Geeigneter Mückenschutz für Allergiker

Duftstoffallergiker und Menschen mit empfindlicher Haut, bzw. Bronchien und auch unsere Kinder müssen in dieser Jahreszeit mal wieder besonders aufpassen. Immer häufiger berichten Betroffenen über Insektensticke (Mücke, Bremse etc.) die sich stark entzünden und sogar Allergien auslösen können. Umso wichtiger ist ein effektiver Schutz vor den Plagegeistern. Allerdings ist die Auswahl eines geeigneten Mittels nicht so einfach. Bleibt die Mücke weg, kann es mit den falschen Mitteln zu Kontaktallergien und Atemwegsreizungen kommen. Was also tun?

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund, die größte Patientenorganisation in Deutschland zum Thema Allergien, Asthma und Neurodermitis, hat sich den Markt der verträglichen Insektenschutzmittel angesehen.

Leider gibt es nach Ansicht des DAAB nur 2 empfehlenswerte Präparate.

Wer unter Kontaktallergien beispielsweise auf Duftstoffe leidet oder hyperreagible Atemwege hat, ist auf Produkte angewiesen, die Duftstoff-frei sind. Gleichzeitig sollte das Produkt aber auch zuverlässig vor den Plagegeistern schützen. Leider ist das Sortiment der duftstofffreien Antimückenmittel sehr eingeschränkt und auch das Auffinden der duftstofffreien Produkte ist nicht einfach, denn Mückenschutzprodukte fallen nicht unter die Kosmetikverordnung, sondern zählen zu den Bioziden. Hierbei müssen die Inhaltsstoffe nicht vollständig gekennzeichnet werden.

Aktuell gibt es zwei empfehlenswerte Produkte mit dem Wirkstoff Icaridin (Saltiodin®) zur Insektenabwehrenden. Icaridin ist besser verträglich als das DEET(Ditehyltoluamid), kann aber Augen und Schleimhäute reizen. So ist eine gezielte Anwendung nach Bedarf empfehlenswert. Eingeschränkt empfehlenswert ist auch ein duftstofffreies Produkt von Nobite mit 50%igem DEET-Wirkstoff.

Asthmatiker und Personen mit hyperreagiblen Atemwegen sollten eher Lotionen und Insektenschutzgele bevorzugen, Sprays können die empfindlichen Atemwege belasten.

Produktbezeichnung Wirkstoff Duftstoffe Anmerkungen
SC Johnson GmbHAutan Junior Gel Insektenschutz 10% Icaridin Keine Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe Empfehlenswert geeignet für Kinder ab 2 Jahren und für Schwangere
Nobite Haut SensitiveSprühflasche 30% Satidin (Icaridin) Keine Duft- und Konservierungsstoffe Empfehlenswertgeeignet für Kinder ab 2 Jahren und für Schwangere
Nobite Haut Spray Sprühflasche 50% DEET Keine Duft- und Koservierungsstoffe Eingeschränkt empfehlenswertgeeignet für Kinder ab 5 Jahren und für Schwangere ab dem 4. Monat

 

Natürlich gegen Mücken:

Alternativ können Allergiker auch einen natürlichen Schutz probieren. Hier gibt es verschiedene Varianten, die im Einzelfall ausprobiert werden müssen. Asthmatiker oder Duftstoffallergiker bitte aufgepasst. Nicht das die natürlichen Düfte die Bronchien reizen.

Es gibt Pflanzen, die einen Zitrusduft verströmen, den die Plagegeiser nicht mögen. Pflanzen sie diese in Balkonkästen und stellen sie vor die Fenster oder bepflanzen Terrasse und Balkon damit. Getrocknet können Sie die Kräuter als kleine Sträußchen in die Fenster und Türen hängen oder den Tisch damit dekorieren: Duftgeranien (Zitrus), Zitronen-Thymian, Lavendel, Waldmeister, Zitronenmelisse, Zitronenverbene, Melisse und Eberraute.

Dicke Luft im Innenraum

Vor ätherischen Ölen im Innenraum rät der DAAB allerdings ab. Die enthaltenen flüchtigen Substanzen reizen die Atemwege. Aufgetragen auf die Haut kann es zu Kontaktallergien oder Hautreizungen kommen.

Ein effektiver Schutz vor Mückenstichen in Wohnräumen ist das Ausgrenzen der Plagegeister durch Anbringen von Mückennetzen in Fenstern und an den Türen. Für die nächtliche Ruhe sind auch Moskitonetze über dem Bett gut geeignet. Im Handel befinden sich speziellen Netze, die mit Abwehrmitteln getränkt sind. Über ihre Effektivität aber auch gesundheitliche Risiken gibt es keine Veröffentlichungen. Nach Ansicht des DAAB sind diese Abwehrmittel für empfindliche Personen nicht geeignet.

Asthma-Warnsignale

Die aktuelle feucht, warme Witterung kann schnell zur Belastung der Bronchien werden. Asthmatiker und Menschen mit hyperreagiblem Bronchialsystem, sowie COPD Patienten sollten bei dieser Wetterlage besonders auf sich aufpassen.

Führen Sie zur Selbstkontrolle ein Peak-Flow-Meter (dieses erhalten Sie in der Apotheke) und protokollieren Sie die Werte regelmäßig. Ein Asthma-Tagebuch kann hier helfen.

Um einen Asthmaanfall zu verhindern, sollten Sie die sieben Warnsignale beachten und rechtzeitig  gegensteuern.

Die 7 Warnsignale für einen Asthmaanfall:

1. Abnahme der körperlichen Belastbarkeit

2. Zunahme der Atemnot

3. Steigender Verbrauch des Notfallsprays

4. Verstärkter Husten

5. Nächtliche Hustenanfälle

6. Die Peak-Flow-Werte fallen ab

7. Anzeichen eines Infekts

Menschen mit Atemwegsbeschwerden gesucht

Stichwort: Dieselskandal.

Eine große Produktionsfirma plant mittelfristig einen Beitrag, der darüber aufklären soll, ob und wie Stickoxide der Gesundheit schaden. Laut einer amerikanischen Studie sind allein 2015 durch nicht eingehaltene Grenzwerte in der EU mehr als 11.000 Menschen vorzeitig gestorben. Evtl. gibt es ja jemanden unter Ihnen, der aus Angst vor einer Verschlechterung seiner Gesundheit aus einer Großstadt gezogen ist oder andere Maßnahmen getroffen hat. Falls Sie bereit sind vor der Kamera Ihre Geschichte zu erzählen, melden Sie sich direkt bei der Redaktion.

Dirk Höner

Tel: 0221 95159969

Email: hoener@sterntv.de

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund unterstützt seriöse Berichterstattungen zu den Themen rund um Asthma, Allergien und Neurodermitis und bedankt sich im Vorfeld für Ihre mögliche Unterstützung.

Welt-Asthma Tag DAAB setzt auf Aufklärung

Welche Asthmaformen gibt es?

Asthma ist eine entzündliche Erkrankung der Atemwege. Hauptsächlich unterscheidet man zwischen Allergischem und Nichtallergischem Asthma. Beim Nichtallergischen Asthma werden die Asthma-Beschwerden beispielsweise häufig durch Infekte verursacht. Viele Patienten haben ein Allergisches Asthma. In einer aktuellen Befragung des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) gaben über 70 Prozent der Teilnehmer „Allergisches Asthma“ an.  Daher ist bei Asthmatikern die diagnostische Abklärung einer möglichen allergischen Ursache sehr wichtig. Es ist zu klären, ob und welche Allergieauslöser oder auch Verstärkungsfaktoren (Gerüche, Tabakrauch, kalte Luft, starker Wind, Düfte) die Asthmabeschwerden verschlimmern oder auslösen, damit vermeidbare Auslöser beachtet werden können. Allergien sollten frühzeitig erkannt und dann gut behandelt werden. Eine Hyposensibilisierung ist die einzige ursächliche Therapieform bei gängigen Allergieauslösern wie Pollen oder Hausstaubmilben.

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund bietet seinen Mitgliedern kostenfreie Infomaterialien zum Thema Asthma an (info@daab.de):

 

-          Asthmatagebuch

-          Asthma-Notfallplan

-          Asthma Infoblätter zu den unterschiedlichen Aspekten

-          Individuelle Beratung durch unser Expertenteam

-          Vermittlung von Asthmaschulungen und Sportgruppen vor Ort

 

Zum Schnuppern  für Nichtmitglieder und Interessierte, bieten wir Ihnen ein kostenfreies Infopaket zum Thema Asthma an (info@daab.de).

Welt-Asthmatag DAAB setzt auf Aufklärung

Selbstmanagement ist das Zauberwort! Was kann ich als Asthmatiker noch tun?

Zusätzliche Maßnahmen wie Asthmaschulungen zur Auffrischung, Rehamaßnahmen, moderater Sport, Physiotherapie, Atemtherapie, Urlaub in pollenfreien Regionen können eine gute Unterstützung bieten. Selbstmanagement und Eigenkontrolle helfen die Erkrankung besser im Griff zu haben. Messen Sie regelmäßig ihre Peak-Flow-Werte und tragen diese in ein Tagebuch (zu beziehen über info@daab.de) oder eine entsprechende App (MyTherapy – kostenlos für Android und iPhone) ein. So können Sie schneller auf Veränderungen reagieren und eventuell Medikamente anpassen.

Es gibt also viele Fragestellungen, mit dem man seinem Asthma „auf den Grund gehen“ kann. Bei einem Asthma bronchiale, ob leicht-, mittel- oder schwergradig, sollten die vorangegangenen Fragestellungen immer abgeklärt werden.

Vielleicht stellt sich dann heraus, dass die Behandlung des Patienten noch nicht optimal erfolgt. Wenn all diese Fragen ausreichend geklärt sind und die zuvor gewählte Medikation trotzdem nicht zur Behandlung ausreicht, können weitere therapeutische Maßnahmen in Betracht gezogen werden. Asthma-Patienten und Ärzte haben das gemeinsame Ziel, ein kontrolliertes Asthma zu erreichen. Patienten können mit einem individuellen Asthma-Management viel zu einer guten Asthmakontrolle beitragen.

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Welt-Asthmatag DAAB setzt auf Aufklärung

Welche Medikamente werden “Wie” richtig angewendet?

Für eine gute Behandlung des Asthmas ist die richtige und regelmäßige  Einnahme der verschriebenen Medikation wichtig. Für die Asthma-Therapie werden zwei Medikamentengruppen eingesetzt: Entzündungshemmende (Cortison-Wirkstoffe) und Bronchien-erweiternde Medikamente (kurz- und langwirksam). Entzündungshemmende Asthmasprays/Pulverinhalatoren zur Inhalation, die in sehr geringen Dosen (Mikrogramm statt Milligramm) eingesetzt werden und direkt an der Bronchialschleimhaut wirken, sind in der Regel gut verträglich.

Zur Medikation gibt es für die Patienten verschiedene Fragen:

  • Wende ich die Medikamente richtig an?
  • Fühle ich mich sicher im Umgang mit meinen Medikamenten?
  • Beherrsche ich die richtige Inhalationstechnik? Beachten Sie auch, dass dies besonders wichtig ist, wenn Ihr Inhalationsgerät gewechselt werden sollte und Sie sich an eine neue Technik gewöhnen müssen.

Die richtige Inhaltionstechnik sollte regelmäßig durch die behandelnden Ärzte überprüft werden.

Welt-Asthmatag DAAB setzt auf Aufklärung

Was ist Asthma bronchiale?

Asthma bronchiale ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege. Die Erkrankung zeichnet sich durch eine dauerhafte Entzündung der Bronchialschleimhaut aus. Diese Entzündung führt zu einer Überempfindlichkeit der Atemwege. Die Folge ist das Anschwellen der Schleimhaut und eine übermäßige Schleimproduktion, was eine Verengung der Bronchien zur Folge hat. Beim akuten Asthmaanfall verkrampft die Bronchialmuskulatur (Bronchospasmus) und das Ausatmen wird erschwert. Beschwerden wie ständiger Hustenreiz, pfeifende Atmung, ein Engegefühl in der Brust, zäher Schleim und eine anfallweise auftretende Atemnot sind typische Merkmale eines Asthmatikers.

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Welt-Asthma Tag 2.5.2017 DAAB setzt auf Aufklärung

Asthma in Zahlen

Asthma ist eine Volkskrankheit. Geschätzt 8 Mio. Deutsche sind betroffen.

Fast 5.000 Todesfälle gehen jedes Jahr auf das Konto der Atemwegserkrankung. Doch eigentlich ist  Asthma gut behandelbar. Wie passt das zusammen. Die Informationen zur Behandlung eines Asthma kommen oft beim Patienten nicht an. Um dies zu ändern, setzt der DAAB am Welt-Asthmatag auf umfassende Aufklärung und nutzt verschiedenen Kanäle. Wir werden diese Woche täglich einen Aspekt genauer betrachten.

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund bietet seinen Mitgliedern kostenfreie Infomaterialien zum Thema Asthma an (info@daab.de):

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Lippenbremse und Kutschersitz – Hilfe bei Atemnot

Atemnot können Asthmatiker im Alltag oft mit der sogenannten Lippenbremse oder dem Kutschersitz lindern.

Lippenbremse: Diese Übung ist besonders bei akuter Atemnot oder bei Belastung von Bedeutung und bildet die Grundlage aller Atemübungen. Dabei wird die Luft durch die Nase eingeatmet und durch den gespitzen, leicht geöffneten Mund langsam und kontrolliert wieder ausgeatmet. Die Luft wird, wie oben beschrieben, in „sss“- oder „pff“- Lauten ausgeatmet. Durch diese Methode bleiben die Atemwege weit, die Lunge wird entleert und kann mit neuer, sauerstoffreichen Luft versorgt werden.

Kutschersitz: Diese Übung geht zurück auf die Droschkenkutscher, die nach getaner Arbeit auf dem Kutschbock zusammensackten und schliefen. Die Pferde liefen dann allein nach Hause. Für die Übung nimmt man einen Stuhl und setzt sich aufrecht auf den vorderen Teil der Sitzfläche. Dann lässt man sich langsam zusammensacken. Die Unterarme ruhen dabei auf den Oberschenkeln und die Hände hängen locker herunter. Der Rücken ist in der Position eines Katzenbuckels, also leicht gerundet und nicht verkrampft. Der Brustkorb wird vom Gewicht der Schultern entlastet. Außerdem können Muskeln, die normalerweise die Arme an den Körper heranführen, in diesen Haltungen helfen, den Brustkorb zu weiten. Dadurch wird es Ihnen möglich, freier durchzuatmen.

Weitere Übungen, die für Asthmatiker wichtig sind und Sportübungen für Kinder lesen Sie in dem Bewegungsbuch für Kinder mit Asthma, das Sie kostenfrei unter info@daab.de bestellen können.