Hyazinthen, Magnolien oder Pfingstrosen – Gefahr für Asthmatiker

Stark duftende Blumen wie Magnolien, Hyazinthen, Maiglöckchen, Pfingstrosen, je länger je lieber (Lonicera), Duft-Jasmin, -Schneeball oder -Veilchen, Holunder oder der Bauernjasmin (Pfeifenstrauch) können bei Menschen mit empfindlichen Atemwegen Überempfindlichkeiten auslösen. Das kann der Fall sein, wenn der Duft sehr konzentriert auftritt, also bei duftenden Pflanzen, die man in Innenräume stellt wie Hyazinthen oder bei direkter Nähe zu einer Pflanze. Beispielsweise, wenn eine Magnolie vor einem geöffneten Fenster oder an der Terrasse mit den Sitzplätzen steht. Zwar ist hier keine Pollenbelastung zu erwarten, da die Bäume von Käfern befruchtet werden, allerdings sollten Asthmatiker beachten, dass der Duft als „Triggerfaktor“ zu einer Verschlechterung des Asthmas, möglicherweise  bis hin zu einem Asthmaanfall führen kann. Vor einiger Zeit stellten Forscher der Ruhr-Universität Bochum fest, dass fruchtiger Bananen/Aprikosen-Duft die Bronchien weiten und blumiger, öliger Geruch (in diesem Falle Maiglöckchen) Bronchien verengen kann. Im Zuge dieser Forschung wurden zwei unterschiedliche Rezeptoren in den Muskelzellen der Bronchien entdeckt. Durch die Bindung der jeweiligen Duftmoleküle wurden die entsprechenden Reaktionen ausgelöst. Spannende Erkenntnisse, die auch genutzt werden, um die Rezeptoren und Düfte in Bezug auf neue Behandlungsoptionen bei Asthma oder einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, der sogenannten COPD zu untersuchen.

http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2016/pm00111.html.de

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