Achtung Sie auf ihre Füße in der kalten Jahreszeit

Während man im Sommer barfuß oder in luftig leichten Sandalen unterwegs ist, bringt die Winterzeit den Füßen wenig Bewegungsfreiheit und Sauerstoffmangel durch dicke Socken und festes Schuhwerk. Die trockene Heizungsluft trägt ihr Übriges dazu bei, die Haut auszutrocknen.

Füße, die nicht mehr „atmen“ können und gleichzeitig nicht durch entsprechende Pflegeprodukte geschmeidig gehalten werden, trockenen stark aus. Tiefe Risse (Rhagaden) entstehen, die zum Teil bluten und lange, intensive Pflege zum Abheilen benötigen. Diese stark ausgetrockneten Hautareale treten insbesondere an Fingern und Füßen auf. Bei Neurodermitikern können sie auch in kleinerem Umfang als Einrisse an den Ohrläppchen oder den Mundwinkeln vorkommen. Beim Befall der Füße spricht man wie schon gesagt vom atopischen Winterfuß. Dieser tritt zu Beginn an der Fußsohle und / oder den Zehenkuppen auf und geht erst im weiteren Verlauf auf die Zehenzwischenräume über.

Tipps:

  • Tragen Sie geschlossenes Schuhwerk nur so lange wie nötig.
  • Socken aus Baumwolle sind besser geeignet als aus synthetischen Fasern.
  • Waschen Sie Ihre Füße vor dem Eincremen oder gönnen Sie sich ein rückfettendes Fußbad.
  • Vorsicht: viele Fußbäder enthalten ätherische Öle, die die Haut reizen und auch Kontaktallergien auslösen können.
  • Trocknen Sie die Füße nach dem Bad gründlich ab, insbesondere auch die Zehenzwischenräume.
  • Cremen Sie Ihre Füße regelmäßig, am besten täglich mit einem Fußpflegeprodukt ein.
  • Achten Sie bei der Auswahl der Pflegeprodukte darauf, dass der Fettanteil ausreichend hoch ist. Die Faustformel lautet: je trockener die Haut, desto höher der Fettanteil.
  • Pflegende Inhaltsstoffe wie Harnstoff (5-10 Prozent), pflanzliche Öle, Glycerin, Panthenol machen die Haut geschmeidig bzw. wirken abschuppend.

Kennzeichnung der Kosmetika – wichtige Information für Kontaktallergiker

Die Inhaltsstoffe der Kosmetika müssen auf den Produkten EU-weit einheitlich und vollständig angegeben werden. Alle Bestandteile in Shampoos, Lotion & Co. werden mit ihren englischen bzw. botanischen Fachbezeichnungen auf der Verpackung genannt. Eine Ausnahme sind Duftstoffe, die unter der Sammelbezeichnung „Parfum“ oder „Fragrance“ angegeben werden, nur für die 26 allergieauslösenden Duftstoffe gibt es eine Deklarationspflicht. Leider ist die Kennzeichnung nicht direkt verständlich, deutschsprachige Bezeichnungen sind nicht vorgesehen – zum Ärger vieler Verbraucher. Doch für Kontaktallergiker ist diese vollständige Deklaration eine wichtige Hilfe, um Produkte ohne ihre Allergieauslöser auswählen zu können. Anhand der diagnostizierten Kontaktallergene können sie unter Beachtung der INCI-Liste ihre problematischen Allergieauslöser erkennen und meiden.

Hautpflege im Herbst – die Gefahr von Kontaktallergien steigt

Gerade Menschen mit empfindlicher Haut, Neurodermitis oder Kontaktallergien benötigen in der kälter werdenden Jahreszeit eine geeignete und verträgliche Pflege. Im Herbst und Winter können sich, wenn der Schutzfilm der Haut durch eine nicht ausreichende Pflege nicht intakt ist, schneller Kontaktallergien entwickeln.

Hautpflege den Bedürfnissen der Haut anpassen

Herbstwinde, Heizungsluft, Temperaturwechsel und die letzten Sonnentage verlangen der Haut Vieles ab und sie wird stärker beansprucht. Die beginnende Kälte führt zu einer Verengung der Blutgefäße und zu einer schlechteren Durchblutung. Die Heizungsluft in den Innenräumen tut das Ihrige dazu und trocknet die Haut zusätzlich aus. Die Hautschutzfunktion ist durch die fehlende Feuchtigkeit und den niedrigeren Fettgehalt der Haut nicht optimal gegeben, Allergene haben leichteres Spiel und es kann schneller zu Kontaktekzemen oder einem Neurodermitisschub kommen. Trockene Haut juckt und durch das Juckreizlindernde „Kratzen“ wird die Haut verletzt und Keime und Bakterien können nun schneller eindringen.

Kontaktallergie – Haut in Aufruhr

Kontaktallergien entstehen, wenn allergieauslösende Bestandteile, wie z.B. Duft-, Konservierungs-, Farbstoffe oder ätherische Öle von Cremes oder anderen Pflegeprodukten, in die Haut eindringen und sie in Alarmbereitschaft versetzen. Allergische Reaktionen wie Rötungen, starker Juckreiz, Schwellungen, Bläschen, nässender Ausschlag, Hautschuppung können bis zu 72 Stunden nach dem Hautkontakt auftreten. Bei ständigem, wiederholtem Kontakt mit dem Allergieauslöser kann sich ein chronisches Hautekzem mit entzündlichen Hautverdickungen, starker Verhornung und einer Vergröberung der Hautfelderung (Lichenifikation) entwickeln.

Entscheiden Sie sich also für Pflegeprodukte ohne Duft-, Konservierungs-, Farbstoffe und ätherische Öle. Diese erkennen Sie im Handel an dem DAAB Logo für Pflegeprodukte. Dies garantiert Ihnen, dass keine Allergie auslösenden Stoffe in den Produkten enthalten sind. Die aktuelle Logo Liste des DAAB zu Kosmetika/Pflegeprodukten ohne Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen, schicken wir Ihnen gerne zu. Einfache eine Email an info@daab.de senden.

Noch ein Wort zur Lippenpflege im Herbst

Um spröde Lippen zu verhindern, sollte man die dünne Haut der Lippen mit einer speziellen Lippenpflege, einem Lippenbalsam oder einer -creme mit einem höherem Fettgehalt, pflegen. Dies wird mit jedem Tag an dem die Temperaturen weiter sinken wichtiger. Verzichten Sie auf Pflegestifte mit Mineralölen, die sich wie ein Film auf die Lippen legen. Die Haut quillt dadurch auf und trocknet noch mehr aus. So hat man ständig das Gefühl, noch mehr cremen zu müssen.

Kennen Sie unser „Getestet und Empfohlen“-Logo? Ein Wegweiser im Dschungel der Produkte

Jährlich testet der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) für Sie eine Vielzahl von Produkten.
Wir wollen wissen, ob die Produkte für Menschen mit sensibler, zu allergischen Reaktionen neigender Haut geeignet sind. Produkte mit dem DAAB-Logo sind alle frei von Duft- und Farbstoffen sowie von allergisierenden Konservierungsmitteln. Auch Stoffe, die die Haut irritieren sind ausgeschlossen.
Mit unserem Logo möchten wir Ihnen die Suche nach verträglichen Produkten erleichtern. Mittlerweile gibt es viele unterschiedliche Produkte, die unser Logo tragen: angefangen von Hautpflege- und Körperreinigungsprodukten über Waschmittel bis hin zu Haushalsreinigern und Sonnencremes.
Eine aktuelle Übersicht aller vom DAAB gelabelten Produkte erhalten Sie beim DAAB per E-Mail (info@daab.de) oder postalisch.

Sie möchten mehr über die Produkt-Voraussetzungen wissen? Sie sind Hersteller und möchten unser Logo verwenden? Dann finden Sie mehr Informationen unter: http://www.daab.de/service/produktvoraussetzung/
Schauen Sie beim nächsten Besuch im Drogeriemarkt doch einfach mal nach unserem Logo :-)

Zeigt her eure Füße

Mit steigenden Temperaturen steht der Wechsel des Schuhwerks an: Winterstiefel ade,  Sommerschuhe, Sandalen, Flipflops her. Doch Chromat-Allergiker und Personen mit empfindlicher Haut müssen beim Kauf neuer Schuhe besonders sorgfältig vorgehen. Chromat-gegerbtes Leder kann eine Chromat-Allergie auslösen und Ekzeme an den Füßen verursachen. Der DAAB hat daher ein paar Tipps für einen unbeschwerten Frühlingsstart zusammengestellt.

• Wer zu Ekzemen neigt und empfindlicher Haut hat, sollte Lederschuhe nicht ohne Socken oder Strümpfe tragen. Leider können beim starken Schwitzen die Schadstoffe wie Chromate aus dem Leder rausgelöst werden. Achten Sie daher darauf, dass die Schuhe nicht zu eng sind und nach Möglichkeit luftig.
• Wer unter Chromat-Allergie leidet sollte pflanzengegerbte Schuhe vorziehen. Fragen Sie im Handel nach.
• Auch bei pflanzengegerbten Schuhe ist das Tragen von Socken und Strümpfen empfehlenswert.
• Ob es sich bei einem entzündeten, juckenden Ausschlag im Fußbereich um eine Allergie handelt, kann ein Allergietest klären. Eine Diagnostik beim Allergologen ist hier dringend empfehlenswert.
• Kaufen Sie keine stark stechend riechende Schuhe, sie können durch die allergieauslösenden Chemikalien wie Formaldehyd, 2-Phenyl-2-propanol oder Phthalate belastet sein.

Das Infoblatt Allergien auf Schuhe kann für Mitglieder des DAAB unter info@daab.de bestellt werden.

Nesselsucht: Hoffnung durch neuen Wirkstoff?

Jeder weiß, wie quälend der Juckreiz bei Mückenstichen sein kann. Man kann kaum die Finger davon lassen.
Für Menschen, die an einer chronischen Nesselsucht/ Urtikaria leiden gehört dieser massive Juckreiz zum Leben.
Es kommt plötzlich zu juckenden Quaddeln an der Haut oder an einzelnen Hautpartien. Häufig treten gleichzeitig -aber auch allein – tiefe Schwellungen der Haut, sogenannte Angioödeme, auf. Begleitet werden die Symptome durch starken andauernden Juckreiz, der die Konzentration mindert und Schlafen fast unmöglich macht.
Die Lebensqualität ist massiv beeinflusst.
Von der chronischen Form der Urtikaria, sie dauert länger als sechs Wochen und tritt täglich oder in Abständen von mehreren Tagen auf, sind alleine in Deutschland fast eine Million Menschen betroffen.

Standardbehandlung reicht oft nicht
Erschreckend zeigt die DAAB Umfrage aus 2016, dass 50 Prozent der Urtikaria-Patienten, die bereits seit 5 Jahren unter Nesselsucht leiden, ihre Erkrankung lediglich mit  einem Antihistaminikum  in Einfachdosis behandeln. Doch das lindert nur bei jedem zweiten die Beschwerden.
Der nächste Schritt wäre eine Aufdosierung des Antihistaminikums, wie in der Urtikaria-Leitlinie empfohlen.
Für Patienten, bei denen diese Therapie nicht ausreichend erfolgreich war, gibt es seit einigen Jahren eine weitere Behandlungsmöglichkeit, die rasch und dauerhaft Patienten zur Beschwerdefreiheit führt: den Wirkstoff Omalizumab, der in regelmäßigen Abständen durch den Arzt verabreicht wird.

Möchten Sie mehr zur Urtikaria, den Behandlungsmöglichkeiten und zur Therapie mit Omalizumab lesen, dann bestellen Sie den Artikel „Neue Therapie bei Nesselsucht“ ” aus der “Allergie konkret” 1-2018. Wir schicken Ihnen gerne ein kostenfreies Ansichtsexemplar. Mail an info@daab.de

Naturkosmetika – natürlich und sensitiv?

Naturkosmetika genießen ein sehr positives Image, besonders sanft und hautverträglich zu sein. Doch diese pauschale Einschätzung trügt. Denn viele Pflanzenauszüge, die zur Herstellung von Naturkosmetika eingesetzt werden, enthalten irritierende und/oder sensibilisierende Stoffe, so dass auch bei natürlichen Pflegeprodukten Unverträglichkeitsreaktionen und Allergien möglich sind. Zu den bekannten allergieauslösenden Naturstoffen zählen u.a. Perubalsam, Wollwachsalkohole oder Lanolin. Auch einige ätherische Öle wie das Bergamottöl, Eukalyptusöl oder Zitronenöl können allergische Hautreaktion auslösen. Man sollte sie grundsätzlich nie unverdünnt benutzen, zudem können sie sich durch die Einwirkung von Sauerstoff oder unter Sonneneinstrahlung verändern und unter diesen Bedingungen hautreizende bzw. allergieauslösende Abbauprodukte entstehen.

Kontaktallergiker sollten daher auch bei Naturkosmetika die Angaben zur Zusammensetzung der Produkte genau beachten. Leider bietet auch die Auslobung „sensitiv“ keine Sicherheit bezüglich der Verträglichkeit der kosmetischen Produkte, denn dieser Begriff ist weder näher definiert noch rechtlich verankert. Damit können die Hersteller diesen Begriff relativ frei interpretieren zum Leidwesen empfindlicher Personen, Allergiker und Asthmatiker.

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund führt regelmäßig Marktchecks der unterschiedlichen Sensitiv-Produkte durch, um zu überprüfen, ob diese Kosmetika die Erwartungen der sensiblen und sensibilisierten Verbraucherinnen und Verbraucher erfüllen. So haben beispielsweise Deodorantien, Sonnenschutzmittel für Kinder und Erwachsene und aktuell Apre-Sun-Produkte unter die Lupe genommen. Die entsprechenden Publikationen können in der DAAB-Geschäftsstelle angefordert werden.

Eine gute Orientierung bei der Suche nach verträglichen Kosmetika und Naturkosmetika bietet das DAAB-Label. Dieses Siegel garantiert, dass die ausgezeichneten Produkte frei von potenten Allergieauslösern und Duftstoffen sind. Auch in der Naturkosmetikbranche gibt es inzwischen ein breites Sortiment von Produkten, die das DAAB-Label tragen und sowohl der Haut als auch der Umwelt gut tun.

Gerne senden wir Ihnen eine Übersicht der gelabelten Produkte zu. Mail an info@daab.de

Frostschutz für die Haut

Bei den frostigen Temperaturen braucht unsere Haut einen besonderen Schutz. Auch Menschen mit „normaler“ Haut brauchen jetzt ihre Extraportion Schutz, da Kälte – vor allem in Kombination mit Wind – die Haut angreift. Kälte beeinflusst die Verteilung von Fett und Feuchtigkeit auf der Haut. Bei niedrigen Temperaturen (bereits ab 8°C) verschlechtert sich die Durchblutung der Haut und die Talgdrüsen drosseln ihre Sekretion. Das führt zu Störungen des schützenden Hydrolipidfilms und die Folge ist Feuchtigkeitsverlust. Eine fettreiche Creme und Schutz für die Lippen und Hände sind jetzt nahezu Pflicht. Konzentriertes Dexpanthenol ist ein geeigneter Inhaltsstoff und hält die empfindliche trockene Haut geschmeidig. Auch Mandel- und Jojobaöl sind angenehm.  Im Winter vertragen die freiliegenden von Wind-Wetter strapazierten Hautpartien mehrmaliges Eincremen am Tag. Der DAAB hat viele Produkte getestet, die frei sind von allergenen Duft-, Konservierungs- und Farbstoffen. Bei bestandenem Test erhalten sie das DAAB-Logo, damit dieses Allergikern als Orientierung beim Kauf dienen kann. Die Liste  können Sie beim DAAB anfordern unter info@daab.de

Gefährliche Duftstoffe

Nicht nur Duschgele, Waschmittel und Deodorants enthalten Duftstoffe.
Auch Müllbeutel, Toilettenpapier, Taschentücher & Co sind in “duften” Varianten erhältlich. Doch wozu?
Duftstoffe sind nicht unbedenklich, sondern können heftige Allergien auslösen. Eine Sensibilisierung gegenüber Duftstoffen bleibt in der Regel lebenslang bestehen. Der einzige Weg zum unbeschwerten Leben führt über das Meiden des Allergens.

Für Verbraucher, die auf Duftstoffe verzichten möchten oder müssen, bietet das DAAB-Logo eine Orientierung. Seit Jahren entwickeln und überprüfen wir mit unterschiedlichen Herstellern Produkte ohne Duftstoffe.
Sehr gerne senden wir Ihnen eine Übersicht der Produkte zu, die das DAAB-Logo tragen. Senden Sie einfach eine Mail an info@daab.de.
In der WDR-Mediathek finden Sie einen interessanten Beitrag zum Thema Duftstoffe.

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/servicezeit/video-gefaehrliche-duftstoffe-102.html

Umfrage zum Thema Neurodermitis und Ernährung

Online-Umfrage

Sie haben ein Kind mit Neurodermitis? Sie hören ständig Ratschläge wie Sie Ihr Kind zu ernähren haben?

Aktuell unterstützt der DAAB eine Umfrage zu diesem Thema. Eine Studentin der Oecotrophologie und Tante eines an Neurodermitis erkrankten Mädchens beschäftigt sich in ihrer Bachelorarbeit mit dem Essverhalten von Kindern mit Neurodermitis.

Hierfür benötigen wir Ihre Unterstützung!

Bitte nehmen Sie sich 6 bis 12 Minuten Zeit und füllen die Online-Umfrage unter folgendem Link http://evasys.hs-fulda.de/evasys/online.php?p=Neurodermitis aus.

Mit Ihrer Teilnahme an der Studie erklären Sie sich einverstanden, dass Ihre Daten im Rahmen der Bachelorarbeit ausgewertet werden. Die Auswertung des Fragebogens erfolgt anonymisiert und die Daten werden ausschließlich zur Bearbeitung der wissenschaftlichen Fragestellung verwendet. Es besteht keinerlei Verbindung zu Sponsoren.

Der DAAB unterstützt diese Arbeit und wird in der Zeitschrift Allergie konkret und in den sozialen Medien über die Ergebnisse berichten.

Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

 

Andrea Kienle

Die Umfrage endet am 31.01.2018
Es ist möglich die Befragung jederzeit abzubrechen.