Tattoos – Gefährlicher Körperschmuck

Tattoos sind beliebt, etwa 10 Prozent der Deutschen haben mindestens ein Tattoo. Bei den unter 30-Jährigen ist es fast ein Viertel, die ihr Äußeres auf diese Art und Weise dauerhaft verändert haben, nicht immer direkt sichtbar, aber dem Modetrend folgend. Beim Tätowieren werden Farbpigmente mit speziellen Nadeln tief in die Haut gebracht, nicht ohne langfristige Folgen und Risiken, denn der dauerhafte Hautschmuck kann langwierige ästhetische und gesundheitliche Folgen haben. Wer eine empfindliche Haut und eine höhere Allergiedisposition hat, sollte auf die riskante Tätowierung eher verzichten, denn sie stellt nach den aktuellen Eischätzungen der Wissenschaftler eine unkalkulierbare Belastung für den Körper mit unklaren Langzeitfolgen dar.

Beim Tätowieren werden Farbpigmente mit Hilfe von feinen Nadeln unter die Haut – genauer gesagt in die Dermis, also in die mittlere Hautschicht – eingebracht, wo sie dauerhaft verbleiben sollen. Da bei diesem Verfahren die Hautbarriere umgangen beziehungsweise verletzt wird, sind hohe hygienische Standards beim Tattoo-Stechen wichtig. Die Qualität der Tätowiermittel wird durch die seit Mai 2009 geltende Tätowiermittelverordnung geregelt: sie sollen sicher sein und die Gesundheit nicht schädigen. In einer langen Verbotsliste werden ungeeignete Farbstoffe aufgeführt. Doch diese gesetzliche Regelung bietet keinen umfassenden Schutz, denn eine gesundheitliche Bewertung von Einzelstoffen auf ihre Eignung für Tätowierungen fehlt bisher.

Schätzungen zu Folge treten bei jedem zehnten Tätowierten unangenehme bis schwere Hautreaktionen auf wie Ausschlag, Nesselfieber, Juckreiz, Schwellungen und Hautentzündung auf, die oft langwierige Behandlungen nach sich ziehen. Ein großes Risiko stellen allergieauslösende Stoffe wie Nickel (häufigster Auslöser einer Kontaktallergie mit höchster Sensibilisierungsrate), Konservierungsmittel wie Isothiazolinone oder Farbstoffe wie para-Phenylendiamine, Chrom (in grünen Farben), Cadmium (gelb), Quecksilber (rot) oder Kobalt (blau) dar. Besorgniserregend ist, dass beispielsweise Nickel oder Cadmiumsalze unter UV-Wirkung beim Sonnenbaden oder im Solarium starke Hautreizungen auslösen können. Auch können Sonnenstrahlen einige Tattoofarbstoffe verändern oder spalten und so eine Unverträglichkeitsreaktion auslösen. Die Diagnostik der Hautunverträglichkeitsreaktionen sollte bei einem spezialisierten Dermatologen durchgeführt werden.

Zusätzlich fehlen Untersuchungen, ob und wie die eingebrachten Tätowiermittel im Körper wirken, denn sie bleiben nicht an Ort und Stellen, sondern werden auch abtransportiert oder abgebaut. Eine weitere Gefahr sind Pigmentablagerungen in den Lymphknoten. Farbpigmente in Nanogröße können sich im Lymphknoten dauerhaft anreichern und sie vergrößern. Die Langzeitfolgen solcher Ablagerungen für den Organismus sind bisher nicht erforscht.

Tattooentfernung – ein Abschied nicht ohne Risiko

Wenn die Freude über ein Tattoomotiv nachlässt, stehen für das Entfernen verschiedene Methoden zur Wahl. Doch jede Methode birgt Gefahren, wie Hautinfektion, Narbenbildung oder eine Freisetzung giftiger Spaltprodukte. Die Methode der Wahl ist die Laserbehandlung, aber auch Anwendung ätzender hochkonzentrierter Milchsäure, Hautabschleifung oder operatives Entfernen von Hautschichten werden eingesetzt. Bei der Laserbehandlung mit hochenergetischen Lichtimpulsen werden die Farbpigmente gespalten, dadurch verblasst die Farbe des Tattoos. Diese Methode ist bei schwarzen und dunkelblauen Pigmenten effektiv. Eine BfR-Studie aus dem Jahr 2015 hat gezeigt, dass dabei hochtoxische und krebserregende Fragmente wie Blausäure oder Benzol entstehen können. Beschrieben wurden auch Verbrennungen der Haut, Narbenbildung, Pigmentstörungen oder die Entstehung von Bindegewebswucherungen, die das Erscheinungsbild der Haut gravierend verschlechtern und weitere Behandlungen erforderlich machen. Bei der Anwendung flüssiger Tattoo-Entferner wie der hochkonzentrierten Milchsäure kann es zu schweren Entzündungsreaktionen mit Narbenbildung kommen. Hinzu kommt, dass für die Kosten einer Tattoo-Entfernung die Krankenkassen nicht aufkommen. Das bedeutet – je nach Größe des Tattoos sind mehrere Behandlungen notwendig, die aus eigener Tasche bezahlt werden müssen. Eine Tattoo-Entfernung sollte auf jeden Fall nur vom geschulten Personal durchgeführt werden – mittels medizinisch anerkannter Verfahren.

Wer eine empfindliche Haut und höhere Allergiedisposition hat, sollte auf die riskante Tätowierung eher verzichten, denn sie stellt nach den aktuellen Eischätzungen der Wissenschaftler eine unkalkulierbare Belastung für den Körper mit unklaren Langzeitfolgen dar.

Tipps zur Vitamin D-Versorgung

Gerade jetzt wenn die Tage kürzer werden ist oftmals auch die Vitamin D Produktion verringert. Der Körper braucht daher tägliche Spaziergänge an der frischen Luft. Kurze kontrollierte Aufenthalte in der Sonne (wenn sie denn scheint) ohne Sonnenschutz-mittel, verbessern die Vitamin-D Synthese in der Haut (aber Sonnenbrand vermeiden). Ein- bis zweimal in der Woche frischen Seefisch essen und eine ausgewogene Ernährung mit Milch- und Milchprodukten (Lebensmittel-allergiker sollten eine Ernährungs-therapie nutzen). Wer zu einer Risikogruppe gehört, sollte mit dem Hausarzt die Bestimmung des Vitamin D 25 (OH) Spiegels besprechen. Der Wert sollte vor dem Winter bestimmt werden und idealerweise über 60 nmol/l liegen. Die Bestimmung des Vitamin D 25 (OH) Spiegels ist eine IGEL-Leistung, allerdings eine sinnvolle!

Neue DAAB Anaphylaxie – Webinare

Informationen und Alltagshilfen zum Umgang mit schweren allergischen Reaktionen

Übersicht für Angebote im zweiten Halbjahr 2018

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) bietet Seminare für Eltern von anaphylaxiegefährdeten Kindern, selbst betroffene Allergiker sowie für Erzieherinnen und LehrerInnen und Vertreter von Behörden über das Internet (Webinare) an, in welchen zu unterschiedlichen Aspekten bei Anaphylaxie aufgeklärt und informiert wird.

Die Teilnahme an allen Webinaren ist kostenfrei.

Zwei DAAB Anaphylaxie-Webinare exklusiv für DAAB Mitglieder:

Diese beiden DAAB Anaphylaxie-Webinare finden mit freundlicher Unterstützung von Meda-Pharma/Mylan statt.

„Im Notfall sicher handeln“ – Notfallmanagement bei schweren allergischen Reaktionen

Termin:                Donnerstag, 4. Oktober 2018, 16.30 – 18 Uhr

Referentin:        Britta Stöcker, Bonn (Kinder- und Jugendärztin und Anaphylaxie-Trainerin)

Link zur Anmeldung: https://attendee.gotowebinar.com/register/6886676025374778113

Inhalt:

  • Wie erkenne ich eine schwere allergische Reaktion?
  • Welche Medikamente gibt es zur Soforthilfe bei Anaphylaxie?
  • Welche Maßnahmen werden im Notfall durchgeführt?

  • Wie sieht die rechtliche Situation diesbezüglich aus?

 „Lebensmittelverpackungen richtig lesen bei Erdnuss- und Nussallergie“*3)

Termin:                Dienstag, 30. Oktober 2018, 17 – 18.30 Uhr

Referentin:         Mandy Ziegert, DRK Kliniken Berlin (Ernährungsfachkraft Allergologie, Anaphylaxie-Trainerin)

Línk zur Anmeldung:  https://attendee.gotowebinar.com/register/9221492265496910338

Inhalt:

  • Was sagt das EU-Recht zur Allergenkennzeichnung,
  • Was erfährt man als Lebensmittelallergiker mit Erdnuss- oder Nussallergie von der Information auf Lebensmittelverpackungen und was nicht,
  • Welche Stolpersteine der Allergenkennzeichnung gibt es und
  • Was sollte man beim Einkauf beachten.

 

Drei DAAB Anaphylaxie Webinar für Lehrer, Erzieher und Betreuungspersonen

Bei Interesse können Eltern oder andere Verwandte Anaphylaxie-gefährdeter Kinder ebenfalls teilnehmen

Diese drei DAAB Anaphylaxie-Webinare finden mit freundlicher Unterstützung der BEK – Barmer Ersatzkasse statt

 

„Lebensmittelallergien bei Kindern und Jugendlichen“

Termin:                Mittwoch, 10. Oktober 2018, 17 – 18.30 Uhr

Referentin:        Mandy Ziegert, DRK Kliniken Berlin (Ernährungsfachkraft Allergologie, Anaphylaxie-Trainerin)

Link zur Anmeldung: https://attendee.gotowebinar.com/register/5701603701260661249

Inhalt:

  • Lebensmittel-Unverträglichkeit – Allergie – Intoleranz und Co – Was ist Was?

  • Zöliakie und Laktoseintoleranz
  • Ist Lebensmittelallergie = Lebensmittelallergie?
  • Auslöser und Beschwerden
  • Lebensmittelkennzeichnung – was ist zu beachten?
  • Hilfestellungen und Hilfsmittel (Formulare, schriftliche Info, Lernspiel „Allele-Land“ für Kinder mit Allergien)

Zielgruppe:  Das Webinar richtet sich in erster Linie an ErzieherInnen, LehrerInnen, BetreuerInnen von Kindern mit Anaphylaxie-Risiko und Vertreter von Trägern, Behörden und Ministerien. Es kann bei Interesse auch von selbst betroffenen Allergikern und Eltern oder anderen Verwandten von Anaphylaxie-gefährdeten Kindern besucht werden.

 

 Rechtliche Bewertung der Hilfe bei einer anaphylaktischen Reaktion in Kitas und Schulen aus Sicht der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)

Termin:                Dienstag, 6. November 2018, 17 – 18.30 Uhr

Referent:            Eberhard Ziegler, DGUV Bundesverband Berlin

Link zur Anmeldung: https://attendee.gotowebinar.com/register/1145478204412941826

Inhalt:

  • Aufgaben der gesetzlichen Unfallversicherung
  • Versicherungsrechtliche Situation für Erzieher und Lehrer
  • Versicherungsrechtliche Situation für Kinder und Jugendliche
  • Anaphylaktische Reaktion – Ein Arbeitsunfall
  • Haftungsrechtliche Fragen
  • Prävention und Inklusion
  • Hilfestellungen und Hilfsmittel (Formulare, schriftliche Info, Lernspiel „Allele-Land“ für Kinder mit Allergien)

Zielgruppe:  Das Webinar richtet sich sowohl an Eltern von Anaphylaxie-gefährdeten Kindern, als auch an ErzieherInnen, LehrerInnen, BetreuerInnen von Kindern mit Anaphylaxie-Risiko und Vertreter von Trägern, Behörden und Ministerien.

 
 „Im Notfall sicher handeln“ – Notfallmanagement bei schweren allergischen Reaktionen in Kita und Schule

Termin:                Montag, 26. November 2018, 17 – 18.30 Uhr

Referentin:        Britta Stöcker, Bonn (Kinder- und Jugendärztin und Anaphylaxie-Trainerin)

Link zur Anmeldung: https://attendee.gotowebinar.com/register/5560988257077451779

Inhalt:

  • Wie erkenne ich eine schwere allergische Reaktion?
  • Welche Medikamente gibt es zur Soforthilfe bei Anaphylaxie?
  • Welche Maßnahmen werden im Notfall durchgeführt?
  • Wie sieht die rechtliche Situation diesbezüglich aus?
  • Hilfestellungen und Hilfsmittel (Formulare, schriftliche Info, Lernspiel „Allele-Land“ für Kinder mit Allergien)

Zielgruppe: Das Webinar richtet sich in erster Linie an ErzieherInnen, LehrerInnen, BetreuerInnen von Kindern mit Anaphylaxie-Risiko und Vertreter von Trägern, Behörden und Ministerien.
Es kann bei Interesse auch von selbst betroffenen Allergikern und Eltern oder anderen Verwandten von Anaphylaxie-gefährdeten Kindern besucht werden.

Weitere Information unter info@daab.de

 

Aktueller Test der Stiftung Warentest Vorsicht bei Handgeschirrspülmittel

Aktueller Test der Stiftung Warentest zeigt: Vorsicht Allergiker! Viele Handgeschirrspülmittel mit allergieauslösenden Konservierungsmitteln.

Im aktuellen Test-Magazin 9/2018  wurden 26 Handgeschirrspülmittel bewertet. Im Fokus der Untersuchung stand die Reinigungskraft, Ergiebigkeit und Handhabung der haushaltsüblichen Spülmittel sowie ihre Umwelt- und Hautverträglichkeit. Das Ergebnis ist für Kontaktallergiker alarmierend: 19 der bewerteten Produkte enthielten erhebliche Mengen an Methylisothiazolinon (MIT). Dieser Konservierungsstoff gilt als potenter Allergieauslöser, der selbst in relativ geringen Konzentrationen eine Hautreaktion auslösen kann. Dermatologen schätzen, dass derzeit bis zu zwei Millionen Menschen auf MIT allergisch reagieren und nach Kontakt unter Hautentzündungen, Juckreiz, Bläschen leiden. In den auffälligen Produkten waren die Gehalte an MIT deutlich oberhalb des für abwaschbare Kosmetika geltenden EU-Grenzwertes von 15 Milligramm pro Kilogramm. Da die Handgeschirrspülmittel häufig auch zu Handwäsche pur auf die Haut angewendet werden, ist hier eine entsprechende Warnung dringend notwendig. In haushaltsüblicher Verdünnung, so wie sie zur Reinigung von Geschirr angewendet werden, soll die MIT-Menge keine allergieauslösende Effekte haben – für Allergiker ist trotzdem ein Schutz mit Handschuhen empfehlenswert. Frei von bedenklichen Konservierungsstoffen waren nur 5 der getesteten Produkte, darunter die Öko-Spülmittel.

DAAB-Empfehlung: kontrollieren Sie immer die Inhaltsstoffangaben auf den Produkten. Handgeschirrspülmittel mit dem DAAB-Label sind garantiert ohne allergieauslösende Konservierungsstoffe.

Zeigt her eure Füße

Mit steigenden Temperaturen steht der Wechsel des Schuhwerks an: Winterstiefel ade,  Sommerschuhe, Sandalen, Flipflops her. Doch Chromat-Allergiker und Personen mit empfindlicher Haut müssen beim Kauf neuer Schuhe besonders sorgfältig vorgehen. Chromat-gegerbtes Leder kann eine Chromat-Allergie auslösen und Ekzeme an den Füßen verursachen. Der DAAB hat daher ein paar Tipps für einen unbeschwerten Frühlingsstart zusammengestellt.

• Wer zu Ekzemen neigt und empfindlicher Haut hat, sollte Lederschuhe nicht ohne Socken oder Strümpfe tragen. Leider können beim starken Schwitzen die Schadstoffe wie Chromate aus dem Leder rausgelöst werden. Achten Sie daher darauf, dass die Schuhe nicht zu eng sind und nach Möglichkeit luftig.
• Wer unter Chromat-Allergie leidet sollte pflanzengegerbte Schuhe vorziehen. Fragen Sie im Handel nach.
• Auch bei pflanzengegerbten Schuhe ist das Tragen von Socken und Strümpfen empfehlenswert.
• Ob es sich bei einem entzündeten, juckenden Ausschlag im Fußbereich um eine Allergie handelt, kann ein Allergietest klären. Eine Diagnostik beim Allergologen ist hier dringend empfehlenswert.
• Kaufen Sie keine stark stechend riechende Schuhe, sie können durch die allergieauslösenden Chemikalien wie Formaldehyd, 2-Phenyl-2-propanol oder Phthalate belastet sein.

Das Infoblatt Allergien auf Schuhe kann für Mitglieder des DAAB unter info@daab.de bestellt werden.

Vorsicht Duftstoffe! Internationaler Weltdufttag

Anlässlich des Internationalen Weltdufttags möchte der Deutsche Allergie- und Asthmabund auf die Schattenseiten des weit verbreiteten Duftstoffeinsatzes hinweisen und zur mehr Rücksicht gegenüber Asthmatikern und MCS- und COPD-Erkrankten sowie besonders empfindlichen Personen aufrufen. Duftstoffe werden seit vielen Jahren nicht nur zur Parfümierung von Kosmetika, Putz- und Waschmitteln eingesetzt sondern auch als Marketinginstrument um beispielsweise die Kaufbereitschaft oder Stimmung der Kunden zu beeinflussen. Der Duftstoffeinsatz kennt kaum Grenzen – in Hotels, großen Kaufhäusern, öffentlichen Verkehrsmitteln, Flughäfen, Bahnhöfen, Schulen oder Krankenhäusern werden Duftstoffe professionell über Beduftungsäulen oder Klimaanlagen verbreitet.  Dabei wird oft vergessen, dass sehr empfindliche Personen mit zum Teil massiven gesundheitlichen Beschwerden auf luftgetragene Duftstoffe reagieren können – von Kopfschmerzen, Herz-Kreislaufbeschwerden, Hustenreiz bis hin zu Asthmaanfällen.

Zum Schutz der Betroffenen und auch um diese Personen nicht von der Teilnahme am öffentlichen Leben auszuschließen fordert der DAAB e.V. einen Verzicht auf den Duftstoffeinsatz in öffentlichen Einrichtungen, Krankenhäusern oder Verkehrsmitteln bzw. Transparenz des Duftstoffeinsatzes durch eine angemessene Information der Kunden, Patienten und Fahrgäste.

Um angenehme Atmosphäre zu schaffen ist Lüften mit Luftaustausch, Reinigung der Räume und bei unangenehmen Gerüchen auch das Beheben der unangenehmer Geruchsquellen wie z.B. Schimmelbefall effektiver und angemessen.

Betroffene können sich an den DAAB wenden, wir setzen uns für Ihre Interessen ein.

Naturkosmetika – natürlich und sensitiv?

Naturkosmetika genießen ein sehr positives Image, besonders sanft und hautverträglich zu sein. Doch diese pauschale Einschätzung trügt. Denn viele Pflanzenauszüge, die zur Herstellung von Naturkosmetika eingesetzt werden, enthalten irritierende und/oder sensibilisierende Stoffe, so dass auch bei natürlichen Pflegeprodukten Unverträglichkeitsreaktionen und Allergien möglich sind. Zu den bekannten allergieauslösenden Naturstoffen zählen u.a. Perubalsam, Wollwachsalkohole oder Lanolin. Auch einige ätherische Öle wie das Bergamottöl, Eukalyptusöl oder Zitronenöl können allergische Hautreaktion auslösen. Man sollte sie grundsätzlich nie unverdünnt benutzen, zudem können sie sich durch die Einwirkung von Sauerstoff oder unter Sonneneinstrahlung verändern und unter diesen Bedingungen hautreizende bzw. allergieauslösende Abbauprodukte entstehen.

Kontaktallergiker sollten daher auch bei Naturkosmetika die Angaben zur Zusammensetzung der Produkte genau beachten. Leider bietet auch die Auslobung „sensitiv“ keine Sicherheit bezüglich der Verträglichkeit der kosmetischen Produkte, denn dieser Begriff ist weder näher definiert noch rechtlich verankert. Damit können die Hersteller diesen Begriff relativ frei interpretieren zum Leidwesen empfindlicher Personen, Allergiker und Asthmatiker.

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund führt regelmäßig Marktchecks der unterschiedlichen Sensitiv-Produkte durch, um zu überprüfen, ob diese Kosmetika die Erwartungen der sensiblen und sensibilisierten Verbraucherinnen und Verbraucher erfüllen. So haben beispielsweise Deodorantien, Sonnenschutzmittel für Kinder und Erwachsene und aktuell Apre-Sun-Produkte unter die Lupe genommen. Die entsprechenden Publikationen können in der DAAB-Geschäftsstelle angefordert werden.

Eine gute Orientierung bei der Suche nach verträglichen Kosmetika und Naturkosmetika bietet das DAAB-Label. Dieses Siegel garantiert, dass die ausgezeichneten Produkte frei von potenten Allergieauslösern und Duftstoffen sind. Auch in der Naturkosmetikbranche gibt es inzwischen ein breites Sortiment von Produkten, die das DAAB-Label tragen und sowohl der Haut als auch der Umwelt gut tun.

Gerne senden wir Ihnen eine Übersicht der gelabelten Produkte zu. Mail an info@daab.de

Pollen sind unterschätzte Umweltschadstoffe

Je nach Pflanzenart haben Pollen eine unterschiedliche Größe und Form und lösen mit unterschiedlichen Pollenmengen in der Luft allergische Beschwerden aus. Dabei können, abhängig vom Ort des Vorkommens, für einen Pollenallergieauslöser wie beispielsweise Ambrosia auch unterschiedliche Pollenmengen allergische Beschwerden auszulösen.  Das soll auch an den vor Ort bestehenden Umweltfaktoren liegen. Zum einen werden die Entzündungsreaktionen und nachfolgenden allergischen Beschwerden durch die Allergene in den Pollen ausgelöst. Es gibt aber in den Pollen auch noch weitere Substanzen, die die Entzündungsreaktion verstärken oder direkt Schleimhautzellen der Atemwege schädigen können. Dadurch kann die Wirkung von Allergenen noch verstärkt werden. Auch Luftschadstoffe haben eine schädigende Wirkung auf die Atemwege. Zusätzlich stellten Forscher fest, dass Pollen mit Luftschadstoffen im Austausch stehen. Kleine Staubpartikel können an ihrer Oberfläche Pollen tragen, die dann in die unteren Atemwege transportiert werden. Schadstoffe wie Stickstoffdioxid (NO2) und Kohlendioxid (CO2) können Größe, Vitalität, Form und Stoffwechsel von Pollenkörnern verändern. Substanzen, die allergen wirken oder indirekt Zellen schädigen, werden durch Schadstoffe in der Pflanze wie Ozon, Schwermetalle, Diesel, CO2 und Schwefeldioxid (SO2) stärker ausgebildet.

Es gibt sogar ein eigenes „Pollen-Mikrobiom“. Die Bakteriendichte auf den Pollen kann je nach Pflanzenart (z.B. Gräser/ Birke) aber auch an unterschiedlichen Orten (Stadt/Land) verschieden sein. Je mehr N02 in der Außenluft ist, desto weniger fanden sich unterschiedliche Bakterien auf den Pollen. Was das bedeutet ist bisher nicht klar. Aber die Forscher verweisen auf die positive Bedeutung der Bakterienvielfalt beim menschlichen Darm. Und nicht zuletzt hat auch das Klima Einfluss auf die Pollen. Durch die Zunahme der Temperaturen hat sich die Pollensaison bereits verlängert. Aber auch die Luftfeuchtigkeit, Windstärke und –richtung können den Pollenflug beeinflussen. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit nimmt der Pollenflug ab, bei einer Windstärke von 2-4 Metern pro Sekunde sollen die höchsten Pollenkonzentrationen in der Luft auftreten. Wird der Wind stärker, können Pollen weit verweht werden, dadurch nimmt die Pollenmenge aber lokal auch wieder ab.

Zusammenfassung nach: Pollen als Umweltnoxen – Wirkung und Interaktion mit anderen Umweltfaktoren, Autor: Prim. Priv.-Doz. Dr. Fritz Horak Allergiezentrum Wien West vom 15.03.2018 Artikel: https://ch.universimed.com/fachthemen/9390

Roter Beete Ketchup passend zur Weltmeister-Wurst

Rote Beete ist allergenarmes Gemüse und kann eine leckere Alternative zum WM-Würstchen sein. Probieren Sie es aus.

 

Rote- Bete- Ketchup

Zutaten:

2 Knollen Rote Bete

Salz, Pfeffer

2 EL Pflanzenöl

Knoblauchgranulat

1-2 EL Essig

Petersilie nach Belieben

Zubereitung:

Rote Bete waschen, 40 Minuten in Salzwasser kochen, abschrecken, schälen, klein schneiden und im Mixer pürieren. Öl und Essig zugeben, mit Salz, Pfeffer und Knoblauchgranulat abschmecken und alles gut durchmixen.Bei Bedarf

etwas Wasser zugeben, bis die gewünschte Konsistenz entsteht. Die Petersilie

sehr fein hacken und unterrühren. Das Ketchup heiß in Flaschen abfüllen und vorm Verzehr etwa 1 Stunde durchziehen lassen und eventuell nochmals abschmecken.

Guten Appetit

Allergieprävention bei Kindern Kompakt, wissenschaftlich fundiert und praxisnah!

Das neue Ebook „Allergieprävention bei Kindern“ der Ernährungswissenschaftlerin Dr. Imke Reese richtet sich an junge Familien, die bewusst  Allergien bei ihrem Nachwuchs vorbeugen möchten. Vom Kinderwunsch eines Paares bis zur ersten festen Nahrung des Kindes zeichnet dieser Ratgeber auf 41 Seiten ein umfassendes Bild der auf die Allergieentstehung einflussnehmender Faktoren und ihrer Vermeidung. Das Ebook greift dabei den Paradigmenwechsel auf, den die Allergieprävention in den letzten Jahren vollzogen hat: Weg von einer pauschalen Allergenvermeidung, hin zu einer gezielten Auseinandersetzung des kindlichen Organismus mit seiner Umwelt. Die erklärten Ziele sind Toleranzentwicklung und Allergievorbeugung!

Die Erfahrung der Autorin auf dem Gebiet der Allergieprävention ermöglicht den Spagat zwischen einer anschaulichen Darstellung wissenschaftlich fundierter, komplexer Zusammenhänge auf der einen und alltagstauglicher Handlungsempfehlungen auf der anderen Seite. In dem Ratgeber werden die unterschiedlichen Entwicklungsphasen des Kindes im Hinblick auf die Allergievermeidung dargestellt: Die praxisnahen Tipps reichen von der perinatalen Phase mit Ratschlägen zur Ernährung und dem (Wohn-)Umfeld der Schwangeren, über die postnatale Phase mit Empfehlungen zum Wohnumfeld des Säuglings und der frühkindlichen Ernährung durch Stillen oder industrielle Milchnahrung bis hin zur ersten festen Nahrung des Kindes.

Zusätzlich beinhaltet der Ratgeber Informationen zum Umgang mit allergischen Symptomen und deren Behandlung. Von der Diagnostik bei Allergieverdacht bis hin zur ernährungstherapeutischen Beratung im Falle einer nachgewiesenen Nahrungsmittelallergie. Im Anhang werden hilfreiche Links und Adressen zum Thema Allergieprävention und Allergien aufgeführt.

Der als Ebook erhältliche Ratgeber „Allergieprävention bei Kindern“ bringt die aktuellen Erkenntnisse auf dem Gebiet der Allergieprävention anschaulich auf den Punkt. Auch wenn der Ratgeber durch die Firma ALK-Abelló Arzneimittel GmbH herausgegeben wurde, bleibt die inhaltliche Neutralität gewahrt. Der Ratgeber ist wissenschaftlich fundiert, dabei dennoch praxisnah und ist dadurch für interessierte Familien sowie Fachkräfte gleichermaßen empfehlenswert.

https://www.allergiecheck.de/ebook-allergiepraevention/

Rezension nach: Dr. Anja Waßmann-Otto, Ernährungstherapeutin im Dermatologischen Ambulatorium Hamburg-Alstertal