DAAB beteiligt sich an weltweiter Online-Befragung von Patienten zu Erfahrungen, Verfügbarkeit und Wünschen zu Adrenalin-Autoinjektoren

Ist bei Ihnen oder einem Ihrer Familienmitglieder eine schwere Allergie bzw. ein Anaphylaxierisiko festgestellt und ein Adrenalin-Autoinjektor verschrieben worden? Dann möchten wir Sie heute einladen für Deutschland an einer internationalen Forschungsstudie teilzunehmen, die unter Leitung von Allergologin, Dr. Susan Waserman, McMaster University in Hamilton, Kanada, in Zusammenarbeit mit Food Allergy Canada, dem DAAB, der Charité Berlin und mehr als 20 weiteren Patientenorganisationen und medizinischen Einrichtungen weltweit durchgeführt wird.

Das Ziel der Studie ist:
- das Verständnis zur globalen Verfügbarkeit von Adrenalin-Autoinjektoren zu verbessern
- Anaphylaxie-Notfallpläne zu untersuchen
- mehr über die Nutzung von generischen Adrenalin-Autoinjektoren zu erfahren, d.h. Autoinjektoren, die nicht einem bestimmten Menschen verschrieben wurden, sondern im Notfall verfügbar sind und von jedem im Notfall verwendet werden können.

Die Befragung dauert ca. 15 Minuten. Alle Daten werden anonym erhoben.
Bitte beantworten Sie die Fragen so bald wie möglich.
Die Befragung ist bis zum 4. November 2016 geöffnet.
Der Link kann gerne auch mit anderen betroffenen Personen geteilt werden.

Link zur Befragung: https://de.surveymonkey.com/r/globalepi-de

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme, die dazu beiträgt und hilft, dass viele Personen, inclusive Ärzte, Regierungsvertreter und Patientenorganisationen wie die unsere, Themen wie Verfügbarkeit, Verwendung von Adrenalin-Autoinjektoren ebenso wie Wünsche von Patienten im Zusammenhang mit lebensrettenden Soforthilfe-Medikamenten für Patienten mit Lebensmittel- und anderen schweren Allergien auf der ganzen Welt zu verstehen um Maßnahmen für bessere Rahmenbedingungen erarbeiten zu können.

 

Forschungsprojekt am Lehrstuhl für Klinische Psychologie von der Universität Köln zu möglichen Auslösern von Kratz- oder Knibbelepisoden bei Neurodermitis

Weibliche Neurodermitiker gesucht!!

Wie Sie sicherlich wissen, ist anhaltender Juckreiz eine unangenehme und belastende Empfindung. Wir, vom Lehrstuhl für Klinische Psychologie von der Universität zu Köln, möchten dazu beitragen, mehr über das Empfinden und die Auslöser von Juckreiz zu erfahren.

Hierfür können Sie uns als weibliche Neurodermitis-Betroffene mit Ihrer Teilnahme sehr behilflich sein!
Unsere Studie verfolgt mehrere Ziele. Vor allem möchten wir mehr über mögliche Auslöser von Kratz- oder Knibbelepisoden, wie sie im Rahmen von Neurodermitis oder Skin Picking (Pathologisches Hautzupfen/-quetschen) auftreten können, in Erfahrung bringen.

Neurodermitiker leider vor allem unter häufig sehr intensiv auftretendem Juckreiz. Die ständige Wiederholung von Juckreiz und anschließendem Kratzen mündet in einen Teufelskreis, der nur schwer unterbrochen werden kann. Das Empfinden von Juckreiz und die Versuche dem Drang zu kratzen zu widerstehen, werden als äußerst unangenehm erlebt und schränken die Lebensqualität der Betroffenen häufig massiv ein. Um geeignete psychologische Behandlungsmethoden bei Neurodermitis zu entwickeln sind Informationen über mögliche Auslöser von Juckreiz von großer Bedeutung.

Wenn Sie überlegen bei dieser Studie mit zu machen, bitten wir Sie an einem PC/Laptop auf den untenstehenden Link zu klicken. Es öffnet sich ein neuer Tab mit weiteren Informationen zur Studie. Wenn Sie diese Informationen gelesen haben, können Sie endgültig entscheiden, ob Sie teilnehmen möchten.
Für Ihren Beitrag als Betroffene und im Dienste der Forschung sind wir Ihnen sehr dankbar!
Sobald wir erste Forschungsergebnisse haben, werden wir Sie erneut informieren.

Mit freundlichen Grüßen,

Prof. Dr. A. Gerlach, Alice Urban & Linda Mehrmann
(Kontakt: linda.mehrmann@uni-koeln.de)

Hier der Link zu der Studie:
http://www.unipark.de/uc/Neurodermitis/

Aus der Forschung: Rohmilch-Konsum reduziert bei Kindern die Asthmawahrscheinlichkeit – aber Vorsicht!

Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität in München konnten im Rahmen einer Langzeitstudie bestätigen, dass Kinder, die Rohmilch trinken, seltener an Asthma bronchiale leiden. Speziell der Fettgehalt und der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren spielt hier eine wesentliche Rolle. Rohmilch hat deutlich höhere Werte als pasteurisierte, homogenisierte und fettreduzierte Milch.

Eine Empfehlung zum Verzehr von Rohmilch, sollte allerdings nicht das Fazit dieser Studie sein, darauf weisen die Forscher deutlich hin. Rohmilch kann pathogene Keime enthalten, die die Gesundheit der Kinder gefährden kann. In der Studie hielten rund 1.000 Mütter Ernährung und Gesundheit ihres Kindes bis zum sechsten Lebensjahr regelmäßig fest. Das Risiko, mit sechs Jahren an Asthma zu erkranken, war bei jenen Kinder geringer, die ab der frühen Kindheit regelmäßig unverarbeitete Milch vom Bauernhof tranken. Die Forscher untersuchten verschiedene Arten von Milch: unverarbeitete und erhitzte Rohmilch sowie industriell verarbeitete Vollmilch beziehungsweise fettreduzierte Milch. Je stärker die Milch verarbeitet war, desto geringer war der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Der Gehalt an Omega-6-Fettsäuren, bei deren Abbau im Körper überwiegend entzündungsfördernde Derivate entstehen, veränderte sich jedoch kaum.

Die Forscher plädieren für die Entwicklung neuer schonender Verfahren in der industriellen Milchverarbeitung, damit die Milch ihre schützenden Inhaltsstoffe bewahrt, aber zugleich gesundheitlich unbedenklich ist.

Neue Leitlinie für Neurodermitis ist online

Aktuell ist die neue S2k-Leitlinie Neurodermitis erschienen. Zum einen veröffentlicht im Journal of the GermanSociety of Dermatology JDDG: 1610-0379/2016/1401 und online auf der Website der AWMF.

Das Kapitel zur Epidemiologie zeigt, dass die Neurodermitis immer noch die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter ist. Gemäß versorgungsepidemiologischen Analy­sen aus Deutschland nehmen rund 23 % der Säuglinge und Kleinkinder Gesundheitsleistungen aufgrund der Neurodermitis in Anspruch, dass ist fast jeder 4. Säugling bzw. Kleinkind.

Weitere Inforamtionen zur Neurodermitis erhalten Sie unter info@daab.de. Wir bieten unseren Mitgliedern individuelle Beratung zu dem Thema und viele Informationen zum Umgang mit der Erkrankung.