Winterblues – Achtung Vitamin D-Spiegel

Gerade jetzt in dieser dunklen und trüben Jahreszeit ist oftmals die Vitamin D Produktion verringert. Die wohl bekannteste Erkrankung in Zusammenhang mit einem Vitamin D – Mangel ist die Rachitis (Knochenerweichung). Gegenwärtig konzentrieren sich verschiedene Untersuchungen auf die gesundheitsförderlichen Eigenschaften des Vitamin D, zum Beispiel als Schutzfaktor vor Infektionen, Autoimmunerkrankungen, Tumorerkrankungen oder Diabetes mellitus Typ 2. Darüber hinaus stellen Mediziner einen weiteren Zusammenhang dar. Die aktuelle Studienlage lässt Hinweis zu, dass Vitamin-D einen günstigen Effekt auf den Asthmaverlauf hat, in dem es vor viralen Infekten schützt und das Ansprechen auf Kortison bei asthmatischen Kindern verbessert.

Nach den bisherigen Ergebnissen scheint die Bestimmung des Vitamin D-Spiegels im Serum (25-OH-D-Spiegel) insbesondere bei bestimmten Risikogruppen sinnvoll:

- Menschen mit häufigen viralen Infekten

- Asthmatiker

- Übergewichtige (adipöse) Patienten

- Dunkelhäutige Menschen

- Patienten mit Vitamin-D armer Ernährung (z.B. auch Milch- und Fischallergiker)

 -„Stubenhocker“

- Ältere Menschen

- Kinder

Doch: Wie hoch ist der Vitamin D-Bedarf und wie ist er zu decken? Hierauf gibt es bisher keine verlässlichen Antworten, da dies noch kontrovers diskutiert wird. Der Körper braucht zur Deckung des Bedarfs tägliche Spaziergänge an der frischen Luft. Kurze kontrollierte Aufenthalte in der Sonne (wenn sie denn scheint) ohne Sonnenschutzmittel, verbessern die Vitamin-D Synthese in der Haut (aber Sonnenbrand vermeiden). Ein- bis zweimal in der Woche frischen Seefisch essen und eine ausgewogene Ernährung mit Milch- und Milchprodukten (Lebensmittelallergiker sollten eine Ernährungstherapie nutzen). Wer zu einer Risikogruppe gehört, sollte mit dem Hausarzt die Bestimmung des Vitamin D 25 (OH) Spiegels besprechen. Der Wert sollte vor dem Winter bestimmt werden und idealerweise über 60 nmol/l liegen. Die Bestimmung des Vitamin D 25 (OH) Spiegels ist eine IGEL-Leistung und kostet circa 25,- €.

Weihnachten im Schnee – geeigneten Sonnenschutz nicht vergessen

Sonnenschutz ohne unnötige Zusatzstoffe wie allergisierende Duft-, Konservierungs- und Farbstoffe sind sinnvoll, vor allem bei empfindlicher und zu Allergien neigender Haut.

Begriffe wie „Sensitiv“ oder „Für Allergiker geeignet“ sind gesetzlich jedoch nicht geschützt. Das macht es dem Verbraucher schwer, geeignete Produkte zu finden.
Achten Sie beim Einkauf daher auf das DAAB-Logo “getestet und empfohlen”.
Mit seinem Label will der Deutsche Allergie- und Asthmabund den Betroffenen die Suche nach verträglichen Produkten erleichtern.
Die Produkte mit dem DAAB-Logo wurden auf ihre Inhaltsstoffe überprüft und von Allergikern im Anwendertest für sehr gut befunden. Erhältlich sind die Produkte z.B. bei dm drogeriemarkt, Rossmann, Rewe, Mueller und saisonal bei Lidl und Aldi Nord.
Gerne senden wir Ihnen eine Übersicht der Sonnenschutzprodukte mit dem DAAB-Logo zu. Senden Sie uns dazu eine Mail an: info@daab.de
Weitere Informationen finden Sie hier

Neuer Ansatz zur Therapie einer Lebensmittelallergie

In einer kleinen Studie mit 48 Kindern wurde eine neue Therapiekombination zur Behandlung einer Nahrungsmittelallergie probiert. Hierbei wurde zum einen eine orale Immuntherapie durchgeführt, die durch die Gabe des monoklonale Antikörper Omalizumab unterstützt wurde. Bei der oralen Immuntherapie wird das Immunsystem mit einer langsam gesteigerten Menge des Allergieauslösers konfrontiert. Ziel ist es das Immunsystem wieder an die Allergieauslöser zu gewöhnen, also eine Toleranz zu entwickeln. Allergologen der Stanford University School of Medicine haben jetzt untersucht, ob die Effektivität der oralen Immun­therapie durch eine gleichzeitige Behandlung mit Omalizumab verbessert werden könnte.

Omalizumab ist ein Wirkstoff, der aktuell zur Behandlung des allergischen Asthmas und der Nesselsucht  zugelassen ist. Omalizumab wirkt wie ein IgE-Antikörperfänger und kann so allergische Prozesse unterbinden. Da das IgE auch bei der Nahrungsmittelallergie beteiligt ist, liegt es nahe diese Wirkung in Kombination mit der oralen Immuntherapie, die ursprünglich für die Behandlung des Heuschnupfens entwickelt und auch als Desensibilisierung bezeichnet wurde, zu testen. Der Lancet Gastroenterology & Hepatology berichtet aktuell über die Erfolge der randomisierten Studie.

An der Studie nahmen 48 Kinder im Alter von 4 bis 15 Jahren teil, bei denen eine Allergie gegen mehrere Nahrungsmittel, wie Milch, Ei, Weizen, Soja, Sesam, Erdnuss oder Baumnüsse (Mandeln, Cashew, Haselnuss, Walnuss) vorlag.

Die kleinen Patienten erhielten über 16 Wochen Injektionen, bei 36 Patienten mit dem Wirkstoff Omalizumab und bei 12 Patienten ohne Omalizumab. Ab der achten Woche wurde in beiden Gruppen mit der oralen Immuntherapie begonnen. Sie wurde auch nach dem Ende der medikamentösen Therapie über 20 Wochen fortgesetzt. Am Ende der Studie nach insgesamt 36 Wochen wurde bei allen Kindern eine doppel­blinde placebokontrollierte orale Nahrungsmittelprovokation durchgeführt.

Ergebnis: In der Gruppe mit der Omalizumab-Gabe vertrugen 30 von 36 Kindern (83 Prozent) zwei Gramm des Allergieauslösers wieder. In der Gruppe ohne Omalizumab waren es nur vier von zwölf (33 Prozent). Häufig wurde eine Toleranz gegen mehrere Nahrungsmittel erzielt. Damit konnte ein Erfolg nachgewiesen werden, dass die gleichzeitige Gabe des IgE-Antikörperfängers die Entwicklung einer Toleranz beschleunigt. Gleichzeitig konnte auch nachgewiesen werden, dass vorliegende Kreuzreaktionen ebenfalls einen positiven Verlauf nahmen. So vertrugen 20 von 24 Kinder (83 Prozent) mit einer Cashewnuss-Allergie später wieder Pistazien. Alle 17 Kinder, die wegen einer Walnussallergie behandelt wurden, hatten im Anschluss einen negativen Provokationstest auf Pekannüsse.

Die Frage nach den Nebenwirkungen beantworteten die Experten ebenfalls positiv. Es gab nur einen Patienten in der Placebogruppe mit Atembeschwerden. Häufiger traten allerdings gastrointestinale Beschwerden auf.

Die Studie mit wenig Probanden sollte sicherlich weitergeführt werden um zu sehen, ob der Effekt auch bei einem größeren Kollektiv haltbar ist. Die Ergebnisse machen aber Hoffnung, dass in Zukunft vielleicht endlich eine sichere Therapie für Menschen mit Nahrungsmittelallergien gefunden wird.

Vorsicht: Winterliche Stimmungsmacher!

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund gibt Tipps für eine beschwerdefreie Weihnachtszeit:

Duftstoffe können die Stimmung aufhellen und auch das Wohlbefinden beeinflussen. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher setzen in der Advents- und Weihnachtszeit auf duftende Stimmungsmacher. Bei empfindlichen Personen kann der Einsatz von Duftkerzen, Duftlampen oder Räucherstäbchen gesundheitliche Beschwerden auslösen. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. empfiehlt daher einen umsichtigen Umgang mit Beduftungsprodukten.

Entgegen der weit verbreiteter Meinung, trägt das Verbrennen von Duftlampen oder Räucherstäbchen nicht zur Verbesserung der Raumluftqualität bei. Die Verbrennungsprodukte der Duftkerzen und Co. können zusammen mit den freigesetzten Düften die Atemwege reizen und weitere gesundheitlichen Beschwerden verursachen. Insbesondere Kinder, empfindliche Personen, Allergiker und Asthmatiker können auf die Weihnachtsbeduftung mit Kopfschmerzen, Kreislaufproblemen bis hin zu Husten- und Asthmaanfällen reagieren können.

Daher empfiehlt der DAAB speziell in Haushalten mit Kleinkindern, Asthmatikern und Allergikern auf Raumbeduftung zu verzichten. Eine weihnachtliche Stimmung kann mit aufgeschnittenen Orangen gespickt mit Nelken oder einpaar Tannenzweigen herbeigezaubert werden.

Wer auf Duftkerzen, Räuchermännchen und Duftöle nicht verzichten möchte, sollte diese sparsam einsetzen und vor sowie während des Duftstoffeinsatzes den Raum regelmäßig lüften (2-3 Minuten lang Querlüften), damit die verbrauchte und mit Feinstaub belastete Luft ausgetauscht wird.

Achtung Senf-Allergiker

Allergie Rückruf 8.12.2017

Produktrückruf „Curry Sauce“ von GEPA mbH, Wuppertal aufgrund fehlender Deklaration der Zutat Senf. Die Firma GEPA mbH, Wuppertal ruft im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes den Artikel „Curry Sauce“  Artikelnummer: 1662009 zurück.

Grund für den Rückruf: Im Rahmen aktueller Untersuchung von Vorverschiffungsmustern wurden im Produkt Senfkörner gefunden, die nicht auf der Verpackung deklariert sind.

Es ist nicht auszuschließen, dass es nach dem Verzehr zu allergischen Reaktionen in Bezug auf Senf kommen kann. Menschen mit einer Allergie auf den genannten Bestandteil sollten das Produkt nicht verzehren. Für Menschen ohne diese Allergie ist das Produkt Uneingeschränkt zum Verzehr geeignet.

Verbraucher können das Produkt ungeöffnet oder auch bereits angebrochene Gläser in Ihren Verkaufsort zurückzubringen. Der Kaufpreis wird selbstverständlich erstattet. Die Firma bedauert diesen Vorfall sehr und entschuldigt sich bei allen Kunden.

Achtung Ei-Allergiker: Nicht gekennzeichnetes Ei in Nougat-Riegel

Warnung: Unvollständige Allergenkennzeichnung bei Weihnachtspackung „Montevergine Nougat-Riegel“

Kubizz B.V. informiert, dass auf der Verpackung des Produkts Montevergine Nougat-Riegel mit Erdnüssen / Weihnachtsverpackung das Allergen Ei in der Liste der enthaltenen Allergene nicht korrekt aufgelistet wurde.

Das betroffene Produkt wurde als Aktionsartikel in den Action Läden zwischen dem 9. Oktober bis 30. November 2017 verkauft. Der EAN-Code ist auf der Packungsseite aufgedruckt.

Artikel: Montevergine Nougat-Riegel mit Erdnüssen
Weihnachtsverpackung 80 g (8 x 10 g)
EAN-Code 7896079817730

Alle Mindesthaltbarkeitsdaten bis einschließlich 01.09.2018
Verkaufszeitraum: 9. Oktober bis 30. November 2017

Sollten Sie unter einer Ei-Allergie leiden, rät die Firma vom Verzehr ab. Betroffene Produkte können in den jeweiligen Verkaufsstellen zurückgegeben werden. Der Einkaufspreis wird zurückerstattet. Personen, die nicht an einer Allergie gegen Eier leiden, können Sie dieses Produkt sicher verzehren.

Falls Sie Fragen haben, können Sie Kubizz B.V. per Telefon unter +31 168 407199 oder per E-Mail info@kubizz.com kontaktieren.


Allergenkennzeichnung: Erfolge zum Jahresende beim „Runden Tisch der Lebensmittelindustrie“ des DAAB

Bei dem aktuellen Treffen in Freising am 30.11.2017 im Frauenhofer Institut diskutierten 30 Vertreter der Lebensmittelindustrie, des Lebensmittelhandels und der Allergieforschung zu den Themen Allergenmanagement, und –kennzeichnung. Insbesondere die nicht geregelten Hinweise zu unbeabsichtigten Allergeneinträgen (Spurenhinweis) sowohl bei loser als auch verpackter Ware standen im Fokus. Die Firma Mondelez stellte die Ergebnisse der DAAB Befragung vor und entschied aufgrund der Ergebnisse im kommenden Jahr die Allergenkommunikation umzustellen und keine übergreifende Spurenkennzeichnung für Produkte gleicher Produktfamilien zu unternehmen, sondern individuelle Bewertung und Spurenkennzeichnung durchzuführen. Ebenso wurde entschieden die Kommunikation zu allergenrelevanten Rezepturänderungen zu verbessern

Das Frauenhofer Institut stellte das Forschungsprojekt Foodallergen vor, dabei geht es um eine verbesserte Diagnostik, Allergennachweis in Lebensmitteln und zukunftsorientierte Themen wie allergenreduzierte Lebensmittel.

Auch Mc Donald wird nächstes Jahr einen weiteren Schritt auf die allergischen Verbraucher zugehen und arbeitet daran allergische Verbraucher noch besser zu informieren.

Hintergrund:

Der „Runden Tisch der Lebensmittelindustrie“, 2011 ins Leben gerufen, ist eine Plattform zum Austausch über Themen rund um Lebensmittelallergien und Kennzeichnung zwischen der Lebensmittelindustrie, Lieferanten, Verbrauchern und anderen beteiligten Stakeholdern wie Medizinern, Anbietern von Lebensmittelanalytik, Gesetzgeber, Lebensmittelüberwachung, Handel etc.. Hersteller von Lebensmitteln finden hier ein Forum zur übergreifenden Risikobewertung von Allergenen und zum Allergenmanagement.

Was tut der „Runde Tisch“?

  • Austausch von Erfahrungen, Erörterung praktischer Aspekte hinsichtlich des Allergen-Managements.
  • Erarbeitung und Nutzung von Kommunikations-Strategien, -Wegen und –Möglichkeiten zum allergischen Verbraucher.
  • Erörtern einheitlicher, (rechtlich) fundierter und verbrauchergerechter Allergen-Kennzeichnung auf Lebensmittelverpackungen.
  • Erarbeitung eines freiwilligen Maßnahmenkatalogs Allergenmanagement und Risikobewertung zur Einschätzung und Kennzeichnung von unbeabsichtigten Allergeneinträgen und Erarbeiten von Standards.

Ziele des Runden Tisches sind:

  • Gemeinsames Verständnis der Allergenthematik in der Lebensmittel-Herstellung und der Kommunikation zum allergischen Verbraucher zu schaffen.
  • Vernetzung der Zielgruppen.
  • Gesundheitsschutz allergischer Verbraucher.
  • Erarbeiten von freiwilligen Rahmenbedingungen zum Zwecke transparenter und einheitlicher Handhabung, Bewertung und Kommunikation/ Kennzeichnung von Allergenen in Lebensmitteln im Bereich B2B (Großanbieter) und zum allergischen Verbraucher.

Allergiker aufgepasst – Advent, Advent ein Lichtlein brennt

Ruhe und Erholung wünschen sich die Menschen in der Weihnachtszeit. In diesen Tagen möchte man es sich zu Hause so richtig gemütlich machen. Ein Jammer, wenn dann die Adventszeit für manchen Allergiker oder duftempfindlichen Menschen zum Ärgernis wird.

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund warnt: In vielen weihnachtstypischen Materialen stecken Stoffe, die für die Gesundheit gefährlich sein können und nicht nur Allergikern Probleme bereiten.

 Dufte Kerzen?

Adventsstimmung durch Kerzen mit Vanille- oder Zimtgeruch? Heikel, denn “Kerzen aus Paraffin und Duftkerzen verdampfen beim Abbrennen Dioxine, PAKs (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe), Terpene, Aromaten und Lösungsmittel. Zusätzlich belasten sie die Raumluft stark mit Ruß“, warnt Dr. Silvia Pleschka, Chemikerin beim Deutschen Allergie- und Asthmabund in Mönchengladbach. Besonders in kleinen Räumen mit geringer Luftbewegung stellen sich so rasch Konzentrationen ein, die gesundheitsschädlich sein können. Bienenwachskerzen bieten hier eine gute, gesundheitsverträglichere Alternative.

 

Tipps für eine gesunde Adventszeit:

- Verwenden Sie ökologische Kerzen (mit dem RAL-Prüfzeichen) aus Pflanzenstearin, Soja oder Bienenwachs – ohne Paraffinzusatz.

- Verzichten Sie auf Duftkerzen und Duftöle; auch ätherische Öle können die Atemwege reizen und Ekzeme verursachen.

Beduftung in Berliner U-Bahnen

Düfte sind aus unserem Alltag nicht wegzudenken. In Parfüms und Alltagsprodukten wie Kosmetika, Reinigungsmitteln, Waschmitteln, Weichspülern kommen sowohl natürliche Essenzen und Öle als auch synthetische Duftstoffe zum Einsatz. Auch Innenräume werden beduftet, um eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Doch Duftstoffe haben nicht nur angenehme Seiten, sie können auch gesundheitliche Beschwerden auslösen.

Der DAAB setzt sich immer wieder dafür ein, dass öffentliche Räume nicht beduftet werden. Anlässlich einer Anfrage unserer Mitglieder haben wir zu dem Thema die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) befragt und können Entwarnung geben.

Die Berliner U-Bahnen werden nicht beduftet.

Dies schützt aber nicht vor Fahrgästen, die es mit der Parfümierung besonders gut meinen. Hier der Appell an alle – weniger ist manchmal mehr und die Mitmenschen danken es Ihnen.