Gibt es bald die allergenarme Erdnuß?

Der DAAB startet als Kooperationspartner das neue Projekt LACOP (Low allergen containing plants). Es handelt sich um ein Forschungsprojekt des Bundesministerium für Bildung und Forschung zur Entwicklung allergenarmer Lebensmittel, speziell Erdnuss und Senf. Ziel ist die Herstellung von Nahrungspflanzen mit einem reduzierten Gehalt allergener Speicherproteine. Neben dem DAAB sind noch Experten der Leibniz Universität Hannover, TU Braunschweig und der Charité Berlin involviert. Das erste Treffen fand heute in der Leibniz Universität in  Hannover statt. Sabine Schnadt stellte den Kooperationspartnern den DAAB vor.

Wir werden weiterhin über die Erfolge des Projektes berichten.

 

Winterblues – Achtung Vitamin D-Spiegel

Gerade jetzt in dieser dunklen und trüben Jahreszeit ist oftmals die Vitamin D Produktion verringert. Die wohl bekannteste Erkrankung in Zusammenhang mit einem Vitamin D – Mangel ist die Rachitis (Knochenerweichung). Gegenwärtig konzentrieren sich verschiedene Untersuchungen auf die gesundheitsförderlichen Eigenschaften des Vitamin D, zum Beispiel als Schutzfaktor vor Infektionen, Autoimmunerkrankungen, Tumorerkrankungen oder Diabetes mellitus Typ 2. Darüber hinaus stellen Mediziner einen weiteren Zusammenhang dar. Die aktuelle Studienlage lässt Hinweis zu, dass Vitamin-D einen günstigen Effekt auf den Asthmaverlauf hat, in dem es vor viralen Infekten schützt und das Ansprechen auf Kortison bei asthmatischen Kindern verbessert.

Nach den bisherigen Ergebnissen scheint die Bestimmung des Vitamin D-Spiegels im Serum (25-OH-D-Spiegel) insbesondere bei bestimmten Risikogruppen sinnvoll:

- Menschen mit häufigen viralen Infekten

- Asthmatiker

- Übergewichtige (adipöse) Patienten

- Dunkelhäutige Menschen

- Patienten mit Vitamin-D armer Ernährung (z.B. auch Milch- und Fischallergiker)

 -„Stubenhocker“

- Ältere Menschen

- Kinder

Doch: Wie hoch ist der Vitamin D-Bedarf und wie ist er zu decken? Hierauf gibt es bisher keine verlässlichen Antworten, da dies noch kontrovers diskutiert wird. Der Körper braucht zur Deckung des Bedarfs tägliche Spaziergänge an der frischen Luft. Kurze kontrollierte Aufenthalte in der Sonne (wenn sie denn scheint) ohne Sonnenschutzmittel, verbessern die Vitamin-D Synthese in der Haut (aber Sonnenbrand vermeiden). Ein- bis zweimal in der Woche frischen Seefisch essen und eine ausgewogene Ernährung mit Milch- und Milchprodukten (Lebensmittelallergiker sollten eine Ernährungstherapie nutzen). Wer zu einer Risikogruppe gehört, sollte mit dem Hausarzt die Bestimmung des Vitamin D 25 (OH) Spiegels besprechen. Der Wert sollte vor dem Winter bestimmt werden und idealerweise über 60 nmol/l liegen. Die Bestimmung des Vitamin D 25 (OH) Spiegels ist eine IGEL-Leistung und kostet circa 25,- €.

Neuer Ansatz zur Therapie einer Lebensmittelallergie

In einer kleinen Studie mit 48 Kindern wurde eine neue Therapiekombination zur Behandlung einer Nahrungsmittelallergie probiert. Hierbei wurde zum einen eine orale Immuntherapie durchgeführt, die durch die Gabe des monoklonale Antikörper Omalizumab unterstützt wurde. Bei der oralen Immuntherapie wird das Immunsystem mit einer langsam gesteigerten Menge des Allergieauslösers konfrontiert. Ziel ist es das Immunsystem wieder an die Allergieauslöser zu gewöhnen, also eine Toleranz zu entwickeln. Allergologen der Stanford University School of Medicine haben jetzt untersucht, ob die Effektivität der oralen Immun­therapie durch eine gleichzeitige Behandlung mit Omalizumab verbessert werden könnte.

Omalizumab ist ein Wirkstoff, der aktuell zur Behandlung des allergischen Asthmas und der Nesselsucht  zugelassen ist. Omalizumab wirkt wie ein IgE-Antikörperfänger und kann so allergische Prozesse unterbinden. Da das IgE auch bei der Nahrungsmittelallergie beteiligt ist, liegt es nahe diese Wirkung in Kombination mit der oralen Immuntherapie, die ursprünglich für die Behandlung des Heuschnupfens entwickelt und auch als Desensibilisierung bezeichnet wurde, zu testen. Der Lancet Gastroenterology & Hepatology berichtet aktuell über die Erfolge der randomisierten Studie.

An der Studie nahmen 48 Kinder im Alter von 4 bis 15 Jahren teil, bei denen eine Allergie gegen mehrere Nahrungsmittel, wie Milch, Ei, Weizen, Soja, Sesam, Erdnuss oder Baumnüsse (Mandeln, Cashew, Haselnuss, Walnuss) vorlag.

Die kleinen Patienten erhielten über 16 Wochen Injektionen, bei 36 Patienten mit dem Wirkstoff Omalizumab und bei 12 Patienten ohne Omalizumab. Ab der achten Woche wurde in beiden Gruppen mit der oralen Immuntherapie begonnen. Sie wurde auch nach dem Ende der medikamentösen Therapie über 20 Wochen fortgesetzt. Am Ende der Studie nach insgesamt 36 Wochen wurde bei allen Kindern eine doppel­blinde placebokontrollierte orale Nahrungsmittelprovokation durchgeführt.

Ergebnis: In der Gruppe mit der Omalizumab-Gabe vertrugen 30 von 36 Kindern (83 Prozent) zwei Gramm des Allergieauslösers wieder. In der Gruppe ohne Omalizumab waren es nur vier von zwölf (33 Prozent). Häufig wurde eine Toleranz gegen mehrere Nahrungsmittel erzielt. Damit konnte ein Erfolg nachgewiesen werden, dass die gleichzeitige Gabe des IgE-Antikörperfängers die Entwicklung einer Toleranz beschleunigt. Gleichzeitig konnte auch nachgewiesen werden, dass vorliegende Kreuzreaktionen ebenfalls einen positiven Verlauf nahmen. So vertrugen 20 von 24 Kinder (83 Prozent) mit einer Cashewnuss-Allergie später wieder Pistazien. Alle 17 Kinder, die wegen einer Walnussallergie behandelt wurden, hatten im Anschluss einen negativen Provokationstest auf Pekannüsse.

Die Frage nach den Nebenwirkungen beantworteten die Experten ebenfalls positiv. Es gab nur einen Patienten in der Placebogruppe mit Atembeschwerden. Häufiger traten allerdings gastrointestinale Beschwerden auf.

Die Studie mit wenig Probanden sollte sicherlich weitergeführt werden um zu sehen, ob der Effekt auch bei einem größeren Kollektiv haltbar ist. Die Ergebnisse machen aber Hoffnung, dass in Zukunft vielleicht endlich eine sichere Therapie für Menschen mit Nahrungsmittelallergien gefunden wird.

Adventsmuffins – ohne Ei und Weizenmehl

Zutaten:
280 g Mehl (z.B. 70 g  Buchweizenmehl, 140 g Maismehl, 70 g Kartoffelmehl)
125 g Zucker
1 Prise Salz
15 g Backpulver
1/2 Päckchen Vanillezucker
1 EL Kakaopulver
2 EL Apfelmus
100 ml Sonnenblumenöl
150 ml Mineralwasser
1 Messerspitze Kardamom
1 Messerspitze Zimt
1 Messerspitze Lebkuchengewürz

Zuerst alle trockenen Zutaten mischen, dann das Apfelmus unterrühren.
Danach zügig Öl und Wasser hinzugeben und unterrühren.
Den Teig in Muffinförmchen einfüllen füllen und bei 180°C (Umluft) ca. 20 – 25 min backen.
Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
Wer mag, kann die Muffins noch mit Zuckerguss verzieren oder mit Puderzucker bestäuben.

 

Weihnachtsbäckerei für Ei- und Milchallergiker: Vanillekipferl

Teig:
250 g Mehl
210 g milchfreie Margarine
100 g gemahlene Mandeln
60 g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
Zum Wenden:
1 Päckchen Puderzucker
2 Päckchen Vanillezucker

Alle Zutaten zu einem Teig verkneten. Anschließend in Folie einwickeln und etwa 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Den Puderzucker in eine große Schüssel sieben und mit zwei Päckchen Vanillezucker vermengen.
Den Kipferlteig zu Rollen formen (Durchmesser sollte ungefähr 4 cm sein).
Anschließend in ca. 1 – 2 cm lange Stücke  schneiden. Daraus die Kipferl formen und nicht zu eng  auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
Im Umluftherd bei 175°C ca. 20 Minuten backen. Die Backzeit kann von Ofen zu Ofen variieren. Wenn die Kipferl beginnen goldbraun zu werden, aus dem Ofen nehmen und  etwa 4 Minuten abkühlen lassen.
Anschließend die noch warmen Kipferl in der vorbereiteten Puderzuckermischung wenden.
In einer verschließbaren Dose sind die Kipferl ca. 6 Wochen haltbar.

Allergenkennzeichnung: Erfolge zum Jahresende beim „Runden Tisch der Lebensmittelindustrie“ des DAAB

Bei dem aktuellen Treffen in Freising am 30.11.2017 im Frauenhofer Institut diskutierten 30 Vertreter der Lebensmittelindustrie, des Lebensmittelhandels und der Allergieforschung zu den Themen Allergenmanagement, und –kennzeichnung. Insbesondere die nicht geregelten Hinweise zu unbeabsichtigten Allergeneinträgen (Spurenhinweis) sowohl bei loser als auch verpackter Ware standen im Fokus. Die Firma Mondelez stellte die Ergebnisse der DAAB Befragung vor und entschied aufgrund der Ergebnisse im kommenden Jahr die Allergenkommunikation umzustellen und keine übergreifende Spurenkennzeichnung für Produkte gleicher Produktfamilien zu unternehmen, sondern individuelle Bewertung und Spurenkennzeichnung durchzuführen. Ebenso wurde entschieden die Kommunikation zu allergenrelevanten Rezepturänderungen zu verbessern

Das Frauenhofer Institut stellte das Forschungsprojekt Foodallergen vor, dabei geht es um eine verbesserte Diagnostik, Allergennachweis in Lebensmitteln und zukunftsorientierte Themen wie allergenreduzierte Lebensmittel.

Auch Mc Donald wird nächstes Jahr einen weiteren Schritt auf die allergischen Verbraucher zugehen und arbeitet daran allergische Verbraucher noch besser zu informieren.

Hintergrund:

Der „Runden Tisch der Lebensmittelindustrie“, 2011 ins Leben gerufen, ist eine Plattform zum Austausch über Themen rund um Lebensmittelallergien und Kennzeichnung zwischen der Lebensmittelindustrie, Lieferanten, Verbrauchern und anderen beteiligten Stakeholdern wie Medizinern, Anbietern von Lebensmittelanalytik, Gesetzgeber, Lebensmittelüberwachung, Handel etc.. Hersteller von Lebensmitteln finden hier ein Forum zur übergreifenden Risikobewertung von Allergenen und zum Allergenmanagement.

Was tut der „Runde Tisch“?

  • Austausch von Erfahrungen, Erörterung praktischer Aspekte hinsichtlich des Allergen-Managements.
  • Erarbeitung und Nutzung von Kommunikations-Strategien, -Wegen und –Möglichkeiten zum allergischen Verbraucher.
  • Erörtern einheitlicher, (rechtlich) fundierter und verbrauchergerechter Allergen-Kennzeichnung auf Lebensmittelverpackungen.
  • Erarbeitung eines freiwilligen Maßnahmenkatalogs Allergenmanagement und Risikobewertung zur Einschätzung und Kennzeichnung von unbeabsichtigten Allergeneinträgen und Erarbeiten von Standards.

Ziele des Runden Tisches sind:

  • Gemeinsames Verständnis der Allergenthematik in der Lebensmittel-Herstellung und der Kommunikation zum allergischen Verbraucher zu schaffen.
  • Vernetzung der Zielgruppen.
  • Gesundheitsschutz allergischer Verbraucher.
  • Erarbeiten von freiwilligen Rahmenbedingungen zum Zwecke transparenter und einheitlicher Handhabung, Bewertung und Kommunikation/ Kennzeichnung von Allergenen in Lebensmitteln im Bereich B2B (Großanbieter) und zum allergischen Verbraucher.

Weihnachtsbäckerei für Weizenallergiker: Zimtsterne

250 g              Puderzucker
400 g              gemahlene Mandeln
3 Stück           Eiweiß
1 TL                Zimt
1 Päckchen    Vanillezucker
Puderzucker für die Arbeitsfläche

Eiweiß mit dem Handrührgerät steifschlagen. Anschießend Puderzucker portionsweise auf höchster Stufe unterrühren.
Ca. 3 EL der Masse beiseite stellen (für die Glasur).

Aroma, Zimt, Vanillin-Zucker und gemahlene Mandeln unter den übrigen Eischnee ziehen. Den Teig mit den Händen fertigkneten, bis er nicht mehr fest klebt. Wenn der Teig zu klebrig ist noch etwas gemahlene Mandeln dazu geben.

Teig auf einer mit Puderzucker bestäubten Arbeitsfläche ausrollen, ca. 0,5 Zentimeter hoch. Sterne ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
Die Ausstecher zwischendurch immer wieder in Puderzucker tauchen, damit der Teig nicht daran fest klebt.

Die Sterne mit dem zur Seite gestellten Eischnee bestreichen.
Falls der Guss nicht glatt genug ist, einfach ein paar Tropfen Wasser unterrühren.
Die Zimtsterne in den vorgeheizten Backofen geben. Bei 140 Grad (Umluft: 120 Grad)
beträgt die Backzeit etwa 25 Minuten.

Die Sterne sollten sich beim heraus nehmen noch etwas weich an der Unterseite anfühlen. Mit dem Backpapier vom Backblech ziehen und erkalten lassen.
Alternative: Die Puderzuckerglasur kann man auch durch  Zartbitterschokolade ersetzen.

Liebe Patienten mit Erdnussallergie und Eltern erdnussallergischer Kinder

Haben Sie Lust an einer neuen Studie teilzunehmen?

APPEAL (Allergy to Peanuts imPacting Emotions And Life) – so der Name der Studie – ist das umfassendste und größte Forschungsprojekt, das bisher in diesem Zusammenhang initiiert wurde und wir würden uns sehr freuen, wenn Sie durch die Teilnahme dazu beitragen, Ihre Erfahrungen und Ihre Sichtweise zum Leben mit einer Erdnussallergie verständlicher zu machen.
Der Fragebogen ist von einem unabhängigen Ethik-Komitee genehmigt worden.
Er kann online ausgefüllt werden. Falls Sie Interesse haben, die Befragung läuft noch bis zum 4.12.2017. Wir schicken Ihnen gerne einen entsprechenden Link zu. Schicken Sie eine Email an sl@daab.de

Plätzchen-Rezept ohne Ei

Die Adventszeit rückt immer näher.
In den Läden stehen schon seit Wochen Lebkuchen, Spekulatius und anderes Weihnachtsgebäck. Wer Lust hat selbst zu backen, kann dieses Rezept ausprobieren.

Butterplätzchen ohne Ei

225 Gramm Mehl
110 Gramm Zucker
150 Gramm Butter kalt und in kleinen Stückchen

Mehl, Zucker und Butter zügig zu einem Teig verkneten.  Den Teig  in Frischhaltefolie einwickeln und etwa 30 Minuten kühl stellen.
Den Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
Den Teig  portionsweise auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche ausrollen, etwa 0,5 cm dick und mit verschiedene Förmchen ausstechen oder mit einem Messer in Rauten schneiden.

Plätzchen mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und ca. 10-15 Minuten backen. Die Backzeit variiert von Ofen zu Ofen.
Die ausgekühlten Plätzchen können nach Belieben verziert werden.

Trotz des einfachen Rezeptes schmecken die Plätzchen immer wieder gut.
Durch unterschiedliche Gewürze, Aromen und „Backdeko“, wie Schokolade, Zuckerguss oder Streusel, sind sie sehr variabel.

Viel Spaß beim Nachbacken!