Kostenfreies webinar – Was hilft Betroffenen bei Nesselsucht?

Die Urtikaria, auch Nesselsucht genannt, ist die häufigste Erkrankung der Haut. Etwa 25% der Bevölkerung hat schon einmal eine Urtikaria durchlebt. Bei einer Urtikaria kommt es zu plötzlich juckenden Quaddeln an der Haut oder an einzelnen Hautpartien. Häufig treten gleichzeitig -aber auch allein – tiefe Schwellungen der Haut, so genannte Angioödeme, auf. Begleitet werden die Symptome durch starken andauernden Juckreiz.  Ungefähr ein Drittel der Urtikaria-Patienten leidet unter einer akuten Form der Nesselsucht. Diese verläuft unproblematisch, tritt plötzlich wie aus heiterem Himmel auf und klingt nach wenigen Tagen oder Wochen ab. Auslöser hierfür können zum Beispiel Infekte, Schmerzmittel oder andere Medikamente sein. Die akute Form ist in der Regel ein einmaliges, selbst limitiertes Ereignis.  Weitaus schwieriger für den Arzt und den Patienten sind Urtikaria-Formen, die länger als sechs Wochen andauern und täglich (kontinuierlich) oder in Abständen von mehreren Tagen (rezidivierend) auftreten. Der Fachmann spricht in solchen Fällen von einer chronischen Urtikaria. Einer solchen Nesselsucht kann eine Vielzahl von Ursachen zugrunde liegen. Während bei der akuten Urtikaria selten nach den genauen Ursachen geforscht wird, sollte bei einem chronischen Verlauf neben der Behandlung der Symptome, eine gründliche Suche nach Auslösern und Ursachen Bestandteil der Therapie sein.

Aktuelle Diagnose und Therapieoptionen der Urtikaria – Informationen für Patienten

Wann:             Dienstag, 26.9.2017, 16.30 – 17.30 Uhr

Referent:        Prof. Dr. Marcus Maurer, Charité Berlin

Inhalte:

  •  Nesselsucht und ihre Formen
  • Auslöser – Was bringt die Haut zum Jucken?
  • Diagnose – Welche Untersuchungen sind sinnvoll?
  • Mögliche Therapieoptionen – Was gibt es Neues – was ist alt bewährt?

Möchten Sie an diesem webinar teilnehmen, dann melden Sie sich kostenfrei und unverbindlich an:

Anmeldung unter: https://attendee.gotowebinar.com/register/7481210541208293891

Die Teilnahme am Webinar ist kostenfrei .

Voraussetzung zur Teilnahme: Computer oder Laptop mit Internetzugang zur Bildübertragung (Vortragsfolien), Tonübertragung des Vortrags über

a)      im Computer/ Laptop integriertes Mikrofon + Lautsprecher

oder

b)       externe, an den Computer anschlussfähige Kopfhörer (Headset)

oder

c)       Telefon.

 

Die Teilnahme am Webinar ersetzt nicht die ärztliche Betreuung.

 

Tödlicher Sprung ins kalte Wasser…

In Deutschland leiden etwa 45 000 bis 75 000 Menschen an einer Kälteallergie. Bei dieser Sonderform der Nesselsucht entstehen beim Kontakt mit Kälte rote Quaddeln auf der Haut, die jucken und brennen. Für die Betroffenen ist eine solche Kälte-Urtikaria sehr einschränkend und im Einzelfall gefährlich. Im Winter kann es je nach Ausprägung der Krankheit zu Beschwerden kommen, so dass die betroffenen Personen nur dick eingepackt mit Mütze, Schal oder Skimaske vor die Tür gehen können. Doch auch im Sommer können kalte Getränke, Eis oder kalte Speisen Schwellungen an Gesicht und Lippen auslösen. Der Sprung ins kalte Wasser kann neben den Beschwerden an der Haut auch lebensbedrohliche Kreislaufbeschwerden hervorrufen.

Alltagstipps bei Kälteurtikaria:

  • Vermeiden Sie Kälte (kaltes Wasser, Kühlpacks, kalte Sitzplätze…)
  • Handschuhe, Schal, Mütze oder Skimaske schützen vor Kälte. Je mehr Hautpartien vor direktem Kälteeinfluss geschützt sind, desto geringer sind die Auswirkungen.
  • Tragen Sie immer Ihre Medikamente und eine antiallergische Salbe bei sich, um im Notfall die Symptome schnell mildern zu können.
  • Vorsicht beim Baden in kalten Gewässern! Gewöhnen Sie Ihren Körper langsam an das kühle Nass.

Sport als Gefahrenquelle  

Wenn der Freizeitsport, ein Saunabesuch oder scharf gewürztes Essen die Haut brennen lässt, liegt eine spezielle Form der Nesselsucht vor: die cholinerge Urtikaria. Sie ist die häufigste Sonder- und die zweithäufigste Urtikariaform überhaupt und tritt überwiegend bei jungen Erwachsenen auf. Ausgelöst wird diese Form der Nesselsucht oft durch bestimmte Ereignisse, welche die Körpertemperatur ansteigen lassen:

  • Sport (laufen, Rad fahren, Tennis oder Squash spielen)
  • Tanzen
  • Sauna, heiße Duschen, warme Vollbäder
  • Scharf gewürztes Essen
  • Alkohol
  • Infekte mit Fieber
  • Plötzlicher emotionaler Stress

Beide Formen der Nesselsucht können nur durch entsprechende Medikamente oder eine Gewöhnungstherapie behandelt werden.

Haben Sie Fragen zur Urtikaria sprechen Sie uns an unter info@daab.de.

Sinnvoller Sonnenschutz

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Sonnenschutz ohne unnötige Zusatzstoffe wie allergisierende Duft-, Konservierungs- und Farbstoffe sind sinnvoll, vor allem bei empfindlicher und zu Allergien neigender Haut.

Begriffe wie „Sensitiv“ oder „Für Allergiker geeignet“ sind gesetzlich jedoch nicht geschützt. Das macht es dem Verbraucher schwer, geeignete Produkte zu finden.
Achten Sie beim Einkauf daher auf das DAAB-Logo “getestet und empfohlen”.
Mit seinem Label will der Deutsche Allergie- und Asthmabund den Betroffenen die Suche nach verträglichen Produkten erleichtern.
Die Produkte mit dem DAAB-Logo wurden auf ihre Inhaltsstoffe überprüft und von Allergikern im Anwendertest für sehr gut befunden.
Erhältlich sind die Produkte z.B. bei dm drogeriemarkt, Rossmann, Rewe, Mueller und saisonal bei Lidl und Aldi Nord.
Gerne senden wir Ihnen eine Übersicht der Sonnenschutzprodukte mit dem DAAB-Logo zu. Senden Sie uns dazu eine Mail an: info@daab.de
Weitere Informationen finden Sie hier

DAAB-Umfrage zur Lebensqualität bei Neurodermitis. Jetzt mitmachen!

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund führt seit vielen Jahren Befragungen durch, um die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.
Zu unterschiedlichen Krankheitsbildern konnten wir durch Befragungen bereits viel erreichen, sowohl in der Versorgung der Patienten, wie auch bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln oder Kosmetika.
Aktuell möchten wir das Thema Neurodermitis/atopische Dermatitis aufgreifen, um auch hier die Situation für die Patienten zu verbessern und zu hören, wo der „Schuh“ drückt.
Die Auslöser eines Neurodermitisschubes können vielfältig sein und oft dauert es lange, bis sie identifiziert werden und die geeignete Hautpflege gefunden ist.

Die Basishautpflege wird nicht von den Krankenkassen übernommen, obwohl sie Teil der Behandlung ist. Um diese und andere Missstände aufzudecken und uns noch besser für Sie einzusetzen, möchten wir Sie bitten, sich kurz Zeit zu nehmen und unseren Fragebogen auszufüllen.
Durch das klicken auf den folgenden Link nehmen Sie an der Befragung teil:
www.surveymonkey.de/r/Neuroderm2017
Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

 

Vorsicht: Raupen des Eichenprozessionsspinner

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind für Mensch und Tier problematisch. Die Raupen sind nun wieder an vielen Eichen zu sehen und in manchen Regionen eine regelrechte Plage.

Die Härchen der Raupen können bei Kontakt mit dem Menschen zu Haut- oder Atemwegsreaktionen führen. Die Brennhaare sind sehr fein und haben Widerhaken. Sie können auch leicht brechen und enthalten das Nesselgift Thaumetopoein. Bei Berührung mit der Haut oder den Schleimhäuten, können bei Mensch und Tier entzündliche Reaktionen ausgelöst werden. Manchmal tritt die Reaktion erst Stunden später nach dem Kontakt mit den Brennhaaren auf. Häufig sind davon unbedeckte Hautstellen wie Gesicht, Hals, Unterarme und Armbeugen betroffen. Kommen Haare an die Augen können starke Reizungen und Juckreiz oder auch Augenentzündungen (an Bindehaut, Hornhaut oder selten im Augeninneren) entstehen. Beim Einatmen der Haare kann es zu Reizungen im Rachen (ähnlich einer Erkältung, auch mit Halsschmerzen), zu Husten und Atemnot und in schweren Fällen zu Asthmaanfällen oder Bronchitis kommen. Die Beschwerden können unter Umständen erst nach Wochen abklingen. Auch eine schwere allergische Reaktion (Anaphylaktischer Schock) ist in seltenen Fällen möglich. Außerdem können auch allgemeine Symptome wie Schwindel, Benommenheit und Fieber bestehen.

Bei derartigen gesundheitlichen Beschwerden und Verdacht auf Raupenkontakt, sollte immer ein Arztbesuch erfolgen. Dann können die entsprechenden Behandlungsmaßnahmen eingeleitet werden.

Tipps bei Kontakt:

Nach vermutlichem Brennhaarkontakt sollte intensiv geduscht, die Kleidung gewechselt und die getragene Kleidung gewaschen werden. Zur akuten Behandlung der Symptome werden entzündungshemmende Präparate (Cortison-Wirkstoffe), beispielsweise bei Hautreaktionen in Form von Salben und eventuell auch antiallergische Medikamente  (Antihistaminika) eingesetzt.

Langfristige Belastung möglich

Die Raupen- oder Larvenzeit dauert von April bis Mitte Juli, dann folgt eine Puppenphase über drei bis sechs Wochen. Während der Puppenruhe halten sich die Tiere in großen Seidennestern auf. Durch die beim Bau der Nester verwendeten Gifthaare sind sie vor natürlichen Feinden geschützt. Die Gifthaare selbst und auch leere Puppenhüllen können aber durch Wind verfrachtet und bei Wald-, Forst- und Gartenarbeiten wieder aufgewirbelt werden. Die Gifthaare behalten über mehrere Jahre ihre Wirkung. In betroffenen Regionen ist es daher möglich, dass entsprechende Krankheitsfälle ganzjährig, auch außerhalb der Raupen- und Puppenperiode, auftreten. Von Juli bis Ende August/Anfang September schwärmen die geschlüpften Nachtfalter aus, sie haben nur eine kurze Lebensdauer und legen ihre Eier innerhalb von zwei Tagen ab. Dies kann in einem Radius von bis zu zwei Kilometern vom jeweiligen Nest geschehen. Inzwischen erfolgen in betroffenen Städten und Kreisen verschiedene Maßnahmen gegen die Verbreitung der Raupen und ihrer Haare.

Sinn und Unsinn von Sensitiv-Produkten

Sensitive Produkte haben Konjunktur. Insbesondere sensibilisierte Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten von Kosmetika mit dieser Auslobung eine besonders gute Hautverträglichkeit. In einer aktuellen Markt-Sendung ist der NDR der Frage nachgegangen, welche Erwartungen an die Sensitiv-Produkte gestellt und ob sie in Bezug auf mögliche Allergieauslöser auch erfüllt werden. Im Interview u.a. unsere DAAB-Expertin Dr. Silvia Pleschka. Die Sendung Markt „Prädikat „sensitiv“: Verkaufsmasche oder mehr?“ wird am 30. Januar um 20.15 Uhr auf NDR ausgestrahlt und ist später noch in der NDR-Mediathek zu sehen.

Falls Sie weitere Informationen zu diesem Thema wünschen, melden Sie sich als Mitglied des DAAB unter info@daab.de Stichwort „Sensitiv Produkte“.

Wenn die Kälte juckt und brennt

Ein Spaziergang in der kalten Jahreszeit, kann schon ausreichen um Quaddeln und Juckreiz an der Haut auszulösen. Dieses Phänomen wird als Kälteurtikaria bezeichnet.

In Deutschland leiden circa 60 000 Menschen an dieser speziellen Form der einer Kälteallergie. Bei dieser Sonderform der Nesselsucht entstehen beim Kontakt mit Kälte rote Quaddeln auf der Haut, die jucken und brennen. Für die Betroffenen ist eine solche Kälte-Urtikaria sehr einschränkend und im Einzelfall gefährlich. Im Winter könnten sie je nach Ausprägung der Krankheit nur dick eingepackt mit Mütze, Schal oder Skimaske vor die Tür gehen. Doch auch im Sommer können kalte Getränke, Eis oder kalte Speisen Schwellungen an Gesicht und Lippen auslösen. Der Sprung ins kalte Wasser kann neben den Beschwerden an der Haut auch lebensbedrohliche Kreislaufbeschwerden hervorrufen.

Alltagstipps bei Kälteurtikaria:

  • Vermeiden Sie in der kalten Jahreszeit zusätzliche Kältquellen, wie kaltes Wasser, Kühlpacks, kalte Sitzplätze etc..
  • Handschuhe, Schal, Mütze oder Skimaske schützen vor Kälte. Je mehr Hautpartien vor direktem Kälteeinfluss geschützt sind, desto geringer sind die Auswirkungen.
  • Tragen Sie immer Ihre Medikamente und eine antiallergische Salbe bei sich, um im Notfall die Symptome schnell mildern zu können.
  • Vorsicht beim Baden in kalten Gewässern! Gewöhnen Sie Ihren Körper langsam an das kühle Nass.

Neurodermitis steigert das Risiko für Handekzeme

Neue Ergebnisse aus der BAMSE-Studie (langjährigen internationale Geburtskohorten-Studie zu Asthma und Allergien vom Karolinska Institut für Umweltmedizin in Stockholm , Schweden) konnte zeigen, dass das Risiko für Jugendliche eine Handekzem zu entwickeln um das Dreifache steigt, wenn sie als Kind eine Neurodermitis hatten. Wer als Kind eine schwere Neurodermitis hatte oder wer als Jugendlicher noch immer unter dieser leidet, für den stieg das Risiko für ein Handekzem sogar auf das fünf- bis sechsfache an. Diese neuen Erkenntnisse sind unserer Ansicht nach wichtig um eine geeignete Berufswahl zu treffen.

Das chronische Handekzem ist eine häufige Hauterkrankung: man geht davon aus, dass etwa 10% der deutschen Bevölkerung daran leiden. Etwa 5-7% der Handekzempatienten zeigen einen besonders hartnäckigen, chronischen und schweren Krankheitsverlauf. Das Handekzem beginnt häufig mit einem Juckreiz der Haut und es können sich kleine Bläschen an den Fingerseiten und auf den Handflächen entwickeln. Meist treten diese Symptome recht akut nach zum Beispiel Allergenkontakt auf, d.h. innerhalb kurzer Zeit sind zunächst wenige Stellen und dann oft sehr schnell beide Hände ausgeprägt betroffen. Es gibt neben dem allergischen Handekzem noch das so genannte „Abnutzungsekzem“ und das atopische Handekzem, bei dem der Zusammenhang zur Neurodermitis gesehen wird. Je mehr Reizfaktoren hier von außen auf die Haut gelangen zum Beispiel durch reizende Arbeitsstoffe, desto wahrscheinlicher ist ein krankhafter Verlauf.

Weitere Informationen zum Handekzem und zur Berufswahl bei Allergien erhalten Mitglieder beim Deutschen Allergie- und Asthmabund unter info@daab.de

Erfahrungsberichte zu Neurodermitis gesucht

Ein Aufruf speziell für Familien mit einem Kind mit Neurodermitis.

Die Journalistin schreibt für die Zeitschrift ELTERN zum Thema

Neurodermitis bei Kindern (0 bis 4 Jahren).

Sie sucht Eltern, die ihr erzählen, was ihrem Kind besonders hilft.

Feuchtigkeitscremes, Kortisonsalben, Neurodermitis-Schulung,

antimikrobielle Kleidung, Diät, feuchte Umschläge… – für sie ist

alles interessant.

Schreiben Sie bitte bei Interesse dirket die Journalistin an: freystil@carinafrey.de.

Carina Frey

 

Leiden Sie unter Nesselsucht? Urtikaria?

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund betreut seit vielen Jahren auch Patienten mit Nesselsucht/Urtikaria. Die Auslöser einer Urtikaria können vielfältig sein und oft dauert es Monate bis sie identifiziert werden und eine Behandlung möglich ist. Aufklärung bei den Ärzten, Patienten und in den Medien ist gefragt. Um dies noch besser leisten zu können, sind wir auf Rückmeldungen von Patientenseite angewiesen. Der DAAB wird in diesem Jahr noch viele Aktionen rund um das Thema durchführen. Geplant sind webinare, Telefonsprechstunden mit Ärzten sowie Livechats und vieles mehr.

Leiden Sie unter einer Nesselsucht/Urtikaria oder kennen jemanden, schicken Sie uns eine kurze Email an sl@daab.de, mit dem Stichwort Urtikaria. Dann laden wir Sie zu künftigen Aktionen gerne per Email ein. Die Angebote sind kostenfrei.