 120g  MHD 27.07.2017

Coconut Kokosnuss Mango-Passionsfrucht 120g MHD 27.07.2017

Coconut Kokosnuss Heidelbeere 120g  MHD 03.08.2017

Coconut Kokosnuss Erdbeere 120g  MHD 27.07.2017

Coconut Kokosnuss Mischkarton Heidelbeere/Mango 120g  MHD 27.07.2017/ 03.08.2017

Coconut Kokosnuss Mischkarton Natur/ Heidelbeere/Mango 120g MHD 27.07.2017/ 03.08.2017

Falsch oder wahr? Mythen zum Thema Ernährung und Allergien Der DAAB klärt auf

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1. Allergien können durch den Verzicht auf Kuhmilch und andere Auslöser beim Säugling vermieden werden. Falsch!

Neuere Untersuchungen zeigen, dass gerade Säuglinge kleine Portionen Fremdeiweiß benötigen, um eine so genannte Toleranz auszubilden. Ab dem 4.-6. Lebensmonat können auch potente Allergieauslöser in der Beikost gegeben werden. Hierzu gehören Milch, Weizen, Fisch und später Hühnerei, Soja etc.

2. Möhre/Karotten sind ein starker Allergieauslöser. Falsch!

Die Karotte oder Möhre wird immer wieder – zu Unrecht – als ungünstiges Nahrungsmittel für den Beikostbeginn genannt.

Es gibt viele Pollenallergiker, die Karotten vor allem im rohen Zustand nicht vertragen. Damit ist sie aber nicht automatisch ein problematisches Lebensmittel bei Säuglingen, zumal diese sie gekocht essen.

Sie wirkt stuhlfestigend, was gerade bei gestillten Säuglingen häufig sogar erwünscht ist, aber in einigen Fällen zu vorübergehenden Verstopfungen führen kann.

Als häufig erstes eingeführtes Nahrungsmittel werden der Karotte alle Reaktionen zugeschrieben, die in der Zeit des Beikostbeginns auftreten. Diese sind in den meisten Fällen gar nicht abhängig von der Karotte selbst, sondern vielmehr von der Umstellung der Ernährung von Milch auf ballaststoffreiche Kost oder treten zufällig in der Zeit der Beikosteinführung auf.

Fazit: Karotten oder Möhren sind aufgrund des hohen beta-Carotin Gehaltes das beste Anfangsgemüse für Ihren Säugling!

3. Die Spurenkennzeichnung auf Lebensmittelverpackungen ist gesetzlich vorgeschrieben. Falsch!

Hersteller verwenden mitunter in der Kennzeichnung ihrer Produkte die freiwelligen Angaben zu möglichen Spuren, die durch die Produktion ungewollt in ein Lebensmittel gelangen können.

„Kann Spuren von …. enthalten“  oder

„Hergestellt in einem Betrieb, der auch Haselnüsse verarbeitet“.

Diese Angaben sind nicht gesetzlich geregelt. Sie erfolgen von den Herstellern aus Gründen der Produkthaftung. Trotz bestehendem Hinweis müssen nicht zwingend Spuren eines Allergieauslösers im Produkt enthalten sein. Bei fehlendem Hinweis bedeutet es im Gegenzug nicht, dass keine Spuren enthalten sind.

4. Gluten-Unverträgichkeit ist gleich Zöliakie. Falsch!

Zöliakie-Patienten leiden unter einer chronischen Erkrankung der Dünndarmschleimhaut. Sie müssen lebenslang eine glutenfreie Ernährung einhalten und kleinste Mengenschädigen bereits die Dünndarmschleimhaut. Eine Gluten-Unverträglichkeit oder Glutensensitivität ist eine vermutete Unverträglichkeit des Glutens. Wissenschaftlich werden die Grundlagen zum Pathomechanismus und zur Diagnose bislang noch erforscht. Fest steht aber, dass es einigen Patienten besser geht, wenn sie sich glutenarmi ernähren –eventuell profitieren sie von der ballaststoffärmeren Kost und nicht von der glutenfreien Ernährung.

 5. Laktosefrei bedeute frei von Laktose. Falsch!

Lebensmittel mit einem Laktosegehalt unter 0,1g/100g Endprodukt können als laktosefrei bezeichnet werden. Eine weitere mögliche Kennzeichnung wäre: Laktosegehalt unter 0,1 Prozent. Verpflichtend sind diese Angaben allerdings nicht. Die Aussage „laktosefrei“ kann als Werbung auf einem Käse stehen und daneben der Käse mit dem gleichen Laktosegehalt hat diese Kennzeichnung nicht, ist aber genauso verträglich

6. Dinkel kann bei einer Weizenallergie eingesetzt werden. Falsch!

Dinkel als Urform des Weizens und Grünkern (unreif geernteter und gedarrter Dinkel) werden von vielen Weizenallergikern ebenfalls nicht vertragen, da die Allergieauslöser nahezu identisch sind. Andere Urformen wie Einkorn, Zweikorn (Emmer) und Kamut oder Triticale, die Kreuzung aus Weizen und Roggen, sind ebenfalls zu meiden bzw. die individuelle Verträglichkeit muss ausgetestet werden.

7. Ziegen- und Schafsmilch sind immer Alternative bei einer Kuhmilchallergie. Falsch!

Der Hauptauslöser der Kuhmilch ist das Eiweiß Casein. Es wird durch Hitze nicht zerstört und kommt in allen Tiermilchen (Ziege, Schaf, Stute) vor. In Einzelfällen, bei sehr wenigen Kuhmilchallergikern, können erhitzte Milch und  Produkte oder Ziegen- und Schafsprodukte verträglich sein. Der Allergieauslöser ist dann ganz spezifisch das Molkenprotein.

Tödlicher Sprung ins kalte Wasser…

In Deutschland leiden etwa 45 000 bis 75 000 Menschen an einer Kälteallergie. Bei dieser Sonderform der Nesselsucht entstehen beim Kontakt mit Kälte rote Quaddeln auf der Haut, die jucken und brennen. Für die Betroffenen ist eine solche Kälte-Urtikaria sehr einschränkend und im Einzelfall gefährlich. Im Winter kann es je nach Ausprägung der Krankheit zu Beschwerden kommen, so dass die betroffenen Personen nur dick eingepackt mit Mütze, Schal oder Skimaske vor die Tür gehen können. Doch auch im Sommer können kalte Getränke, Eis oder kalte Speisen Schwellungen an Gesicht und Lippen auslösen. Der Sprung ins kalte Wasser kann neben den Beschwerden an der Haut auch lebensbedrohliche Kreislaufbeschwerden hervorrufen.

Alltagstipps bei Kälteurtikaria:

  • Vermeiden Sie Kälte (kaltes Wasser, Kühlpacks, kalte Sitzplätze…)
  • Handschuhe, Schal, Mütze oder Skimaske schützen vor Kälte. Je mehr Hautpartien vor direktem Kälteeinfluss geschützt sind, desto geringer sind die Auswirkungen.
  • Tragen Sie immer Ihre Medikamente und eine antiallergische Salbe bei sich, um im Notfall die Symptome schnell mildern zu können.
  • Vorsicht beim Baden in kalten Gewässern! Gewöhnen Sie Ihren Körper langsam an das kühle Nass.

Sport als Gefahrenquelle  

Wenn der Freizeitsport, ein Saunabesuch oder scharf gewürztes Essen die Haut brennen lässt, liegt eine spezielle Form der Nesselsucht vor: die cholinerge Urtikaria. Sie ist die häufigste Sonder- und die zweithäufigste Urtikariaform überhaupt und tritt überwiegend bei jungen Erwachsenen auf. Ausgelöst wird diese Form der Nesselsucht oft durch bestimmte Ereignisse, welche die Körpertemperatur ansteigen lassen:

  • Sport (laufen, Rad fahren, Tennis oder Squash spielen)
  • Tanzen
  • Sauna, heiße Duschen, warme Vollbäder
  • Scharf gewürztes Essen
  • Alkohol
  • Infekte mit Fieber
  • Plötzlicher emotionaler Stress

Beide Formen der Nesselsucht können nur durch entsprechende Medikamente oder eine Gewöhnungstherapie behandelt werden.

Haben Sie Fragen zur Urtikaria sprechen Sie uns an unter info@daab.de.

Mückenschutz für Allergiker

Duftstoff-Allergiker, Menschen mit empfindlicher Haut und Kinder müssen zur Zeit wieder besonders aufpassen. Immer häufiger berichten Betroffene über Insektenstiche (Mücke, Bremse etc.), die sich stark entzünden und allergische Reaktionen auslösen. Umso wichtiger ist ein effektiver Schutz. Allerdings ist die Auswahl eines geeigneten Mittels nicht einfach, da es mit den falschen Mitteln zu Kontaktallergien und Atemwegsreizungen kommen kann.

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB)  hat verschiedene Insektenschutzmittel unter die Lupe genommen.

Wer unter Kontaktallergien z.B. auf Duftstoffe leidet oder hyperreagible Atemwege hat, ist auf Produkte angewiesen, die duftstofffrei sind. Gleichzeitig sollte das Produkt aber auch zuverlässig vor Insekten schützen. Leider ist das Sortiment der duftstofffreien Antimückenmittel sehr eingeschränkt und auch das Auffinden ist nicht einfach, da Mückenschutzprodukte nicht unter die Kosmetikverordnung fallen, sondern zu den Bioziden zählen. Diese müssen die Inhaltsstoffe nicht vollständig kennzeichnen.

Aktuell gibt es zwei empfehlenswerte Produkte mit dem Wirkstoff Icaridin (Saltiodin®) zur Insektenabwehrenden. Icaridin ist besser verträglich als das DEET(Ditehyltoluamid), kann aber Augen und Schleimhäute reizen. So ist auch hier eine gezielte Anwendung wichtig. Eingeschränkt empfehlenswert ist auch ein duftstofffreies Produkt von Nobite mit 50%igem DEET-Wirkstoff.

Asthmatiker und Personen mit hyperreagiblen Atemwegen sollten eher Lotionen und Insektenschutzgele bevorzugen, Sprays können die empfindlichen Atemwege belasten.

Produktbezeichnung Wirkstoff Duftstoffe Anmerkungen
SC Johnson GmbHAutan Junior Gel Insektenschutz 10% Icaridin Keine Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe Empfehlenswert geeignet für Kinder ab 2 Jahren und für Schwangere
Nobite Haut SensitiveSprühflasche 30% Satidin (Icaridin) Keine Duft- und Konservierungsstoffe Empfehlenswertgeeignet für Kinder ab 2 Jahren und für Schwangere
Nobite Haut Spray Sprühflasche 50% DEET Keine Duft- und Koservierungsstoffe Eingeschränkt empfehlenswertgeeignet für Kinder ab 5 Jahren und für Schwangere ab dem 4. Monat

 

Natürlich gegen Mücken:

Alternativ können Allergiker auch einen natürlichen Schutz probieren. Hier gibt es verschiedene Varianten, die im Einzelfall ausprobiert werden müssen, zum Beispiel da der natürliche Duft auch empfindliche Bronchien reizen kann.

Es gibt Pflanzen, die einen Zitrusduft verströmen, den die Plagegeiser nicht mögen. Dazu gehören: Duftgeranien (Zitrus), Zitronen-Thymian, Lavendel, Waldmeister, Zitronenmelisse, Zitronenverbene, Melisse und Eberraute. Pflanzen Sie diese in Balkonkästen und stellen Sie direkt vor die Fenster auf Terrasse und Balkon. Getrocknet können Sie die Kräuter als kleine Sträußchen in die Fenster und Türen hängen oder den Tisch damit dekorieren.

Dicke Luft im Innenraum

Vor ätherischen Ölen im Innenraum rät der DAAB allerdings ab. Die enthaltenen flüchtigen Substanzen reizen die Atemwege. Aufgetragen auf die Haut kann es zu Kontaktallergien oder Hautreizungen kommen.

Ein effektiver Schutz vor Mückenstichen in Wohnräumen ist das Anbringen von Mückennetzen in Fenstern und an den Türen. Für die nächtliche Ruhe sind auch Moskitonetze über dem Bett gut geeignet. Im Handel befinden sich speziellen Netze, die mit Abwehrmitteln getränkt sind. Über ihre Effektivität aber auch gesundheitliche Risiken gibt es keine Veröffentlichungen. Nach Ansicht des DAAB sind diese Abwehrmittel für empfindliche Personen nicht geeignet.

Mücken finden einen idealen Brutplatz in abgestandenem Wasser. Daher ist es im Garten wichtig, solche Quellen (abgestandenes Wasser in Eimern, Regentonnen, etc.) zu meiden bzw. zu beheben.

Insektengift-Allergie – Achtung Lebensgefahr!

Allergische Reaktionen auf Insektenstiche werden in Deutschland am häufigsten durch Bienen und Wespen hervorgerufen. Für mehr als 3 Millionen Deutsche kann so ein Stich lebensgefährlich sein.

Beim Insektengiftallergiker treten nach einem Stich heftige Schwellungen rund um die Einstichstelle auftreten, manchmal begleitet von Atemnot, Schwindelgefühl, Schwellungen im Gesicht sowie am Hals und starker allgemeiner Hautrötung. Meist setzen diese Reaktionen Sekunden beziehungsweise Minuten nach dem Stechen ein. Bei Nicht-Allergikern sind für eine tödliche Giftwirkung mehrere hundert bis tausend Stiche notwendig. Hat ein Mensch jedoch eine Allergie gegen das Insektengift entwickelt, so kann es bei jedem weiteren Stechen zu starken, teilweise sogar lebensgefährlichen Reaktionen kommen (anaphylaktischer Schock).

Hier wird eine Hyposensibilisierung (Spezifische Immuntherapie, SIT) empfohlen. Diese Therapie erzielt einen langanhaltenden Schutz erreicht Besteht das Risiko einer Anaphylaxie, wird ein Notfallset verordnet.

Ausführliche Informationen zur Insektengift-Allergie und zum Thema Anaphylaxie können Sie kostenlos bestellen unter: info@daab.de

DAAB-Tipps für Insektengift-Allergiker

  • Immer ein Notfallset mitführen und sofort anwenden, wenn man gestochen wurde.
  • Bei hohen Temperaturen den Notfall-Pen in eine geeignete Kühltasche oder leere Thermoskanne geben.
  • In der Nähe von Bienen und Wespen rasche Bewegungen vermeiden und nicht nach ihnen schlagen.
  • Möglichst nicht in die Nähe von Fallobst gehen. Vorsicht beim Obst- und Blumenpflücken.
  • Vorsicht bei Gartenarbeiten! Bedecken Sie dabei so viel wie möglich von Ihrem Körper (lange Ärmel, lange Hosen, Hut).
  • Weite, flatternde Kleider, schwarze Stoffe und farbige Blumenmuster meiden.
  • Meiden Sie Parfüms, Haarsprays, stark parfümierte Pflegeprodukte.
  • Lassen Sie beim Essen im Freien keine Süßigkeiten oder Fleischreste herumliegen.
  • Gehen Sie im Sommer nie barfuß. Bienen bevorzugen den Aufenthalt im Klee und viele Wespen leben in Bodenlöchern.
  • Meiden Sie Mülltonnen und Abfallkörbe im Freien.

Weitere Tipps finden Sie unter www.daab.de