Gefährlicher Duft in Hamburger S-Bahnzügen

Die aktuelle Aktion der DB zur Beduftung der S-Bahnzüge in Hamburg hält der Deutsche Allergie- und Asthmabund e. V. (DAAB), der älteste Patientenverband in Deutschland, weder für kundenfreundlich noch angemessen.
Allergiker, Asthmatiker und empfindliche Personen können auf Duftstoffe mit Kopfschmerzen, Kreislaufproblemen bis hin zum Asthmaanfällen reagieren. Daher wenden wir uns an die DB und fordern, diese Aktion umgehend zu beenden, um die empfindlichen Fahrgäste nicht von der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel auszuschließen.
Aus unserer Beratungspraxis wissen wir, dass insbesondere Asthmatiker und Personen mit reagiblen Atemwegen auf Duftstoffe in ihrer Umgebung mit gesundheitlichen Beschwerden reagieren. Für diese Personen bedeutet die Beduftung der S-Bahn ein Risiko eines Asthmaanfalls bzw. eine gravierende Einschränkung ihrer Mobilität. Regelmäßige Reinigung der Züge und häufiges Lüften sind hier sicherlich die effektiveren und sinnvolleren Maßnahmen für eine angenehme Atmosphäre in öffentlichen Verkehrsmitteln.
Zum Schutz der Allergiker, Asthmatiker und besonders empfindlicher Personen fordern wir einen Verzicht auf den Duftstoffeinsatz in öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. Transparenz des Duftstoffeinsatzes durch eine angemessene Information der Fahrgäste. So haben die sensibilisierten Fahrgäste und Personen, die sich einer Zwangsbeduftung nicht aussetzen möchten, die Möglichkeit, in eine nicht beduftete Wagen-Einheit einzusteigen bzw. nicht beduftete alternative Verkehrsmittel zu benutzen.

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