Häufige Fragen am AllergieMobil: Lebensmittelallergien in der Pollenzeit

Der ansonsten so gelobte gesunde Genuss bestimmter Obst- und Gemüsesorten bereitet vielen Pollenallergikern Probleme. Mehr als die Hälfte der 12 Millionen Pollenallergiker in Deutschland ist von Kreuzallergien betroffen.
Rohe Äpfel, Aprikosen, Kirschen und rohe Möhren verursachen bei vielen Betroffenen
Beschwerden wie Kribbeln auf der Zunge, Jucken im Rachen bis hin zu Schwellungen der Mund- und Rachenschleimhäute.


Die Anfragen rund um das Thema Lebensmittelallergien  nehmen zu- auch bei uns am AllergieMobil.
Der Sender  HealthTV hat uns bei unserer Arbeit am AllergieMobil über die Schulter geschaut….sehen Sie selbst:

www.healthtv.de/c_eur/de/blog/reportage/lebensmittel-allergien-auf-dem-vormarsch-608029629

 

Unwetter in Deutschland – Mückenplage droht

Die aktuelle Wetterlage bringt nicht nur Keller zum Überlaufen, sondern bietet Mücken ideale Bedingungen zur Vermehrung. Große Pfützen und unter Wasser stehende Wiesen oder Acker sind ideale Brutstätten für den Mückennachwuchs. Eine einzige Mücke ist in der Lage 80-200 Eier zu legen.

Nach zwei Woche ist es dann soweit und die Plagegeister schlüpfen. Die warmen Temperaturen sind regelrechte Brutbeschleuniger, so dass in den nächsten Wochen mit einer regelrechten Mückenplage zu rechnen ist.
Wenn die Biester zustechen reichen die Beschwerden von Infektionen an der Stichstelle über toxische, bis hin zu allergischen Reaktionen. Nach wie vor ist aufgrund fehlender Studien unsicher, ob Mücken generell aggressiver werden oder aber mehr Patienten allergisch reagieren. Da es bislang keine zuverlässigen Diagnosemöglichkeiten gibt, bleibt oft unerkannt ob es sich um eine allergische Reaktion oder um eine entzündliche nicht-allergische Reaktion auf einen Mückenstich handelt.

Der DAAB kann in den letzten Jahren eine Zunahme an Anfragen bezüglich starker Überempfindlichkeiten auf Mückenstiche verzeichnen, ob allergisch oder nicht, bleibt dahingestellt. Das Fazit für all diejenigen, die stark auf die Stiche reagieren: schützen Sie sich entsprechend, so dass es erst gar nicht zum Stich kommt.

DAAB-Tipps:

  • Mückenschutzgitter an den Fenstern.
  • Verträgliche Mückenschutzmittel anwenden.- Als Allergiker achten Sie auf die Inhaltsstoffe. Der DAAB hält einen Markcheck für Sie bereit. Bestellen können Sie diesen unter info@daab.de
  • Es gibt Geraniensorten, die spezielle duften und Mücken fern halten, genau wie Lavendel.
  • Achten Sie im Garten darauf, dass Sie keine kleinen Biotope, wie zum Beispiel ein Regenfass haben oder Eimer mit Wasser stehen lassen.
  • Blutgruppe, Alter oder Geschlecht ist den Mücken egal. Sie fühlen sich vom Körpergeruch angezogen.
  • Schützen Sie speziell die Füße. Hier stechen die Mücken gerne. Wenn Sie abends draußen sitzen, kann eine Dusche und ein frisches Paar Socken hilfreich sein, die Plagegeister abzuwehren.
  • Tragen Sie weite und lange Kleidung. Jeans oder eng anliegende Pullover schützen Sie nicht. Der Stachel geht durch kleinste Löcher im Gewebe.

DAAB-Tipps: Was tun, wenn gestochen wurde?
Antiallergische Medikamente (Salbe oder Tropfen) zur ersten Linderung.
Stich in kleinen Intervallen von circa 10-15 Minuten kühlen.
Schwillt die Stelle stark an, wird heiß und breitet sich aus, muss sicherheitshalber ein Arzt aufgesucht werden.

Heuschnupfen-Medikamente werden in Norddeutschland knapp

Die Pollenbelastung ist derzeit sehr stark, da der Frühsommer in diesem Jahr besonders warm war.
Die Nachfrage nach Medikamenten gegen Heuschnupfen ist deshalb rapide angestiegen. Die Hersteller seien darauf nicht vorbereitet gewesen, heißt es.
Wie in den letzten Tagen zu lesen war, hat die Schweiz bereits seit einigen Tagen Probleme mit der großen Nachfrage. Heuschnupfenmittel sind dort nur noch schwer erhältlich oder nicht mehr lieferbar.

Nun seien auch in Schleswig-Holstein einige Medikamente aufgrund der starken Nachfrage nicht oder nur eingeschränkt lieferbar, so die  Apothekerkammer Schleswig-Holstein.
„Das habe ich in dieser Form, zumindest aktuell für diese Arzneistoffgruppe und auch dieses Krankheitsbild, noch nicht erlebt“, wird der Geschäftsführer der Apothekerkammer, Frank Jaschkowski im NDR zitiert. Bisher sei ein solcher Engpass nur von Grippemitteln und -impfstoffen bekannt, wenn eine Erkältungswelle über Deutschland rollt. Bei Heuschnupfen sei das neu.

Lieferengpässe- Was können Sie als Kunde tun?
Betroffene, die seit Jahren auf Heuschnupfen-Medikamente setzen, die sie kennen, müssen jetzt auf alternative Präparate ausweichen. Das ist sinnvoller, als ganz auf die Medikamente zu verzichten!

Quelle: https://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/medikamente-gegen-heuschnupfen-werden-knapp-id20131447.html

Allergie-Rückruf: Aldi-Nord D’ANTELLI Maispasta „Glutenfrei“ enthält Gluten

Aldi-Nord ruft den Artikel
„D’ANTELLI Maispasta, 500g“
in den Sorten
Spaghetti, Fusilli und Penne
des Lieferanten „S. Trade“
zurück.

Chargennummern: alle
Mindesthaltbarkeitsdatum: alle

Der Artikel ist als „glutenfrei“ gekennzeichnet, bei Untersuchungen wurde aber festgestellt, dass relevante Mengen an Gluten enthalten sein können.
Bei Personen mit einer Glutenunverträglichkeit kann der Verzehr zu Magen- und Darmbeschwerden führen. Personen ohne eine Glutenunverträglichkeit können den Artikel bedenkenlos verzehren.

Im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes hat Aldi Nord den Artikel
bereits aus dem Verkauf genommen.
Bitte bringen Sie den o.g. Artikel in die Filialen zurück.
Der Kaufpreis wird selbstverständlich zurückerstattet.
Aldi-Nord  bedauert die Unannehmlichkeiten.

Hand aufs Herz, inhalieren Sie ihr Asthma-Spray richtig?

Bei Asthma handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung der Atemwege, die in der Regel gut durch Medikamente behandelbar ist. Viele Wirkstoffe können inhaliert werden – die schnellste und wirksamste Art der Behandlung. Denn beim Inhalieren gelangen die Wirkstoffe auf direktem Wege dorthin, wo sie gebraucht werden – in die Atemwege.
So weit so gut.
Aber kommt Ihr Asthma-Spray auch dort an, wo es wirken soll?

Unterschiedliche Systeme
Bei den Asthma-Medikamenten  gibt es grundsätzlich zwei unterschiedliche Systeme, die unterschiedlich angewendet werden müssen.
Pulverinhalator: Der Wirkstoff liegt als freies Pulver vor. Das Medikament wird direkt durch den Einatemzug freigesetzt. Voraussetzung ist allerdings, dass kräftig genug eingeatmet wird.

Dosier-Aerosol:  Bei diesem System befindet sich der Wirkstoff in einem Druckbehälter. Durch Druck auf das Ventil wird der Wirkstoff in Form winzigster Tröpfchen (Aerosol) freigesetzt und über ein Mundstück sofort nach der Freisetzung eingeatmet. Der Wirkstoff kommt jedoch nur dann in der Lunge an, wenn gleichzeitig ausgelöst und tief eingeatmet wird.

Die richtige Handhabung eines Asthma-Medikamentes ist also gar nicht so einfach.
Häufig haben gerade Betroffene mit den Dosier-Aerosolen ihre Probleme, da gleichzeitig gedrückt und eingeatmet werden muss.
Dann können Inhalierhilfen, sogenannte  „Spacer“ (Vorschaltkammer)  hilfreich sein.
Es handelt sich um eine Luftkammer mit Mundstück. Sie wird auf das Dosier-Aerosol aufgesetzt. Durch einen Sprühstoß füllt sich zuerst die Luftkammer des Spacers mit dem Aerosol, das sich dann einfach einatmen lässt. Hierdurch entfällt das gleichzeitige Drücken und Einatmen.
Bitte beachten Sie: Vor dem Inhalieren muss tief ausgeatmet werden. Dann das Asthma-Spray tief einatmen und nach dem Inhalieren den Atem für 5 bis 10 Sekunden anhalten. So haben die Wirkstoffe Zeit, sich in der Lunge abzusetzen.

Wenn Sie unsicher sind, ob Sie ihr Asthma-Spray richtig anwenden, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder lassen Sie sich die Handhabung in der Apotheke zeigen.

…und weiter geht die AllergieMobil-Tour durch Deutschland

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB) tourt weiter mit seinen AllergieMobilen durch Deutschland.
Die fahrenden Beratungsstellen bieten Rat und Informationen zu Allergien, Asthma und Neurodermitis. Am AllergieMobil stehen Beratungskräfte den Ratsuchenden zur Verfügung und bieten dazu eine kostenlose Lungenfunktionsmessung sowie Ratgeber, Zeitschriften und weitere Informationen zu den Themen an.
Die AllergieMobile des DAAB absolvieren bundesweit über 250 Termine jährlich. Und die Fragen zu Allergien auf Pollen, Nahrungsmitteln, Hausstaubmilben, Duftstoffen oder zu Asthma, Neurodermitis, Laktose, Fruchtzucker, Gluten und Co. nehmen stetig zu.

Kommen Sie vorbei, wir freuen uns auf Sie!

Nachfolgend die nächsten Termine:
jeweils 10 – 16h

11.06.18    47495 Rheinberg, Großer Markt
13.06.18    50667 Köln, Schildergasse am Harzheimbrunnen
14.06.18    46045 Oberhausen, Eduard-Berg-Platz
21.06.18    74072 Heilbronn, Kiliansplatz
25.06.18    76133 Karlsruhe, Kaiserstraße/Lammstrasse
26.06.18    31174 Schellerten, Hirsch-Apotheke, Berliner Str. 63
26.06.18    77933 Lahr / Schwarzwald, Schloßplatz
27.06.18    78048 Villingen – Schwenningen, Muslenplatz
27.06.18    31134 Hildesheim, Angoulemeplatz
28.06.18    32756 Detmold, Bruchstraße
28.06.18    72622 Nürtingen, Fußgängerzone

…und täglich grüßt die Pollenallergie

Tränende und juckende Augen, Fließschnupfen oder lästiges Husten: Pollenallergikern kommen diese Symptome leider nur allzu bekannt vor.
Denn im Alltag kann man den Pollen nur schwer ausweichen.
Deshalb haben wir diesem Thema einen ausführlichen Artikel in unserer Zeitschrift „Allergie konkret“ gewidmet.
Dort finden Sie Tipps und Infos zum Lüften, was es bei der Innenraumreinigung zu beachten gibt, wann Pollenschutzmasken hilfreich sein können und was beim Sport zu beachten ist. Hilfreiche Informationen Wann und welche Medikamente bei Heuschnupfen zum Einsatz kommen sollten runden den Artikel ab.

Bestellen Sie den Artikel “Und täglich grüßt die Pollenallergie ” aus der Allergie konkret 1-2018 kostenfrei. Wir schicken Ihnen gerne ein Ansichtsexemplar. Email an info@daab.de

Mythen zum Thema Ernährung und Allergien – Der DAAB klärt auf!

Die Spurenkennzeichnung auf Lebensmittelverpackungen ist gesetzlich vorgeschrieben. Falsch!

Hersteller verwenden mitunter in der Kennzeichnung ihrer Produkte die freiwelligen Angaben zu möglichen Spuren (Fremdkontaminationen), die durch die Produktion ungewollt in ein Lebensmittel gelangen können.
„Kann Spuren von …. enthalten“  oder
„Hergestellt in einem Betrieb, der auch … verarbeitet“.
Diese Angaben sind gesetzlich nicht geregelt. Sie erfolgen von den Herstellern aus Gründen der Produkthaftung. Trotz bestehendem Hinweis müssen nicht zwingend Kontaminationen eines Allergieauslösers im Produkt enthalten sein. Bei fehlendem Hinweis bedeutet es im Gegenzug nicht, dass keine Kontaminationen möglich sind.

Frühjahrsputz, aber bitte allergikerfreundlich?

Achten Sie beim Frühjahrsputz darauf, dass die eingesetzten Putzmittel keine Allergie auslösenden Duft-, Farb- und Konservierungsmittel oder auch ätherische Öle enthalten. Schnell entsteht ein Kontaktekzem oder die Atemwege werden gereizt. Das muss nicht sein!

Wir vom Deutschen Allergie- und Asthmabund setzt uns seit Jahren bei diesem Thema für Allergiker und Menschen mit empfindlichen Atemwegen und empfindlicher Haut ein.
Wir möchten Betroffenen mit dem DAAB-Logo eine Orientierung bei der Produktauswahl bieten.
Voraussetzung für den Erhalt des DAAB-Logos auf Produkten ist ein vom DAAB durchgeführter anonymisierter Anwendertest mit circa 150 Betroffenen.
Zudem schließen wir von vornherein Inhaltsstoffe aus, die sich durch ein hohes allergenes Potential auszeichnen sowie Inhaltsstoffe, die stark irritierende Eigenschaften zeigen. Das DAAB-Logo erhalten nur die Produkte, die in der Anwendertestung eine hohe Akzeptanz und Zufriedenheit unter den Nutzern erreichen.
Fordern Sie unter info@daab.de die Übersicht der Produkte an, die unser Logo tragen.

Wichtig – Kontakt vermeiden!
Bei empfindlicher oder Neurodermitis-Haut sollten beim Putzen Haushaltshandschuhe getragen werden, um den Kontakt mit Wasser und den Reinigungsmitteln zu verhindern. Zusätzlich können unter den Haushaltshandschuhen Baumwollhandschuhe getragen werden. So wird empfindliche Haut noch besser geschützt.

Gibt es Putzgeräte, die für Allergiker sinnvoll sind?
Natürlich profitiert jeder von einem guten Staubsauger. Besonders für Hausstaubmilbenallergiker ist die Wahl des richtigen Staubsaugers sehr wichtig, aber auch für Pollenallergiker oder Neurodermitiker ist ein guter Staubsauger sinnvoll.
Bei einem Staubsauger für Allergiker kommt es auf eine insgesamt gute Staub-Rückhalte-Fähigkeit an. Diese wird von einem so genannten ”HEPA”-Filter (High Efficiency Particulate Air) geleistet. Es gibt verschiedene Filterklassen. Für Hausstaubmilbenallergiker sind möglichst hohe Filterklassen zu empfehlen, z.B., HEPA-Filterklasse 13 oder besser noch 14. Außerdem ist es wichtig, dass das Gerät insgesamt entsprechend dicht gebaut ist.

Tricks und Tipps für Allergiker

  • Verträgliche Wasch- und Reinigungsmittel verwenden.
  • Beim Putzen Handschuhe tragen, empfindliche Haut sollte durch zusätzliche   Baumwollhandschuhe geschützt werden.
  • Staub immer feucht wischen, evt, Mundschutz/Schutzbrille tragen
  • Glatte Böden müssen sehr regelmäßig gereinigt, am besten feucht gewischt werden, da der anfallende Staub hier vermehrt aufgewirbelt werden kann.
  • Kurzflorige Teppichböden müssen regelmäßig gesaugt werden. Achten Sie auf einen Hepa-Filter!
  • Desinfektionsmittel sollten nur in Ausnahmefällen eingesetzt werden
  • Reinigungsmitteln mit Sprühfunktion verteilen den Inhalt sehr fein, so dass er schneller eingeatmet werden kann. Besser ein Tuch oder einen Schwamm nutzen.

Gutes Gelingen wünscht Ihr DAAB-Team

Der Raps blüht wieder – allergische Reaktionen möglich?

In manchen Regionen erstrecken sich gelbe Rapsfelder bis zum Horizont. Für die einen schön- für andere problematisch.
Die allergologische Relevanz von Raps wird bisher als gering eingestuft.
Immer wieder erhalten wir Rückmeldungen über Reaktionen beim Aufenthalt in der Nähe von Rapsfeldern.
Bei Patienten, die in Rapsanbaugebieten leben, kann Raps aber durchaus ein möglicher Auslöser für allergische Reaktionen sein. Beim Raps wurden Pollenallergene entdeckt,
die auch in anderen Pflanzen vorkommen können wie beispielsweise sogenannte Polcalcine oder Profiline.
Kreuzreaktionen können die Folge sein. Allergische Reaktionen auf bestimmte Allergene in  Pollen von Frühblühern wie Hasel, Erle, Birke, oder Gräsern könnten somit auch durch ähnliche allergene Strukturen in Rapspollen ausgelöst werden.
Diskutiert werden aber auch Reaktionen auf Schimmelpilze oder Pflanzenschutzmittel und besonders auch auf ätherische Öle, die sogenannte Terpene enthalten und bei blühendem Raps in die Außenluft geraten.