Eingeschränktes Riechvermögen durch Allergien möglich

Ein Heuschnupfen kann eine mechanische Blockade der sogenannten Riechspalte und entzündliche Veränderungen der Nasenschleimhaut hervorrufen. Circa 20-40 Prozent aller Patienten zeigen diese Störung, die meist mäßig ausgeprägt ist. Dabei ist doch riechen so wichtig und hat früher unser Überleben gesichert, in dem wir verdorbenen Nahrungsmittel erkennen konnten. Das Riechen hat aber auch soziale Funktionen: In weiblichen Tränen sind Stoffe enthalten, die die Libido von Männern im Umkreis senken. Der Geruchssinn vermittelt darüber hinaus die Aroma-Wahrnehmung und sorgt so für den Feingeschmack beim Essen. Häufig wird der eingeschränkte Luftfluss durch die Nase mit einem eingeschränkten Riechvermögen verwechselt. Ein kompletter Riechverlust ist selten. Der Schweregrad der allergischen Rhinitis hat aber einen Einfluss: Mögliche Riechstörungen sind umso schwerwiegender, wenn der Heuschnupfen ganzjährig anhält und hängen in ihrer Schwere auch davon ab, wie lange die Erkrankung schon andauert.

Das Riechvermögen selbst kann inzwischen mit Hilfe eines Geruchmessgerätes (Olfaktometer) oder sogenannter „Sniffin-Sticks“ untersucht werden. Dabei können auch Riechschwellen gemessen werden. Beispielsweise wird mit den bedufteten Sticks ein Test mit 12 Düften durchgeführt. Danach weiß man, ob der Patient schlecht, mittel oder gar nicht gut riecht. Diese Untersuchungen werden wohl noch nicht flächendeckend angeboten. Bei der Behandlung der Riechstörung können Antihistaminika, cortisonhaltige Nasensprays, gegebenenfalls auch die Spezifische Immuntherapie, operative (Verkleinerung der unteren Nasenmuschel) oder Infrarot-Therapien eingesetzt werden. Lesen Sie weiter in der neuen Ausgabe der Zeitschrift Allergie konkret. Ein Probeexemplar schicken wir Ihnen gerne zu. Bestellen Sie einfach unter info@daab.de; Fon 02166-6478820

 

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