Heuschnupfen: Jetzt pollenfreie Zeit nutzen und die ursächliche Therapie starten!

Desensibilisierung? Hyposensibilisierung? Spezifische Immuntherapie (SIT)? Allergieimpfung? Es gibt viele Bezeichnungen für diese erfolgreiche Therapieoption für Allergiker, die nach wie vor zu empfehlen ist. Wir geben Ihnen einen kurzen Überblick worauf es dabei ankommt.
Besonders Pollenallergiker sollten in der pollenfreien Zeit an eine Spezifische Immuntherapie (SIT) denken. Dabei wird das Allergen, auf das der Patient reagiert regelmäßig und über einen längeren Zeitraum verabreicht. Der Herbst bietet sich an, da nun die Allergene in der Luft abnehmen und das Immunsystem zur Ruhe kommt.

Effekt?
Auf der Basis einer seriösen Allergiediagnostik kann mit Hilfe dieser ursächlichen Therapieform eine sehr gute Linderung der Heuschnupfen-Beschwerden erreicht, der Medikamentenverbrauch gesenkt und das Risiko für die Entstehung eines allergischen Asthma bronchiale minimiert werden.

Für wen?
Eine Spezifische Immuntherapie ist zu empfehlen, wenn
•    die klinische Relevanz (Behandlungsnotwendigkeit) für eine Pollenallergie nachgewiesen wurde,
•    die gute Wirkung der Therapie für den jeweiligen Auslöser belegt ist,
•    ein geeigneter Allergenextrakt zur Verfügung steht,
•    die Spezifische Immuntherapie über drei Jahre durchgeführt werden kann.
Die Therapie sollte über drei Jahre erfolgen, um die größtmögliche Wirksamkeit zu erzielen.

Durch wen?
Die Spezifische Immuntherapie gehört in die Hände eines erfahrenen Allergologen/in. “Allergologie” ist eine Zusatzqualifikation, die ein Facharzt erwerben kann.

Wie?
Neben der klassischen Therapie mit Spritzen, bei der (beim Arzt) die Allergenlösungen unter die Haut des Oberarms injiziert wird, können zur Behandlung auch Tropfen oder (bei Gräserpollenallergikern) auch Tabletten eingenommen werden. Bei Tropfen und Tabletten wird die Wirkung des Präparates über die Aufnahme durch die Mundschleimhaut erzielt.
Bei guter Diagnostik und richtiger Anwendung sind stärkere Nebenwirkungen eher selten und auf Beschwerden wie Jucken und Kribbeln an der Einstichstelle oder im Mundraum begrenzt, die zudem mit fortschreitender Behandlung durch den Gewöhnungseffekt abnehmen.

Auch für Kinder geeigent?
Der DAAB empfiehlt bei Kindern mit Allergien eine frühzeitige Hyposensibilisierung, da sie als ursächliche Behandlung für eine gute Linderung der Symptome sorgen und auch eine Präventionsmaßnahme vor Neusensibilisierungen im Kindesalter sein kann.
Lesen Sie dazu mehr in unserer Zeitschrift “Allergie konkret” 3/2018. Kurze Mail an info@daab.de genügt.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.