Achtung: Viele Erkältungsbäder enthalten Allergieauslöser

Gerade in der kalten Jahreszeit greift man gerne auf duftende Erkältungsbäder zurück. Aber Vorsicht: Viele Erkältungsbäder enthalten starke Allergieauslöser.

Erkältungsbäder enthalten Zusätze wie Fichten- oder Kiefernadelöl, Rosmarin- oder Eukalyptusöl, Menthol oder Kampfer. Speziell der natürliche Bestandteil der Nadelholzöle (Kiefer, Fichte,) das Delta-3-Caren, gilt als starker Allergieauslöser. Kampfer ist für seine starke irritative und allergenisierende Wirkung an der Haut bekannt. Zudem besteht speziell bei Kindern und Säuglingen Vergiftungsgefahr.

Erkältungsbäder entspannen den Körper und die Seele und sind gerade in der kalten Jahreszeit eine Wohltat. Wählen Sie das Badeöl allerdings sorgsam aus und verzichten auf Duftstoffe, Kampfer, Menthol und Nadelholzöle. Oftmals reicht ein hochwertiges Pflanzenöl mit ein paar wenigen Tropfen eines verträglichen ätherischen Öls, wie Eukalyptus-, Thymian- oder Rosmarinöl.  Für Kinder und Säuglinge sollte ein Schuss Pflanzenöl im warmen Wasser ausreichen.

Erkältungsbäder werden als Arzneimittel oder kosmetische Produkte angeboten. Bei den Arzneimitteln müssen problematische Duftstoffe, wie auch bei den kosmetischen Produkten, seit diesem Jahr ebenfalls gekennzeichnet werden. Sie werden mit ihrer INCI Bezeichnung auf der Verpackung aufgeführt.

Kennzeichnungspflichtige  Duftstoffe
Duftstoffe mit der INCI-Bezeichnung
Amyl cinnamal Amylcinnamylalkohol
Anise alcohol Evernia furfuracea extract (Baummoosextrakt)
Benzyl alcohol Benzyl benzoate
Benzyl cinnamate Butylphenyl methylpropional
Benzyl salicylate Cinnamal
Cinnamyl alcohol Citral
Citronellol Coumarin
Evernia prunastri extract (Eichenmoosextrakt) Eugenol
Farnesol Geraniol
Hexyl cinnamal Hydroxycitronellal
Hydroxyisohexyl-3-cyclohexene-carboxaldehyde Isoeugenol
Limonene Linalool
Methyl-2-octynoate Alpha-Isomethyl-ionone

Frohe Weihnachten

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund wünscht allen Mitgliedern, Kooperationspartnern, Unterstützern, Lesern und Freunden ein wunderschönes Weihnachtsfest und ruhige, besinnliche Tage. Wir verzichten auch in diesem Jahr auf den Versand von Weihnachtskarten, um die Umwelt zu schonen und um dieses Budget in unsere Projekte 2018 zu integrieren.

Weihnachtsstern- Vorsicht bei Latex-Allergie

In der Adventszeit hat der Weihnachtsstern in den Blumenläden und in vielen Wohnzimmern Hochkonjunktur -Gibt es ihn doch inzwischen in vielen unterschiedlichen Farben und Ausprägungen.

Doch nicht jeder kann sich daran erfreuen:  Menschen, die eine Allergie auf Naturlatex haben, können auf das Gewächs allergisch reagieren, z.B. mit Beschwerden im Augen- oder im Nasenbereich.

Eine hübsche Alternative ist zum Beispiel die Christrose.

Vorsicht: Winterliche Stimmungsmacher!

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund gibt Tipps für eine beschwerdefreie Weihnachtszeit:

Duftstoffe können die Stimmung aufhellen und auch das Wohlbefinden beeinflussen. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher setzen in der Advents- und Weihnachtszeit auf duftende Stimmungsmacher. Bei empfindlichen Personen kann der Einsatz von Duftkerzen, Duftlampen oder Räucherstäbchen gesundheitliche Beschwerden auslösen. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. empfiehlt daher einen umsichtigen Umgang mit Beduftungsprodukten.

Entgegen der weit verbreiteter Meinung, trägt das Verbrennen von Duftlampen oder Räucherstäbchen nicht zur Verbesserung der Raumluftqualität bei. Die Verbrennungsprodukte der Duftkerzen und Co. können zusammen mit den freigesetzten Düften die Atemwege reizen und weitere gesundheitlichen Beschwerden verursachen. Insbesondere Kinder, empfindliche Personen, Allergiker und Asthmatiker können auf die Weihnachtsbeduftung mit Kopfschmerzen, Kreislaufproblemen bis hin zu Husten- und Asthmaanfällen reagieren können.

Daher empfiehlt der DAAB speziell in Haushalten mit Kleinkindern, Asthmatikern und Allergikern auf Raumbeduftung zu verzichten. Eine weihnachtliche Stimmung kann mit aufgeschnittenen Orangen gespickt mit Nelken oder einpaar Tannenzweigen herbeigezaubert werden.

Wer auf Duftkerzen, Räuchermännchen und Duftöle nicht verzichten möchte, sollte diese sparsam einsetzen und vor sowie während des Duftstoffeinsatzes den Raum regelmäßig lüften (2-3 Minuten lang Querlüften), damit die verbrauchte und mit Feinstaub belastete Luft ausgetauscht wird.

Selbsttests auf Lebensmittelallergien- sind diese sinnvoll?

Viele Menschen vermuten bei sich eine Nahrungsmittelallergie oder-Unverträglichkeit – der Markt für Selbsttests boomt. Den Betroffenen wird versprochen schnell und zuverlässig den Auslöser ihrer Probleme ausfindig zu machen und dadurch schnelle Beschwerdefreiheit zu erreichen.
Vor allem die sogenannten IgG-Tests ersetzen immer häufiger die fachärztliche Diagnose und ziehen riskante „Ernährungsempfehlungen“ nach sich.

IgE & IgG: Ein Buchstabe macht den Unterschied
In der Allergiediagnostik spielt die Bestimmung von Antikörpern im Blut – die Immunglobuline – eine wichtige Rolle. Aussagekräftig in Bezug auf Nahrungsmittelallergien ist aber nur eine bestimmte Art: jene vom Typ E.
Ein erhöhter IgE-Spiegel gegen ein bestimmtes Nahrungsmittel zeigt eine Sensibilisierung an.
Treten nach dem Verzehr dieses Lebensmittels Beschwerden auf, zum Beispiel Reaktionen an Haut, Husten, Atemnot oder Erbrechen liegt eine Allergie vor.
Immunglobulin G (IgG) hingegen wird bei gesunden Menschen als normale Reaktion auf häufig verzehrte Nahrungsmittel im Blut gebildet. Ein erhöhter IgG-Wert liefert somit nur einen Hinweis darauf, was jemand oft isst. Isst man häufig Weizenprodukte, so zeigt sich das in einem erhöhten IgG-Spiegel gegen Weizen – ein Nachweis für eine Unverträglichkeit ist dies jedoch nicht.

Allergologen warnen vor der Durchführung von IgG-Tests
Die europäischen und die deutschsprachigen Allergiegesellschaften haben eindeutig Stellung bezogen und warnen vor den IgG-Tests mit Nahrungsmitteln ohne Aussagekraft
(http://dgaki.de/wp-content/uploads/2010/05/Leitlinie_KeineIgG-TestsNahrungsmittel2009.pdf).
Sie sind sich einig: IgG-Antikörper sind eine normale Reaktion auf bestimmte Lebensmittelbestandteile und werden deshalb häufig nachgewiesen – auch bei gesunden Menschen.
Die Ergebnisse dieser Testungen ziehen oftmals lange Verbotslisten mit sich die meist zu erheblichen Ernährungseinschränkungen  führen- bis hin zum Nährstoffmangel. In manchen Fällen  verschlimmern sich die Beschwerden, anstatt zu verschwinden oder verschwinden, da sich die Gesamtheit der Ernährung ändert. Allerdings werden dann die falschen Schlüsse gezogen und einzelne Nahrungsmittel verdächtig, anstatt sich die Gesamtheit der Veränderungen vor Augen zu halten.
Die Diagnose einer Lebensmittelallergie oder –unverträglichkeit erfordert spezifisches Wissen und gehört daher in die Hände eines spezialisierten Arztes.
Werden Nahrungsmittel nicht vertragen, können unterschiedliche Ursachen dahinterstecken. Diese reichen von einer allergischen Reaktion über Verwertungsstörungen bis zur Zöliakie. Manchmal liegt aber auch „nur“ ein schlechtes Essverhalten zu Grunde. In jedem Fall lohnt es sich vor strikten Einschränkungen in der Ernährung erstmal eine individuelle Ernährungsberatung in Anspruch zu nehmen.
Welche Form der Unverträglichkeit vorliegt, muss dann ärztlich abgeklärt werden.
Um nutzlose oder gar schädliche Diäten zu vermeiden sollten sich Betroffene daher immer an eine allergologisch versierte Ernährungsfachkraft, einen Facharzt und Allergologen wenden. Adressen von allergologisch versierten Ernährungsfachkräften aus Ihrer Region erhalten Sie beim DAAB unter info@daab.de

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Allergiker aufgepasst – Advent, Advent ein Lichtlein brennt

Ruhe und Erholung wünschen sich die Menschen in der Weihnachtszeit. In diesen Tagen möchte man es sich zu Hause so richtig gemütlich machen. Ein Jammer, wenn dann die Adventszeit für manchen Allergiker oder duftempfindlichen Menschen zum Ärgernis wird.

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund warnt: In vielen weihnachtstypischen Materialen stecken Stoffe, die für die Gesundheit gefährlich sein können und nicht nur Allergikern Probleme bereiten.

 Dufte Kerzen?

Adventsstimmung durch Kerzen mit Vanille- oder Zimtgeruch? Heikel, denn “Kerzen aus Paraffin und Duftkerzen verdampfen beim Abbrennen Dioxine, PAKs (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe), Terpene, Aromaten und Lösungsmittel. Zusätzlich belasten sie die Raumluft stark mit Ruß“, warnt Dr. Silvia Pleschka, Chemikerin beim Deutschen Allergie- und Asthmabund in Mönchengladbach. Besonders in kleinen Räumen mit geringer Luftbewegung stellen sich so rasch Konzentrationen ein, die gesundheitsschädlich sein können. Bienenwachskerzen bieten hier eine gute, gesundheitsverträglichere Alternative.

 

Tipps für eine gesunde Adventszeit:

- Verwenden Sie ökologische Kerzen (mit dem RAL-Prüfzeichen) aus Pflanzenstearin, Soja oder Bienenwachs – ohne Paraffinzusatz.

- Verzichten Sie auf Duftkerzen und Duftöle; auch ätherische Öle können die Atemwege reizen und Ekzeme verursachen.

Berlin: TEMPO-Studie

Die Charité sucht Studienteilnehmer in Berlin und Umgebung

Wenn Sie oder jemand in Ihrer Familie an Allergien leidet, könnte auch Ihr Neugeborenes Allergien entwickeln. Vielleicht haben Sie Interesse an einer Teilnahme an der TEMPO-Studie, die eine Säuglingsanfangsnahrung und ihre mögliche Rolle bei der Entstehung von Allergien untersucht.

Für Ihr Kind ist es das Beste, wenn es die ersten 6 Lebensmonate ausschließlich gestillt wird. Allerdings ist nicht jede Frau in der Lage, so lange zu stillen, wie sie gern würde, oder sie entscheidet sich dafür, für kürzere Zeit zu stillen. An diesem Punkt werden die Eltern eine Säuglingsnahrung als Alternative verwenden.

Bei Säuglingen mit familiärer Vorbelastung bezüglich Allergien besteht ein höheres Risiko, dass auch sie selbst Allergien entwickeln – und die Säuglingsanfangsnahrung kann einen Einfluss darauf haben.

TEMPO-Studie: Der Zweck dieser Studie ist es, eine neuartige Säuglingsnahrung zu untersuchen, um festzustellen, ob sie dabei helfen kann, gegenüber einer Standard-Säuglingsnahrung das Auftreten von Allergien bei Babys mit einer familiären allergischen Vorbelastung zu verringern. Auch die zu testende Säuglingsnahrung enthält die richtigen Inhaltsstoffe und erfüllt die nötigen Anforderungen für eine optimale Säuglingsernährung.

• Sie können an dieser Studie teilnehmen, wenn Sie beabsichtigen, Ihr Kind zu stillen, oder wenn Sie planen, eine Säuglingsanfangsnahrung zu füttern.

• Wenn Sie beabsichtigen, Ihr Kind in den ersten 16 Lebenswochen ausschließlich zu stillen, dann können Sie und Ihr Kind direkt mit der Teilnahme in der Still-Referenzgruppe beginnen.

• Wenn Sie das Stillen mit einer Säuglingsnahrung ergänzen möchten oder gern völlig auf Säuglingsnahrung umstellen möchten…

Wenn Sie das Stillen mit einer Säuglingsnahrung ergänzen möchten oder gern völlig auf Säuglingsnahrung umstellen möchten, erhalten Sie die Studien-Säuglingsnahrung Sie erhalten eine der beiden folgenden Säuglingsnahrungen:

Säuglingsnahrung 1 – die „Studien“- Säuglingsnahrung.

Säuglingsnahrung 2 – die „Kontroll“- Säuglingsnahrung.

Ihr Kind wird in eine dieser beiden Gruppen randomisiert (nach dem Zufallsverfahren zugewiesen, wie bei einem Münzwurf). Weder Sie noch das Studienteam werden wissen, welche Säuglingsnahrung Ihr Kind erhält; wenn es medizinisch notwendig ist, kann man das allerdings herausfinden.“

• Sie erhalten die Säuglingsnahrung kostenfrei.

• Während der TEMPO-Studie liegt dem Studienteam das Wohlergehen Ihres Kindes

am Herzen und die Mitarbeiter beantworten gern alle Fragen, die Sie vielleicht haben.

• Ihr Kind wird teilnehmen, bis es etwa 54 Wochen (knapp über ein Jahr) alt ist.

• Sie müssen während der Studie fünfmal die Arztpraxis aufsuchen und Sie erhalten

außerdem zwei Anrufe.

• Ihr Kind wird eines von etwa 700 Babys aus verschiedenen Ländern sein, die auch zur Teilnahme an dieser Studie eingeladen wurden.

Ihr Kind kann an der TEMPO-Studie teilnehmen,

wenn es:

• unter 16 Wochen alt ist, • ein gesundes Geburtsgewicht hat, • aufgrund der familiären Vorgeschichte ein erhöhtes Allergierisiko hat, • bislang keine Säuglingsnahrung erhalten hat, die intaktes Protein und/oder Probiotika enthält.

Wenn Sie gern mehr erfahren möchten: http://www.link2trials.de/

oder kontaktieren Sie:

Kinderallergologisches Studienzentrum, Klinik für Pädiatrie m.S. Pneumologie und Immunologie Charité Campus Virchow Klinikum

Telefon: + 49 (0)30 450 566 438 / Email: kinder-allergiestudien@charite.de

Haselpollen könnten schon fliegen

Achtung Pollenallergiker- Der Haselpollenflughat eingsetzt. Durch die milde Witterung scheinen sich die Kätzchen der Hasel in einigen Regionen schon zu öffnen. Hier Überlingen am Bodensee. Sehen Sie in Ihrem Umfeld auch blühende Haselkätzchen, gerne Info an info@daab.de.

Aufatmen für Pollenallergiker – es wird in den nächsten Tagen wieder kälter!

Pollenallergiker aufgepasst – Was haben Kaki und Birke gemeinsam?

Aktuell sind die Obstregale im Supermarkt voll mit Kaki, Persimmon oder Sharon Früchten.

Achtung Birkenpollenallergiker. Auch auf diese exotischen Früchte können sich Kreuzallergie entwickeln. Denn in der Kaki ist ebenfalls ein PR 10 Protein, das Dio k 1 (spezieller Allergieauslöser), dass für eine mögliche Kreuzreaktionen bei Birkenpollenallergikern verantwortlich sein kann. Betroffene berichten über ein Kribbeln im Mund, Anschwellen der Lippe und Gaumenjucken. In Einzelfällen kann es helfen die Frucht zu schälen, da die meisten Allergieauslöser unter der Schale sitzen.  Beim Verzehr und Geschmack unterscheiden sich die drei Sorten allerdings. Hier eine schöne Übersicht über die einzelnen Sorten, Aussehen und Verzehrs varianten.