Frostschutz für die Haut

Bei den frostigen Temperaturen braucht unsere Haut einen besonderen Schutz. Auch Menschen mit „normaler“ Haut brauchen jetzt ihre Extraportion Schutz, da Kälte – vor allem in Kombination mit Wind – die Haut angreift.

Kälte beeinflusst die Verteilung von Fett und Feuchtigkeit auf der Haut. Bei niedrigen Temperaturen (bereits ab 8°C) verschlechtert sich die Durchblutung der Haut und die Talgdrüsen drosseln ihre Sekretion. Das führt zu Störungen des schützenden Hydrolipidfilms und die Folge ist Feuchtigkeitsverlust. Eine fettreiche Creme und Schutz für die Lippen und Hände sind jetzt nahezu Pflicht.

Pflegende Inhaltsstoffe

Konzentriertes Dexpanthenol ist ein geeigneter Inhaltsstoff und hält die empfindliche trockene Haut geschmeidig. Auch Mandel- und Jojobaöl sind angenehm. Das Hautschutz -Vitamin E stärkt das körpereigene Schutzsystem gegen freie Radikale und steigert zusätzlich das Feuchthaltevermögen der Hornschicht. Im Winter vertragen die freiliegenden von Wind-Wetter strapazierten Hautpartien mehrmaliges Eincremen am Tag. Der DAAB hat viele Produkte getestet, die frei sind von allergenen Duft-, Konservierungs- und Farbstoffen. Bei bestandenem Test erhalten die Produkte das DAAB-Logo, damit dieses Allergikern als Orientierung beim Kauf dienen kann. Die Liste  können Sie kostenfrei beim DAAB anfordern unter info@daab.de

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Ein neues Jahr beginnt!

Zeit für neue Wege, neue Hoffnung, neue Pläne, neue Gelegenheiten.

Haben Sie oder Ihr Kind eine Allergie, Asthma, COPD, Urtikaria, Neurodermitis oder Nahrungsmittel-Unverträglicheiten und möchten im Neuen Jahr…

… neue Wege gehen? Wir gehen mit!

… oder brauchen Sie neue Hoffnungen? Wir informieren Sie regelmäßig über Neues aus der Forschung!

… oder haben Sie neue Pläne? Planen Sie eine Mitgliedschaft beim Deutschen Allergie- und Asthmabund. Mitglied werden im DAAB kostet drei Euro im Monat (36 € Jahr) etwa so viel wie eine Tasse Kaffee im Restaurant!

… oder nutzen Sie neue Gelegenheiten 2019 durchzustarten und endlich aktiv zu werden für Ihre Gesundheit.

Machen Sie Ihr neues Jahr entspannter, leichter und sorgenfreier mit einer Mitgliedschaft beim DAAB.

Diese Vorteile bieten wir Ihnen.

Der Berufsalltag mit Neurodermitis

Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankung, die in viele Bereiche des Lebens eingreift. So auch in den Berufsalltag. Mit ein paar Tipps können Schwierigkeiten mit der Erkrankung im Berufsalltag gut gemeistert werden. Die meisten Probleme entstehen, je nach Berufswahl, durch die Beanspruchung der Haut. Geeignete Präventionsmaßnahmen für die Haut stehen dann an erster Stelle.

Risikoberufe

Haarewaschen beim FriseurWenn hautreizende Stoffe oder Allergieauslöser in die Haut gelangen, kann dies Entzündungen hervorrufen. Patienten mit Neurodermitis haben durch eine verminderte Schutzfunktion der Haut ein erhöhtes Risiko dafür. Bei folgenden Tätigkeiten kann es zu Ekzemen oder einer Verschlechterung der Neurodermitis kommen: Tätigkeiten in einem hautbelastenden, feuchten Umfeld, Umgang mit Chemikalien, Reinigungsmitteln und langem Tragen von Handschuhen. Zu den Risikoberufen zählen Beschäftigte in medizinischen Berufen wie Alten- oder Krankenpflege, in handwerklichen Berufen wie Friseurhandwerk, der Metallbranche oder auch im Nahrungsmittelgewerbe sein. Auch Arbeiten mit viel mechanischer Belastung, in staubiger, schmutziger oder sehr heißer Umgebung verschlechtern den Hautzustand einer Neurodermitis.

Vorbeugende Maßnahmen

Menschen mit einer Neurodermitis oder sehr empfindlicher Haut, sollten bevor das Kind in den Brunnen fällt, entsprechende vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Die Hände sind das meistgenutzte berufliche “Werkzeug” und müssen viel aushalten. Je nach Tätigkeit ist das Tragen von geeigneten Schutzhandschuhen wichtig. Ein regelmäßiger Handschuhwechsel, speziell bei langen Tragezeiten und Schwitzen in Handschuhen sowie das Tragen von Baumwollunterziehhandschuhen ist sinnvoll. Ungeschützte Hautkontakte mit bestimmten Reinigungsmitteln und Chemikalien sind zu meiden. Die Hände sollten so wenig und schonend wie möglich gewaschen werden. Je nach Tätigkeit kann eine geeignete Hautschutzcreme erforderlich sein. Nach der Arbeit hilft eine, dem Hautzustand angepasste, Pflegecreme. Auch eine Handkur mit einer reichhaltigen Pflegecreme kann einer Überbeanspruchung vorbeugen.

Auf erste Anzeichen achten

Erstes Anzeichen ist eine verstärkte Trockenheit der Haut; im Verlauf kann es zu Juckreiz, Rötungen, Schuppung, schmerzhaften Rissen, Bläschenbildung und Nässen kommen. Betroffene sollten sich bei ersten Anzeichen hautärztliche Hilfe holen. Gemeinsam mit der zuständigen gesetzlichen Unfallversicherung oder Berufsgenossenschaft können dann individuelle Präventions- sowie Hautschutzmaßnahmen am Arbeitsplatz etabliert werden. Zusätzlich wird ein Hautarztverfahren eingeleitet. Hierbei erhält der behandelnde Hautarzt einen zeitlich befristeten Behandlungsauftrag mit Kostenübernahme für die notwendige Diagnostik und Therapie der Hauterkrankung. Bei Verdacht auf eine Allergie erfolgt ein Allergietest. Es ist ratsam, sich rechtzeitig beim Hautarzt (mit Bezeichnung Berufsdermatologe) vorzustellen oder auch direkt Kontakt mit dem Unfallversicherungsträger aufzunehmen, damit Patienten die entsprechende Unterstützung bekommen. All diese Maßnahmen sind sehr hilfreich und effektiv. Wichtig ist, dass die eingeleiteten Hautschutzmaßnahmen dauerhaft beibehalten werden.

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Besinnliches Fest

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund wünscht allen Weihnachtskarte des DAABMitgliedern, Kooperationspartnern, Unterstützern, Lesern und Freunden ein wunderschönes Weihnachtsfest und ruhige, besinnliche Tage. Wir verzichten in diesem Jahr auf den Versand von Weihnachtskarten, um die Umwelt zu schonen und um dieses Budget in unsere Projekte 2019 zu integrieren. Was wir im neuen jahr für spannende Projekte umsetzen lesen Sie auf unsere Homepage www.daab.de.

Wir versüßen Ihnene die Weihnachtszeit noch mit einem leckeren Rezept für ein Schwarz-Weiß-Gebäck.

Schwarz-Weiß-Gebäck

Zutaten:
500g Mehl (Weizen- oder Dinkelmehl)
Alternativ: Glutenfreie, helle Mehlmischung z.B. Ferttigmischung oder Rezept aus Glkutenfrei Kochen und backen, GU Verlag, Schäfer & Strehle, 2015
250g milchfreie Margarine oder Butter
100g Puderzucker
1 Prise Salz, ½ TL Zimt, 1Pck. Vanillezucker
2 EL Kakao oder Carobpulver

Zubereitung: Alle Zutaten außer den Kakao zu einem Teig verkneten und in zwei Hälften teilen. Zu einer Hälfte den Kakao hinzufügen und vermischen. Den Teig eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Nun zu einer Rolle formen, innen weiß, außen schwarz oder andersherum. Man kann auch rechts schwarz und links weiß machen oder dünne Schnüre, die man zu Brezeln formt. Die Plätzchen auf ein Backblech legen. Bei 160°C 10 – 12 Minuten backen.

Oh Tannenbaum

Fichte, Tanne oder Plastik – was darf es denn sein? Wir plädieren dafür – hauptsache Bio. Denn reguläre Nadelbäume sind mit Schädlingsbekämpfungs- und Flammschutzmitteln behandelt, die unserer Ansicht nach zusätzlich zum Tannengeruch selber, zu Reizungen an der Haut, der Augen, der Schleimhäute und der Atemwege führen können.

Auch bei der Baumdekoration empfehlen wir eher die guten alten Strohsterne, Anhänger aus Papier, Holz oder Salzgebäck. Alles besser als bemalte Plastikanhänger, die häufig Schwermetalle, Weichmacher oder Azofarbstoffe enthalten. Und auch das bekannte Stanniollametta hängt nur deshalb so gut, weil es Blei und damit ein gesundheitsschädliches Schwermetall enthält.

Abzuraten ist ebenfalls von Schnee- oder Glitzersprays, sie enthalten Lösungsmittel, belasten die Raumluft und können eingeatmet werden. Speziell kleine Kinder, Asthmatiker oder Menschen mit empfindlichen Bronchien sind hierdurch gefährdet.

Tipps für eine gesunde Weihnacht:

- Verwenden Sie ökologische Kerzen (mit dem RAL-Prüfzeichen) aus Pflanzenstearin, Soja oder Bienenwachs – ohne Paraffinzusatz.

- Selbst gemachter Baumschmuck aus Salzgebäck, Schokolade, Filz, Wolle, Papier oder Stroh, ist die gesunde Alternative zu Plastikanhängern.

- Verzichten Sie auf Lametta und Schneespray.

- Wählen Sie einen Weihnachtsbaum aus ökologischem Anbau. Adressen von Bio-Weihnachtsbaum-Anbietern gibt es auf den Internetseiten von Bioland, Naturland oder Robin Wood. Informationen bieten meist auch Bio-Läden, Bio-Höfe oder das Forstamt.

 

 

Achtung Sie auf ihre Füße in der kalten Jahreszeit

Während man im Sommer barfuß oder in luftig leichten Sandalen unterwegs ist, bringt die Winterzeit den Füßen wenig Bewegungsfreiheit und Sauerstoffmangel durch dicke Socken und festes Schuhwerk. Die trockene Heizungsluft trägt ihr Übriges dazu bei, die Haut auszutrocknen.

Füße, die nicht mehr „atmen“ können und gleichzeitig nicht durch entsprechende Pflegeprodukte geschmeidig gehalten werden, trockenen stark aus. Tiefe Risse (Rhagaden) entstehen, die zum Teil bluten und lange, intensive Pflege zum Abheilen benötigen. Diese stark ausgetrockneten Hautareale treten insbesondere an Fingern und Füßen auf. Bei Neurodermitikern können sie auch in kleinerem Umfang als Einrisse an den Ohrläppchen oder den Mundwinkeln vorkommen. Beim Befall der Füße spricht man wie schon gesagt vom atopischen Winterfuß. Dieser tritt zu Beginn an der Fußsohle und / oder den Zehenkuppen auf und geht erst im weiteren Verlauf auf die Zehenzwischenräume über.

Tipps:

  • Tragen Sie geschlossenes Schuhwerk nur so lange wie nötig.
  • Socken aus Baumwolle sind besser geeignet als aus synthetischen Fasern.
  • Waschen Sie Ihre Füße vor dem Eincremen oder gönnen Sie sich ein rückfettendes Fußbad.
  • Vorsicht: viele Fußbäder enthalten ätherische Öle, die die Haut reizen und auch Kontaktallergien auslösen können.
  • Trocknen Sie die Füße nach dem Bad gründlich ab, insbesondere auch die Zehenzwischenräume.
  • Cremen Sie Ihre Füße regelmäßig, am besten täglich mit einem Fußpflegeprodukt ein.
  • Achten Sie bei der Auswahl der Pflegeprodukte darauf, dass der Fettanteil ausreichend hoch ist. Die Faustformel lautet: je trockener die Haut, desto höher der Fettanteil.
  • Pflegende Inhaltsstoffe wie Harnstoff (5-10 Prozent), pflanzliche Öle, Glycerin, Panthenol machen die Haut geschmeidig bzw. wirken abschuppend.
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Vorsicht: Winterliche Stimmungsmacher!

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund gibt Tipps für eine beschwerdefreie Weihnachtszeit:

Duftstoffe können die Stimmung aufhellen und auch das Wohlbefinden beeinflussen. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher setzen in der Advents- und Weihnachtszeit auf duftende Stimmungsmacher. Bei empfindlichen Personen kann der Einsatz von Duftkerzen, Duftlampen oder Räucherstäbchen gesundheitliche Beschwerden auslösen. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. empfiehlt daher einen umsichtigen Umgang mit Beduftungsprodukten.

Entgegen der weit verbreiteter Meinung, trägt das Verbrennen von Duftlampen oder Räucherstäbchen nicht zur Verbesserung der Raumluftqualität bei. Die Verbrennungsprodukte der Duftkerzen und Co. können zusammen mit den freigesetzten Düften die Atemwege reizen und weitere gesundheitlichen Beschwerden verursachen. Insbesondere Kinder, empfindliche Personen, Allergiker und Asthmatiker können auf die Weihnachtsbeduftung mit Kopfschmerzen, Kreislaufproblemen bis hin zu Husten- und Asthmaanfällen reagieren können.

Daher empfiehlt der DAAB speziell in Haushalten mit Kleinkindern, Asthmatikern und Allergikern auf Raumbeduftung zu verzichten. Eine weihnachtliche Stimmung kann mit aufgeschnittenen Orangen gespickt mit Nelken oder einpaar Tannenzweigen herbeigezaubert werden.

Wer auf Duftkerzen, Räuchermännchen und Duftöle nicht verzichten möchte, sollte diese sparsam einsetzen und vor sowie während des Duftstoffeinsatzes den Raum regelmäßig lüften (2-3 Minuten lang Querlüften), damit die verbrauchte und mit Feinstaub belastete Luft ausgetauscht wird.

Nikolaus selbstgemacht

Wer seinen Liebsten eine ganz besondere Freude machen möchte, kann an Nikolaus auch selber Nikoläuse kreieren. Der DAAB liefert Ihnen das passende Rezept dazu. Es gibt viele Formen, die Sie mit Schokolade füllen können und so Figuren oder Tafeln selbst kreieren. Mit etwas Phantasie und Geschick bietet die selbst hergestellte Schokolade viel Geschmack mit Null Risiko zu einem guten Preis.

Zutaten für die selbstgemachte Schokolade:

500 Gramm Kokosfett, 400 Gramm Puderzucker,

200 Gramm echtes Kakao- oder Carob-Pulver, 2 Päckchen Vanillezucker

Zubereitung:

Das Kokosfett im Wasserbad auflösen. Dann den gesiebten Puderzucker und Vanillezucker nach und nach unterrühren. Zum Schluss den Kakao oder Carob dazugeben. Die Masse in die Backformen füllen und im Gefrierfach etwa 15 Minuten kalt stellen. Die Schokolade vorsichtig aus der Form klopfen, kühl aufbewahren oder sofort essen. Mit Zimt, Vanille, verträglichen Nüssen oder Samen können sie die Schokolade weiter verfeinern.

Gutes Gelingen und einen schönen Nikolaus!

Advent, Advent ein Lichtlein brennt….

…aber bitte eins, dass uns nicht den Atem nimmt!

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund warnt: In vielen Kerzen stecken Stoffe, die für die Gesundheit gefährlich sein können und nicht nur Allergikern Probleme bereiten.

Adventsstimmung durch Kerzen – das kann heikel werden, denn Kerzen aus Paraffin und Duftkerzen verdampfen beim Abbrennen Dioxine, PAKs (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe), Terpene, Aromaten und Lösungsmittel. Zusätzlich belasten sie die Raumluft stark mit Ruß. Besonders in kleinen Räumen mit geringer Luftbewegung stellen sich so rasch Konzentrationen ein, die gesundheitsschädlich sein können, speziell für Menschen mit Atemwegsproblemen und Kinder.

Tipps für eine gesunde Adventszeit:

- Verwenden Sie ökologische Kerzen (mit dem RAL-Prüfzeichen) aus Pflanzenstearin, Soja oder Bienenwachs – ohne Paraffinzusatz.

- Verzichten Sie auf Duftkerzen oder -sprays und auch ätherische Öle im Verdampfer haben im Innenraum nichts zu suchen.

- Achten Sie auf eine gute Raumluft. Stoßlüften (Fenster werden ganz geöffnet) kombiniert mit Querlüften (Durchzug durch mehrere Zimmer) mehrmals am Tag hilft das Klima im Innenraum gesund zu halten. Je kühler die Raumlufttemperatur, desto öfter muss gelüftet werden, um Luftfeuchte abzuführen.

 

 

Neue Heilungschancen bei Erdnuss-Allergie?

Leider nein, aber eine neue Therapie kann die Symptome einer Erdnuss-Allergie deutlich reduzieren und den Eltern die Angst vor schweren allergischen Reaktionen nehmen. Wann es in Deutschland soweit ist, ist noch nicht absehbar.

Während 20% der Kinder eine Allergie auf Kuhmilch oder Hühnerei behalten, bleibt eine Allergie auf Nüsse und Erdnüsse bei rund 80% der Kinder bestehen. Neue Therapieansätze sind dringend gefragt. Gegenwärtig gibt es zwei vielversprechende Vorgehensweisen, so dass zumindest eine kleine Menge Erdnuss vertragen wird, ohne dass eine schwere allergische Reaktion stattfindet.

Aus der Forschung

Eine untersuchte Therapie stellt die Orale Immuntherapie dar (OIT) dar. Hierbei wird versucht, den Körper langsam an das Allergen zu gewöhnen, indem das Allergen „oral“, also über das Essen aufgenommen wird. Die neusten Ergebnisse zur Phase-III-Studie PALISADE wurden nun veröffentlicht. In Europa und Nordamerika nahmen 66 Zentren teil, darunter die Uniklinik Frankfurt und die Charité – Universitätsmedizin Berlin. Über 490 Kinder mit einer klinisch relevanten Erdnussallergie im Alter von vier bis 17 Jahren nahmen an der Studie teil. Sie erhielten täglich das Medikament AR101 (Erdnussprotein) als Pulver über die die Nahrung. Die Kinder wurden in zwei Gruppen unterteilt. Eine Gruppe, die das Medikament AR101 erhielt, und eine Placebogruppe. Vor Therapiestart vertrug kein Kind mehr als 30 Milligramm Erdnussprotein, also circa ein Zehntel einer Erdnuss. Durch die Behandlung mit AR101 kam es innerhalb des Studienzeitraums zu einer Anhebung der Reaktionsschwelle, das bedeutet, dass die Kinder mehr Erdnussprotein vertragen haben, als in der Ausgangssituation. Zusätzlich reduzierte sich der Schweregrad der Beschwerden. In vielen Fällen kam es erst gar nicht zu Symptomen.

Kinder essen glücklich

Zum Abschluss der Studie vertrugen 67 Prozent der Kinder, die täglich das Medikament erhalten hatten, Erdnussprotein von zwei Erdnüssen. In der Placebogruppe, also bei den Kindern die kein Erdnussprotein erhielten, waren es nur vier Prozent. Die Hälfte der Medikamenten-Gruppe vertrug sogar die höchste getestete Dosis von drei bis vier Erdnüssen, im Vergleich zu zwei Prozent der Placebogruppe. Die Nebenwirkungen waren unter der Behandlung gering. Vierzehn Prozent der Kinder mit Medikamentengabe, zeigten allergische Nebenwirkungen, die als mild oder moderat eingestuft wurden.

Das Fazit der Wissenschaftler zu den Ergebnissen der Studie fällt positiv aus. Die Orale Immuntherapie dar (OIT) mit dem Medikament AR101 reduziert die Schwere und Häufigkeit allergischen Reaktion auf Erdnüsse und bietet so einen neuen Therapieansatz in der Behandlung der Erdnussallergie bei Kindern. Zwar ist es keine Heilung, aber die Reduktion der Beschwerden und das Anheben der Reaktionsschwelle bringt den Familien mehr Sicherheit im Umgang mit der Allergie und steigert die Lebensqualität.

Was nun jeden interessiert, wann können wir in Deutschland mit dem Medikament rechnen? Die Einreichung der Zulassung dieser Arznei bei der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) ist für Ende 2018 geplant, die Einreichung bei der europäischen Behörde (EMA) für die erste Jahreshälfte 2019. Das bedeutet, dass wir uns in Deutschland noch etwas gedulden müssen.

Eine weitere Möglichkeit bietet die epikutane Immuntherapie (EPIT). Hierbei wird ein Pflaster, das eine winzige Menge Erdnusseiweiß enthält, auf die intakte Haut an Rücken oder Arm geklebt und zwar jeden Tag ein neues Pflaster (ein Pflaster pro 24 Stunden). Unter dem Pflaster sammelt sich Wasser, welches aus der Haut verdunstet ist. Dieses Wasser verflüssigt das Erdnusseiweiß. Die Haut unter dem Pflaster ist aufnahmefähiger und das Erdnusseiweiß kann in die Haut eindringen. Es wird von Zellen aus der obersten Hautschicht umschlossen und zu den Lymphknoten befördert, so dass das Allergen nicht in den Blutkreislauf gelang. Diese Art der Allergenaufnahme scheint für den Patienten mit weniger Nebenwirkungen verbunden zu sein. Aktuell laufen dazu weitere Studien mit größeren Patientenzahlen. Die Kinder sind im Alter zwischen ein und drei Jahren (EPITOPE-Studie).

Einen ausführlichen Artikel zu diesem spannenden Thema finden Sie in unserer aktuellen Ausgabe „Allergie konkret“ 2/2018. Jetzt anfordern unter info@daab.de