Wie ist der Pollenflug bei kalten Temperaturen?

Der  Pollenflug kann sich durch Kälte vermindern, weil sich die Blütenentwicklung dadurch verlangsamt. Aber auch bei Kälte ist der Pollenflug bei weit genug entwickelten und geöffneten Kätzchen und bei Wind möglich. Sind die Kätzchen geöffnet, können durch den Wind auch bei kalten Temperaturen Pollen freigesetzt werden.

Die Entwicklung der Kätzchen kann durch die Kälte verlangsamt werden, so dass sich noch geschlossene Kätzchen nicht so schnell öffnen wie bei wärmerer Witterung.

Bei den  Haselsträuchern sind je nach Lage und Standort  manche schon sehr weit geöffnet, die Kätzchen sind lang und offen und wenn man sie anstößt, wird Pollenstaub freigesetzt. Andere wiederum sind noch gar nicht geöffnet und noch kleiner. Dies kann an verschiedenen Sträuchern unterschiedlich sein aber auch zusammen an einem Strauch vorkommen.

Pollenallergie ist keine Bagatell-Erkrankung!

Durch die milde Witterung hat der Pollenflug bereits früh eingesetzt. Pollenallergiker verspüren bereist ein Jucken in den Augen und den störenden, wasserfallartigen Fließschnupfen.
Doch Allergien sind gut behandelbar. Die Therapie sollte möglichst frühzeitig einsetzen, um das Risiko für Folgeerkrankungen, wie das allergische Asthma, zu verringern.
Allergische Symptome sind keine Bagatelle, sondern in jedem Fall behandlungsbedürftig, auch wenn sie nur saisonal oder nur über kurze Zeiträume auftreten, zum Beispiel die allergische Reaktion auf Birkenpollen.

Durch die angemessene Behandlung der Symptome kann einer Verschlimmerung der Beschwerden vorgebeugt werden

Denn aus einem „Heuschnupfen“ mit Fließschnupfen und tränenden Augen kann sich ein allergisches Asthma entwickeln.
Bereits das unangenehme Jucken am Gaumen oder im Rachen, das einige Pollenallergiker kennen, ist bereits ein Hinweis auf den sogenannten „Etagen-Wechsel“.
Die Beschwerden „rutschen“ von Nase und Augen eine Etage tiefer, in die unteren Atemwege. Dies kann sich auch mit einem Druck- oder Enge-Gefühl im Brustkorb bemerkbar machen.
Allergien sollten ärztlich abgeklärt werden, am besten von einem Allergologen. Er verfügt über das notwendige Fachwissen für eine gesicherte Diagnose und die Auswahl einer angemessenen Therapie.
Denn auch die Behandlung mit einem nicht passenden Medikament, das eventuell keine oder eine zu geringe Wirkung zeigt, kann ebenso zur langfristigen Verschlimmerung der Beschwerden beitragen, wie das Ignorieren der Beschwerden.
Nehmen Sie Ihre Beschwerden ernst- und werden Sie aktiv!

Weitere Informationen finden Sie hier

Gefährliche Duftstoffe

Nicht nur Duschgele, Waschmittel und Deodorants enthalten Duftstoffe.
Auch Müllbeutel, Toilettenpapier, Taschentücher & Co sind in “duften” Varianten erhältlich. Doch wozu?
Duftstoffe sind nicht unbedenklich, sondern können heftige Allergien auslösen. Eine Sensibilisierung gegenüber Duftstoffen bleibt in der Regel lebenslang bestehen. Der einzige Weg zum unbeschwerten Leben führt über das Meiden des Allergens.

Für Verbraucher, die auf Duftstoffe verzichten möchten oder müssen, bietet das DAAB-Logo eine Orientierung. Seit Jahren entwickeln und überprüfen wir mit unterschiedlichen Herstellern Produkte ohne Duftstoffe.
Sehr gerne senden wir Ihnen eine Übersicht der Produkte zu, die das DAAB-Logo tragen. Senden Sie einfach eine Mail an info@daab.de.
In der WDR-Mediathek finden Sie einen interessanten Beitrag zum Thema Duftstoffe.

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/servicezeit/video-gefaehrliche-duftstoffe-102.html

DAAB im N-TV-Beitrag „Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel- wie sieht der Alltag aus?“

Die Allergendeklaration bei der Außer-Haus-Verpflegung lässt leider noch immer vielerorts zu wünschen übrig.

Der N-Tv-Beitrag “Ratgeber – Steuern & Recht:  Sind da Nüsse drin? Restaurants versagen bei der Informationspflicht” wird am Dienstag, 23.01.18 um 18:35 Uhr ausgestrahlt und am Mittwoch, den 24.01.18 ab 15:20 Uhr wiederholt.
Der Betrag ist auch in der N-Tv Mediathek für ca. ein Woche verfügbar.

Die eigene Gesundheit fördern und für nur 3 Euro im Monat Mitglied im DAAB werden!

Vorsätze 2018? Für nur 3 Euro im Monat die eigene Gesundheit fördern und Mitglied im DAAB werden!

  • Mehr als 30 Webinare kostenlos besuchen,
  • Zugriff auf rund 100 Recherche-Materialien,
  • sich an über 230 Tagen im Jahr individuell zu Allergien, Asthma, Neurodermitis, Urtikaria beraten lassen,
  • 4 Ausgaben der Mitglieder-Zeitschrift erhalten,
  • schnell informiert werden über Allergie-Rückrufe und neue Studien
  • UND VOR ALLEM mit der Mitgliedschaft ein Zeichen setzen, damit die Themen Allergien, Asthma, Neurodermitis, Urtikaria mehr Gehör finden in Krankenkassen, Handel, Gastronomie, Ministerien, Behörden und Co.

www.daab.de/service/mitglied-werden/

Wir freuen uns auf Sie!

Neue Anaphylaxie-Seite des DAAB geht online

Immer mehr Kinder leiden unter einer Anaphylaxie. Sie können bei guter Aufklärung, konsequenter Allergenvermeidung und passendem Notfallmanagement ein normales Leben führen und sollten speziell bei Aktivitäten in Schule und Kita nicht ausgegrenzt werden. Um über die Erkrankung aufzuklären und die Öffentlichkeit zu informieren, damit Kinder mit Anaphylaxie nicht ausgegrenzt werden, hat der DAAB eine extra Internetseite zu diesem Thema entworfen. Unter www.allergie-anaphylaxie.de können sich Eltern von betroffenen Kindern, Betroffene und Interessierte sowie Betreuungspersonen umfassend informieren. Die Seite soll Mut machen die Herausforderung “Ein Leben mit Anaphylaxie” anzunehmen.

Als Anaphylaxie bezeichnet man eine allergische Reaktion, die den ganzen Körper erfassen kann und daher die schwerste Form einer Allergie ist. Wie bei allen Allergien handelt es sich um eine überschießende Reaktion des Immunsystems, bei der der Körper auf normalerweise ungefährliche Substanzen (Allergene) reagiert.

Sprechstunde per Internet – ist das die Zukunft?

Erste niederländische Studienergebnisse zur web basierten Versorgung asthmatische Kinder zeigt, dass diese auch virtuell gut versorgt sind. Eine Internet-Sprechstunde für Kinder mit Asthma mindert die Qualität der Versorgung offenbar nicht, dass fanden niederländische Forscher der Uniklinikum Nijmegen heraus, so berichtet heute die Ärztezeitung. Die Arzt-Patienten-Kommunikation über das Internet bietet vor allem bei chronischen Erkrankungen viele Chancen. Kritiker befürchten allerdings, dass die Versorgungsqualität darunter leiden könnte.

In der niederländischen Studie wurden 210 Kinder mit gesichertem mittelschwerem Asthma eingeschlossen, wobei jeweils 105 Familien das webbasierte Angebot nutzten und 105 Kinder in die Kontrollgruppe kamen. Für die Studie wurde ein Internetportal mit gesondertem Chatraum und einem Forum für die Eltern eingerichtet. Sowohl Eltern, wie auch Kinder konnten so Fragen stellen, Informationen austauschen, die Peak-Flow Daten an die behandelnden Ärzte schicken und mit dem Asthma-Management-Team kommunizieren. Alle Teilnehmer wurden im Vorfeld entsprechend geschult. Die persönliche Vorstellung in der Kontrollgruppe erfolgte alle vier Monate in der entsprechenden Ambulanz. Bei Kindern der Studiengruppe wurden diese Kontrolltermine auf alle acht Monate reduziert um einen direkten Vergleich zu haben.

Nach 16 Monaten schnitten die virtuell betreuten Kinder nicht nur genauso gut, sondern sogar etwas besser ab als die der Kontrollgruppe. Die Anzahl der beschwerdefreien Tage war nahezu identisch. Entscheidender so die Forscher, sei aber der Umstand, dass dies mit einem nur halb so großen Betreuungsaufwand durch das Ärzteteam erzielt wurde, zumindest was persönliche Vorstellungstermine angeht. Bezüglich aller anderen Kontroll- und Therapieparameter zeigten sich keine Unterschiede zwischen den Gruppen.

Ob sich dieser Effekt auch dauerhaft zeigt oder eher zu einer Verharmlosung der Erkrankung beiträgt, müsste sicherlich in weiteren Studien untersucht werden. Nach Ansicht des DAAB ist aber ein webbasiertes Angebot, wenn auch im Moment eher als zusätzliches Angebot, sehr sinnvoll. Ebenfalls könnte es hilfreich sein für Familien in Regionen, in denen keine pneumologischen Kinderärzte ansässig sind.  Bestätigen weitere Studien den Effekt, kann es sicherlich ebenfalls eine gute Alternative sowohl für Familien, wie auch Ärzte sein.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie in der Ärztezeitung oder in der Originalveröffentlichung.

Achtung: Viele Erkältungsbäder enthalten Allergieauslöser

Gerade in der kalten Jahreszeit greift man gerne auf duftende Erkältungsbäder zurück. Aber Vorsicht: Viele Erkältungsbäder enthalten starke Allergieauslöser.

Erkältungsbäder enthalten Zusätze wie Fichten- oder Kiefernadelöl, Rosmarin- oder Eukalyptusöl, Menthol oder Kampfer. Speziell der natürliche Bestandteil der Nadelholzöle (Kiefer, Fichte,) das Delta-3-Caren, gilt als starker Allergieauslöser. Kampfer ist für seine starke irritative und allergenisierende Wirkung an der Haut bekannt. Zudem besteht speziell bei Kindern und Säuglingen Vergiftungsgefahr.

Erkältungsbäder entspannen den Körper und die Seele und sind gerade in der kalten Jahreszeit eine Wohltat. Wählen Sie das Badeöl allerdings sorgsam aus und verzichten auf Duftstoffe, Kampfer, Menthol und Nadelholzöle. Oftmals reicht ein hochwertiges Pflanzenöl mit ein paar wenigen Tropfen eines verträglichen ätherischen Öls, wie Eukalyptus-, Thymian- oder Rosmarinöl.  Für Kinder und Säuglinge sollte ein Schuss Pflanzenöl im warmen Wasser ausreichen.

Erkältungsbäder werden als Arzneimittel oder kosmetische Produkte angeboten. Bei den Arzneimitteln müssen problematische Duftstoffe, wie auch bei den kosmetischen Produkten, seit diesem Jahr ebenfalls gekennzeichnet werden. Sie werden mit ihrer INCI Bezeichnung auf der Verpackung aufgeführt.

Kennzeichnungspflichtige  Duftstoffe
Duftstoffe mit der INCI-Bezeichnung
Amyl cinnamal Amylcinnamylalkohol
Anise alcohol Evernia furfuracea extract (Baummoosextrakt)
Benzyl alcohol Benzyl benzoate
Benzyl cinnamate Butylphenyl methylpropional
Benzyl salicylate Cinnamal
Cinnamyl alcohol Citral
Citronellol Coumarin
Evernia prunastri extract (Eichenmoosextrakt) Eugenol
Farnesol Geraniol
Hexyl cinnamal Hydroxycitronellal
Hydroxyisohexyl-3-cyclohexene-carboxaldehyde Isoeugenol
Limonene Linalool
Methyl-2-octynoate Alpha-Isomethyl-ionone

Frohe Weihnachten

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund wünscht allen Mitgliedern, Kooperationspartnern, Unterstützern, Lesern und Freunden ein wunderschönes Weihnachtsfest und ruhige, besinnliche Tage. Wir verzichten auch in diesem Jahr auf den Versand von Weihnachtskarten, um die Umwelt zu schonen und um dieses Budget in unsere Projekte 2018 zu integrieren.