Aktueller Test der Stiftung Warentest Vorsicht bei Handgeschirrspülmittel

Aktueller Test der Stiftung Warentest zeigt: Vorsicht Allergiker! Viele Handgeschirrspülmittel mit allergieauslösenden Konservierungsmitteln.

Im aktuellen Test-Magazin 9/2018  wurden 26 Handgeschirrspülmittel bewertet. Im Fokus der Untersuchung stand die Reinigungskraft, Ergiebigkeit und Handhabung der haushaltsüblichen Spülmittel sowie ihre Umwelt- und Hautverträglichkeit. Das Ergebnis ist für Kontaktallergiker alarmierend: 19 der bewerteten Produkte enthielten erhebliche Mengen an Methylisothiazolinon (MIT). Dieser Konservierungsstoff gilt als potenter Allergieauslöser, der selbst in relativ geringen Konzentrationen eine Hautreaktion auslösen kann. Dermatologen schätzen, dass derzeit bis zu zwei Millionen Menschen auf MIT allergisch reagieren und nach Kontakt unter Hautentzündungen, Juckreiz, Bläschen leiden. In den auffälligen Produkten waren die Gehalte an MIT deutlich oberhalb des für abwaschbare Kosmetika geltenden EU-Grenzwertes von 15 Milligramm pro Kilogramm. Da die Handgeschirrspülmittel häufig auch zu Handwäsche pur auf die Haut angewendet werden, ist hier eine entsprechende Warnung dringend notwendig. In haushaltsüblicher Verdünnung, so wie sie zur Reinigung von Geschirr angewendet werden, soll die MIT-Menge keine allergieauslösende Effekte haben – für Allergiker ist trotzdem ein Schutz mit Handschuhen empfehlenswert. Frei von bedenklichen Konservierungsstoffen waren nur 5 der getesteten Produkte, darunter die Öko-Spülmittel.

DAAB-Empfehlung: kontrollieren Sie immer die Inhaltsstoffangaben auf den Produkten. Handgeschirrspülmittel mit dem DAAB-Label sind garantiert ohne allergieauslösende Konservierungsstoffe.

Akupunktur: Stich für Stich gesünder?

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. bekommt häufig Anfragen zur Wirksamkeit von Akupunktur bei Heuschnupfen. Dazu lässt sich folgendes sagen:
Eine Akupunkturbehandlung kann eine gute unterstützende Behandlung bei einem allergischen Schnupfen darstellen. Sie kann zusätzlich zu antiallergischen Medikamenten und der ursächlichen Therapie, der Hyposensibilisierung, angewendet werden.
Wichtig bei der Akupunktur ist jedoch, dass sie in die Hand eines geschulten Akupunktur-Arztes gehört. Akupunktur-Experten weisen darauf hin, dass ähnlich wie bei der Desensibilisierung, auch die Akupunktur Geduld braucht bis sie ihre Wirkung voll entfaltet.
Die Behandlung geht ebenfalls meist über drei Jahre mit neun bis zwölf Sitzungen pro Saison, beginnend jeweils etwa einen Monat vor dem Pollenflug. Auch hier ist eine gründliche Anamnese wichtig. Nur wenn klar ist, welche Auslöser für die Beschwerden verantwortlich sind, können die richtigen Schritte eingeleitet werden.
Zahlreiche Studien geben stichhaltige Gründe für eine Akupunktur:

  • Nach der Behandlung konnten weniger allergische Nasenbeschwerden nachgewiesen werden.
  • Es zeigte sich eine deutliche Verbesserung der krankheitsspezifischen Lebensqualität.
  • Es konnte eine Reduktion der Medikamenteneinnahme aufgezeigt werden und es kam zu einem Rückgang der körpereigenen Antikörper (IgE-Antikörper) im Blut.

Die Krankenkassen zahlen die Akupunktur aktuell meist nur bei Rückenschmerzen und Kniegelenkarthrose.

Wie eine Akupunktur funktioniert und welche weiteren alternativen Behandlungsmethoden es gibt, erfahren Sie in unserem Ratgeber „Alternative Heilmethoden“, den Sie kostenfrei bei uns bestellen können unter info@daab.de
In der aktuellen Ausgabe der „Allergie konkret“ 2/2018 erläutern wir ausführlich die aktuelle Studienlage zur Akupunktur. Jetzt kostenfrei anfordern  unter info@daab.de

Sommer-Rezept: Schinkenröllchen mit Rucola (ca. 7 – 9 Stück)

Zutaten:
100 g Rucola
100 g Parmaschinken

Rucola waschen und mit einer Salatschleuder kurz trocknen. Die Stiele von den Blättern abtrennen. Die einzelnen Scheiben Parmaschinken nebeneinander auf ein Küchenbrett legen und den Rucola gebündelt darauf verteilen. Nun den Schinken aufrollen und mit Zahnstochern feststecken. Alles auf einer Platte dekorativ anrichten.

Variationen:

  • Um dem Gericht noch mehr Würze zu verleihen, können Sie die Röllchen mit ein wenig Olivenöl und dunklem Balsamico beträufeln. Frisch gemahlener Pfeffer rundet das Ganze ab.
  • Anstelle von Essig und Öl kann man auch einige Spritzer Zitronensaft darüber geben.
  • Nach Geschmack können auch noch einige Hobel Parmesan oder dünne Avocado-Streifen mit eingerollt werden.

Neues aus der Forschung: Heuschnupfen beeinträchtigt die sportliche Leistung- Hyposensibilisierung schafft Linderung

Ein allergischer Schnupfen kann die Leistungsfähigkeit von Sportlern stark beeinflussen.
Forscher untersuchten nun in einer Gruppe von Berufs- und Freizeitsportlern  die Häufigkeit der saisonaler Pollenallergien (Heuschnupfen) und die Auswirkungen auf die Wahl der Allergiebehandlung und deren Nutzen für die sportliche Leistung.
Es erfolgte eine Selbstbefragung.
In der Pollen-Hochsaison 2014 wurden Teilnehmer aus der Deutschen Sporthochschule und dem Kölner Marathon 2014 rekrutiert. 636 Fragebögen wurden ausgefüllt.
Über 42 Prozent der Teilnehmer berichteten von einer Pollenallergie und über 30 Prozent von Asthma. Leistungsbeeinträchtigungen wurden bei mehr als 80 Prozent der Allergiker festgestellt. Insgesamt verwendeten über 82 Prozent Medikamente zur Linderung ihrer Beschwerden, über 32 Prozent nutzten alternative Therapien und über 47 Prozent die sogenannte Hyposensibilisierung.
Die Teilnehmer, die mit der Hyposensibilisierung behandelt wurden,  hatten weniger Allergieprobleme beim Training als die, die symptomatische und alternative Therapien verwendeten.
Die meisten Teilnehmer hatten Bedenken hinsichtlich der Hyposensibilisierung, wie Nebenwirkungen, negative Auswirkungen auf die sportliche Leistungsfähigkeit oder vermuteten eine fehlende Langzeitwirkung.
Bei den meisten Sportlern wurde der allergische Schnupfen nicht ausreichend gut behandelt. Grund dafür könnten die Vorbehalte gegenüber der Hyposensibilisierung sein.

Fazit: Durch Pollenallergien wurde die sportliche Leistungsfähigkeit der Sportler während der Pollensaison enorm reduziert. Diese Auswirkungen können durch eine geeignete Behandlung wie die Hyposensibilisierung (Allergenspezifische Immuntherapie) gemildert werden.
Die Forscher empfehlen, Patienten und Ärzten ein besseres Verständnis der verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten zu vermitteln, um die sportliche Leistungsfähigkeit von Pollenallergikern zu verbessern.

Was ist eine Hyposensibilisierung?
Mit der sogenannten Hyposensibilisierung (Allergenspezifische Immuntherapie) sollen Allergiker an ihren Allergieauslöser gewöhnt werden, damit sie weniger Beschwerden haben.
Zudem kann dadurch der Medikamentenverbrauch gesenkt werden. Die Hyposensibilisierung sollte möglichst frühzeitig nach dem Auftreten von Allergien wie Pollen- oder Hausstaubmilbenallergien erfolgen, damit eine gute Wirksamkeit erreicht und auch das Risiko für die Entwicklung eines allergischen Asthmas gesenkt werden kann.
Die Therapie erfolgt in der Regel über drei Jahre.
Es stehen verschiedene Formen wie Spritzen, Tabletten und Tropfen zur Verfügung.
Für den guten Erfolg ist die richtige Diagnostik sehr wichtig. Der Patient muss auf die Allergene reagieren, die in dem Therapiepräparat enthalten sind.
Für den jeweiligen Auslöser muss ein Therapiepräparat zur Verfügung stehen, dass den Auslöser in ausreichender Menge enthält.
Eine Beratung zum Thema  Hyposensibilisierung erhalten DAAB-Mitglieder unter info@daab.de

Quelle:
J Sports Med Phys Fitness. 2018 Jul 16. doi: 10.23736/S0022-4707.18.08556-0. [Epub ahead of print]
Impaired sports performance of athletes suffering from pollen-induced allergic rhinitis: a cross-sectional, observational survey in German athletes.
Salem L1, Dao VA2, Shah-Hosseini K1, de Marees M3, Mester J3, Mösges R1,2, Vent J4,5,6.

Pflaumen-Zeit: Nicht für jeden ein Genuss?

Pollenallergiker, die auf Frühblüher wie Hasel, Erle und Birke allergisch reagieren, können möglicherweise Kreuzreaktionen auf Pflaumen haben.
Die allergischen Reaktionen werden in der Regel beim Verzehr von rohen Früchten ausgelöst und zeigen sich zum Beispiel durch Kribbeln und Jucken im Mund, bis hin zu Schwellungen in Mund- und Rachenraum.
In gegartem Zustand, zum Beispiel als Kompott oder im Kuchen, sind die Früchte meist verträglich, da die allergenen Eiweißstoffe dadurch zerstört werden.

Sommer-Rezept: Gefüllte Paprika als Fingerfood

Zutaten:
Rote, gelbe und grüne Paprikaschoten
200g Frischkäse
2 EL Zitronensaft
Pfeffer, Salz, Knoblauch
100g Sahne
Mandelblätter
Schnittlauch

Paprika waschen, putzen und in Schiffchen schneiden. Frischkäse mit Zitronensaft verrühren und würzen.
Sahne schlagen und unter den Frischkäse heben. Mandelblätter in einer Pfanne anrösten.
Käsecreme mit Spritzbeutel in die Paprikaspalten füllen und mit Schnittlauch und Mandelblättern dekorieren

Varianten:

  • Statt Frischkäse kann (Seiden-)Tofu verwendet werden. Diesen im Küchentuch auspressen und mit Sojacreme verfeinern, dann ist es frei von Milch.
  • Je nach Allergie statt Mandeln geröstete Pinienkerne, Sesam oder Walnüsse verwenden.
  • Für die Käsecreme könne diverse andere Kräuter genommen werden: Petersilie, Koriander, Kreuzkümmel oder Bärlauch

Kinder lernen im „Alleleland“, worauf es ankommt! Keine Chance für Lebensmittelallergien, Asthma, Neurodermitis und Heuschnupfen

Rund eine dreiviertel Million Kindergarten- und Schulkinder leiden unter Lebensmittelallergien, etwa 500.000 Kinder und Jugendliche sind von Asthma und über 1 Million von Heuschnupfen betroffen.
Die  Kinder erhalten häufig Verbote und verstehen nicht, was eigentlich los ist im Körper. So wird eine Allergie schnell  zur Belastungsprobe für die ganze Familie.
Um das zu ändern, bietet der Deutsche Allergie- und Asthmabund eine Kinder-Website zum Thema Lebensmittelallergien, Asthma, Neurodermitis und Heuschnupfen an: www.alleleland.de.
„Alleleland“ steht für Allergie-Lern-Land und ist Deutschlands erste Website, auf der Kinder altersgerecht und spielerisch das Wichtigste über Lebensmittelallergien, Asthma, Neurodermitis und Pollenallergie  lernen. Angesprochen werden Kindergarten- und Schulkinder zwischen 5 und 12 Jahren.
Die Protagonisten im „Alleleland“ sind die beiden Zeichentrickfiguren Professor Mino und sein kleiner Helfer Glucks. Die beiden Forscher nehmen die Kinder mit in ihre Welt, das „Alleleland“, wo sie viele Abenteuer bestehen müssen.
Dort gilt das „Essland“, „Neurodermia“, „Asthmanien“ und „Pollonien“ zu erkunden.
Die Kinder lernen in diesen Themen-Welten ihre Allergieauslöser näher kennen und erhalten kindgerecht Tipps, wie Sie mit Ihrer Erkrankung im Alltag besser umgehen können. Steckbriefe und Spiele wie der „Eierlauf“, das „Lungenforscher-Spiel“ oder das „Pollen-Memory“ vermitteln kindgerecht Informationen.

Hilfe auch für Eltern, Kitabetreuer und Lehrer
Das Onlineportal richtet sich mit einem eigenen Elternbereich auch an Eltern, Kita- und Schulpersonal, um sich in das Thema zu vertiefen und es in der Kita oder den Unterricht zu integrieren. Der mehrschichtige Aufbau hilft den Beteiligten, Sicherheit im Umgang mit Lebensmittelallergien, Asthma, Neurodermitis und Pollenallergie, sowie gefährdeten Kindern zu erlangen. Schauen Sie doch auch mal im Alleleland vorbei!
www.alleleland.de
Das Projekt wird im Rahmen der Selbsthilfeförderung nach § 20 h Sozialgesetzbuch V durch die BARMER finanziert. Wir bedanken uns herzlichen für die Unterstützung!

Aus dem Urlaubsalltag: Adrenalin-Autoinjektoren im Fluggepäck

Haben Sie sich auch schon mal gefragt, ob die Adrenalin-Autoinjektoren Schaden nehmen, wenn sie am Flughafen bei der Sicherheitskontrolle durch die Röntgenmaschine laufen?
Zu diesem Thema wird nur wenig Forschung betrieben, aber laut FARE (Food Allergy Research & Education) gibt es in der veröffentlichten medizinischen Literatur keine wissenschaftlichen Beweise, die auf ein Risiko für die Wirksamkeit des Medikamentes hinweisen.
Die Röntgenstrahlung in den Flughafengeräten entspricht in etwa der Menge der Umgebungsstrahlung, der wir alle im normalen Alltag ausgesetzt sind. Sichtprüfungen sind riskanter, weil hierbei der Injektor beschädigt oder versehentlich ausgelöst werden könnte.
Unsere Tipps:

  • Behalten Sie Ihre Notfallmedikamente immer bei sich, griffbereit im Handgepäck.
  • Lassen Sie sich eine Reisebescheinigung (diese ist beim DAAB erhältlich) von Ihrem Arzt ausfüllen, welche Medikamente Sie immer bei sich führen müssen.
  • Klären Sie Mitreisende auf, wo sich Ihr Autoinjektor befindet, damit Sie während des Fluges wissen, was im Notfall zu tun ist.

Weitere Informationen zur Urlaubsplanung finden Sie im DAAB Ratgeber „Mit Allergien auf Reisen“.
E-Mail an: info@daab.de  Beratungshotline: 0 21 66/64 78 8 – 88

Notfall-Set vor Hitze schützen

Das Adrenalin im Autoinjektor für Menschen mit Anaphylaxie ist temperaturempfindlich – daher sollte gerade jetzt darauf geachtet werden, dass der Adrenalin-Autoinjektor (AAI) nicht zu starker Hitze ausgesetzt ist.
Andererseits ist das Adrenalin aber auch nicht gleich funktionsuntüchtig, wenn es einmal wärmer wird als 25 Grad Celsius.In den Kühlschrank gehört der jedoch Pen nicht!!!!
Er sollte auch im Sommer immer mitgenommen werden und dabei sein. Der Fastjekt darf darüber hinaus auch nicht im Kühlschrank gelagert werden, da es passieren kann, dass die Mechanik, die die Injektion auslöst blockiert, wenn er zu kalt wird.

Was kann man tun um kühl zu lagern :

  • eine kleine Thermo- oder Isolierkanne schütz vor zu großer Hitze (oder auch Kälte im  Winter z.B. beim Skifahren). Den Pen dazu einfach in die leere Kanne geben.
  • Beim Picknick oder einem Tag am See den Adrenalin-Autoinjektor in ein Handtuch eingewickelt in der Kühltasche mitnehmen.
  • Eine spezielle Tasche zur Kühlung von Diabetes – oder Adrenalin-Pens ist die “Frio-Tasche”. Der Kühleffekt hält 48 Stunden. Das einzige was man dafür braucht ist kaltes Wasser – ideal für den Campingurlaub.
  • Eine andere Tasche, die von der Mutter eines anaphylaxie-gefährdeten Kindes entworfen wurde kann mit einem kleinen Kühlpack ausgestattet werden: die “Anabag” gibt es unter www.anabag.de (Beim Fastjekt sicherheitshalber ein Tuch um das Kühlpack wickeln)

Weitere Tipps für Taschen zur Aufbewahrung von AAIs gibts für DAAB Mitglieder in der Rechercheliste “Anaphylaxie-Hiflsmittel”.

Sollte es doch einmal passieren, dass der Adrenalin-Autoinjektor starker Hitze ausgesetzt war, können Sie überprüfen, ob das Adrenalin darunter gelitten hat. Jeder AAI hat ein Sichtfenster (zum Teil unter der Beschriftung/Folie des AAIs).
Die hier sichtbare Flüssigkeit sollte nicht milchig trüb sein. Ist dies der Fall, ist es ratsam sich ein neues Rezept zu besorgen und den Pen auszutauschen.
Sollte allerdings in der Zwischenzeit ein Notfall eintreten, ist es immer besser den vorhandenen AAI anzuwenden, als gar keinen.
Das Adrenalin ist in einem solchen Fall nicht “schlecht”, es ist nur nicht mehr ganz so wirksam.
Kommen Sie gut durch die Hitze!

Wespen: Gefahr nicht nur im Limonadenglas!

Sie sind wieder da: Wespen!
Sie kommen nun in großer Zahl, sobald Essen und Getränke  von uns nach draußen getragen werden.  Dabei mögen sie nicht nur Süßes, sondern auch Fleisch und Wurst.
So wird das Frühstück oder der Grillabend auf dem Balkon oder im Garten  zur echten Herausforderung.

Hier unsere Tipps:

  • Vermeiden Sie rasche Bewegungen, schlagen Sie nicht nach den Wespen – das macht sie aggressiv.
  • Auch das Wegpusten der Tiere ist nicht ratsam: Das im Atem enthaltene Kohlendioxid gilt im Wespennest als Alarmsignal.
  • Decken Sie beim Essen im Freien Süßigkeiten oder Fleisch ab.
  • Trinken Sie nicht direkt aus Flaschen oder Getränkedosen; benutzen Sie Strohhalme und  decken Sie Trinkgläser ab.
  • Meiden Sie weite, fliegende Kleider, gelbe und dunkle Farben sowie farbige Blumenmuster, bevorzugen Sie helle Farben.
  • Vermeiden Sie Parfums. Nutzen Sie keine duftenden Kosmetika wie Hautcremes, Sonnencremes, Deos oder Wasch- und Reinigungsmittel. Nutzen Sie duftstofffreie Alternativen (Liste hierzu beim DAAB unter info@daab.de)
  • Gehen Sie nie barfuß, denn viele Wespen leben im Boden. Tragen Sie geschlossene Schuhe.
  • Vermeiden Sie Erschütterungen von Wespennestern. Die Angriffsmotivation der Tiere nimmt mit steigender Distanz zum Nest ab.
  • Bringen Sie an den Fenstern ein Insektengitter an. An Tagen mit schwülwarmer Witterung, können die Tiere vermehrt stechen.

Ablenkfütterung
Um von den ungeliebten Tischgästen gänzlich in Ruhe gelassen zu werden, empfiehlt der NABU  eine Ablenkfütterung. Überreife Weintrauben eignen sich dazu am besten. Fünf bis zehn Meter vom Ort des eigentlichen Geschehens entfernt aufgestellt, halten die Früchte die Wespen in Schach. Vorsicht: Laut NABU wirken unverdünnte Marmelade oder reiner Honig als Ablenkung weniger gut. Sie machen die Tiere aggressiv.

Allergische Reaktionen
Haben Sie bereits allergische Reaktionen auf Wespen gezeigt? Dann sollten Sie über ein Notfallset verfügen.
Es enthält als schnell wirkendes Notfallmedikament Adrenalin in Form eines Autoinjektors (vordosierte Injektion für medizinische Laien) sowie ein antiallergisch wirkendes Antihistaminikum gegen den Juckreiz und ein entzündungshemmendes Kortisonpräparat.

Verhalten nach einem Stich
Vor Ort befindliche Familienmitglieder oder Freunde informieren, damit sie Hilfe leisten können (Notarzt rufen, Notfallset holen und nach Notfallplan anwenden, wenn der Patient es nicht selbst kann)

Anzeichen beginnender allergischer Reaktion und Erste-Hilfe-Maßnahmen:
Haut: Quaddeln (Nesselausschlag), Hautrötung, Schwellung von Lippen und Gesicht, Jucken (Handfächen, Fußsohlen, Genitalbereich)
oder
Magen-Darm: Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe, Durchfall, Kribbeln in Mund und Rachen
oder
Sonstiges: Fließschnupfen, unbestimmtes Angstgefühl, Schwindel

•    Beim Patient / Kind bleiben
•    Notarzt rufen 112!
•    Antihistaminikum und Kortison verabreichen
•    Adrenalin-Autoinjektor bereithalten und Patient auf weitere Anzeichen einer schweren Reaktion beobachten (Anaphylaxie)

Anzeichen einer schweren Reaktion und Erste-Hilfe-Maßnahmen:
Atemwege: plötzliche Heiserkeit, Husten, pfeifende Atmung, Atemnot
Herz-Kreislauf: Blutdruckabfall/Bewusstlosigkeit
Gleichzeitiges oder aufeinander folgendes Auftreten von Beschwerden an unterschiedlichen Organen: Haut/Magen-Darm/Atemwege/Kreislauf.
oder
Wenn sicher ist, dass man von dem Insekt gestochen wurde, auf welches man allergisch reagiert, sollten folgende Maßnahmen auch bereits bei beginnender Symptomatik (s.o.) durchgeführt werden:

Adrenalin-Autoinjektor seitlich in den Oberschenkelmuskel verabreichen. Anaphylaxie-Patienten sollten sofort den Adrenalin-Autoinjektor nutzen. Er wirkt gegen die Erweiterung der Blutgefäße bei einer allergischen Reaktion und stabilisiert dadurch den Kreislauf.
Lagerung:

  • bei Atemnot: hinsetzen, aufrechter Oberkörper, damit die Lunge gestreckt ist und das Atmen leichter fällt.
  • bei Kreislaufbeschwerden: hinlegen, Rückenlage, Beine hoch
  • Bei Bewusstlosigkei : stabile Seitenlage
  • Im Zweifelsfall, wenn möglich, entscheidet der Patient selbst, was für ihn angenehmer ist.
  • Notarzt rufen 112!
  • Zusätzlich Antihistaminikum und Kortison geben

Durch die allergische Reaktion werden die Blutgefäße geweitet und der Patient gibt Wärme ab. Eine Decke ist hilfreich.
Für das Rettungsteam vor Ort ist es wichtig zu wissen, wann der Stich erfolgte und was dann darauf geschah, damit die richtigen Notfallmaßnahmen getroffen werden können.

Einen Anaphylaxie-Notfallplan und weitere Informationen zum Thema „Insektenstich-Allergie“ erhalten Sie beim DAAB unter info@daab.de.