Grenzwert für Konservierungsmittel MI bietet keinen sicheren Schutz für Kontaktallergiker

Seit Februar 2017 sind in sogenannten Leave-on-Kosmetika wie Gesichtscremes, Lotionen oder Sonnenschutzmittel Methylisothiazolinonen MI aufgrund ihrer hohen Sensibilisierungspotenz verboten. In abspüllbaren Kosmetika wie Shampoos oder Duschgelen sind sie bis zu einer Konzentration von 0,01% erlaubt. In einer aktuellen europäischen Studie wurde die Exposition gegenüber Methylisothiazolinon bei Patienten mit einer Kontaktallergie untersucht. In rund 92% der Fälle wurde die Kontaktallergie durch Produkte aus dem häuslichen Umfeld ausgelöst. Problematisch fanden die Autoren der Studie zudem, dass die erlaubte Konzentration von MI in den abwaschbaren Kosmetika keinen sicheren Schutz bietet und eine allergische Reaktion auslösen kann. Für betroffene Allergiker ist daher entscheidend, jeglichen Kontakt mit MI zu vermeiden und Produkte, die diesen Konservierungsstoff enthalten, nicht zu verwenden.  Das bedeutet, dass hier die Zusammensetzung der Kosmetika, Putz- und Reinigungsmitteln genau unter die Lupe genommen werden muss.

Sichere Alternativen bieten kosmetische Produkte mit dem DAAB-Label, hier ist der Einsatz von MI nicht erlaubt.

 

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