Rückruf: Nicht gekennzeichnetes Allergen Sellerie in Dennree Gemüsebrühe

Der Hersteller “dennree GmbH”  ruft  aus  Gründen  des  vorbeugenden  Verbraucherschutzes  die  folgenden Artikel zurück:

dennree Gemüsebrühe -hefefrei- 130 gr.
dennree Gemüsebrühe Nachfüller -hefefrei- 250 gr.
dennree Gemüsebrühe Nachfüller -mit Bio-Hefe- 250 gr.
dennree Gemüsebrühwürfel -hefefrei- 60 gr.
dennree Gemüsebrühwürfel -mit Bio-Hefe- 66 gr.
Betroffen sind alle Chargen und Mindesthaltbarkeitsdaten dieser Produkte.

Grund  für  den  Rückruf  ist  die  mögliche  Kontamination  mit  Spuren  von  Sellerie.  Menschen,  die  allergisch  auf  Sellerie  reagieren,  können  von  diese m  Produkt  gesundheitlich  beeinträchtigt  werden.
dennree nimmt daher vorsorglich alle Chargen aus dem Verkauf.
Für Menschen, die nicht von einer Sellerie-Allergie betroffen sind,  sind die Produkte bedenkenlos verzehrbar.
Kunden  mit  Sellerieallergie  werden  gebeten,  die  Produkte  nicht  zu  verzehren,  sondern  sie  in  die  Verkaufsstelle zurückzubringen, in der sie sie erworben haben. Der Kaufbetrag wird ihnen bei Vorlage des Produkts auch ohne Kassenbeleg zurückerstattet.

Vorsicht Arzneimittelfälschung: AUR DERM ® Mimosa Creme

Das österreichische Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen hat eine Warnung für das aus Rumänien stammende Produkt AUR DERM ® Mimosa herausgegeben.
Eine Untersuchung durch das österreichische offizielle Arzneimittelkontrolllabor (OMCL) ergab, dass es sich bei dem als Naturprodukt beworbenen Arzneimittel um eine Arzneimittelfälschung handelt, da es folgende nicht deklarierte synthetische Inhaltsstoffe enthält:
• Diclofenac (Schmerzmittel)
• Lidocain, Benzocain, Procain (örtliche Betäubungsmittel)
• Clobetasolpropionat (stark wirksames Kortison)
• Ketoconazol (Antipilzmittel)

In diversen Foren, Facebook-Gruppen etc. haben viele Betroffene dieses Produkt gelobt, es weiterempfohlen und auch bei Säuglingen und Kleinkindern angewendet.

Aufgrund dieser Warnung der österreichischen Behörden rät der Deutsche Allergie- und Asthmabund eindringlich davon ab, dieses Produkt zu verwenden!
Es erfüllt nicht die Anforderungen an ein Medizinprodukt und erst recht nicht an ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Falls Sie in der Vergangenheit dieses Produkt angewendet haben, informieren Sie bitte Ihren Arzt darüber.

Die Informationen der österreichischen Behörde finden Sie unter folgendem Link:
https://www.basg.gv.at/illegalitaeten/warnungen-informationen/warnungen/aur-dermr-mimosa/

Fischallergie: Wie hoch ist das Risiko einer Reaktion beim Einatmen des Kochdampfes?

Anlässlich der aktuellen Berichte zum dem Todesfall eines Jungen mit Fischallergie nachdem Einatmen seines Allergieauslösers über den Dampf bei der Zubereitung eines Fischgerichtes, berichtet der DAAB über das zwar vorhandene, aber kalkulierbare Risiko.

Der Junge litt, anders wie es in den Berichten dargestellt wurde, unter einer Allergie auf Fisch und nicht auf Meeresfrüchte. Die Allergieauslöser in Meeresfrüchten sind andere als die im Fisch.

LachsDie meisten Patienten mit einer Fischallergie reagieren auf das Parvalbumin, ein Eiweiß, das in allen Fischarten (in unterschiedlicher Höhe) vorkommt. Diese Patienten müssen also auf alle Fische, unabhängig von der Sorte, verzichten.
Es gibt allerdings auch einzelne Fälle, in denen Patienten ausschließlich auf bestimmte Fischsorten reagieren.
Kein Problem stellt in der Regel der Verzehr anderer Tiere aus dem Meer dar, wie Krustentiere (Krabben, Garnelen) oder Muscheln – sofern es keine Verunreinigung mit Fischbestandteilen gibt. Für die Allergie auf Krustentiere und Muscheln sind andere Allergie-Auslöser verantwortlich.
Die Frage ist also, was hat die Oma im konkreten Fall noch verwendet oder ist die Diagnose des Jungen im Vorfeld unklar gewesen.

Symptome einer Fischallergie
Eine Fischallergie kann bei sensibilisierten Personen zu ganz unterschiedlichen Beschwerden – von milden bis hin zu ernsthaften, auch lebensbedrohlichen Symptomen – führen.
Häufig treten nach dem Verzehr Symptome im Magen-Darm-Bereich wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auf. Es kann aber auch zu Hauterscheinungen wie Nesselsucht, Angioödemen (tiefliegende Schwellungen in der Haut) oder Atemwegsreaktionen wie asthmatischen Beschwerden kommen. Treten an mehreren Organsystemen nach dem Verzehr von Fisch Symptome auf spricht man von Anaphylaxie. Ist der Kreislauf betroffen kann es auch zu einem allergischen Schock führen.
Eine Besonderheit der Fischallergie ist, dass es auch nach Einatmen des Kochdampfes zu Atemwegsbeschwerden kommen kann. Die Allergieauslöser aus Fisch sind, verglichen mit anderen Allergenen, sehr stabil und sehr klein und konnten im Dampf nachgewiesen werden.

Tipps für Fischallergiker
Der DAAB empfiehlt hochgradigen Fischallergikern daher beispielsweise auch im Restaurant keinen Tisch in der Nähe zur Küche zu wählen.
Experten weisen allerdings darauf hin, dass es extrem selten ist, dass nur durch das Einatmen ein anaphylaktischer Notfall entsteht. In diesen Fällen liegt eventuell ein schlecht eingestelltes Asthma vor.
Die Häufigkeit der Fischallergie wird auf unter 1% der Gesamtbevölkerung geschätzt. Sie zählt zu den Lebensmittelallergien, die meist lebenslang bestehen bleiben und sich in den seltensten Fällen verlieren.

Bleiben Sie auf dem Laufenden und folgen Sie uns auf Facebook https://www.facebook.com/daab.allergie

Lieferengpass bei Notfall-Arznei für Allergiker – Ein Update

Seit mehreren Monaten sind auf dem Portal des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) immer wieder Meldungen zu Lieferengpässen von Adrenalin-Autoinjektoren (AAI) zu finden. Dazu erreichen den DAAB Anrufe besorgter Patienten und Eltern, die Schwierigkeiten haben, ihr Rezept für Fastjekt, Jext oder Emerade einzulösen.

Die gute Nachricht vorne weg: Der Engpass neigt sich dem Ende entgegen.

Was steckt dahinter und was ist zu tun?
Zunächst einmal die Situation ist kein nationales Ereignis. Durch die Vernetzung des DAAB mit Patientenorganisationen weltweit, die im Bereich Anaphylaxie arbeiten, wissen wir, dass es sich um ein globales Thema handelt. Von den USA über Europa bis Australien sind alle Länder betroffen. Dabei muss bedacht werden, dass in verschiedenen Ländern unterschiedliche AAIs zugelassen sind. Einzig der Fastjekt beziehungsweise Epipen, wie er außerhalb von Deutschland, Österreich und Italien heißt, ist als Marktführer überall vertreten.

Situation beim Fastjekt
Für die Schwierigkeit zurzeit einen AAI zu erhalten, gibt es verschiedene Gründe.
Auftakt vor circa einem Jahr war, dass das Pharmaunternehmen Pfizer, welches den Fastjekt/ Epipen für den US-amerikanischen Hersteller Mylan produziert, meldete, dass ein Teil, welches in den AAIs verarbeitet wird, nicht verfügbar sei. Daher konnten keine AAIs hergestellt werden. Dieses Problem soll mittlerweile behoben sein. Dennoch läuft die Produktion des Fastjekt/ Epipen noch nicht wieder im regulären Umfang. Dadurch ergibt sich die weltweite Unterversorgung, weil der Marktanteil des Fastjekt/ Epipen je nach Land zwischen 75 und 100% liegt.

Warum nicht einfach mehr produzieren?
Deutschland ist im Gegensatz zu anderen Ländern, wie Australien oder Kanada, die den Epipen als einzigen AAI zugelassen haben, in der günstigen Lage, zwei weitere AAIs im Markt zu haben. Als Folge der enormen Unterversorgung mit Präparaten des Marktführers sind jedoch auch Emerade und Jext schnell vergriffen. Die Hersteller Bausch und Lomb und ALK müssen daher trotz für sie normaler Produktion immer wieder Lieferengpässe beim BfArM melden.
Der DAAB ist mit den Herstellern ebenso in Kontakt wie mit dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und hat nachgefragt, ob eine Steigerung der Produktion Abhilfe schaffen könnte. Eine „spontane“ Erhöhung ist jedoch bei Pharmaprodukten leider nur in sehr begrenztem Rahmen möglich. Bis zur Verfügbarkeit eines AAIs im Markt dauert es laut Herstellerangaben sechs bis neun Monate, da jede Komponente (Bestandteile des Medikaments ebenso wie Bestandteile des Autoinjektors) einzeln für sich sowie in Kombination mit den anderen Sicherheitsprüfungen durchlaufen muss, was die lange Vorlaufzeit bis zur Fertigstellung eines AAIs erklärt. Eine etwaige Produktionserhöhung von Jext oder Emerade, die jetzt angeordnet wird, würde sich also frühestens in einem halben Jahr bemerkbar machen.

Situation beim Emerade
Hier kommt ein weiterer, für den deutschen Markt spezifischer Aspekt hinzu, der den Emerade betrifft. Am 25. Juni diesen Jahres ordnete das BfArM den Versand eines „Rote Hand“-Briefes durch Bausch & Lomb an, um darauf hinzuweisen, dass bei Stabilitätsprüfungen aufgefallen war, dass vereinzelt eine Blockade der unverpackten Spritzen (außerhalb des AAIs-Gehäuses) bei manuellem Auslösen aufgetreten ist. Beim fertig zusammengesetzten Emerade AAI zeigte sich die Blockade laut Hersteller nicht mehr. Im Rote Hand Brief heißt es hierzu:
Laut Fachinformation wird „empfohlen, dass den Patienten zwei Emerade Fertigpens verschrieben werden, die sie zu jeder Zeit bei sich tragen sollten. Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme für den Fall, dass eine Einzeldosis nicht ausreicht (…) Aufgrund der nicht auszuschließenden Möglichkeit einer Blockade beim Auslösen ist das Mitführen von zwei Emerade Fertigpens nunmehr zwingend erforderlich.“
Da es in Deutschland – im Gegensatz zu vielen anderen Ländern – nicht üblich ist, regulär zwei AAIs pro Patient zu verschreiben, führte diese Vorschrift zu einer weiteren Verschärfung der Situation. Grundsätzlich unterstützt der DAAB das Verschreiben von 2 AAIs pro Patient. Allerdings ist diese Vorschrift inmitten einer Zeit der AAI-Knappheit insofern ungünstig, weil dadurch mehr Patienten Gefahr laufen, nicht einmal einen AAI zu erhalten.

Maßnahme: Haltbarkeitsverlängerung
Deutschland erhält immer wieder Lieferungen von AAIs (wir informieren hierüber auf der DAAB-Homepage), die allerdings aktuell schnell vergriffen sind. Um hier gegenzusteuern, sind von Mylan Rückstellmuster der zurzeit im Markt befindlichen Chargen von Fastjekt 300 auf ihre Haltbarkeit überprüft worden. Für die Chargen, für die eine Überprüfung mit positivem Ergebnis durchgeführt werden konnte, ist die Haltbarkeit daraufhin um vier Monate verlängert worden. (Chargennummern s. www.daab.de). Der DAAB hat dem BMG vorgeschlagen, allen Herstellern eine entsprechende Überprüfung zu empfehlen.

Entspannung der Situation in Sicht
Laut Mylan beziehungsweise Meda, dem deutschen Vertriebspartner, soll die Produktionskapazität für Fastjekt/ Epipen bis Ende des Jahres 2018/ Anfang des Jahres 2019 wieder voll ausgeschöpft werden, so dass sich die Situation dann wieder entspannt.
Im Rahmen der DAAB-Gespräche mit dem BMG zu der für Patienten nicht tragbaren Situation, wird es zu einem Gespräch mit Verbänden, Herstellern, Vertrieb (Apotheken) und Medizinern kommen. Aktuelle Inforamtionen finden Sie zeitnah unter www.daab.de.

Das sollten Sie aktuell tun:
Unserer Empfehlungen solange der Lieferengpass anhält:
1.    Wenn Sie ein neues Rezept in einer Apotheke nicht einlösen können, versuchen Sie es bei einer anderen Apotheke. Fragen Sie auch Verwandte oder Freunde, die in anderen Orten wohnen.
2.    Womöglich können Sie Reimporte über Auslandsapotheken erhalten.
3.    Die Adrenalin-Autoinjektoren sind immer mindestens bis zum Ende des Monats des jeweils aufgedruckten Haltbarkeitsdatums verwendbar.
4.    Einige Chargen des FASTJEKT 300 haben eine Verlängerung der Haltbarkeit von 4 Monaten erhalten. https://www.daab.de/fastjekt-lieferung-september-2018/
5.    Sollte kein neuer AAI zur Verfügung stehen, behalten Sie auf jeden Fall Ihren alten und verwenden Sie diesen im Notfall. Es ist besser einen abgelaufenen AAI anzuwenden, als gar keinen. Das Adrenalin wird nicht “schlecht”, sondern verliert nur mit zunehmendem Alter an Wirkungskraft – und das aber nicht von “Heute auf Morgen”.
6.    Eine gute Einschätzung gibt Ihnen auch die Färbung der Flüssigkeit im AAI. Schauen Sie hierfür durch das Sichtfenster (teilweise unter dem Aufkleber des AAI): ist diese milchig trüb, ist dies ein Zeichen dafür, dass eine Veränderung des Medikaments stattgefunden hat.
Selbst dann ist jedoch das Motto “Lieber einen abgelaufenen AAI anwenden, als gar keinen”

Unterstützen Sie die Arbeit des DAAB, indem Sie Mitglied werden. Je mehr Stimmen wir vereinigen, desto besser werden wir gehört. www.daab.de

Ein neues Jahr beginnt!

Zeit für neue Wege, neue Hoffnung, neue Pläne, neue Gelegenheiten.

Haben Sie oder Ihr Kind eine Allergie, Asthma, COPD, Urtikaria, Neurodermitis oder Nahrungsmittel-Unverträglicheiten und möchten im Neuen Jahr…

… neue Wege gehen? Wir gehen mit!

… oder brauchen Sie neue Hoffnungen? Wir informieren Sie regelmäßig über Neues aus der Forschung!

… oder haben Sie neue Pläne? Planen Sie eine Mitgliedschaft beim Deutschen Allergie- und Asthmabund. Mitglied werden im DAAB kostet drei Euro im Monat (36 € Jahr) etwa so viel wie eine Tasse Kaffee im Restaurant!

… oder nutzen Sie neue Gelegenheiten 2019 durchzustarten und endlich aktiv zu werden für Ihre Gesundheit.

Machen Sie Ihr neues Jahr entspannter, leichter und sorgenfreier mit einer Mitgliedschaft beim DAAB.

Diese Vorteile bieten wir Ihnen.

Besinnliches Fest

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund wünscht allen Weihnachtskarte des DAABMitgliedern, Kooperationspartnern, Unterstützern, Lesern und Freunden ein wunderschönes Weihnachtsfest und ruhige, besinnliche Tage. Wir verzichten in diesem Jahr auf den Versand von Weihnachtskarten, um die Umwelt zu schonen und um dieses Budget in unsere Projekte 2019 zu integrieren. Was wir im neuen jahr für spannende Projekte umsetzen lesen Sie auf unsere Homepage www.daab.de.

Wir versüßen Ihnene die Weihnachtszeit noch mit einem leckeren Rezept für ein Schwarz-Weiß-Gebäck.

Schwarz-Weiß-Gebäck

Zutaten:
500g Mehl (Weizen- oder Dinkelmehl)
Alternativ: Glutenfreie, helle Mehlmischung z.B. Ferttigmischung oder Rezept aus Glkutenfrei Kochen und backen, GU Verlag, Schäfer & Strehle, 2015
250g milchfreie Margarine oder Butter
100g Puderzucker
1 Prise Salz, ½ TL Zimt, 1Pck. Vanillezucker
2 EL Kakao oder Carobpulver

Zubereitung: Alle Zutaten außer den Kakao zu einem Teig verkneten und in zwei Hälften teilen. Zu einer Hälfte den Kakao hinzufügen und vermischen. Den Teig eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Nun zu einer Rolle formen, innen weiß, außen schwarz oder andersherum. Man kann auch rechts schwarz und links weiß machen oder dünne Schnüre, die man zu Brezeln formt. Die Plätzchen auf ein Backblech legen. Bei 160°C 10 – 12 Minuten backen.

Weihnachtsgeschenk: Verschenken Sie eine DAAB-Mitgliedschaft!

Oft sucht man für Freunde und Verwandte ratlos noch nach einem Geschenk.
Warum nicht eine Mitgliedschaft im DAAB für 36 Euro/Jahr verschenken?
Dadurch verhelfen Sie dem Beschenkten zu mehr Wissen über sein Krankheitsbild und zu mehr Lebensqualität und ermöglichen den Zugang zu individueller Beratung, vielen Unterlagen, Hilfestellungen im Alltag und vier Ausgaben der Zeitschrift  „Allergie konkret“.
Und Sie tun gleichzeitig noch etwas Gutes, indem Sie durch dieses Geschenk einen gemeinnützigen unabhängigen Verband fördern.
Ein Weihnachtsgeschenk mit echtem Mehrwert!
Kontaktieren Sie uns einfach unter info@daab.de  oder 02166/ 64 788 20 und Sie erhalten für Ihr Präsent einen weihnachtlichen Mitgliedsantrag, den Sie als Gutschein verschenken können.
http://daab.de/ueber-den-deutschen-allergie-und-asthmabund/ihre-vorteile-als-mitglied/

Advent, Advent ein Lichtlein brennt….

…aber bitte eins, dass uns nicht den Atem nimmt!

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund warnt: In vielen Kerzen stecken Stoffe, die für die Gesundheit gefährlich sein können und nicht nur Allergikern Probleme bereiten.

Adventsstimmung durch Kerzen – das kann heikel werden, denn Kerzen aus Paraffin und Duftkerzen verdampfen beim Abbrennen Dioxine, PAKs (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe), Terpene, Aromaten und Lösungsmittel. Zusätzlich belasten sie die Raumluft stark mit Ruß. Besonders in kleinen Räumen mit geringer Luftbewegung stellen sich so rasch Konzentrationen ein, die gesundheitsschädlich sein können, speziell für Menschen mit Atemwegsproblemen und Kinder.

Tipps für eine gesunde Adventszeit:

- Verwenden Sie ökologische Kerzen (mit dem RAL-Prüfzeichen) aus Pflanzenstearin, Soja oder Bienenwachs – ohne Paraffinzusatz.

- Verzichten Sie auf Duftkerzen oder -sprays und auch ätherische Öle im Verdampfer haben im Innenraum nichts zu suchen.

- Achten Sie auf eine gute Raumluft. Stoßlüften (Fenster werden ganz geöffnet) kombiniert mit Querlüften (Durchzug durch mehrere Zimmer) mehrmals am Tag hilft das Klima im Innenraum gesund zu halten. Je kühler die Raumlufttemperatur, desto öfter muss gelüftet werden, um Luftfeuchte abzuführen.

 

 

Neue Heilungschancen bei Erdnuss-Allergie?

Leider nein, aber eine neue Therapie kann die Symptome einer Erdnuss-Allergie deutlich reduzieren und den Eltern die Angst vor schweren allergischen Reaktionen nehmen. Wann es in Deutschland soweit ist, ist noch nicht absehbar.

Während 20% der Kinder eine Allergie auf Kuhmilch oder Hühnerei behalten, bleibt eine Allergie auf Nüsse und Erdnüsse bei rund 80% der Kinder bestehen. Neue Therapieansätze sind dringend gefragt. Gegenwärtig gibt es zwei vielversprechende Vorgehensweisen, so dass zumindest eine kleine Menge Erdnuss vertragen wird, ohne dass eine schwere allergische Reaktion stattfindet.

Aus der Forschung

Eine untersuchte Therapie stellt die Orale Immuntherapie dar (OIT) dar. Hierbei wird versucht, den Körper langsam an das Allergen zu gewöhnen, indem das Allergen „oral“, also über das Essen aufgenommen wird. Die neusten Ergebnisse zur Phase-III-Studie PALISADE wurden nun veröffentlicht. In Europa und Nordamerika nahmen 66 Zentren teil, darunter die Uniklinik Frankfurt und die Charité – Universitätsmedizin Berlin. Über 490 Kinder mit einer klinisch relevanten Erdnussallergie im Alter von vier bis 17 Jahren nahmen an der Studie teil. Sie erhielten täglich das Medikament AR101 (Erdnussprotein) als Pulver über die die Nahrung. Die Kinder wurden in zwei Gruppen unterteilt. Eine Gruppe, die das Medikament AR101 erhielt, und eine Placebogruppe. Vor Therapiestart vertrug kein Kind mehr als 30 Milligramm Erdnussprotein, also circa ein Zehntel einer Erdnuss. Durch die Behandlung mit AR101 kam es innerhalb des Studienzeitraums zu einer Anhebung der Reaktionsschwelle, das bedeutet, dass die Kinder mehr Erdnussprotein vertragen haben, als in der Ausgangssituation. Zusätzlich reduzierte sich der Schweregrad der Beschwerden. In vielen Fällen kam es erst gar nicht zu Symptomen.

Kinder essen glücklich

Zum Abschluss der Studie vertrugen 67 Prozent der Kinder, die täglich das Medikament erhalten hatten, Erdnussprotein von zwei Erdnüssen. In der Placebogruppe, also bei den Kindern die kein Erdnussprotein erhielten, waren es nur vier Prozent. Die Hälfte der Medikamenten-Gruppe vertrug sogar die höchste getestete Dosis von drei bis vier Erdnüssen, im Vergleich zu zwei Prozent der Placebogruppe. Die Nebenwirkungen waren unter der Behandlung gering. Vierzehn Prozent der Kinder mit Medikamentengabe, zeigten allergische Nebenwirkungen, die als mild oder moderat eingestuft wurden.

Das Fazit der Wissenschaftler zu den Ergebnissen der Studie fällt positiv aus. Die Orale Immuntherapie dar (OIT) mit dem Medikament AR101 reduziert die Schwere und Häufigkeit allergischen Reaktion auf Erdnüsse und bietet so einen neuen Therapieansatz in der Behandlung der Erdnussallergie bei Kindern. Zwar ist es keine Heilung, aber die Reduktion der Beschwerden und das Anheben der Reaktionsschwelle bringt den Familien mehr Sicherheit im Umgang mit der Allergie und steigert die Lebensqualität.

Was nun jeden interessiert, wann können wir in Deutschland mit dem Medikament rechnen? Die Einreichung der Zulassung dieser Arznei bei der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) ist für Ende 2018 geplant, die Einreichung bei der europäischen Behörde (EMA) für die erste Jahreshälfte 2019. Das bedeutet, dass wir uns in Deutschland noch etwas gedulden müssen.

Eine weitere Möglichkeit bietet die epikutane Immuntherapie (EPIT). Hierbei wird ein Pflaster, das eine winzige Menge Erdnusseiweiß enthält, auf die intakte Haut an Rücken oder Arm geklebt und zwar jeden Tag ein neues Pflaster (ein Pflaster pro 24 Stunden). Unter dem Pflaster sammelt sich Wasser, welches aus der Haut verdunstet ist. Dieses Wasser verflüssigt das Erdnusseiweiß. Die Haut unter dem Pflaster ist aufnahmefähiger und das Erdnusseiweiß kann in die Haut eindringen. Es wird von Zellen aus der obersten Hautschicht umschlossen und zu den Lymphknoten befördert, so dass das Allergen nicht in den Blutkreislauf gelang. Diese Art der Allergenaufnahme scheint für den Patienten mit weniger Nebenwirkungen verbunden zu sein. Aktuell laufen dazu weitere Studien mit größeren Patientenzahlen. Die Kinder sind im Alter zwischen ein und drei Jahren (EPITOPE-Studie).

Einen ausführlichen Artikel zu diesem spannenden Thema finden Sie in unserer aktuellen Ausgabe „Allergie konkret“ 2/2018. Jetzt anfordern unter info@daab.de

DAAB Warnhinweis: Nicht gekennzeichnete Milch in Trink-Schokolade am Stil von Hussel

Die Firma Hussel GmbH ruft aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes in Abstimmung mit der zuständigen Behörde die Artikel „Trinkschokolade am Stiel“ in verschiedenen Sorten zurück.

 

Betroffen ist folgende Ware:
Trinkschokolade am Stiel, 35g in den Sorten:
- Vollmilchschokolade
- Zartbitter
- Kaffee
- Karamell & Flor de Sal
- Vanille weiße Schokolade

Alle Chargen mit dem MHD 2019 und 2020

Grund des Rückrufs:
Bei den unter den Artikelbezeichnungen „Trinkschokolade am Stiel Zartbitter 35g“
und „Trinkschokolade am Stiel Kaffee 35g“ verkauften Sorten kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um Sorten Vollmilch, Karamell und Vanille weiße Schokolade handelt. In diesem Falle fehlt die für die Allergiker wichtige Deklaration des Inhaltsstoffs „Milch“. Das kann bei Personen, die an einer Milchunverträglichkeit leiden, zu allergischen Reaktionen führen.
Diesem Personenkreis ist dringend vom Verzehr abzuraten.
Auch bei den anderen Sorten kann eine Sortenvertauschung nicht ausgeschlossen werden.
Die Qualität der Produkte selbst ist durchgängig einwandfrei, sodass diese von Nicht-Allergikern unbedenklich verzehrt werden können.
Verbraucheranfragen richten Sie bitte an den Pressekontakt:
Roland Rissel, Communications Manager, Tel.: 02331 690 2417,
E-Mail: r.rissel@hussel.de

Die betroffenen Produkte können selbstverständlich gegen Erstattung des Kaufpreises in der jeweiligen Einkaufsstätte zurückgegeben oder an Hussel GmbH (Kabeler Str. 4, 58099 Hagen) unfrei versendet werden.