Zeigt her eure Füße

Mit steigenden Temperaturen steht der Wechsel des Schuhwerks an: Winterstiefel ade,  Sommerschuhe, Sandalen, Flipflops her. Doch Chromat-Allergiker und Personen mit empfindlicher Haut müssen beim Kauf neuer Schuhe besonders sorgfältig vorgehen. Chromat-gegerbtes Leder kann eine Chromat-Allergie auslösen und Ekzeme an den Füßen verursachen. Der DAAB hat daher ein paar Tipps für einen unbeschwerten Frühlingsstart zusammengestellt.

• Wer zu Ekzemen neigt und empfindlicher Haut hat, sollte Lederschuhe nicht ohne Socken oder Strümpfe tragen. Leider können beim starken Schwitzen die Schadstoffe wie Chromate aus dem Leder rausgelöst werden. Achten Sie daher darauf, dass die Schuhe nicht zu eng sind und nach Möglichkeit luftig.
• Wer unter Chromat-Allergie leidet sollte pflanzengegerbte Schuhe vorziehen. Fragen Sie im Handel nach.
• Auch bei pflanzengegerbten Schuhe ist das Tragen von Socken und Strümpfen empfehlenswert.
• Ob es sich bei einem entzündeten, juckenden Ausschlag im Fußbereich um eine Allergie handelt, kann ein Allergietest klären. Eine Diagnostik beim Allergologen ist hier dringend empfehlenswert.
• Kaufen Sie keine stark stechend riechende Schuhe, sie können durch die allergieauslösenden Chemikalien wie Formaldehyd, 2-Phenyl-2-propanol oder Phthalate belastet sein.

Das Infoblatt Allergien auf Schuhe kann für Mitglieder des DAAB unter info@daab.de bestellt werden.

Nesselsucht: Hoffnung durch neuen Wirkstoff?

Jeder weiß, wie quälend der Juckreiz bei Mückenstichen sein kann. Man kann kaum die Finger davon lassen.
Für Menschen, die an einer chronischen Nesselsucht/ Urtikaria leiden gehört dieser massive Juckreiz zum Leben.
Es kommt plötzlich zu juckenden Quaddeln an der Haut oder an einzelnen Hautpartien. Häufig treten gleichzeitig -aber auch allein – tiefe Schwellungen der Haut, sogenannte Angioödeme, auf. Begleitet werden die Symptome durch starken andauernden Juckreiz, der die Konzentration mindert und Schlafen fast unmöglich macht.
Die Lebensqualität ist massiv beeinflusst.
Von der chronischen Form der Urtikaria, sie dauert länger als sechs Wochen und tritt täglich oder in Abständen von mehreren Tagen auf, sind alleine in Deutschland fast eine Million Menschen betroffen.

Standardbehandlung reicht oft nicht
Erschreckend zeigt die DAAB Umfrage aus 2016, dass 50 Prozent der Urtikaria-Patienten, die bereits seit 5 Jahren unter Nesselsucht leiden, ihre Erkrankung lediglich mit  einem Antihistaminikum  in Einfachdosis behandeln. Doch das lindert nur bei jedem zweiten die Beschwerden.
Der nächste Schritt wäre eine Aufdosierung des Antihistaminikums, wie in der Urtikaria-Leitlinie empfohlen.
Für Patienten, bei denen diese Therapie nicht ausreichend erfolgreich war, gibt es seit einigen Jahren eine weitere Behandlungsmöglichkeit, die rasch und dauerhaft Patienten zur Beschwerdefreiheit führt: den Wirkstoff Omalizumab, der in regelmäßigen Abständen durch den Arzt verabreicht wird.

Möchten Sie mehr zur Urtikaria, den Behandlungsmöglichkeiten und zur Therapie mit Omalizumab lesen, dann bestellen Sie den Artikel „Neue Therapie bei Nesselsucht“ ” aus der “Allergie konkret” 1-2018. Wir schicken Ihnen gerne ein kostenfreies Ansichtsexemplar. Mail an info@daab.de

Naturkosmetika – natürlich und sensitiv?

Naturkosmetika genießen ein sehr positives Image, besonders sanft und hautverträglich zu sein. Doch diese pauschale Einschätzung trügt. Denn viele Pflanzenauszüge, die zur Herstellung von Naturkosmetika eingesetzt werden, enthalten irritierende und/oder sensibilisierende Stoffe, so dass auch bei natürlichen Pflegeprodukten Unverträglichkeitsreaktionen und Allergien möglich sind. Zu den bekannten allergieauslösenden Naturstoffen zählen u.a. Perubalsam, Wollwachsalkohole oder Lanolin. Auch einige ätherische Öle wie das Bergamottöl, Eukalyptusöl oder Zitronenöl können allergische Hautreaktion auslösen. Man sollte sie grundsätzlich nie unverdünnt benutzen, zudem können sie sich durch die Einwirkung von Sauerstoff oder unter Sonneneinstrahlung verändern und unter diesen Bedingungen hautreizende bzw. allergieauslösende Abbauprodukte entstehen.

Kontaktallergiker sollten daher auch bei Naturkosmetika die Angaben zur Zusammensetzung der Produkte genau beachten. Leider bietet auch die Auslobung „sensitiv“ keine Sicherheit bezüglich der Verträglichkeit der kosmetischen Produkte, denn dieser Begriff ist weder näher definiert noch rechtlich verankert. Damit können die Hersteller diesen Begriff relativ frei interpretieren zum Leidwesen empfindlicher Personen, Allergiker und Asthmatiker.

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund führt regelmäßig Marktchecks der unterschiedlichen Sensitiv-Produkte durch, um zu überprüfen, ob diese Kosmetika die Erwartungen der sensiblen und sensibilisierten Verbraucherinnen und Verbraucher erfüllen. So haben beispielsweise Deodorantien, Sonnenschutzmittel für Kinder und Erwachsene und aktuell Apre-Sun-Produkte unter die Lupe genommen. Die entsprechenden Publikationen können in der DAAB-Geschäftsstelle angefordert werden.

Eine gute Orientierung bei der Suche nach verträglichen Kosmetika und Naturkosmetika bietet das DAAB-Label. Dieses Siegel garantiert, dass die ausgezeichneten Produkte frei von potenten Allergieauslösern und Duftstoffen sind. Auch in der Naturkosmetikbranche gibt es inzwischen ein breites Sortiment von Produkten, die das DAAB-Label tragen und sowohl der Haut als auch der Umwelt gut tun.

Gerne senden wir Ihnen eine Übersicht der gelabelten Produkte zu. Mail an info@daab.de

Frostschutz für die Haut

Bei den frostigen Temperaturen braucht unsere Haut einen besonderen Schutz. Auch Menschen mit „normaler“ Haut brauchen jetzt ihre Extraportion Schutz, da Kälte – vor allem in Kombination mit Wind – die Haut angreift. Kälte beeinflusst die Verteilung von Fett und Feuchtigkeit auf der Haut. Bei niedrigen Temperaturen (bereits ab 8°C) verschlechtert sich die Durchblutung der Haut und die Talgdrüsen drosseln ihre Sekretion. Das führt zu Störungen des schützenden Hydrolipidfilms und die Folge ist Feuchtigkeitsverlust. Eine fettreiche Creme und Schutz für die Lippen und Hände sind jetzt nahezu Pflicht. Konzentriertes Dexpanthenol ist ein geeigneter Inhaltsstoff und hält die empfindliche trockene Haut geschmeidig. Auch Mandel- und Jojobaöl sind angenehm.  Im Winter vertragen die freiliegenden von Wind-Wetter strapazierten Hautpartien mehrmaliges Eincremen am Tag. Der DAAB hat viele Produkte getestet, die frei sind von allergenen Duft-, Konservierungs- und Farbstoffen. Bei bestandenem Test erhalten sie das DAAB-Logo, damit dieses Allergikern als Orientierung beim Kauf dienen kann. Die Liste  können Sie beim DAAB anfordern unter info@daab.de

Gefährliche Duftstoffe

Nicht nur Duschgele, Waschmittel und Deodorants enthalten Duftstoffe.
Auch Müllbeutel, Toilettenpapier, Taschentücher & Co sind in “duften” Varianten erhältlich. Doch wozu?
Duftstoffe sind nicht unbedenklich, sondern können heftige Allergien auslösen. Eine Sensibilisierung gegenüber Duftstoffen bleibt in der Regel lebenslang bestehen. Der einzige Weg zum unbeschwerten Leben führt über das Meiden des Allergens.

Für Verbraucher, die auf Duftstoffe verzichten möchten oder müssen, bietet das DAAB-Logo eine Orientierung. Seit Jahren entwickeln und überprüfen wir mit unterschiedlichen Herstellern Produkte ohne Duftstoffe.
Sehr gerne senden wir Ihnen eine Übersicht der Produkte zu, die das DAAB-Logo tragen. Senden Sie einfach eine Mail an info@daab.de.
In der WDR-Mediathek finden Sie einen interessanten Beitrag zum Thema Duftstoffe.

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/servicezeit/video-gefaehrliche-duftstoffe-102.html

Umfrage zum Thema Neurodermitis und Ernährung

Online-Umfrage

Sie haben ein Kind mit Neurodermitis? Sie hören ständig Ratschläge wie Sie Ihr Kind zu ernähren haben?

Aktuell unterstützt der DAAB eine Umfrage zu diesem Thema. Eine Studentin der Oecotrophologie und Tante eines an Neurodermitis erkrankten Mädchens beschäftigt sich in ihrer Bachelorarbeit mit dem Essverhalten von Kindern mit Neurodermitis.

Hierfür benötigen wir Ihre Unterstützung!

Bitte nehmen Sie sich 6 bis 12 Minuten Zeit und füllen die Online-Umfrage unter folgendem Link http://evasys.hs-fulda.de/evasys/online.php?p=Neurodermitis aus.

Mit Ihrer Teilnahme an der Studie erklären Sie sich einverstanden, dass Ihre Daten im Rahmen der Bachelorarbeit ausgewertet werden. Die Auswertung des Fragebogens erfolgt anonymisiert und die Daten werden ausschließlich zur Bearbeitung der wissenschaftlichen Fragestellung verwendet. Es besteht keinerlei Verbindung zu Sponsoren.

Der DAAB unterstützt diese Arbeit und wird in der Zeitschrift Allergie konkret und in den sozialen Medien über die Ergebnisse berichten.

Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

 

Andrea Kienle

Die Umfrage endet am 31.01.2018
Es ist möglich die Befragung jederzeit abzubrechen.

Ein interessanter Fall zum Jahresbeginn

Allergie auf Musikinstrumente

Bei Berufsmusikern sind allergische Kontaktekzeme ein häufiges Problem. Durch den sehr intensiven Kontakt mit Holz oder Metall kann es zu einer allergischen Reaktion an Händen, Mund oder Gesicht/Hals kommen. Als Auslöser bei Holzinstrumenten spielen vor allem Rosenhölzer wie Ebenholz oder Palisander eine Rolle. Auch die Schlagstöcke von Schlaginstrumenten werden aufgrund der Klangeigenschaften aus diesen Hölzern gefertigt. Bei Blechblasinstrumenten kann eine Kontaktallergie auf Nickel oder Messing entstehen.

Bei Hobbymusikern werden diese Reaktionen natürlich seltener beobachtet. Besteht allerdings zum Beispiel eine Neurodermitis oder eine Neigung zu Ekzemen, sollte bei entsprechendem Hobby auch an diese Auslöser gedacht werden. So gibt es einen aktuellen Fall von einem Kontaktekzem am Mund eines 14 jährigen Mädchens, dass viermal die Woche Blockflöte spielt. Durch mehrere Beratungsgespräche mit den Experten des DAAB und detektivischem Spürsinn, konnten wir mit den Eltern den Verdacht erhärten, dass das Blasinstrument eventuell der Auslöser ist. Allergietestungen beim Dermatologen stehen nun an um den Verdacht zu bestätigen.

Weihnachten im Schnee – geeigneten Sonnenschutz nicht vergessen

Sonnenschutz ohne unnötige Zusatzstoffe wie allergisierende Duft-, Konservierungs- und Farbstoffe sind sinnvoll, vor allem bei empfindlicher und zu Allergien neigender Haut.

Begriffe wie „Sensitiv“ oder „Für Allergiker geeignet“ sind gesetzlich jedoch nicht geschützt. Das macht es dem Verbraucher schwer, geeignete Produkte zu finden.
Achten Sie beim Einkauf daher auf das DAAB-Logo “getestet und empfohlen”.
Mit seinem Label will der Deutsche Allergie- und Asthmabund den Betroffenen die Suche nach verträglichen Produkten erleichtern.
Die Produkte mit dem DAAB-Logo wurden auf ihre Inhaltsstoffe überprüft und von Allergikern im Anwendertest für sehr gut befunden. Erhältlich sind die Produkte z.B. bei dm drogeriemarkt, Rossmann, Rewe, Mueller und saisonal bei Lidl und Aldi Nord.
Gerne senden wir Ihnen eine Übersicht der Sonnenschutzprodukte mit dem DAAB-Logo zu. Senden Sie uns dazu eine Mail an: info@daab.de
Weitere Informationen finden Sie hier

Grenzwert für Konservierungsmittel MI bietet keinen sicheren Schutz für Kontaktallergiker

Seit Februar 2017 sind in sogenannten Leave-on-Kosmetika wie Gesichtscremes, Lotionen oder Sonnenschutzmittel Methylisothiazolinonen MI aufgrund ihrer hohen Sensibilisierungspotenz verboten. In abspüllbaren Kosmetika wie Shampoos oder Duschgelen sind sie bis zu einer Konzentration von 0,01% erlaubt. In einer aktuellen europäischen Studie wurde die Exposition gegenüber Methylisothiazolinon bei Patienten mit einer Kontaktallergie untersucht. In rund 92% der Fälle wurde die Kontaktallergie durch Produkte aus dem häuslichen Umfeld ausgelöst. Problematisch fanden die Autoren der Studie zudem, dass die erlaubte Konzentration von MI in den abwaschbaren Kosmetika keinen sicheren Schutz bietet und eine allergische Reaktion auslösen kann. Für betroffene Allergiker ist daher entscheidend, jeglichen Kontakt mit MI zu vermeiden und Produkte, die diesen Konservierungsstoff enthalten, nicht zu verwenden.  Das bedeutet, dass hier die Zusammensetzung der Kosmetika, Putz- und Reinigungsmitteln genau unter die Lupe genommen werden muss.

Sichere Alternativen bieten kosmetische Produkte mit dem DAAB-Label, hier ist der Einsatz von MI nicht erlaubt.

 

Urtikaria – Nesselsucht im Kindesalter

Die Nesselsucht, auch Urtikaria genannt, ist eine chronische Hauterkrankung. Das Krankheitsbild ist geprägt durch Quaddelbildung, quälenden Juckreiz und vereinzelt auch Schwellungen des Unterhautgewebes (Angioödeme). Kinder mit Urtikaria leiden sehr unter den Beschwerden, speziell der quälende Juckreiz hat Auswirkungen auf die Entwicklung und die Schlafqualität. Nesselsucht tritt bei Kindern recht häufig auf, wenn auch seltener als bei Erwachsenen. Bis zu einem Alter von 18 Jahren leiden etwa 15 bis 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen mindestens einmal unter den Symptomen einer Urtikaria.

Therapie vor Ursachenforschung

Das Wohlbefinden der Kinder ist durch Quaddeln, Rötungen und Juckreiz oft stark beeinträchtigt. Dies schlägt sich im allgemeinen Verhalten, in der Qualität des Schlafes und auch im schulischen Alltag wieder. Die Erkrankung wird zur Belastung der ganzen Familie. Umso wichtiger ist es, schnell den Teufelskreis zu unterbrechen. Moderne Therapieoptionen machen dies möglich. Bei der Behandlung einer Urtikaria steht die Therapie der Hautbeschwerden an erster Stelle. Hierzu gibt es sichere und schnell wirksame Medikamente.

Lesen Sie den ganzen Artikel zum Thema Nesselsucht bei Kindern in der neuen Allergie konkret. Jetzt kostenfreies Exemplar bestellen unter info@daab.de.