Kennen Sie unser „Getestet und Empfohlen“-Logo? Ein Wegweiser im Dschungel der Produkte

Jährlich testet der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) für Sie eine Vielzahl von Produkten.
Wir wollen wissen, ob die Produkte für Menschen mit sensibler, zu allergischen Reaktionen neigender Haut geeignet sind. Produkte mit dem DAAB-Logo sind alle frei von Duft- und Farbstoffen sowie von allergisierenden Konservierungsmitteln. Auch Stoffe, die die Haut irritieren sind ausgeschlossen.
Mit unserem Logo möchten wir Ihnen die Suche nach verträglichen Produkten erleichtern. Mittlerweile gibt es viele unterschiedliche Produkte, die unser Logo tragen: angefangen von Hautpflege- und Körperreinigungsprodukten über Waschmittel bis hin zu Haushalsreinigern und Sonnencremes.
Eine aktuelle Übersicht aller vom DAAB gelabelten Produkte erhalten Sie beim DAAB per E-Mail (info@daab.de) oder postalisch.

Sie möchten mehr über die Produkt-Voraussetzungen wissen? Sie sind Hersteller und möchten unser Logo verwenden? Dann finden Sie mehr Informationen unter: http://www.daab.de/service/produktvoraussetzung/
Schauen Sie beim nächsten Besuch im Drogeriemarkt doch einfach mal nach unserem Logo :-)

Jetzt anmelden: Webinar zum Thema Insektengiftallergie

In diesem Sommer waren besonders viele Wespen unterwegs und der ein oder andere wurde gestocWespehen. Nicht immer sind Insektenstiche jedoch unproblematisch. Insektengiftallergien sind bei Kindern die zweithäufigste und bei Erwachsenen die häufigste Ursache für sogenannte Anaphylaxien (allergischer Notfall).

 

Der DAAB bietet daher am 24. Oktober ein kostenfreies Webinar zum Thema Diagnostik und Therapie der Insektengiftallergie an.

Wann:         Mittwoch, 24. Oktober 2018, 18 – 19 Uhr
Referent:   Professor Harald Löffler, Direktor der Hautklinik der SLK-Kliniken in
Heilbronn

Das Webinar ist kostenfrei für alle Interessierte an diesem Thema.
Anmeldung unter: https://attendee.gotowebinar.com/register/8543749999440331266

Die Abnahme der Lebensqualität bei Betroffenen, die einen allergischen Notfall erlebt haben belegen Befragungen. Wie soll man bei einer allergischen Reaktion auf Insektenstiche vorgehen? Was gilt es im Notfall zu beachten?
Nach einer guten Diagnostik des Allergieauslösers und bei Eignung des Patienten, ist die  Hyposensibilisierung (Allergenspezifische Immuntherapie)  eine sehr effektive Therapiemaßnahme, mit der die Insektengiftallergie wirksam behandelt  und auch die Lebensqualität der Patienten verbessert werden kann.
Neben dieser ursächlichen Allergiebehandlung muss zusätzlich auch an die Verordnung von Notfallmedikamenten (Notfallset) gedacht werden, um die Sicherheit der Patienten zu stärken.

Das kostenfreie DAAB-Webinar mit Herrn Professor Harald Löffler, Direktor der Hautklinik der SLK-Kliniken in Heilbronn,  vermittelt einen Überblick zu Diagnostik und Therapie von Insektengiftallergien und geht in diesem Zusammenhang besonders auf das Thema Anaphylaxie und Hyposensibilisierung (Allergenspezifische Immuntherapie) ein.
Wir freuen uns, wenn Sie mit dabei sind!

 

Tipps zur Vitamin D-Versorgung

Gerade jetzt wenn die Tage kürzer werden ist oftmals auch die Vitamin D Produktion verringert. Der Körper braucht daher tägliche Spaziergänge an der frischen Luft. Kurze kontrollierte Aufenthalte in der Sonne (wenn sie denn scheint) ohne Sonnenschutz-mittel, verbessern die Vitamin-D Synthese in der Haut (aber Sonnenbrand vermeiden). Ein- bis zweimal in der Woche frischen Seefisch essen und eine ausgewogene Ernährung mit Milch- und Milchprodukten (Lebensmittel-allergiker sollten eine Ernährungs-therapie nutzen). Wer zu einer Risikogruppe gehört, sollte mit dem Hausarzt die Bestimmung des Vitamin D 25 (OH) Spiegels besprechen. Der Wert sollte vor dem Winter bestimmt werden und idealerweise über 60 nmol/l liegen. Die Bestimmung des Vitamin D 25 (OH) Spiegels ist eine IGEL-Leistung, allerdings eine sinnvolle!

Neue DAAB Anaphylaxie – Webinare

Informationen und Alltagshilfen zum Umgang mit schweren allergischen Reaktionen

Übersicht für Angebote im zweiten Halbjahr 2018

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) bietet Seminare für Eltern von anaphylaxiegefährdeten Kindern, selbst betroffene Allergiker sowie für Erzieherinnen und LehrerInnen und Vertreter von Behörden über das Internet (Webinare) an, in welchen zu unterschiedlichen Aspekten bei Anaphylaxie aufgeklärt und informiert wird.

Die Teilnahme an allen Webinaren ist kostenfrei.

Zwei DAAB Anaphylaxie-Webinare exklusiv für DAAB Mitglieder:

Diese beiden DAAB Anaphylaxie-Webinare finden mit freundlicher Unterstützung von Meda-Pharma/Mylan statt.

„Im Notfall sicher handeln“ – Notfallmanagement bei schweren allergischen Reaktionen

Termin:                Donnerstag, 4. Oktober 2018, 16.30 – 18 Uhr

Referentin:        Britta Stöcker, Bonn (Kinder- und Jugendärztin und Anaphylaxie-Trainerin)

Link zur Anmeldung: https://attendee.gotowebinar.com/register/6886676025374778113

Inhalt:

  • Wie erkenne ich eine schwere allergische Reaktion?
  • Welche Medikamente gibt es zur Soforthilfe bei Anaphylaxie?
  • Welche Maßnahmen werden im Notfall durchgeführt?

  • Wie sieht die rechtliche Situation diesbezüglich aus?

 „Lebensmittelverpackungen richtig lesen bei Erdnuss- und Nussallergie“*3)

Termin:                Dienstag, 30. Oktober 2018, 17 – 18.30 Uhr

Referentin:         Mandy Ziegert, DRK Kliniken Berlin (Ernährungsfachkraft Allergologie, Anaphylaxie-Trainerin)

Línk zur Anmeldung:  https://attendee.gotowebinar.com/register/9221492265496910338

Inhalt:

  • Was sagt das EU-Recht zur Allergenkennzeichnung,
  • Was erfährt man als Lebensmittelallergiker mit Erdnuss- oder Nussallergie von der Information auf Lebensmittelverpackungen und was nicht,
  • Welche Stolpersteine der Allergenkennzeichnung gibt es und
  • Was sollte man beim Einkauf beachten.

 

Drei DAAB Anaphylaxie Webinar für Lehrer, Erzieher und Betreuungspersonen

Bei Interesse können Eltern oder andere Verwandte Anaphylaxie-gefährdeter Kinder ebenfalls teilnehmen

Diese drei DAAB Anaphylaxie-Webinare finden mit freundlicher Unterstützung der BEK – Barmer Ersatzkasse statt

 

„Lebensmittelallergien bei Kindern und Jugendlichen“

Termin:                Mittwoch, 10. Oktober 2018, 17 – 18.30 Uhr

Referentin:        Mandy Ziegert, DRK Kliniken Berlin (Ernährungsfachkraft Allergologie, Anaphylaxie-Trainerin)

Link zur Anmeldung: https://attendee.gotowebinar.com/register/5701603701260661249

Inhalt:

  • Lebensmittel-Unverträglichkeit – Allergie – Intoleranz und Co – Was ist Was?

  • Zöliakie und Laktoseintoleranz
  • Ist Lebensmittelallergie = Lebensmittelallergie?
  • Auslöser und Beschwerden
  • Lebensmittelkennzeichnung – was ist zu beachten?
  • Hilfestellungen und Hilfsmittel (Formulare, schriftliche Info, Lernspiel „Allele-Land“ für Kinder mit Allergien)

Zielgruppe:  Das Webinar richtet sich in erster Linie an ErzieherInnen, LehrerInnen, BetreuerInnen von Kindern mit Anaphylaxie-Risiko und Vertreter von Trägern, Behörden und Ministerien. Es kann bei Interesse auch von selbst betroffenen Allergikern und Eltern oder anderen Verwandten von Anaphylaxie-gefährdeten Kindern besucht werden.

 

 Rechtliche Bewertung der Hilfe bei einer anaphylaktischen Reaktion in Kitas und Schulen aus Sicht der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)

Termin:                Dienstag, 6. November 2018, 17 – 18.30 Uhr

Referent:            Eberhard Ziegler, DGUV Bundesverband Berlin

Link zur Anmeldung: https://attendee.gotowebinar.com/register/1145478204412941826

Inhalt:

  • Aufgaben der gesetzlichen Unfallversicherung
  • Versicherungsrechtliche Situation für Erzieher und Lehrer
  • Versicherungsrechtliche Situation für Kinder und Jugendliche
  • Anaphylaktische Reaktion – Ein Arbeitsunfall
  • Haftungsrechtliche Fragen
  • Prävention und Inklusion
  • Hilfestellungen und Hilfsmittel (Formulare, schriftliche Info, Lernspiel „Allele-Land“ für Kinder mit Allergien)

Zielgruppe:  Das Webinar richtet sich sowohl an Eltern von Anaphylaxie-gefährdeten Kindern, als auch an ErzieherInnen, LehrerInnen, BetreuerInnen von Kindern mit Anaphylaxie-Risiko und Vertreter von Trägern, Behörden und Ministerien.

 
 „Im Notfall sicher handeln“ – Notfallmanagement bei schweren allergischen Reaktionen in Kita und Schule

Termin:                Montag, 26. November 2018, 17 – 18.30 Uhr

Referentin:        Britta Stöcker, Bonn (Kinder- und Jugendärztin und Anaphylaxie-Trainerin)

Link zur Anmeldung: https://attendee.gotowebinar.com/register/5560988257077451779

Inhalt:

  • Wie erkenne ich eine schwere allergische Reaktion?
  • Welche Medikamente gibt es zur Soforthilfe bei Anaphylaxie?
  • Welche Maßnahmen werden im Notfall durchgeführt?
  • Wie sieht die rechtliche Situation diesbezüglich aus?
  • Hilfestellungen und Hilfsmittel (Formulare, schriftliche Info, Lernspiel „Allele-Land“ für Kinder mit Allergien)

Zielgruppe: Das Webinar richtet sich in erster Linie an ErzieherInnen, LehrerInnen, BetreuerInnen von Kindern mit Anaphylaxie-Risiko und Vertreter von Trägern, Behörden und Ministerien.
Es kann bei Interesse auch von selbst betroffenen Allergikern und Eltern oder anderen Verwandten von Anaphylaxie-gefährdeten Kindern besucht werden.

Weitere Information unter info@daab.de

 

Lippenbremse und Kutschersitz – Hilfe bei Atemnot

Atemnot können Asthmatiker im Alltag oft mit der sogenannten Lippenbremse oder dem Kutschersitz lindern.

Person die durch den gespitzen, leicht geöffneten Mund langsam und kontrolliert wieder ausgeatmet

Lippenbremse

Lippenbremse: Diese Übung ist besonders bei akuter Atemnot oder bei Belastung von Bedeutung und bildet die Grundlage aller Atemübungen. Dabei wird die Luft durch die Nase eingeatmet und durch den gespitzen, leicht geöffneten Mund langsam und kontrolliert wieder ausgeatmet. Die Luft wird, wie oben beschrieben, in „sss“- oder „pff“- Lauten ausgeatmet. Durch diese Methode bleiben die Atemwege weit, die Lunge wird entleert und kann mit neuer, sauerstoffreichen Luft versorgt werden.

Person sitzt auf Stuhlkante und stützt Ellenbogen auf die Oberschenkel. Der Brustkorb wird vom Gewicht der Schultern entlastet

Kutschersitz

Kutschersitz: Diese Übung geht zurück auf die Droschkenkutscher, die nach getaner Arbeit auf dem Kutschbock zusammensackten und schliefen. Die Pferde liefen dann allein nach Hause. Für die Übung nimmt man einen Stuhl und setzt sich aufrecht auf den vorderen Teil der Sitzfläche. Dann lässt man sich langsam zusammensacken. Die Unterarme ruhen dabei auf den Oberschenkeln und die Hände hängen locker herunter. Der Rücken ist in der Position eines Katzenbuckels, also leicht gerundet und nicht verkrampft. Der Brustkorb wird vom Gewicht der Schultern entlastet. Außerdem können Muskeln, die normalerweise die Arme an den Körper heranführen, in diesen Haltungen helfen, den Brustkorb zu weiten. Dadurch wird es Ihnen möglich, freier durchzuatmen.

Weitere Übungen, die für Asthmatiker wichtig sind lesen Sie in unserem Flyer “Atemübungen”, den Sie kostenfrei unter info@daab.de bestellen können.

Wenn das Lächeln gefriert- Allergien auf Zahnmaterial

Allergien und Unverträglichkeitsreaktionen auf Zahnmaterial sind relativ selten, wenn man bedenkt wie viele Materialien es gibt und wie viele Patienten behandelt werden.
Aber auch wenn nur ca. 1% der Patienten ihre Füllungen, Kronen oder Teilprothesen nicht vertragen, ist der Leidensdruck doch sehr hoch.
Die Symptome reichen von Zahnfleischentzündungen, Schleimhautbrennen, Bläschenbildung oder Geschmacksstörungen bis hin zu Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Gelenk- oder Muskelschmerzen. Und die Folge der Allergien und Unverträglichkeitsreaktionen  sind gravierend: Fest eingesetzte Werkstoffe müssen wieder entfernt und ein geeignetes, verträgliches Material gefunden werden.

Mit welchen Testungen man den möglichen Auslöser identifizieren kann, lesen Sie in unserem ausführlichen Artikel in der„Allergie konkret“ 2/2018, den Sie  unter  info@daab.de anfordern können.

 

 

Erdnussallergie- neue Therapie-Ansätze?

Während nur 20% der Kinder eine Allergie auf Kuhmilch oder Hühnerei behalten, bleibt eine Allergie auf Nüsse und Erdnüsse bei rund 80% der Kinder bestehen. Neue Therapieansätze sind daher dringend gefragt. Gegenwärtig gibt es zwei vielversprechende Vorgehensweisen, so dass zumindest eine kleine Menge Erdnuss vertragen wird, ohne dass eine schwere allergische Reaktion stattfindet.

Eine untersuchte Therapie stellt die Orale Immuntherapie dar (OIT) dar. Hierbei wird versucht, den Körper langsam an das Allergen zu gewöhnen, indem das Allergen „oral“, also über das Essen aufgenommen wird.

In einer Studie erhielten Kinder von vier bis 17 Jahren über ein Jahr eine genau definierte Menge Erdnussmehl in Apfelmus oder Pudding eingerührt.  Als verträglich wurde eingestuft, wer keine oder nur eine leichte allergische Reaktion aufwies. 12% beendeten die Studie vorzeitig aufgrund von Nebenwirkungen.

Abschließend kann man sagen, dass die Therapieerfolge zwar sehr gut, aber das Ausmaß der Nebenwirkungen bislang noch nicht akzeptabel ist.

Eine weitere Möglichkeit bietet die epikutane Immuntherapie (EPIT). Hierbei wird ein Pflaster, das eine winzige Menge Erdnusseiweiß enthält, auf die intakte Haut an Rücken oder Arm geklebt und zwar jeden Tag ein neues Pflaster (ein Pflaster pro 24 Stunden). Unter dem Pflaster sammelt sich Wasser, welches aus der Haut verdunstet ist. Dieses Wasser verflüssigt das Erdnusseiweiß. Die Haut unter dem Pflaster ist aufnahmefähiger und das Erdnusseiweiß kann in die Haut eindringen. Es wird von Zellen aus der obersten Hautschicht umschlossen und zu den Lymphknoten befördert, so dass das Allergen nicht in den Blutkreislauf gelang. Diese Art der Allergenaufnahme scheint für den Patienten mit weniger Nebenwirkungen verbunden zu sein. Aktuell laufen dazu weitere Studien mit größeren Patientenzahlen. Die Kinder sind im Alter zwischen ein und drei Jahren (EPITOPE-Studie).

Beide Therapien sind bisher nicht „nebenwirkungsfrei“ und werden deshalb noch nicht außerhalb klinischer Studien empfohlen und angeboten.

Einen ausführlichen Artikel zu diesem spannenden Thema finden Sie in unserer aktuellen Ausgabe „Allergie konkret“ 2/2018. Jetzt anfordern unter info@daab.de

Beiß nicht gleich in jeden Apfel

Pollenallergiker vertragen rohe Äpfel häufig nicht, da das Allergen im Apfel den Allergenen in der Birkenpolle ähneln. Vereinfacht bedeutet das: Das Immunsystem “verwechselt” den Apfel mit Birkenpollen und reagiert allergisch. Die Folge können Jucken und Brennen im Hals- und Rachenraum sein, bis hin zu Fließschnupfen und Atembeschwerden. In unserem Beitrag finden Sie hilfreiche Tipps!

Leider haben immer mehr Menschen beim Verzehr von Äpfeln Symptome wie Brennen der Mundschleimhaut oder Jucken und Anschwellen der Lippen. Sie gehören damit zu den vier Millionen Menschen in Deutschland, die eine pollenassoziierte KreuzAepfel_in_Kisteallergie haben.
Das Brennen und Jucken im Mund bei dem Biss in einen frischen Apfel kommt durch die Allergie auf Birkenpollen. Da einige Bestandteile im Apfel denen der Birkenpolle ähneln „verwechselt“ der Körper die beiden und reagiert mit Symptomen.
Es gibt jedoch auch Äpfel, die sogenannten „alten Sorten“, die häufig besser vertragen werden, zum Beispiel: Geheimrat Oldenburg, Goldparmäne, Finkenwerder Herbstprinz, Prinz Albrecht von Preußen oder Eifeler Rambur.
In Studien von Medizinern wurde belegt, dass diese oft besser vertragen werden, da hier der Gehalt an  Polyphenolen höher ist.
Polyphenole sind unter anderem dafür verantwortlich, dass ein Apfel nach dem Anschneiden braun wird. Aus neueren Sorten wurden diese Stoffe aus diesem Grund heraus gezüchtet. Auch weil diese Äpfel häufig etwas säuerlicher schmecken. Polyphenole inaktivieren das Apfelallergen. In den alten Apfelsorten ist davon zehn bis hundertmal mehr enthalten als in neuen Sorten. Viele Allergiker können daher alte Apfelsorten besser vertragen.
Ganz wichtig!
Wer einen Apfel ausprobieren möchte , sollte zuerst den „Lippentest“ machen,
indem man ein kleines Stück vorsichtig auf die Lippe legt und die Reaktion
abwartet. Stellen sich Beschwerden ein, wird der „Selbst-Versuch“ abgebrochen.
Leider kann man diese alten Apfelsorten in fast keinem Supermarkt kaufen. Da lohnt sich eventuell ein Besuch im Hofladen oder im Biomarkt.
Übrigens:

  • Durch lange Lagerzeiten erhöht sich der Anteil des Allergens, deshalb sollten Äpfel lieber frisch gegessen werden.
  • Durch das Erhitzen wird das Allergen zerstört. Daher wird auch Apfelmus und Apfelkuchen von den meisten gut vertragen.
  • Unser Tipp: Den Apfel klein schneiden und ab in die Mikrowelle. Nach einer Minute in der Mikrowelle mit 600 Watt ist der Apfel noch knackig, verliert aber die Allergenität und wird besser vertragen. Zum Beispiel mit Natur-Joghurt oder Quark.

Weitere Informationen zu Nahrungsmittelallergien und Unverträglichkeit finden Sie auf www.daab.de

Akupunktur: Stich für Stich gesünder?

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. bekommt häufig Anfragen zur Wirksamkeit von Akupunktur bei Heuschnupfen. Dazu lässt sich folgendes sagen:
Eine Akupunkturbehandlung kann eine gute unterstützende Behandlung bei einem allergischen Schnupfen darstellen. Sie kann zusätzlich zu antiallergischen Medikamenten und der ursächlichen Therapie, der Hyposensibilisierung, angewendet werden.
Wichtig bei der Akupunktur ist jedoch, dass sie in die Hand eines geschulten Akupunktur-Arztes gehört. Akupunktur-Experten weisen darauf hin, dass ähnlich wie bei der Desensibilisierung, auch die Akupunktur Geduld braucht bis sie ihre Wirkung voll entfaltet.
Die Behandlung geht ebenfalls meist über drei Jahre mit neun bis zwölf Sitzungen pro Saison, beginnend jeweils etwa einen Monat vor dem Pollenflug. Auch hier ist eine gründliche Anamnese wichtig. Nur wenn klar ist, welche Auslöser für die Beschwerden verantwortlich sind, können die richtigen Schritte eingeleitet werden.
Zahlreiche Studien geben stichhaltige Gründe für eine Akupunktur:

  • Nach der Behandlung konnten weniger allergische Nasenbeschwerden nachgewiesen werden.
  • Es zeigte sich eine deutliche Verbesserung der krankheitsspezifischen Lebensqualität.
  • Es konnte eine Reduktion der Medikamenteneinnahme aufgezeigt werden und es kam zu einem Rückgang der körpereigenen Antikörper (IgE-Antikörper) im Blut.

Die Krankenkassen zahlen die Akupunktur aktuell meist nur bei Rückenschmerzen und Kniegelenkarthrose.

Wie eine Akupunktur funktioniert und welche weiteren alternativen Behandlungsmethoden es gibt, erfahren Sie in unserem Ratgeber „Alternative Heilmethoden“, den Sie kostenfrei bei uns bestellen können unter info@daab.de
In der aktuellen Ausgabe der „Allergie konkret“ 2/2018 erläutern wir ausführlich die aktuelle Studienlage zur Akupunktur. Jetzt kostenfrei anfordern  unter info@daab.de

Neues aus der Forschung: Heuschnupfen beeinträchtigt die sportliche Leistung- Hyposensibilisierung schafft Linderung

Ein allergischer Schnupfen kann die Leistungsfähigkeit von Sportlern stark beeinflussen.
Forscher untersuchten nun in einer Gruppe von Berufs- und Freizeitsportlern  die Häufigkeit der saisonaler Pollenallergien (Heuschnupfen) und die Auswirkungen auf die Wahl der Allergiebehandlung und deren Nutzen für die sportliche Leistung.
Es erfolgte eine Selbstbefragung.
In der Pollen-Hochsaison 2014 wurden Teilnehmer aus der Deutschen Sporthochschule und dem Kölner Marathon 2014 rekrutiert. 636 Fragebögen wurden ausgefüllt.
Über 42 Prozent der Teilnehmer berichteten von einer Pollenallergie und über 30 Prozent von Asthma. Leistungsbeeinträchtigungen wurden bei mehr als 80 Prozent der Allergiker festgestellt. Insgesamt verwendeten über 82 Prozent Medikamente zur Linderung ihrer Beschwerden, über 32 Prozent nutzten alternative Therapien und über 47 Prozent die sogenannte Hyposensibilisierung.
Die Teilnehmer, die mit der Hyposensibilisierung behandelt wurden,  hatten weniger Allergieprobleme beim Training als die, die symptomatische und alternative Therapien verwendeten.
Die meisten Teilnehmer hatten Bedenken hinsichtlich der Hyposensibilisierung, wie Nebenwirkungen, negative Auswirkungen auf die sportliche Leistungsfähigkeit oder vermuteten eine fehlende Langzeitwirkung.
Bei den meisten Sportlern wurde der allergische Schnupfen nicht ausreichend gut behandelt. Grund dafür könnten die Vorbehalte gegenüber der Hyposensibilisierung sein.

Fazit: Durch Pollenallergien wurde die sportliche Leistungsfähigkeit der Sportler während der Pollensaison enorm reduziert. Diese Auswirkungen können durch eine geeignete Behandlung wie die Hyposensibilisierung (Allergenspezifische Immuntherapie) gemildert werden.
Die Forscher empfehlen, Patienten und Ärzten ein besseres Verständnis der verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten zu vermitteln, um die sportliche Leistungsfähigkeit von Pollenallergikern zu verbessern.

Was ist eine Hyposensibilisierung?
Mit der sogenannten Hyposensibilisierung (Allergenspezifische Immuntherapie) sollen Allergiker an ihren Allergieauslöser gewöhnt werden, damit sie weniger Beschwerden haben.
Zudem kann dadurch der Medikamentenverbrauch gesenkt werden. Die Hyposensibilisierung sollte möglichst frühzeitig nach dem Auftreten von Allergien wie Pollen- oder Hausstaubmilbenallergien erfolgen, damit eine gute Wirksamkeit erreicht und auch das Risiko für die Entwicklung eines allergischen Asthmas gesenkt werden kann.
Die Therapie erfolgt in der Regel über drei Jahre.
Es stehen verschiedene Formen wie Spritzen, Tabletten und Tropfen zur Verfügung.
Für den guten Erfolg ist die richtige Diagnostik sehr wichtig. Der Patient muss auf die Allergene reagieren, die in dem Therapiepräparat enthalten sind.
Für den jeweiligen Auslöser muss ein Therapiepräparat zur Verfügung stehen, dass den Auslöser in ausreichender Menge enthält.
Eine Beratung zum Thema  Hyposensibilisierung erhalten DAAB-Mitglieder unter info@daab.de

Quelle:
J Sports Med Phys Fitness. 2018 Jul 16. doi: 10.23736/S0022-4707.18.08556-0. [Epub ahead of print]
Impaired sports performance of athletes suffering from pollen-induced allergic rhinitis: a cross-sectional, observational survey in German athletes.
Salem L1, Dao VA2, Shah-Hosseini K1, de Marees M3, Mester J3, Mösges R1,2, Vent J4,5,6.